Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zivildienst/FSJ im Krankenhaus oder beim Rettungsdienst?
Lifendhil
06.01.2008, 13:23
Also unsere Leitstelle macht selten Ärger wenn man Tragehilfe anfordert. Die meisten dort fahren entweder selbst noch in der Notfallrettung oder können sich an die Zeiten zur Not noch erinnern. Bevor ich mir meinen Rücken zerstöre hole ich mir Tragehilfe. Außerdem bin ich weiblich, wiege knapp unter 60kg und mache so manchem Kerl im Lastentragen etwas vor. :-)) Diese Kombination heißt nicht immer zart und zerbrechlich...
Mir gehts auch weniger darum, ob man das nun schafft oder nicht. Schaffen würd ich das wohl auch, aber ich bezweifel ehrlich, ob das einem auf Dauer gut tut. Schau dir die Leute (und zwar die Männer) an, die seit 20 Jahren im RD sind. Oder zähle die Krankschreibungen aufgrund von Bandscheibenvorfällen.
Mein Körper ist mir definitiv zu schade für so etwas. Da muss ich auch niemanden irgendwie beweisen, ob ich das nun heben kann oder nicht. Mein Verstand sagt mir zum Glück, dass es nicht besonders schlau ist, wenn ich jemanden zu zweit die Treppe runtertrage. Und du willst mir doch auch nicht wirklich erzählen, dass du glaubst, dass das gut für deinen Körper ist? Wie zerbrechlich du wirklich bist, merkst du dann vielleicht erst ein paar Jahre später.
Dr. Pschy
06.01.2008, 13:53
Zum einen reden wir hier aber von Zivi / FSJ / Wartezeitueberbrueckung, was wohl ein zu geringer Zeitraum ist um sich nen Bandscheibenschaden einzufangen, zum anderen bin ich mir nicht sicher ob ich in der Pflege nicht eher Rueckenprobleme bekomme als im RD, eben weil ich hier eher dauernd belastet werde und nicht punktuell. Zudem gibts einerseits gute Hebe- und Tragetechniken, die jeder im Krankentransport beherrschen sollte, andererseits gute Rueckenuebungen, die die Muskulatur staerken. Meiner Erfahrung nach stellen sich Probleme umso eher ein, je weniger man beim Heben und Tragen aufpasst und je weniger man sich um seinen Koerper kuemmert. Damit ist das Risiko eines Schaden teilweise selbst beeinflussbar.
Und du willst mir doch auch nicht wirklich erzählen, dass du glaubst, dass das gut für deinen Körper ist? Wie zerbrechlich du wirklich bist, merkst du dann vielleicht erst ein paar Jahre später.
Das habe ich nie behauptet, außerdem bin ich schon lange genug in der Pflege gewesen um zu sehen dass auch ich Rückenschmerzen kenne. Dass das nicht gut für den Körper ist war mir auch davor schon klar ;-) Aber schwergewichtigeres Personal ist davor dank ihres Gewichts sicherlich nicht geschützer als schlankere Mitbürger :-nix
Ich bin schon "groß" genug um die einzelnen Risiken einschätzen zu können...
Um aber die Wartesemester zu überbrücken sind beide Varianten ok. Ist ja schließlich keine Arbeit welche der Threadsteller bis ans Ende seines Lebens verrichten will.
Lifendhil
06.01.2008, 14:58
Zum einen reden wir hier aber von Zivi / FSJ / Wartezeitueberbrueckung, was wohl ein zu geringer Zeitraum ist um sich nen Bandscheibenschaden einzufangen, zum anderen bin ich mir nicht sicher ob ich in der Pflege nicht eher Rueckenprobleme bekomme als im RD, eben weil ich hier eher dauernd belastet werde und nicht punktuell. Zudem gibts einerseits gute Hebe- und Tragetechniken, die jeder im Krankentransport beherrschen sollte, andererseits gute Rueckenuebungen, die die Muskulatur staerken. Meiner Erfahrung nach stellen sich Probleme umso eher ein, je weniger man beim Heben und Tragen aufpasst und je weniger man sich um seinen Koerper kuemmert. Damit ist das Risiko eines Schaden teilweise selbst beeinflussbar.
