Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Versichungsgesellschaft?
rene.mueller
23.02.2011, 11:02
Hallo,
ich bin Student der Medizin an der Universität in Münster im 4. Fachsemester.
Ich würde mich gerne nach meinem Abschluss bei den Ärzten ohne Grenzen als Assistent bewerben, habe jedoch von einem Kommilitonen gehört, dass auch die Assistenten in dem Falle eine Versicherung abschließen sollten, mit dem Hauptaugenmerk auf der Weltdeckung. Ist dies richtig?
Ich finde diesbezüglich nur wage Informationen zur Berufshaftpflicht für Ärzte (http://www.berufshaftpflicht-berufshaftpflichtversicherung-1.de/berufshaftpflichtversicherung_arzt.php) im Internet. Vielleicht kann mir hier einer weiter helfen. Bin für jegliche Informationen dankbar.
Grüße
Rene
Soweit ich weiß, nimmt Ärzte ohne Grenzen nur Assistenten mit min. 2 Jahren Berufserfahrung. Hast also noch genug Zeit, dich zu erkundigen. Im Zweifelsfall direkt bei der Organisation nachfragen, was du so brauchst.
Kackbratze
23.02.2011, 13:23
ÄoG nimmt nur erfahrene Ärzte an. Mach Dich doch schlau, welche Schlüsselqualifikationen erforderlich sind und arbeite in der Zeit darauf hin.
Für weitere Infos:
www.aerzte-ohne-grenzen.de
Relaxometrie
23.02.2011, 13:32
ich bin Student der Medizin an der Universität in Münster im 4. Fachsemester...............
Ich würde mich gerne nach meinem Abschluss bei den Ärzten ohne Grenzen als Assistent bewerben
Wenn man mal von einer mindestens 2jährigen Berufserfahrung ausgeht, die für eine Arbeit bei ÄoG nötig ist, so hast Du jetzt noch mindestens 6 Jahre Zeit, die passende Versicherung zu finden. Meiner Meinung nach solltest Du Dich solange erstmal mit fachlichen Dingen auseinandersetzen, als 6 Jahre im Voraus die Versicherungsfrage zu klären, die bis dahin eh veraltet sein kann.
Sunflower
26.10.2011, 15:51
Ich frische diesen Thread mal mit einer neuen Frage auf.
Und zwar bin ich an "MedProtect" (Berufs- und Privathaftpflicht) der DÄF in Zusammenarbeit mit den meisten (14) Ärztekammern interessiert.
Hört sich gut an, aber ist die Deckungssumme mit 5 Millionen ausreichend?
Ich habe da einfach zu wenig Erfahrung und möchte gerne mal interessehalber nachfragen, ob ihr von MedProtect schon gehört habt, oder den Vertrag zufällig selbst abgeschlossen habt.
Laut dem Vertrag sind auch der Verlust von Schlüsseln und Code-Karten (Beruflich) mit abgedeckt. Weiß einer von euch so in etwa wie teuer eigentlich so eine Schließanlage ist?
VG + Vielen Dank!
Würde mich auch interessieren, was man alles unbedingt braucht für den Berufsstart. Habe am Donnerstag einen Termin bei der Deutschen Ärzte Finanz, die mir bestimmt alles aufschwatzen wollen.
Da ihre Produkte der Deutschen Ärzteversicherung ja anscheinend auch in tests ganz gut abschneiden, bin ich denen nicht ganz so abgeneigt.
Wäre für jeden Tipp dankbar.
LG
jojoxyz
Sunflower
28.10.2011, 22:01
Ich werde den MedProtect-Vertrag unterschreiben.
Da ist relativ viel abgedeckt, und das Schöne ist, dass der Berufshaftplichtteil eben passend auf uns als Med-Leute (Weiterbildungsinhalte, etc.) abgestimmt ist.
...und da sich 14 Ärztekammern daran beteiligen, kann es nicht so verkehrt sein. Im schlimmsten Fall kündigt man das Ganze eben wieder nach einem Jahr.
