Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Altersvorsorge
entepaula
27.12.2007, 15:02
Hallo Ihr Lieben,
ich ärgere mich zur Zeit mit dem Thema Altersvorsorge rum. Ich wollte mal nachfragen, was ihr so für eure spätere Rente tut.
Haltet ihr es für sinnvoll, den Beitrag zum Versorgungswerk freiwillig zu erhöhen?
Oder hat jemand ein kombiniertes BU/Renten Modell z.b. von der Ärztefinanz oder habt ihr einfach eine private Rentenversicherung z.B. von Asstel (kennt die jemand?) oder einem anderen Versicherer?
Bin gerade maximalst genervt, da ich kein Bock habe, mich in meiner knappen Freizeit auch noch mit Papierkram zu beschäftigen, aber ich weiß wie wichtig das ist.......
Vielleicht könnt ihr mir ja einen Tipp geben.......
Vielen Dank und alles Liebe,
entepaula
hennessy
27.12.2007, 15:29
Hallo Ihr Lieben,
ich ärgere mich zur Zeit mit dem Thema Altersvorsorge rum. Ich wollte mal nachfragen, was ihr so für eure spätere Rente tut.
Haltet ihr es für sinnvoll, den Beitrag zum Versorgungswerk freiwillig zu erhöhen?
Oder hat jemand ein kombiniertes BU/Renten Modell z.b. von der Ärztefinanz oder habt ihr einfach eine private Rentenversicherung z.B. von Asstel (kennt die jemand?) oder einem anderen Versicherer?
Bin gerade maximalst genervt, da ich kein Bock habe, mich in meiner knappen Freizeit auch noch mit Papierkram zu beschäftigen, aber ich weiß wie wichtig das ist.......
Vielleicht könnt ihr mir ja einen Tipp geben.......
Vielen Dank und alles Liebe,
entepaula
Freiwillige Erhöhung der Ärzteversorgung halte ich persönlich für sehr vernünftig. Wenn Du mal in Rente gehen wirst, wirst Du die Hälfte davon versteuern müssen. Also brauchst Du eine private Ergänzung. Modelle dafür gibt es genug. Ich habe an andrer Stelle schon mal Möglichkeiten vorgeschlagen (ich glaube, im thread: "Forum der Sparsamkeit ") Aber man muss sich wirklich intensiv damit beschäftigen. Wer das nicht beizeiten macht, wird später der Verlierer sein. Ab 2009 wird es z.B. die Abgeltungssteuer geben. Will heißen, alles, was Du z.B. an Wertpapiergewinnen machst, musst Du zu 25% versteuern. Also: Vorher noch einen Fondssparplan erarbeiten oder auf andere Wege ausweichen. Das kann auch mal eine ausländische Lebensversicherung sein. Da gibts tolle Sachen!Hier der link dazu. (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=26167&page=2)
drlooser
27.12.2007, 16:48
Ja oder eben Ruerup, dafuer gilt die neue Steuer nicht. Riestern ist uns ja verwehrt. Ich hab eine, fuer uns die einzige Moeglichkeit von etwas staatlicher Foerderung
hennessy
27.12.2007, 20:36
Ja oder eben Ruerup, dafuer gilt die neue Steuer nicht. Riestern ist uns ja verwehrt. Ich hab eine, fuer uns die einzige Moeglichkeit von etwas staatlicher Foerderung
Sehr gut! Hauptsache, Du machst überhaupt was!
drlooser
28.12.2007, 17:50
Das ist auch nicht alles was ich mache, halt nur das einzige Produkt mit staatlicher Foerderung. Ich gehe ehrlich gesagt davon aus, dass nicht viel Rente an uns ausgezahlt werden wird bei der demographischen Entwicklung und wenn doch bin ich eben reich wenn ich alt bin ;-)
hennessy
28.12.2007, 19:38
... Ich gehe ehrlich gesagt davon aus, dass nicht viel Rente an uns ausgezahlt werden wird bei der demographischen Entwicklung...
umso wichtiger ist es, so früh wie möglich damit zu beginnen, einen privaten Sparplan zu entwickeln und zu verwirklichen.
Kackbratze
28.12.2007, 20:17
Ich muss mich erstmal mit meinem Job arrangieren, bevor ich mich um einen "persönlichen Sparplan" kümmern kann.
Riester-Rente lasse ich von Natur aus die Finger von, ich bin ein Gegner von staatlicher Gängelung.
Was ist mit den empfohlenen Sparplänen, die etwa 50-100 Euro pro Monat kosten sollen?
Ich meine damit sowas wie Fondssparen o.Ä. wo man nicht gleich Ärger bekommt, wenn man mal 1-2 Monate aussetzt.
hennessy
28.12.2007, 21:23
.....
Was ist mit den empfohlenen Sparplänen, die etwa 50-100 Euro pro Monat kosten sollen?
Ich meine damit sowas wie Fondssparen o.Ä. wo man nicht gleich Ärger bekommt, wenn man mal 1-2 Monate aussetzt.
Falls es ein reiner Fondssparplan ist, fällt er ab 2009 unter die Abgeltungssteuer und Du wirst 25% an Papa Staat abdrücken müssen.
Wenn man weiß, dass man lange leben wird, ist Rürup nicht schlecht ;-)
drlooser
29.12.2007, 10:26
Du gehst also von deinem baldigen Tod aus ;-) ? Ausserdem wird man da doch nicht gegaengelt, ich kann den auch problemlos beitragsfrei stellen und mich nervt diese massive Besteuerung.