Das ist sicherlich richtig. Aber selbst durch richtige Hebetechnik, die ja selbstverständlich sein sollte, und durch Training der Rückenmuskulatur wirst du wohl kaum eine Belastung des Rückens umgehen. Ich finde eure Einstellung ein wenig naiv, aber es muss jeder selbst entscheiden, ob er das möchte oder nicht. :-meinung
Ich hab die ersten Folgen davon schon zu spüren bekommen, es ist halt im RD nicht möglich immer nur in physiologisch-akzeptaler Art zu tragen (z.B. sehr enge Treppen, Umlagern usw.). Hab daraus meine Konsequenzen gezogen.
Wie das in der Pflege ist, kann ich nicht beurteilen. In meinem KPP musste ich ziemlich wenig heben (Chirurgie und Innere).
Ein FSJ ist garantiert lang genug, um den Rücken zu schädigen. Eigentlich reicht schon einmal falsch Heben.
Lifendhil
06.01.2008, 15:00
Das habe ich nie behauptet, außerdem bin ich schon lange genug in der Pflege gewesen um zu sehen dass auch ich Rückenschmerzen kenne. Dass das nicht gut für den Körper ist war mir auch davor schon klar ;-) Aber schwergewichtigeres Personal ist davor dank ihres Gewichts sicherlich nicht geschützer als schlankere Mitbürger :-nix
Ich bin schon "groß" genug um die einzelnen Risiken einschätzen zu können...
Um aber die Wartesemester zu überbrücken sind beide Varianten ok. Ist ja schließlich keine Arbeit welche der Threadsteller bis ans Ende seines Lebens verrichten will.
Gut, dann sind wir ja eigentlich einer Meinung ;-) . Beim Threadsteller stellt sich die Frage eh nicht so, da ja männlich und sicher kein 50kg-schweres zierliches Persönchen.
Hm... ich dachte Muskeln wiegen auch was? ;-)
PS Noch mal deutlicher: Die Arbeit im Rettungsdienst ist körperlich belastend und geht vor allem auf den Rücken bzw. die Gelenke. Wer das wegdiskutieren will, ist meiner Meinung nach naiv. Jeder sollte selbst entscheiden, ob er diese Belastung seinem Körper zumuten möchte. Und das ist sicher davon abhängig, wie groß und muskulös man selbst ist. Deshalb würde ich persönlich zierlichen Frauen davon abraten. Das soll keine Diskriminierung sein oder ähnliches. Man sollte seinen Rücken nur nicht über- und die Hebebelastung unterschätzen.
Dr. Pschy
06.01.2008, 16:39
Du hast ja vollkommen recht und ich will das auch nicht abstreiten, ich wollte nur deine Empfehlung, dass fuer alles unter 1,70 und 60 Kilo der RD nix ist etwas revidieren, weil ich einige gute Gegenbeispiele kenne. Im uebrigen bin ich in der Hinsicht sicher nicht naiv, da ich mittlerweile selbst einige Jaehrchen an RD-Erfahrung aufm Buckel (haha, Wortwitz) habe.
Ich will das auch nicht abstreiten und fahre trotzdem weiterhin als Aushilfe im Rettungsdienst.
Aber man sollte stets bedenken: in der Pflege zu arbeiten ist meist auch kein Kaffee-Trink-Job sondern ebenfalls körperlich sehr belastend. Und auch hier gibts zarte Persönchen welche den Job bis zur Rente durchziehen. Aber auch in diesem Job haben viele nach einigen Jahren Bandscheibenprobleme. Ich denke nicht dass sich das von der körperlichen Belastung her sehr unterscheidet.... :-nix Aber zum Überbrücken geht beides gut.
Cassy, die schon viele Jahre im Krankenhaus UND Rettungsdienst zugebracht hat
LaTraviata
07.01.2008, 11:34
:-meinung! Dat is des Pudels Kern, haste Rääääscht :-))!
Lifendhil
07.01.2008, 11:50
Ich will das auch nicht abstreiten und fahre trotzdem weiterhin als Aushilfe im Rettungsdienst.
