Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eure Erfahrungsberichte zum Medizinstudium
Ich verstehe gar nicht, wieso gerade Medizin für so schwierig gehalten wird - hier geht es nur um recht banale Dinge (auswendiglernen!). Kernphysik, Mathematik, Bioinformatik - in solchen Fächern würde mir der Schädel rauchen...
Medizin ist ein lockeres Studium, in dem man viele interessante Dinge geboten bekommt und entweder ein gutes Gedächtnis oder einen Funken Disziplin (wenn man richtig dämlich ist, auch viel Disziplin) benötigt - für den naturwissenschaftlichen Themenbereich außergewöhnlich.
Finde ich auch. Man muss sich halt ein paar mal aufraffen, sich wirklich stundenlang konzentriert hinzusetzen und zu lernen.
Soweit ich das jetzt schon beurteilen kann, geht es ja wirklich nicht um komplexe Probleme oder ähnliches, sondern um relativ simple Sachverhalte, die man sich einfach vor Prüfungen reinhämmern muss.
Wenn man ein paar Vorlesungen knickt, hat man insgesamt ein sehr ausgewogenes Freizeit-Party-Lern-Verhältnis.
Miniwini
07.03.2010, 09:44
Also jetzt mal so ne Frage... ich lerne jetzt eig schon täglich so naja 2 Stunden, wenn Schulaufgaben oder Exen anstehen auch mal 3. Am Wochenende lern ich auf öfters mal mehrere Stunden.
Hab jetzt nicht des Problem damit das mir des zuviel is, kann auch noch alles nebenher machen.
Aber wird des an der Uni jetzt noch mehr? Ich mein wenn ihr alle in der Schule "nichts" gelernt habt und halt nur im Unterricht aufgepasst habt, und jetzt halt lernen müsst, was muss ich an dann an der Uni lernen?
Hey Miniwini,
mach dir darüber mal keine Sorgen. Man wächst mit seinen Aufgaben :-) Kurz vor Klausuren oder Physikum und Co werden es wahrscheinlich mehr als 3 Stunden sein, am Anfang des Semester auch gerne mal 0. Das passt schon.
In der Vorklinik (empfand ich als wesentlich unangenehmer als die Klinik) hat man auch nicht so den Druck gute Noten zu schreiben, da kann man auch mal ein Fach ausreichend abschließen und es taucht nirgendwo auf.
Ich verstehe gar nicht, wieso gerade Medizin für so schwierig gehalten wird - hier geht es nur um recht banale Dinge (auswendiglernen!). Kernphysik, Mathematik, Bioinformatik - in solchen Fächern würde mir der Schädel rauchen...
Medizin ist ein lockeres Studium, in dem man viele interessante Dinge geboten bekommt und entweder ein gutes Gedächtnis oder einen Funken Disziplin (wenn man richtig dämlich ist, auch viel Disziplin) benötigt - für den naturwissenschaftlichen Themenbereich außergewöhnlich.
Naja, eine leichte untertreibung. Finde zwar, du hast prinzipiell recht, aber "lockeres" Studium triffts auch nicht. Und ich würde auch nicht sagen, dass es um "nur" Auswendiglernen geht. Verständnis vereinfacht das Lernen und dazu braucht man doch ein klein wenig Grips, oder? :-oopss
Und die Menge an Sachen die man auswendiglernen muss ist auch nicht gerade vergleichbar mit einer Unit Vokabeln lernen.
Also, man sollte das Medizinstudium nicht über aber auch nicht unteschätzen. Ein Studium zum 3 Mal die Woche plus Wochenenden Saufen gehen ist es sicher nicht.
Fazit: Jeder mit etwas Grips kann es schaffen, aber man muss auch echt Einiges tun.
medi2319
12.03.2010, 17:55
Also ich hab gerade das 7 Semester (oder 3. klinisches, nennt es wie ihr wollt) hinter mich gebracht und ich muss sagen, dass mich das Studium noch genau so stresst wie am ersten Tag, wenn nicht sogar noch mehr. Ich weiß nicht wer immer den Quatsch in die Welt setzt, dass nach dem Physikum alles locker und einfach wird. Erst NACH dem Physikum kommen doch erst die ganzen Hammerfächer: Pharma, Mibi, Innere ect. Ich hab gedacht, irgendwann wird das alles mal entspannter aber wird alles nur noch stressiger. Ich muss jetzt sogar das 7. Semester noch mal machen, während ich in der Vorklinik immer alles beim ersten Versuch geschafft habe ink. Physikum.
