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derDaniel
19.06.2010, 21:09
da gebe ich dir völlig Recht...ich meine für Notfallmedizin oder Ähnliches bin ich sicher nicht geeignet aber das wollte ich sowieso nie machen ;-)

Du meinst also das Problem wird wenn dann nur sein, wenn ich das Zeugnis von keinem Arzt ausgestellt bekomme sprich andersherum: solange ich ein Gesundheitszeugnis habe, muss das LPA mich zulassen?

Und beim LPA anrufen...hmmm...meinst du so in der Richtung "ein Bekannter ist greade mit dem Abitur fertig geworden aber sitzt wegen eines Unfalls im Rollstuhl etc...kann er denn Arzt werden?"

Feuerblick
19.06.2010, 21:13
Das LPA interessiert sich überhaupt nicht für deine gesundheitliche Situation. Du brauchst deine Scheine und dein PJ für die Zulassung zum Examen. Mehr nicht.
Erst zur Beantragung der Approbation musst du, nach bestandenem Hex, ein Gesundheits"zeugnis" einreichen. Und da du ja nicht generell für den Beruf ungeeignet bist, wirst du das sicher von deinen betreuenden Ärzten auch bekommen, denke ich mal.

Coxy-Baby
19.06.2010, 22:05
Ist ja kein richtiges Gesundheitszeugnis sondern nur son Wisch den dir JEDER approbierte Arzt ausstellen kann, von daher wird/sollte es da wohl keine Probleme geben..... und mehr
brauchste ja nicht für die Appro....
Dat wird schon!

derDaniel
19.06.2010, 22:31
Okay...jetzt bin ich wieder optimistischer, dass das mit diesem ominösen "Zeugnis" doch klappt...

Bedenken habe ich nur, dass dann irgendjemand im Rahmen der Erteilung der Appro meint "wer hat denn diesen Wisch ausgestellt...der sitzt ja im Rollstuhl und wenn jetzt ein Notfall kommt und man reanimieren muss, kann er denn möglicherweise nicht beherrschen"

Wahrscheinlich fragt da aber niemand nach, sobald der Wisch beiliegt...

heart
19.06.2010, 22:59
Bedenken habe ich nur, dass dann irgendjemand im Rahmen der Erteilung der Appro meint "wer hat denn diesen Wisch ausgestellt...der sitzt ja im Rollstuhl und wenn jetzt ein Notfall kommt und man reanimieren muss, kann er denn möglicherweise nicht beherrschen"


Daran sollte es definitiv nicht scheitern... Als Radiologe solltest du mit dem Kontrastmittelzwischenfall umgehen können, das kann man auch aus dem Rollstuhl heraus. Ansonsten: bei uns kommt bei instabilen Patienten immer der Stationsarzt mit ins Röntgen/ CT. Und falls tatsächlich mal jemand völlig unerwartet reanimationspflichtig wird, gibt es in den meisten Häusern Reanimationsteams, die rasch da sind.
So nebenbei: ich wurde mal aus der Notaufnahme ins CT nebenan zu einem rea-pflichtigen Patienten geholt. Der diensthabende Radiologe hat in dieser Situation, nun ja, aus 2 m Abstand aggressiv zugewartet... ;-) - der hatte auch eine Approbation... :-dance

Viel Glück für Deinen Berufsstart!;-)

Noelani
20.06.2010, 22:50
Hallo!
Ich bin zur Zeit im PJ und bisher haben mir (unerwartet) v.a. chirurgische Fächer gefallen, das "winzige" Problem ist, dass ich im Rollstuhl bin...

Kennt ihr Ärzte im Rollstuhl, die chirurgische Fächer ausüben? Ich kenne nur einen Psychiater und einen Internist ;-)

derDaniel
20.06.2010, 22:55
Hallo auch,

willkommen im Club ;-) schau dir mal diesen Beitrag hier an:

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=58650&page=2

Was genau ist denn dein Problem (auch Querschnitt)?

Michael72
21.06.2010, 06:29
Also ich kenne einen Oberarzt in der Radiologie, der im Rolli sitzt. Ist überhaupt kein Problem.