Aber man sollte stets bedenken: in der Pflege zu arbeiten ist meist auch kein Kaffee-Trink-Job sondern ebenfalls körperlich sehr belastend. Und auch hier gibts zarte Persönchen welche den Job bis zur Rente durchziehen. Aber auch in diesem Job haben viele nach einigen Jahren Bandscheibenprobleme. Ich denke nicht dass sich das von der körperlichen Belastung her sehr unterscheidet.... :-nix Aber zum Überbrücken geht beides gut.
Cassy, die schon viele Jahre im Krankenhaus UND Rettungsdienst zugebracht hat
Hab ja gesagt, dass ich zur Pflege nichts sagen kann. In dem Bereich habe ich nur spärliche 3 Monate KPP Erfahrung. Ging mir ja auch nicht darum, ob der RD jetzt weniger oder mehr belastend ist als die Pflege.
Fahre ja selbst im RD, aber wegen der körperlichen Belastung nur als dritte RTW bzw. mit auf dem NEF (zum Glück hab ich Kollegen, die mich dann trotzdem ranlassen ;-) ).
Wenn ich der Meinung wäre, dass der RD sich nicht lohnt, würd ichs ja auch nicht machen. Wenn man allerdings körperlich für diese Belastung weniger geeignet ist, wäre es eine Überlegung wert, obs wirklich ein FSJ sein muss. RD geht halt auch supi so nebenher. Und dazu würd ich halt "den Mädels" raten.
@Dr. Pschy
Hab ich irgendwo behauptet, dass du keine RD-Erfahrung hast? Kaum oder? Also... nicht angegriffen fühlen, so weit sind unsere Meinungen doch gar nicht voneinander entfernt ;-) .
Soo, nachdem ich in letzter Zeit relativ beschäftigt war mit der Schule möchte ich mal von meinem aktuellen Stand erzählen.
Ich habe mich für eine Stelle im Krankenhaus entschieden. Nun stellt sich mir die Frage, in welchem Bereich ich mich als Zivi bewerben möchte. Ich habe lediglich 2 Wochen mal nen Praktikum in ner Herzklinik gemacht, kenne mich also mit den unterschiedlichen Bereichen überhaupt nicht aus. Welchen Bereich würdet ihr mir für den Zivildienst empfehlen? Gibts die möglichkeit im chirurgischen Bereich zu arbeiten und trotzdem des Pflegepraktikum zu bekommen?
Schöne Grüße
Dannyh
@Dannyh: Ja klar kannst du es in einem chirurgischen Bereich machen - es muss eben eine Bettenstation sein! Ich bin z. B. auf der Allgemeinchirurgie! Finde es hier eigentlich sehr interessant, was man so erlebt. Vieles kommt aber auch aufs Team an! Falls das beim Zivi auch möglich ist, dann hospitiere doch vorher noch ein bis zwei Tage auf deiner zukünftigen Station, dann weißt du ungefähr was auf dich zukommt. Im FSJ macht man das automatisch ...
Du darfst nur z. B. nicht in die Ambulanz und natürlich auch nicht zum Hol- und Bringe-Dienst, das würde dir nicht angerechnet werden!
agouti_lilac
23.01.2008, 21:47
Hallo Dannyh,
ich verstehe deine Frage so, dass du deinen Zivi gerne im OP oder so machen würdest, oder? Wie Hardyle schon sagte muss es eine Bettenstation sein, aber vielleicht kannst du einen Deal mit der PDL treffen: 3 Monate Bettenstation für's Pflegepraktikum und den Rest des Zivis im OP? Müsste doch vom Einlernen von Springertätigkeiten im OP reichen. Macht auch viel mehr Spaß als auf einer Bettenstation. Huch, das darf ich ja als Krankenschwester nich sagen!! Is' ja eh individuell, was einem gefällt.
