Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freizeitvergnügen "Briefe diktieren"
Äh, wollte nur mal eben schnell was einwerfen:
Bitte, bitte, denkt daran, dass die Person am anderen Ende (sprich, diejenige, die nach dem Band schreiben muss) in der Regel medizinisch total unbedarft ist.
Regel Nr. 1: Vorstellung nicht vergessen ;-)
Regel Nr. 2: Deutlich sprechen - und möglichst mit gleichbleibender Lautstärke
Regel Nr. 3: Gerade bei Diagnosen und den dazu gehörenden ICDs bitte laaangsam sprechen!
Regel Nr. 4: Bei der Medikation kommt Regel Nr. 3 ebenso zum Tragen (wir wollen den Patienten doch nicht überdosieren!)
Regel Nr. 5: Brav für's Schreiben bedanken. Die Tippse wird es euch danken :-)
Daisy, nebenberuflich "Tippse" - zwar nicht wirklich Laie, aber dennoch schlecht im Raten :-))
Regel 1 und 5 wird auf jeden Fall immer eingehalten, Regel 2-4 versuch ich zumindest einzuhalten :-))
P.S. Geschlossene Psychiatrie? Lass doch die Patienten ihre Brief selbst tippen. :-))
Das ist mal eine gute Idee :-top Und dann gibt es die als gesammelte Bände, wär bestimmt sehr unterhaltsam :-))
Grombühlerin
20.11.2007, 12:09
interessante Idee, sich vorszustellen....bei einer SEHR überschaubaren Anzahl von Assistenten hat es bis jetzt aber auch ohne gut funktioniert.
Und Inflationär bedanken tu ich mich auch nicht, ab und zu mal bzw. lieber persönlich, wenn ich neue Kasetten hole, verbunden mit einem Lob fürs schnelle Tippen und einem netten Schwätzchen.
Grombühlerin
20.11.2007, 12:15
aber ich wolte ja noch was zum eigentlichen Thema schreiben:
das Problem sind doch nicht "die Briefe in der Freizeit" sondern allgemein zu viel Arbeit für die gegebene Zeit. Bei uns sind 2 Überstunden pro Person und Tag normal, ob man in denen jetzt Briefe schreibt oder was anderes macht ist doch egal, oder?
Ich arbeite immer im Dienst alles auf, versinke aber um Mitternacht an der Kodierliste schon manchmal im Selbstmitleid.
Bei den Briefen finde ich es ganz wichtig, Stapelbildung zu vermeiden und alles zu erledigen, solange man sich noch an den Patienten erinnern kann!!
Überstunden? Gibt es bei uns nicht. Wir sind schlieslich eine Uni, da wird das erwartet! :-heul
Und danach die Freizeitforschung.
Raphefrau
20.11.2007, 17:37
Klar! Zum Glück, sonst wüssten die dummen Assis ja garnicht, was sie abends machen sollten :-)) ....
Relaxometrie
20.11.2007, 18:04
Geschlossene Psychiatrie? Lass doch die Patienten ihre Brief selbst tippen. :-))
"Zum Zeitpunkt der Aufnahme war ich delirant, situationsverkennend, orientierungslos, eigen- und fremdgefährlich. Deswegen habe ich meine Einweisung per PsychKG veranlasst. Die anschließende Fixierung für 24h war leider nicht zu vermeiden, deswegen habe ich diese direkt mit angeordnet. Als anfängliche Medikation habe ich mich für Haldol i.v. und oral entschieden. Der Alkoholentzug fand mit Distraneurin statt. Da ich mich im weiteren Verlauf der Behandlung weder klar von Suizidgedanken, noch von fremdgefährdenden Impulsen distanzieren konnte, habe ich die Verlängerung des Unterbringungsbeschlusses beantragt."
Klingt gut, Du hast Recht!!!
Werde es gleich morgen auf Station einführen :-)) :-party :-))
Und danach die Freizeitforschung.
Zitat meines damaligen Doktorvaters: "In der Forschung gibt es keine Überstunden !" :-))
Das gilt auch heute als Assi noch :-peng (aber es macht mir trotzdem Spaß :-) , im Gegensatz zum Diktieren)
das ist mir völlig unverständlich :-nix Beim Diktieren bin ich tausend mal schneller als beim tippen
Ok, vielleicht hätte ich erwähnen sollen, daß wir Standardbriefe für Appendizitis/Galle/Hüfte/Radius etc. in Form von Textbausteinen haben, die nur geringfügig angepaßt werden müssen :-))
Der große Vorteil ist halt, daß ich die dann den Patienten direkt mitgeben kann (während meiner 3 Monate auf Station habe ich genau einen einzigen handschriftlichen Brief mitgegeben :-) ).
Huepftigger
20.11.2007, 22:38
Ich mochte im PJ Textbausteine auch viel mehr als das Diktieren, Evil. Wenn ich nur an den Zeitverlust des diktierten Briefes denke, bis er geschrieben, kontrolliert, und dann erst von allen unterschrieben wurde. Ich hoffe ja, das ich das bei meiner zukünftigen Stelle auch so machen kann. Ich find es echt besser, gleich einen endgültigen Brief mitgeben zu können. Und das ganze sollte sich ja evtl. nicht so stapeln, wenn man von Anfang an die Briefe ein bisschen vorschreibt...
Christoph_A
21.11.2007, 06:51
Naja, diktieren spart trotzdem gewaltig Zeit. Bis Du einen internistischen Entlasser selber getippt hast, alle Befunde reinkopiert und noch das Labor hinten drauf hast, da haste das fünfmal diktiert. Glaub mir, ich kenn beides, haben bis vor einigen Monaten alle Briefe schreiben müssen ( Schreibkräfte wurden eingespart ), bis wir einen kleineren Aufstand gemacht haben. Seitdem haben wir ein Spracherkennungsprogramm, das ist eigentlich ganz witzig und hilft Dir zeitlich weiter.
Kackbratze
22.11.2007, 05:24
So ein Programm wäre mir persönlich lieber als Diktieren und wegschicken, weil ich bei dem Programm ja sofort sehe, wenn ich müll diktiere (bei den Diktaten meist erst, wenn das Ding ausgedruckt wird) und ausserdem muss es halt manchmal schneller gehen, als "über Nacht" wie bei den normalen Dikatet.
Und ja, ich höre mir meine Diktate nicht nochmal an, weil ich einfach zu faul bin und meine Stimme nicht so gern selber höre... :-?
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