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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ärzte melden wg schlechter behandlung (menschlich und fachlich)



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KingLoui
23.12.2007, 12:48
@Tombow

Man kann in einer Diskussion aber auch dagegen halten (wie du sagst "zurückpissen"), ohne sich dabei selber durch Polemik und unangepasste Wortwahl ins Abseits zu stellen. Ob man hinterher die "beleidigte Leberwurst" spielt und anschliessend auch noch trotzig zu reagiert ist jedem selbst überlassen. Schade, denn deine Kernaussage ist an sich völlig richtig.

Zum Thema...idiotische Ärzte gibt es natürlich genauso wie dämliche Polizisten, Busfahrer, Lehrer oder sonst welche Berufsgruppenangehörige. Im Einzelfall wehre ich mich lieber direkt, anstatt hinterher Beschwerden zu schreiben.

Feuerblick
23.12.2007, 12:55
Können wir damit jetzt endlich zum Thema zurückkehren? Oder hat dazu keiner mehr was zu sagen?
Private Zwistigkeiten bitte per PN!

Gruß Feuerblick
MediLearn-Moderatorin

Tombow
23.12.2007, 13:15
Sauer auf die Ärztin vielleicht, aber nicht auf den Patienten. DAS ist doch der Punkt um den es geht.
Das sehe ich anders. In der ursprünglichen Geschichte sehe ich nur einen gewissenhaften und gründlichen Kollegen, der versucht zu überprüfen, ob die Indikation zur Untersuchung auch eine rechtfertigende Indikation ist. Etwas, was seit eh und je gute Radiologen getan haben, immer noch tun und es in Zukunft tun werden. Und was nach der aktuell geltenden Röntgenverordnung sogar Pflicht ist. Und besagter Kollege stößt auf einen durchaus unkooperativen Patienten und einer mehr als fragwürdigen Indikation. Willst du mal einen Radiologen in Rage sehen? Schiebe ihm einfach so eine mehr als fragwürdige Indikation rüber, anstatt zuerst deine Arbeit als Kliniker selbst zu erledigen. Und Patienten, die mit so einer Indikation aufkreuzen, sehe ich kein Deut besser als diejenigen, die mit irgendner Pillepalle nachts um drei in der Notaufnahme aufkreuzen. Ganz davon zu schweigen, daß bei eventuellen Komplikationen bei der Untersuchung der Radiologe die alleinige Schuld zu tragen hätte (da keine Indikation gegeben) und gleichzeitig selbst bei komplikationsloser Untersuchung als niedergelassener für die Sache auch in Regress genommen werden könnte (da keine rechtfertigende Indikation).


Allgemein finde ich, das viele Ärzte viel zu überheblich und von ihrem Können überzeugt sind.
Man hat lange genug studiert, um sich den Kittel und die Berufsbezeichnung verdient zu haben. Wenn du das mit Überheblichkeit gleichsetzt....


Und das ganze Ständegdünkel von wegen man lässt die Patienten warten und denkt, man kann sich über ihre Meinung hinwegeheben...
Muß man sogar. Öfter als du denkst. Wie man es dreht und wendet, in einer Arzt-Patient-Situation ist der Arzt der Fachmann. Ehre wem Ehre gebührt und dabei wird es auch in Zukunft bleiben.

Inelein
23.12.2007, 14:29
@Hypnos: Jederzeit willkommen :-))

sama-doc
23.12.2007, 17:50
So, ich geb dann auch mal meinen Senf dazu...
Also bei den beschriebenen Beispielen finde ich nicht, dass man den Ärzten fachliche Inkompetenz vorwerfen kann (zumal ich es ja nicht besser weiß...), aber 2 andere Dinge:
1. den Umgangston
2. die Tatsache, dass sie ihrem Patienten nicht erklärt haben, warum sie eine Untersuchung etc. für unangebracht halten oder so

Solche Situationen hat ja sicher jeder schon mal erlebt, ich genauso. Ich denke zwar, dass ich bei einigen Dingen schon mitreden kann und recht gut Bescheid weiß, aber mir ist natürlich klar, dass der Arzt es im Zweifel einfach besser weiß. Allerdings erwarte ich bei Differenzen dann auch vom Arzt dass er mir einfach sagt, warum ich falsch liege. Und vor allem, dass er es mir sachlich und freundlich sagt. Klar hat jeder mal nen schlechten Tag, aber gewisse Umgangsformen müssen auch dann einfach beachtet werden, und zwar von beiden Seiten. Dazu gehört auch, dass mein Patient (ja, auch meine Patienten stellen manchmal dumme und nervige Fragen...) sich nicht verspottet oder so vorkommt. Der Ton macht nach wie vor die Musik.

