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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diät verursacht Arrhythmien



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EzRyder
17.01.2008, 09:43
ich persönlich glaub halt trotzdem es wär besser zumindest 3 tage die woche gar kein fleisch zu essen und dafür mehr obst, gemüse und auch kohlehydrate....

Mit "persönlich glauben" kannst du aber nur missionieren und nicht argumentieren.

Ein regelmäßiger Fleischkonsum liegt eben gerade in der Natur des Menschen, als Jäger und Sammler. Für eine ausgeglichene Stickstoffbilanz sollte man 0,5 bis 1g Protein pro kg Körpergewicht zu sich nehmen. Und nur Hülsenfrüchte wird deinen Mitmenschen (und deinem Gaumen) auch nicht so gefallen ;-)

zahnmedizina
17.01.2008, 09:48
ahahah so wars auch nicht gemeint.
also es hat glaub ich schon einen sinn dass die Ernährungsgesellschaften empfeheln 50 % Kohlehydrate.
Dass geringerer Fleischkonsum und höhrerer Faseranteil in der Nahrung mit geringeren Karzinomrisiko einhergeht ist ja auch bekannt.
Von dem her... wenn man Gewicht reduzieren will kommt es nicht auf die zusammensetzung der Nahrung an (die ja immer ausgewogen sein soll)
sondern viel mehr auf die gesamt kalorienmenge.
wenn man versucht einsparen würd ich eher verarbeitete lebensmittel mit viel kalorien und bei KH die einfachen weg lassen. Zucker, Weißbrot, Säfte, und so zeug. Aber gegen eine Kartoffel oder Vollkornnudel kann man nix sagen :)
:-dafür

ah ja und ich sag ja nicht gar kein fleisch...aber für deine 0,5 bis 1g pro kg KG wären das ja bei 70 kg so 35-70 g ....wenn man also 2-3 mal Fleisch isst die Woche kommt man da locker hin. Oder hat dein Schnitzel 50 g? :)

secondmanonmoon
17.01.2008, 11:16
ah ja und ich sag ja nicht gar kein fleisch...aber für deine 0,5 bis 1g pro kg KG wären das ja bei 70 kg so 35-70 g ....wenn man also 2-3 mal Fleisch isst die Woche kommt man da locker hin. Oder hat dein Schnitzel 50 g? :)

Also das Schnitzel darf natürlich 50 gr haben, muss aber nicht, denn das wäre ein bisschen wenig. Und Fleisch besteht ja nicht nur aus Protein - ist ja kein trockenes Pulver.

Wer mal hinten auf die Nährwertangaben der Fleischpackungen schaut, der sieht z.B. beim Schweineschnitzel einen Proteinanteil von 22%.
Die empfohlene Proteinzufuhr liegt bei 1,3-2grProtein/kgKG/d.
Geht man von 70kgKG aus, so wäre meine mittlere Proteinzufuhr (nehme man 1,6grProtein) bei 112 gr. Würde ich auf Proteine aus anderen Quellen (z.B. Milchprodukte etc.) verzichten, so dürften meine Schnitzel sogar 500gr wiegen dürfen und ich hätte 110gr Protein für den Tag zugeführt.

zahnmedizina
17.01.2008, 12:34
hmmm jetzt wirds langsam ein zahlenspiel :) ahaha und wo man hin sieht findet man andere angaben.
Also der Punkt den ich machen will is...dass es sicher nicht nötig is jeden Tag 2 mal Fleisch zu essen um genug Proteine zu essen.
Ich bin der Ansicht, dass der Durchschnittsbürger eher das Problem hat auf die empfohlene Menge Gemüse und Obst aber auch komplexe Kohlehydrate zu kommen. Die bösen Kohlehydrate über die immer alle reden finden wir doch nicht in Vollkornbrot sondern eher im Schokoriegel, Cola, Weißbrot, und sonstigen Naschereien.
Glaub nicht dass wir da auf die Kartoffel oder Vollkornnudeln los gehen müssen.

medijan
17.01.2008, 13:38
Aber es geht doch nicht um den Durchschnittsbürger in diesem Thread! Der Ersteller hat zweifelsfrei einen sehr gesunden und ausgewogenen Ernährungsplan. Er nimmt fast NUR (bis auf die Fruchtzucker) Langkettiige Kohlenhydrate zu sich, welche der natürlichen Nahrung des Menschen sehr nahe kommen. Und in dem Gemüse (z.B. Möhren, Kohlrabi und Ähnliches) und in dem Obst sind genug KH enthalten um den Körper nicht in eine Stresssituation zu befördern.

