Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : post-doc Stelle in den USA
KirstenP
18.07.2015, 08:38
Worin liegt denn bei Euch die Motivation, eine Forschungsstelle in den USA anzutreten? Ist es eher der Wunsch, darüber ein Bein in die Klinik zu bekommen oder die Forschung als solche. Ich kenne die Aussage, man könne in den USA so gut forschen, wobei ich nicht so genau weiß, was damit eigentlich gemeint ist. Was macht die Forschung denn so viel besser dort?
VIEL mehr Geld, mehr Meritokratie, mehr langfristige Karrieremodelle, größerer Markt (mehr Stellen, mehr Leute, mehr Interaktion). In Europa ist Wissenschaft selbst auf Spitzenebene noch immer viel zu stark national segregiert.
Das bedeutet allerdings natürlich auch, dass es dort nur richtig gut ist, wenn man richtig gut ist. Für die zweite und dritte Reihe kann es in Europa durchaus angenehmer sein (big fish in a small pond, nicht wahr...)
Grundsätzlich gibt es hier mehr Geld, als in Europa, speziell wenn man an einem Powerhouse ist. Die Zeiten, an denen die Forschungsdollars an den Bäumen hingen, sind aber auch hier vorbei. Speziell für kleinere Gruppen gestaltet sich der Übergang von einem zum nächsten Projekt (respektive Grant) immer schwerer. Die großen PIs juckt das nach wie vor wenig, die veröffentlichen aber nur Projekte die bombensicher sind und ihren Ruf nicht schädigen können, was aus der Sicht des Deutschen PostDocs, der nach Amiland kommt um fleißig Publikationen für die Habil zu sammeln, häufig etwas frustrierend ist, weil der PI eine Studie lieber noch dreimal wiederholt, oder gar in der Schublade verschwinden lässt, anstatt zu sagen: 'schon ganz ok, kann man doch mal veröffentlichen'.
Für einige PIs, die ich hier kenne, hat sich die Lage über die letzten 10 Jahre ziemlich verändert. Was kein allzu Existenz bedrohendes Problem ist, für die MD/PhDs, die gehen dann halt ab Montag wieder 100% in die Klinik, aber für die PhDs kann das schon problematisch werden. Einige Deutsche PostDocs die ich kenne, waren recht enttäuscht vom Ertrag der drei Jahre hier, die sie in Sachen Habil nicht viel weiter gebracht und klinisch in Deutschland ziemlich zurückgeworfen haben.
ehem-user-19-08-2021-1408
19.07.2015, 08:34
Abhängig von der geographischen Lage, ist der Lifestyle in Amerika auch ein ganz anderer :)
Ich sag nur: Südstaaten und grenzenlose Strände, Seattle im Nordwesten und sehr schöne Natur, Kalifornien und top Klima (ok sehr teuer aber), etc.
Zum Fachlichen hat Gomer genug geschrieben :-top
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