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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zum Beginn einer Doktorarbeit



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CNSVX
07.11.2008, 13:00
Hey!
Ich habe diesen Thread mal mit Hilfe der Suchmaschine aus der Versenkung ausgegraben.

Ich weiß, dass man theoretisch nach dem Physikum mit der Doktorarbeit beginnen kann. Mich würden aber Erfahrungsberichte interessieren, ob das wirklich schon sinnvoll ist!? Hatte jemand von euch Probleme, weil er nach 4 Semestern eigentlich doch einfach noch nicht so weit war?
Und wann haben eure Kommilitonen im Schnitt mit der Arbeit begonnen?

Außerdem würde ich gerne wissen, wie ich an ein Thema komme. Manche Themen hängen ja aus oder sind im Internet ausgeschrieben. Kann ich aber vielleicht auch einfach Professoren aus meinen Wunsch-Fachgebieten ansprechen und fragen, ob sie etwas für mich haben?

Ich habe ja noch ein bisschen Zeit, aber irgendwie freu ich mich gerade auf meine Doktorarbeit. ;-)

Skalpella
07.11.2008, 13:19
Hi!
Sobald wie möglich anfangen! Alles, was Du wissen musst, lernst Du während der Arbeit selbst.
In der Bib sind einige Bücher zu dem Thema, die gar nicht so schlecht sind. Bei den Lehrbüchern WZ, ganz rechts auf Hüfthöhe.
Klar kannst Du auch im Wunschfach zu einem Professor gehen und ihn nach einem Thema fragen. Es sollte aber schon so sein, dass eine konkrete Idee vorhanden ist, sonst wirds doch recht mühsam. Ich bin zufällig an meine Diss gekommen und bin sehr zufrieden. Wenn Dich Gastroenterologie interessiert, kannst Dich gerne per PN melden. Weiß zwar nicht, ob wir aktuell etwas haben, aber die Betreuung ist super, im Vergleich zu dem, was ich von anderen höre :-)

Lava
07.11.2008, 14:33
Theoretisch kannst du sogar schon vor dem Physikum anfangen. ;-) Wenn dich Anatomie, Physio oder Biochemie interessieren, ist das kein Fehler! Diese Fächer bieten durchaus sehr gute Arbeiten an.

Ansonsten stimme ich medianab zu: lieber früher anfangen als später!

Mit den meisten Themen kann man eh wenig anfangen. Viel ist eben Grundlagenforschung oder so speziell, dass du davon im Studium kaum was hörst. Ich hab auch eine Diss in der Kardio gemacht und werde ganz sicher keine Internistin. ;-) Das wusste ich aber noch nicht, als ich damit angefangen habe :-nix

netfinder
07.11.2008, 17:47
achja und mach nie mehr, als du anfangs als Thema angenommen hast...denn dann wirds endlos^^

Lava
10.11.2008, 11:28
Hmmmmm.... würde ich so pauschal nicht sagen. Hätte ich damals zugestimmt, doch noch Tierversuche zu machen, wär meine Arbeit ungefähr hundertmal besser geworden. Aber hinterher ist man immer schlauer :-oopss

alley_cat75
10.11.2008, 12:03
Wie Lava schon meinte, kann man die Doktorarbeit prinzipiell bereits im 1. Semester beginnen. Neuland ist das Thema dann so oder so, ob nun im 1. vorklinischen oder 1. klinischem Semester. Ich kannte Leute, die wirklich derart früh angefangen haben, meist mit experimentellen Arbeiten und die würden es sicher immer wieder tun. Im Pj und später als klinisch tätiger Assi ist es wirklich aussichtslos, so eine Arbeit ordnungsgemäß zu Ende zu bringen. Keine Zeit verlieren. Übrigens kann man auch als Student die fertige Arbeit einreichen. So war es bei mir. Nur den Titel kann man sich halt noch nicht an die Tür nageln.

blubb
13.11.2008, 14:41
Reihe mich auch mal mit ein paar Fragen ein.