Das Geld ist schon versteuert, dann will der Staat von einem dass man spart fuers Alter, Rentner durchfuettert und wird dafuer mit noch mehr Steuern belohnt :-( Na ja leider hilft jammern ja nichts, also hab ich son Zeug eben abgeschlossen
Also hör mal: mein Körper ist ein Tempel ;-) Die Rüruprente wird doch auch besteuert, und zwar in vielen Jahren bei der Auszahlung, oder?
hennessy
29.12.2007, 13:51
... ich kann den auch problemlos beitragsfrei stellen...
Natürlich geht das. Aber wie wird sich dann die Rendite entwickeln? Je länger Du ansparst, umso mehr macht sich dann der Zinseszins-Effekt bemerkbar. Bei Unterbrechungen ist da schnell mal ein Knick drin.
drlooser
29.12.2007, 17:35
Ja klar Ruerup wird bei der Auszahlung besteuert, aber eben im Moment nicht und die Abgeltungssteuer wird darauf nicht erhoben.
Ich plane ja auch keine Beitragsfreistellung eben wg des Zinses, dh hab ich ja auch sofort eine abgeschlossen. Man kann auch ueber eine gekoppelte Bu Steuer auf die Bu sparen, allerdings wird dann im Versicherungsfall und Bu-Rente diese wie die Ruerup besteuert.
hennessy
30.12.2007, 16:52
Hat zwar jetzt nicht unmittelbar mit Altersvorsorge zu tun, aber für diejenigen, die eine Praxiseröffnung planen: Betriebsunterbrechungsversicherung nicht vergessen!!!!
Im Leistungsfall kann sie einen gehörigen Beitrag zur Altersvorsorge darstellen.
Ich krame diesen Thread mal raus. Aus gesundheitlichen Gründen wird es sich für mich erst ab Herbst 2010 lohnen, eine BUV abzuschließen (dann fallen einige Vorerkrankungen raus, weil man diese nur bis 5 Jahre zurückangeben muss). Sonst hätte ich gern Altersvorsorge und BUV kombiniert. Nun meine Frage: haltet Ihr es für sinnvoll, schon vorher in eine andere Altersvorsorge einzuzahlen? In welche? Oder soll ich einfach mehr Geld in die Fonds, die ich schon habe, investieren? Oder soll ich die etwas mehr als 1,5 Jahre einfach noch warten?
LG,
Ally, die genug hat von Finanzberatern und daher mal erst Eure Meinung hören möchte
Rumpelstilzchen
17.01.2009, 18:25
Ich bin dank umsichtiger Eltern seit meinem 20. Lebensjahr gut altersvorgesorgt. Ansonsten empfiehlt sich Riester, das jetzt auch für Ärzte, die von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind, erlaubt ist.
Fondssparen würde ich nicht unbedingt, eigentlich würde ich gar nicht in Aktien, sondern nur in festverzinsliche Papiere (Bundeswertpapiere, Festgeld und so was) investieren, aber da sagt auch jeder was anderes. Ich lasse mich nach einem Reinfall auch nicht mehr bezüglich Geldanlage beraten, sondern kümmere mich selbst darum.
John Silver
17.01.2009, 18:26
Fragt sich, ob eine BU überhaupt lohnt, auch wenn man keine wesentlichen Vorekrankungen anzugeben hat. Eine BU ist nur dann überhaupt sinnvoll, wenn im Vertrag explizit eine Verweisklausel ausgeschlossen wird. Und das machen heutzutage kaum noch Versicherer mit, und wenn doch, dann sind die Beiträge zu hoch. Ich persönlich verstehe nicht, warum alle so versessen darauf sind, eine BU abzuschließen.
Ich persönlich verstehe nicht, warum alle so versessen darauf sind, eine BU abzuschließen.
Weil man schnell auf Harz4-Niveau landet, wenn man mit 40 oder 50 krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann.
der_querulator
17.01.2009, 19:53
Weil man schnell auf Harz4-Niveau landet, wenn man mit 40 oder 50 krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann.
Das ist falsch. Die Erwerbsunfähigkeitsrente ist etwa so hoch wie die Altersrente.
Ich kann mir eh nicht so recht einen Fall konstruieren, wo ein Arzt berufsunfähig, aber nicht erwerbsunfähig ist? Irgendwelche anschaulichen Beispiele konstruierbar? Ich meine, als Radiologe, Laborarzt oder Psychiater kann ich doch immer noch arbeiten mit meiner Approbation, auch wenn ich mir eine Hand abschneide? Und wenn schlimmeres passiert, dann bin ich doch erwerbsunfähig?
Ich hab mir auch so eine BuV aufschwatzen lassen, ich werd sie jetzt wohl kündigen.
John Silver
17.01.2009, 21:39
Weil man schnell auf Harz4-Niveau landet, wenn man mit 40 oder 50 krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten kann.
Ja, das ist genau das Schauermärchen, mit dem Versicherungsaufschwatzer einem Versicherungen aufschwatzen. Eine Basis-BU hat jeder Arzt automatisch über das Ärztliche Versorgungswerk. Diese enthält jedoch die Verweis-Klausel. Eine Extra-BU kann nur sinnvoll sein, wenn sie eine solche Klausel nicht enthält - dann kostet eine solche BU aber auch sehr viel, zuviel, wie ich meine. Da nehme ich lieber das Risiko in Kauf, daß ich, falls ich nicht mehr als Chirurg tätig sein könnte, einen Schreibtisch-Job o.Ä. annehme.
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