:-meinung

Medicus_bonus
23.12.2007, 18:12
Genau :-dafür :-))

docmoechtegern
24.12.2007, 11:45
Wie man es dreht und wendet, in einer Arzt-Patient-Situation [bzw. Lehrer-Schüler-Situation] ist der Arzt [bzw. Lehrer] der Fachmann. Ehre wem Ehre gebührt und dabei wird es auch in Zukunft bleiben.
Man hat lange genug studiert, um sich den Kittel und die Berufsbezeichnung verdient zu haben. Wenn du das mit Überheblichkeit gleichsetzt....Das sagt unser Chemielehrer auch immer zu uns.:-))

Skalpella
24.12.2007, 13:16
Als ich bei einem Radiologen war, weil meine Psychiaterin meinen Kopf überprüfen lassen wollte ( zwecks ADS-Diagnostik ) und der Radiologe mich nach meinen beschwerden fragte ( ich zählte ihm alles mögliche auf, unter anderem starke Antriebslosigkeit ) sagte der zur mir in einem verständnislosen und frechen Ton, dass er um 07:00 Uhr morgens auch antriebslos wäre ... ich war kurz davor diesem Blödmann eine zu ballern...und ich bin echt nicht der Typ von Mensch der auch nur an Gewalt denkt.
Ich find den Radiologen lustig :-)) Vielleicht hat ers gar net böse gemeint, sondern wollte einen Witz machen(?)... Mir wäre der gleiche Spruch eingefallen...:-nix

Generell muss ich Sama zustimmen:

Also bei den beschriebenen Beispielen finde ich nicht, dass man den Ärzten fachliche Inkompetenz vorwerfen kann (zumal ich es ja nicht besser weiß...), aber 2 andere Dinge:
1. den Umgangston
2. die Tatsache, dass sie ihrem Patienten nicht erklärt haben, warum sie eine Untersuchung etc. für unangebracht halten oder so

Medicus_bonus
24.12.2007, 20:59
Da ist das Problem: Ein Arzt sollte wissen, wann und bei wem er einen Witz machen kann.

sama-doc
24.12.2007, 21:38
Naja, ich denke das ist kein spezielles Ärzte-Problem, das sollte jeder wissen. Aber man schätzt sein Gegenüber auch manchmal einfach falsch ein.
Ich finde spöttische oder herablassende Kommentare in diesem Zusammenhang nicht deshalb falsch, weil es sich um einen Arzt handelt, sondern weil man grundsätzlich nicht so mit anderen Menschen sprechen sollte. Egal in welchen Kontext.

LieberInvasiv
08.04.2010, 16:32
Ähm.. das ist doch ein öffentliches Forum in dem jeder mitlesen kann, oder?
Wenn ja, dann stellt deine gerade getätigte Aussage den Tatbestand der Verleumdung (oder wie auch immer das offiziell heißt) dar...
Bei allem Verständnis, den Namen solltest Du besser weglassen/löschen!
Und wenn Du solche Vorwürfe vorbringst, dann solltest Du dich a) erklären und b) deine Aussagen auch belegen können... wenn nicht siehe oben..
und das kann richtig teuer werden!

Relaxometrie
08.04.2010, 16:36
Ich würde den Namen auch schnellstens Entfernen. Anwälte lauern im Internet überall, und selbst wenn Du Recht haben solltest, kann man das hier nicht von einer Rufmordkampagne unterscheiden.
Wende Dich lieber an die entsprechende Zahnärztekammer, wenn es wirklich nötig ist.

Feuerblick
08.04.2010, 17:26
So, erledigt... :-nix Schmähkritik verstößt gegen die Forenregeln.

Grüße
Feuerblick

Recall8
20.04.2010, 07:35
Ja, die überheblichen Ärzte. Wenn Ärzte nicht automatisch Idealisten, Prinzen und Charmeure sind, sind sie überheblich. Gut. Wenn ich sehe, wie klagemutig und klagefreudig die Patienten sind, so langsam amerikanische Verhältnisse Einzug halten, dann ist es mit dem Gutmenschentum auch mal am Ende.

Gerade, weil ich niedergelassene Radiologen gesehen habe: einige kratzen mit ihren Haftpflichtversicherungsbeiträgen bereits an der 6.-stelligen Grenze - in Deutschland. Wenn ich überlege, welche Ausbildung(sdauer) dahinter steckt und, dass mich einige Versicherungen nach Eintreten eines (!) Schadenfalls gar nicht mehr versichern, dann reisst es einem ganz schnell das Fundament weg. Insbesondere, weil dich Hinz&Kunz vor die Wand fahren kann.
Von Ärzten wird immer eine hohe, auch menschliche, Kompetenz gefordert - schade, dass dieses scheinbare Alleinstellungsmerkmal in allen anderen Berufssparten wohl nicht so gesehen wird.