Hellequin
21.06.2010, 07:53
Ich kenne nen Neurochirurgen der im Rollstuhl sitzt. ;-) Hängt sicher im Einzelfall von den jeweiligen körperlichen Einschränkungen ab ob man ein spezielles Fach machen kann. Prinzipiell, insbesondere mit den heutigen technischen Möglichkeiten was Rollstühle etc. angeht, aber sicher möglich.

Cosma
24.06.2010, 08:19
Hallo,


also ich denke, daß wenn jemand mit - egal welcher - Behinderung das Studium schafft oder sich zutraut, daß dann die Sinnhaftigkeit gar nicht zur Diskussion stehen sollte.

Es gibt so viele Felder, indenen man als Arzt tätig sein kann, wer weiß schon zu Beginn des Studiums wo er in 5 Jahren steht ?

Ich kenne Ärztinnen beim Dekanat mit vielen Kindern und "Sekreterinnenjob", die ihren Lebensschwerpunkt irgendwann woanders gesetzt haben, Ärztinnen, die bei Medi-Learn oder in Berufsschulen unterrichten, Ärzte bei der Krankenkasse, Ärzte die nur noch als freie Journalisten arbeiten usw.

Es gibt viele Lücken, auch für die, denen ein Klinikalltag vielleicht doch einmal zu viel werden könnte.

LG

Cosma

DrMang
25.06.2010, 10:21
Hallo Allerseits! Ich habe hier schon länger mitgelesen und möchte gerne einmal meine Situation schildern um eventuell die ein oder andere Einschätzung oder Denkanstoß dazu zu bekommen.

Ich habe seit einem Unfall vor einigen Jahren auf Grund von Schmerzen im Fuß und öfters auch mal im Knie ziemliche Probleme, länger zu stehen oder auch zu laufen und muss das Bein ständig irgendwie entlasten.

In Famulaturen wurde ich schon etwas komisch angeschaut, weil ich mich immer mal wieder setzten oder anlehnen musste. Das Problem ist, dass man mir dieses Handicap auf den ersten Blick nicht ansieht.

Ich möchte gerne später in die Innere gehen (Kardio wäre ganz nett) und habe jetzt, kurz vor dem PJ, große Bedenken, wie ich mit dieser Sache in der Klinik zurecht komme. Sowohl in der Chirurgie (langes Stehen am OP-Tisch) als auch in der Inneren (lange Visiten, noch längere Krankenhausflure....) werde ich Probleme bekommen und das macht mir momentan doch große Sorgen.

Und wie geht man mit so einer Sache in Bewerbungsgesprächen um? Verschweigen kann ich das ganze ja nicht, da es jedem, der näher mit mir zu tun haben wird, recht bald auffallen wird. Alleine die Chef-Visten sind mir ein Grauß, da traut man sich als PJler ja doppelt nicht, sich mal auf die Fensterbank zu lehnen o.ä.

Oder soll ich gleich Radiologie als Fachgebiet wählen, auch wenn es mir eigentlich nicht so viel Spaß macht? Das kann doch auch keine Lösung sein....

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25.06.2010, 15:07
Hallo Allerseits! Ich habe hier schon länger mitgelesen und möchte gerne einmal meine Situation schildern um eventuell die ein oder andere Einschätzung oder Denkanstoß dazu zu bekommen.

Ich habe seit einem Unfall vor einigen Jahren auf Grund von Schmerzen im Fuß und öfters auch mal im Knie ziemliche Probleme, länger zu stehen oder auch zu laufen und muss das Bein ständig irgendwie entlasten.

In Famulaturen wurde ich schon etwas komisch angeschaut, weil ich mich immer mal wieder setzten oder anlehnen musste. Das Problem ist, dass man mir dieses Handicap auf den ersten Blick nicht ansieht.

Ich möchte gerne später in die Innere gehen (Kardio wäre ganz nett) und habe jetzt, kurz vor dem PJ, große Bedenken, wie ich mit dieser Sache in der Klinik zurecht komme. Sowohl in der Chirurgie (langes Stehen am OP-Tisch) als auch in der Inneren (lange Visiten, noch längere Krankenhausflure....) werde ich Probleme bekommen und das macht mir momentan doch große Sorgen.