Hi,
also ich bin vermutlich noch weit vom Studium entfernt aber ich wollte mal wissen wie das Studium so aufgebaut ist. Ich lese immer etwas von Testaten, Klausuren, Praktika und das in vielen Fächern gleichzeitig. ^^
Wie sind denn so die Stoffmengen diese Testate/Klausuren ?
Was ist der Unterschied, ist es nur Multiple Choice und wie lange dauern sie ?
MfG
Ehemaliger User 05022011
24.03.2010, 22:56
Was ist der Unterschied, ist es nur Multiple Choice und wie lange dauern sie ?
MfG
die Antwort ist : streich vor allem mal das "nur", denn du scheinst von Multiple Choice zumindest was das Medizinstudium betrifft, eine völlig falsche Vorstellung zu haben
Was für ein Multiple Choice ist es denn ?
Die "normale" Variante kenne ich ja oder beziehst du dich auf den Schwierigkeitsgrad ??? Oder habe ich es voll verplant ? ^^
Coxy-Baby
24.03.2010, 23:09
Nein was ist das hier wieder hilfreich....
@hopeful: Stoffmenge kann man natürlich schlecht in Worte packen, aber sagen wir
es mal so: Is ne ganze Menge, aber es verteilt sich ja über ein paar Semester.
geprüft wird quasi in jeder Möglichkeit: mündlich,schriftlich,praktisch,
Multiple Choice, offene Fragen alles was es so gibt.
Aber das ist dermaßen Uni-abhängig das man da nichts verallgemeinern kann.
SuperSonic
25.03.2010, 20:22
Zum Stoffumfang ein paar anschauliche Beispiele von meiner Uni:
Die menschliche Anatomie haben wir in den ersten beiden Semestern komplett durchgenommen (neben anderen, kleineren Fächern). Die "Duale Reihe Anatomie", ein Standardlehrbuch der makroskopischen Anatomie, ist 1344 Seiten dick. Das Standardlehrbuch der mikroskopischen Anatomie, "Lehrbuch Histologie" von U. Welsch, ist 688 Seiten dick. Aber zum Glück gibt es auch sog. Kurzlehrbücher, die sich auf das Wesentliche (= Prüfungsrelevante) konzentrieren.
Zum Kursus der makroskopischen Anatomie (Präparierkurs) gab es 5 schriftliche Testate mit offenen Fragen ("Doppelfragen": eine am Präparat makrierte Struktur benennen und eine Zusatzfrage dazu), zum Neuroanatomiekurs 2 schriftliche Testate, zum Kursus der mikroskopischen Anatomie 3 Klausuren mit offenen Fragen zu Gewebsschnitten, die an die Leinwand projiziert wurden, und MC-Fragen.
Im ersten klinischen Semester hatten wir im Wesentlichen die Fächer Humangenetik, Pathologie, Bildgebende Verfahren (mit Strahlenschutz, Strahlentherapie), Pharmakologie und Toxikologie, Klinische Chemie und Labordiagnostik, Mikrobiologie (mit Hygiene, Virologie, Immunologie) und haben 9 Klausuren geschrieben (meist MC, seltener Multiple Select), davon zweimal drei am selben Tag. Wie umfangreich entsprechende Lehrbücher sind, kannst du bei Interesse selber ergooglen.
Im zweiten klinischen Semester haben wir uns mit der kompletten Inneren Medizin (und einem ersten Teil der klinischen Pharmakologie/Pharmakotherapie) beschäftigt und 2 Klausuren mit MC- und offenen Fragen geschrieben und eine mündlich-praktische Prüfung (OSCE: Objective Structured Clinical Examination) durchgemacht. Die "Duale Reihe Innere" hat 1790 Seiten, aber die meisten lernen mit dem "Herold", der mit seinen 940 Seiten relativ schlank ist.
Im dritten klinischen Semester geht es weiter mit der kompletten Chirurgie, Orthopädie, Urologie, Anästhesie und Notfallmedizin. Wenn da keine Freude aufkommt...
@supersonic
dann freu dich mal aufs vierte klinische :-)) - das wird noch besser :-oopss.
Viel Spaß!
BlueEyes
27.03.2010, 21:46
@supersonic
dann freu dich mal aufs vierte klinische :-)) - das wird noch besser :-oopss.
Viel Spaß!
Also dazu fällt mir wirklich nur folgendes ein: OH GOTT !!:-kotz:-kotz
LGGG
PS: Sorry, aber das musste einfach mal raus ... ;-)
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