Hatte heute ein Gespräch bzgl. einer experimentellen Arbeit, thematisch liegt es in meinem Interessensgebiet.
Die Betreuung stelle ich mir gut vor, mir wurde das Hauptlabor gezeigt, dann das in dem Anfärbungstechniken vorgenommen werden (konnte mir das ganz genau alles gar nicht behalten), es sind stets MTAs vorhanden, alle 2 Wochen ein Treffen zur Besprechung. Drei Doktoranden waren dort, haben im 7. Semester begonnen und sind zum PJ fertig geworden, der andere dann zum Hex. Der Betreuer habe also wieder Zeit, um ne neue Diss zu betreuen.
Mir wurde eine kleine Mappe mitgegeben, damit ich mich etwas mit dem Thema beschäftigen kann. Einarbeitung wäre bis zum März, dann zum Herbst ein Freisemester erwünscht (das letzte klin. Sem. bei uns in HD ist ein Freisemester, da man ja erst nach dem 10. ins PJ darf, man kann das allerdings auch schon früher nehmen). Soweit...

Der Kopf sagt, es könnte ne gute Sache sein, "gefühlstechnisch" fühle ich mich plötzlich etwas eingeschränkt. Wie war das denn bei denen, die jetzt auch ne experimentelle machen? Seid ihr im normalen Unibetrieb stark eingeschränkt zeitlich bspw? Weil ich muss schon sagen, dass das erstmal vorgeht für mich.

cKone
14.11.2008, 12:45
Das passt schon!

hapuh
14.11.2008, 13:47
Hallo blubb
wie wärs denn, wenn du mal mit den drei anderen Doktoranden Kontakt aufnimmst? Frag sie einfach, wie ihre Arbeit im Labor abgelaufen ist usw.
Vielleicht hilft dir das ja bei der Entscheidungsfindung?

Gruß
hapuh

blubb
15.11.2008, 17:41
Ich habe mit dreien gesprochen, sie fanden es sehr gut, fühlten sich wohl und gut betreut. Aber es sind bei allen ca. 3 Jahre draus geworden, dafür haben sie auch gute Noten erzielt.
Es ist halt irgendwie komisch, wenn man sich plötzlich die nächsten Jahre so fest mit etwas beschäftigen sieht, auch wenn das Thema zusagt. Aber irgendwann muss man ja mal ran, ich weiss nur noch nicht, ob ich mich jetzt schon 100% bereit fühle (und das sollte man schon), oder?

hapuh
15.11.2008, 18:25
Naja, was heisst denn schon 100% bereit?

Ich hatte z.B. eine Arbeit in einem Fach von dem ich noch überhaupt keine Ahnung hatte (kam erst später im Studium), wusste überhaupt nicht worauf ich mich einlasse und fühlte mich überhaupt nicht bereit dazu :-oopss

Für mich war einfach nur klar, ich möchte eine Doktorarbeit während meines Studiums machen, das Angebot der Arbeit hörte sich gut an (soweit ich das damals beurteilen konnte), mein Doktorvater war mir sympathisch ...also habe ich einfach mal angefangen!

Irgendwann muss man glaub ich - nachdem man alle möglichen Informationen eingeholt hat - aus dem Bauch heraus entscheiden. Hast du ein gutes Gefühl? Dann machs! Wenn nicht, dann such weiter.

Na, hoffentlich hilft dir das ein bisschen weiter und du triffst bald eine Entscheidung, sonst koennte es sein, dass du zu lange überlegst, dich dann dafür entscheidest, und ups - die Arbeit wurde an jemanden anderen vergeben. :-nix

Liebe Grüße
hapuh

blubb
15.11.2008, 19:37
Du machst mir ja doch etwas Mut :-))

Hast du auch ne experimentelle gemacht? Und in welchem Semester hast du angefangen? Musstest du aussetzen?

hapuh
16.11.2008, 08:56
Oh nein, ich hab nix experimentelles gemacht, ich hatte eine prospektive Arbeit. Daher kann ich dir auch bei deinen Laborfragen keine schlauen Antworten geben. :-)

Ich wollte einfach nur auf deine Aussage reagieren, dass du dich noch nicht 100% bereit fühlst.

Übrigens, dass die anderen Doktoranden 3 Jahre gebraucht haben, hoert sich gar nicht so schlecht an. Genug Bekannte von mir, die eine experimentelle Arbeit begonnen haben, sitzen nach 4 Jahren immer noch dran und sind total genervt. Spricht also doch für eine gute Betreuung (natürlich braucht man auch genug Eigenwillen, die Arbeit zügig fertig zu stellen). Ausserdem finde ich es toll, dass ihr in HD ein extra "Forschungsemester" bekommt. :-dafür

Also, viel Spass noch beim Überlegen.
Gruß
hapuh

blubb
17.11.2008, 11:19
Oh ja, wenn man 4 Jahre an einem Thema sitzt, kann ich mir sehr gut vorstellen wie nervig das ist.
Ja, wir haben hier ja ein Freisemester ganz am Ende, inkl. Ferien sind es sogar ca. 8 Monate. Man kann das Semester ja jedezeit früher in Anspruch nehmen, ich würde aber erstmal gerne in die Klinik mich einfinden. Deswegen wäre es für mich wichtig, erstmal nebenher die Einarbeitung zu starten und wenn es ins Eingemachte geht, erst das Freisemster zu starten.