Was brauch ich denn eigentlich alles? Berufshaftpflicht, Berufsunfähigkeit, Berufsrechtsschutz? Noch mehr, ist das schon zu viel?
Ich beginne ab Dezember in einer radiologischen Abteilung. Muss man da irgendwas spezielles beachten?
Sunflower
29.10.2011, 12:12
Bei dem MedProtect ist schon eine Art Rechtsschutz dabei.
Berufsunfähigkeitsabsicherung (z.b. DocDor von der Ärztefinanz), ist für viele Geschmackssache. Da kann ich dir nicht viel helfen.
Ansonsten sollte man eben auf jedenfall Berufs-und Privathaftpflicht haben.
Grundsätzlich muss man sich bei jeder Versicherung immer fragen, kann ich den Schaden den die Versicherung abdeckt auch mal aus eigener Tasche zahlen oder würde das für mich den finanziellen Ruin bedeuten, Fachleute nennen das die Absicherung existenzieller Risiken.
Wenn man jetzt genauer drüber nachdenk braucht man somit eigentlich als Normalsterblicher auf jeden Fall
-eine Krankenversicherung (muss man sich als Berufsstarter da nicht selbsständig und i.d.R. zu wenig einkommen eh von gesetzes wegen suchen), wichtig den Auslandskrankenschutz mit Rücktransport nicht vergessen, den gibts aber für wenige Euro bei allen gängigen Versicherern.
-eine Haftpflichtversicherung (für nen Arzt bietet sich Berufshaftpflicht dazu an, auch wenn bei einem angestellten Ass.Arzt eigentlich der Arbeitgeber haftpflichtig ist, aber es gibt ja noch das Restrisiko bei Nachbarschaftshilfe, Erste-Hilfe-Leistungen oder so und im übrigen kostet das eh net mehr, als ne reine Privathaftpflicht). Damit das existenzielle Risiko auch gut abgsichert ist sollte die Deckungssumme 3-5 Mio EUR betragen.
-Berufsunfähigkeitsversicherung (die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung und auch des Versorgungswerkes sind im Falle von Berufsunfähigkeit eher mau bis nicht vorhanden, insofern also eine ebenso unbedingt nötige Versicherung. Hierüber wurde im Forum schon viel geschrieben, die Wahl der richtigen Gesellschaft ist hier granicht so einfach, da es viele Details zu beachten gibt)
Bei allen anderen Risiken muss man abwägen, ob sich da ne Versicherung wirklich lohnt. Ein Rechtsstreit kann schon mal paar Euro kosten, aber wird einen sicherlich vor keinen Schuldenberg stellen, den man bis an sein Lebensende und darüber hinaus abbezahlen muss, zumal gerade Rechtsschutzversicherungen dafür bekannt sind, so komplexe und kundenunfreudnliche Bendinugen zu haben um sich im Falle eines Rechtsstreit ohnehin vor der Zahlung zu drücken.
Berufsrechtsschutz bekommst Du auch, wenn Du Mitglied in ner Gewerkschaft bist und Rechtstreitigkeiten die aus Haftpflichansprüchen entstehen übernimmt eh die Haftpflichversicherung.
Weitere Argumente könnte man gegen viele weitere Versicherungen ins Felde führen (auch wenn Ärztefinanz, MLP und Co sicher das Gegenteil behaupten werden). Sehr gute und ausführliche informationen über Umfang und Notwendigkeit von Versicherungen auch teilweise kostenlos im Internet geben übrigens auch unabhängige Verbraucherorganisationen wie der Bundesverbnad der Versicherten, finanztest oder die Verbraucherzentralen.
Sunflower
29.10.2011, 19:27
Danke für die Ausführungen!
...die Krankenversicherung hatte ich, in meiner Aufzählung von "notwendige Absicherungen", als selbstverständlich vorausgesetzt
Wie ist es eigentlich, sich von der Verbraucherzentrale beraten zu lassen?? Sinnvoll ja oder nein, oder kommt es nur wieder darauf an, wer vor mir sitzt?
Wie ist es eigentlich, sich von der Verbraucherzentrale beraten zu lassen?? Sinnvoll ja oder nein, oder kommt es nur wieder darauf an, wer vor mir sitzt?