Und wie geht man mit so einer Sache in Bewerbungsgesprächen um? Verschweigen kann ich das ganze ja nicht, da es jedem, der näher mit mir zu tun haben wird, recht bald auffallen wird. Alleine die Chef-Visten sind mir ein Grauß, da traut man sich als PJler ja doppelt nicht, sich mal auf die Fensterbank zu lehnen o.ä.

Oder soll ich gleich Radiologie als Fachgebiet wählen, auch wenn es mir eigentlich nicht so viel Spaß macht? Das kann doch auch keine Lösung sein....

Primär gelassen sein, evtl kurzer Hinweis vorab - ggf. bei unangemessenen Kommentaren kurz und knapp zurechtweisen.
Es ist wie es ist.
Du nimmst ja auch Rücksicht auf nen Chef der schlecht hört oder die stotternde Kollegin... Alles keine Übermenschen.

Im OP-Betrieb würde ich das evtl. vorab -wenn es passt- im Gespräch bei ner Kaffeerunde mit der OP-Pflege mal so nebenbei anklingen lassen.
Wenn die cool drauf sind, "norden" die bei Bedarf dann den mauligen Chef/OA wieder ein, falls du mal früher als "hoheitlich gewünscht" deinen Platz verlässt/wechselst.
So schon erlebt :-top

Passt schon!
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Bille11
25.06.2010, 17:07
Hallo Allerseits! Ich habe hier schon länger mitgelesen und möchte gerne einmal meine Situation schildern um eventuell die ein oder andere Einschätzung oder Denkanstoß dazu zu bekommen.

Ich habe seit einem Unfall vor einigen Jahren auf Grund von Schmerzen im Fuß und öfters auch mal im Knie ziemliche Probleme, länger zu stehen oder auch zu laufen und muss das Bein ständig irgendwie entlasten.

In Famulaturen wurde ich schon etwas komisch angeschaut, weil ich mich immer mal wieder setzten oder anlehnen musste. Das Problem ist, dass man mir dieses Handicap auf den ersten Blick nicht ansieht.

Ich möchte gerne später in die Innere gehen (Kardio wäre ganz nett) und habe jetzt, kurz vor dem PJ, große Bedenken, wie ich mit dieser Sache in der Klinik zurecht komme. Sowohl in der Chirurgie (langes Stehen am OP-Tisch) als auch in der Inneren (lange Visiten, noch längere Krankenhausflure....) werde ich Probleme bekommen und das macht mir momentan doch große Sorgen.

Und wie geht man mit so einer Sache in Bewerbungsgesprächen um? Verschweigen kann ich das ganze ja nicht, da es jedem, der näher mit mir zu tun haben wird, recht bald auffallen wird. Alleine die Chef-Visten sind mir ein Grauß, da traut man sich als PJler ja doppelt nicht, sich mal auf die Fensterbank zu lehnen o.ä.

Oder soll ich gleich Radiologie als Fachgebiet wählen, auch wenn es mir eigentlich nicht so viel Spaß macht? Das kann doch auch keine Lösung sein....

hi drmang

ich verstehe deine nervosität. das ist menschlich und normal.

was ich nicht verstehe, der grund. vllt habe ich das auch schon als kleiner famulus und pj nicht so ganz ernst genommen, aber "stramm stehen" muss man heute kaum mehr. dass das team, u.a. auch der pj sich ständig anlehnt, oder hinsetzt, das ist doch schon normal, oder? solang du nett und höflich bist, deine arbeit tust, sollte da keiner etwas gegen haben.

ich rate dir, das vor den jeweiligen tertialen einmal kurz dem chef mitzuteilen - im sekretariat anrufen oder vorbeigehen, kurz vorstellen, erklären und dann "um das verständnis bitten", dass du das bein entlastest, da jetzt nicht das riesenaufsehen drum machen möchtest, aber "einfach bescheid geben möchtest, dass du so bist"..
im schlimmsten fall wird der chef das nicht mal als relevant ansehen, es niemandem sagen und das team dich für lax befinden, im günstigen (und wünschenswerten) fall gibt der chef diese info vor deiner ankunft weiter, das team weiss es und geht damit um, wie mit jemandem, der eine brille trägt oder sich beim handballspiel vor 3 tagen das bein ganz fürchterlich weh getan hat...