Wie lange hast du insg. für deine prospekt. Arbeit gebraucht?

alley_cat75
17.11.2008, 11:30
Es ist halt irgendwie komisch, wenn man sich plötzlich die nächsten Jahre so fest mit etwas beschäftigen sieht, auch wenn das Thema zusagt.

Das sollte Dir dauerhaft aber kein komisches Gefühl machen, denn nach dem Studium beschäftigt sich der gemein sterbliche Arzt über Jahre hinweg mit der selben Thematik = Facharzt. Im Ernst, wenn Dir die location und der Betreuer und das Thema zusagen, los geht`s. Meistens dauert es länger, als initial vorgegeben. Auch das sollte Dir kein Unbehagen bereiten. Was Du von den Dreien schreibst, die ihre Diss dort zu Ende gebracht haben, klingt sehr gut. Viele setzen ihre Arbeiten wg. schlechter Betreuung in den Sand. Bei Dir stimmt alles.

blubb
18.11.2008, 08:19
Ja, ich geh dir recht, von der Betreuung her hab ich ein sehr gutes Gefühl. Mein Betreuer würde gleichzeitig auch mein Dr.Vater sein. Alle 2-3 Wochen möchte er ein Treffen haben, in dem man sich bespricht und vorstellt, was man dahin gewurschtelt hat, evtl. neue Ziele vereinbaren usw.
So komisch das klingt, meine Vorreiter hatten ja allesamt gute bis sehr gute Noten, klar, das ist toll, aber ein bisschen schreckt es mich auch ab, dass das ja halbe Genies sein müssten...

blubb
18.11.2008, 18:02
So, ich hatte heute nochmal ein Gespräch in einem Nachbar-Labor. Das klang schon viel viel definierter und zeitabsehbarer als bei der anderen Vorstellung. Betreuung machte ebenso einen guten Eindruck. Ich denke, ich werde es einfach wagen und sehen, wohin die Reise geht :-)) ooohhhhhhjeeeeee :-oopss :-oopss

hapuh
18.11.2008, 19:00
Hallo blubb,

also bist du jetzt schlussendlich ganz woanders gelandet?
Super, dass du eine Entscheidung getroffen hast, dann kannst ja jetzt richtig durchstarten auf dem Weg zum Doktortitel ;-)
Ich wünsch dir viel Erfolg, und dass alles klappt! Nur Mut!

Gruss
hapuh

blubb
18.11.2008, 22:13
Ganz woanders nicht. Nur sozusagen beim Kollegen im Nachbarlabor. Hier ist die Fragestellung klarer und es sind nicht gleich schon 2 Jahre eingeplant, wird ja im Endeffekt eh immer bissel mehr. Die Methoden sind dieselben und von einer guten Betreuung bin ich auch überzeugt.
Hab heute mit einer (Ex-) Doktorandin gesprochen, die jetzt noch am Schreiben ist, und sie konnte mir auch alles bestätigen, was mir heute in der Vorstellung zugetragen wurde, das macht wirklich Mut und ein gutes Gefühl :-)) Morgen telefoniere ich noch mit einer 2. Meinung und wenn das auch so ausfällt, dann sage ich zu, arbeite mich ein, und mach dann zum SS ein Freisemester (uns fehlt ja dadurch am Ende nichts) :-))

Du hast deine Diss auch in HD gemacht bzw. hier studiert, oder?

hapuh
19.11.2008, 12:28
Huhu,
meine Doktorarbeit hab ich extern in einer anderen Stadt (allerdings unter der Aufsicht eines Gastprofs der Uni) und im Ausland gemacht. Also alles ein bisschen komplizierter. Hat insgesamt so 2 Jahre gedauert, schreiben dann noch mal ca. 6-9 Monate glaub ich und die Korrektur hat dann reingehauen mit gut eineinhalb Jahren (das war echt grausam). Naja nun hoffe ich aber, sie bald abgeben zu können :-dance

Also dann mal viel Erfolg, hau rein ;-)

Gruß
hapuh