Hab ich auch mal gemacht.
Vorteil:
- Beratung ist echt günstig (10-20 EUR)
- Beratung ist vollkommen unabhängig
- Um einen Überblick zu bekommen was man braucht und nicht braucht sicherlich nicht schlecht.
Nachteil:
- Die Leute die da arbeiten sind meist keine ausgewiesenen Finanzexperten, sondern beraten vom Energiesparen über Handytarife zu eben Finanzprodukten einfach jeden über alles.
- Für eine spezielle Beratung (welcher Versicherung ist die beste? Ist die Haftplicht, die ich zur Zeit habe gut?) wird dann meistens auch nur in Finanztest nachgeblättert oder ein Reating-Programm bedient.
-Beratung läuft relativ standartisiert ab.
Also, für nen Überblick und zur Informationsbeschaffung sicherlich ganz gut und sicherlich besser und v.a. wesentlich objektiver als beim durchschnittlichen Bank- oder Versicherungs"berater" und das schlechteste Produkt wird man sicherlich bei deren Empfehlungen sich nicht einkaufen, wenn man es aber genau auf seine Lebenssituation zugeschnitten haben möchte sicherlich nicht speziell genug.
Relaxometrie
19.12.2011, 18:42
Berufshaftpflicht [.............] Damit das existenzielle Risiko auch gut abgsichert ist sollte die Deckungssumme 3-5 Mio EUR betragen.
Ist es allgemeiner Konsens, daß diese Deckungssumme ausreicht?
Bei meiner Berufs-/Privathaftpflichtversicherung beträgt die Deckungssumme der Berufshaftpflicht bei Personen- und Sachschäden 5 Mio. Euro je Schadenfall und 200.000 Euro bei Vermögensschäden. Bei der integrierten Privathaftpflicht beträgt die Deckungssumme 5 Mio. Euro je Schadenfall (Personen-/ Sach-/ Vermögensschaden).
Hat hier jemand Haftpflichtversicherungen mit höheren Deckungssummen abgeschlossen?
Ist irgendwer von euch bei der Barmer und hat gute Erfahrungen gemacht!?
Muss mich die Tage entscheiden... und finde das doch eher schwierig....
Kackbratze
06.01.2012, 08:04
Ich war mit der Techniker sehr zufrieden, zur Barmer kann ich nix sagen, ausser das die gerne irgendwelche Schreiben von uns haben wollen, weil die mit der Behandlung nicht einverstanden waren. Natürlich erst nach der Entlassung...
Ich bin mit der Barmer sehr zufrieden, gerade, was den Service anbelangt. Ich hätte bei Nachfragen zu verschiedensten Themen immer direkt kompetente Ansprechpartner am Telefon, wenn derjenige nicht weiter wusste, würde direkt nachgefragt und innerhalb einer halben Stunde zurückgerufen. Sie übernimmt zudem die Kosten für Medikamente für mich und meine Tochter, die ich selber rezeptiere. Aus meiner praktischen Tätigkeit kann ich von wenigen bis gar keinen Nachfragen bzgl. Therapien reden, nur die ambulanten OP-Budgets in meinem Fach sind sicher ausbildungswürdig. Dafür bekommen unsere Patienten sogar das OCT bezahlt, was eigentlich bei keiner Indikation auch nur ansatzweise im GKV-Katalog enthalten ist.
Sunflower
06.01.2012, 12:41
Sie übernimmt zudem die Kosten für Medikamente für mich und meine Tochter, die ich selber rezeptiere.
Erstattet dir die Barmer denn 100% der Kosten? Bei meinem Nachfrage-Anruf bei meiner Barmer Geschäftsstelle war nämlich immer die Rede von einer Erstattung von 78% + 5 Euro (Rezeptgebühr)
Ist so, wie Du es sagst. Sprich, bei Medikamenten um 10€ macht es keinen Sinn, aber bei teureren durchaus.
Sunflower
07.01.2012, 12:03
Ah, dann weiß ich Bescheid. Danke!
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