Grüße, lilac
Wenn man Pech hat macht man im OP als Zivi nicht mehr als die Patienten auf den Op-Tisch zu legen, diese Kombination in die Einleitung zu fahren, auffüllen, putzen und den Transport zur Patho. Unter diesem Umständen wird`s auf ner netten Bettenstation sicherlich kurzweiliger. :-)
Hallo,
habe eine frage ich interessiere mich für ein fsj als rettungssani,
habe damals mich beim örtlichen DRK informiert ob man sowas im falle einer studienplatzzusage abbrechen kann, die haben dies gleich verneint und meinten man müsse dies ein jahr lang durchziehen..
iwo hab nun gelesen dass man ein fsj jederzeit abbrechen kann klärt mich auf;)
denn eine rettunssani ohne drk also direkt an der rettungsdiensschule zu machen kostet ja ungemein:)
danke
lg
Das ist natürlich Quatsch! Die wollen natürlich, dass du das Jahr auch durchziehst, da du für die eine günstige Arbeitskraft bist!
Veträge sind dafür dann da, um solche Sachen zu regeln ...
Prinzipell kann man jedes FSJ abbrechen (ich werde es auch tun ... lol)!
Innerhalb der ersten drei Monate kann man ohne Kündigungsfrist und ohne Angaben von Gründen kündigen (= Probezeit).
Danach hat man eine Kündigungsfrist von einem Monat unter Angabe von Gründen!
Ich habe letztens auch mit meinem FSJ-Betreuer bei der Diakonie gesprochen, da ich - oben schon erwähnt - kündigen werde. Er sagt, man kann uns ja nicht mit aller Gewalt am Arbeitsplatz behalten bzw. mit der Polizei (im Ausland - betrifft mich) jagen!
LaTraviata
27.01.2008, 17:42
Also bei dem hier ansässigen Rettungsdienst und der angegliederten Schule ist es so, dass man im Falle des Abbruchs die Ausbildungskosten zurückzahlen muss. Wenn man das Jahr durchzieht, übernimmt die Firma die kompletten Ausbildungskosten und der Träger (Bundesamt für Zivildienst/ FSJ-Stelle) die monatlichen Regelsätze eines Zivis/ FSJ'lers (FSJ um die 340 Euro). Weiterer Plusfaktor: Wenn Du einen guten Eindruck beim Unternehmen machst, hat man mancherorts die Möglichkeiten in den Genuss einer vollbezahlten RA- Ausbildung zu kommen :-top!
Abgesehen davon hättest Du ja die Möglichkeit den evtl. zugeteilten Studienplatz aufgrund des Dienstes aufzuschieben... Ich würde es tun, wenn es Dich interessiert und das mit dem Studienplatz keine allzu knappe Kiste sein sollte :-).
Liebe Grüße, schönen Abend noch,
L.*
Also ich muss auch sagen dass es Quatsch ist. HAbe mein Sani bei den Johannitern gemacht, wollte dort erst eigentlich 18Monate FSJ machen, habe dann aber wegen Ausbildungsbeginn eher abgebrochen.
Geht wirklich nur darum, dass die wollen das du da lange arbeitest, denn du machst genau dasselbe wie ein festangestellter Sani, bekommst aber nur ein drittel des Lohns. Und die Arbeit ist auch nich gerade die einfachste. HAst Schichtdienst (ich zum Beispiel 3 SChichtsysteme, Früh = 8 Stunden, Mittags = 11Stunden, NAcht = 13 Stunden) Und es ist immer was los. Auch WE wird gearbeitet. Aber naja.. so bekommt man schon ungefähre Vorstellungen von den Arbeitszeiten als Arzt ^^
hey,
danke danke,
das habe ich mir auch gedacht ....hmm ja denke ich mach das nach meine kpp fals ich einen studi platz bekomme breche ich ab...und da bin ich ja noch in der probezeit ...also 1. dreimonate..
was kostet denn eine rett sani ausbildung? ca.? muss man das auf alle fälle zurückzahlen?
lg
LaTraviata
27.01.2008, 23:12
Bei uns ist das so... das sind exkl. Prüfung 1250 Euro.
Aber ich würde es machen... Dein Schnitt liegt bei 2,0 wenn ich richtig informiert bin, insofern ist es eine sinnige Sache :-top!
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