Mit 50% KH wird es nebenbei bemerkt ganz schön schwer abzunehmen! Sogar die 2 Kilo pro Monat gestallten sich da schwierig. Und zwar einfach, weil du ständig Hunger hast, bei 50% KH und einer negativen Kalorienbilanz. Bei kohlenhydratreicher Nahrung nimmst direkt nach dem Essen ganz gewiss kein Fett ab (wg Insulin) und danach ist sowohl dein Bauch, als auch dein Blutzucker ganz schnell leer bzw. Unten!

zahnmedizina
17.01.2008, 14:29
hmmm ich dacht immer wenn man komplexe kohlehydrate isst....also z.B. ein vollkornbrot hat man weniger lang hunger. und dass man so leichter abnimmt.
also dass man nach einem hamburger z.B. danach gleich wieder hunger hat hat ja selber jeder schon erfahren.
aber wenn ich z.B. Salat mit Putenstreifen esse was ja an sich gesund is hab ich trotzdem schneller wieder hunger als wenn ich einen teller Nudeln ess.

ich bin langsam verwirrt. Ich finde Ernährung ein extrem spannendes Thema aber es ist auch sehr schwierig. Man hört überall was anderes.

Also was is jetzt wirklich wenn man langfristig und dauerhaft Gewicht abnehmen will das beste.
Also dass jede Form von Diäten, die man eh nicht auf lange Dauer einhalten kann nicht funktioniert is doch klar oder?
Also für mich muss es sich um eine dauerhafte Ernährungsumstellung handeln die kombiniert mit Sport zum erfolg führt. (was auch heisst dass nichts prinzipiell verboten sein darf)
oder liege ich falsch

medijan
17.01.2008, 15:31
hmmm ich dacht immer wenn man komplexe kohlehydrate isst....also z.B. ein vollkornbrot hat man weniger lang hunger. und dass man so leichter abnimmt.
also dass man nach einem hamburger z.B. danach gleich wieder hunger hat hat ja selber jeder schon erfahren.
aber wenn ich z.B. Salat mit Putenstreifen esse was ja an sich gesund is hab ich trotzdem schneller wieder hunger als wenn ich einen teller Nudeln ess.

ich bin langsam verwirrt. Ich finde Ernährung ein extrem spannendes Thema aber es ist auch sehr schwierig. Man hört überall was anderes.

Also was is jetzt wirklich wenn man langfristig und dauerhaft Gewicht abnehmen will das beste.
Also dass jede Form von Diäten, die man eh nicht auf lange Dauer einhalten kann nicht funktioniert is doch klar oder?
Also für mich muss es sich um eine dauerhafte Ernährungsumstellung handeln die kombiniert mit Sport zum erfolg führt. (was auch heisst dass nichts prinzipiell verboten sein darf)
oder liege ich falsch

Vollkornbrot und Nudeln sind so ziemlich das gegensätzlichste was es gibt im Bereich der Kohlenhydratreichen Kost, was schlicht und ergreifend daran liegt, dass der glykämische Index so unterschiedlich ist. Und gerade Nudeln mit Tomatensoße sind eigentlich die Paradespeise, wenn es darum geht ein Essen zu nennen, nach dem schnell wieder großer Hunger vorhanden ist.

Aber vielleicht mal von Anfang an:
1) Ja, eine dauerhafte Ernährungsumstellung ist das A und O von erfolgreichem Abnehmen
2) Beim Abnehmen ist es sehr wichtig, dass die Kolorienbilanz negativ, aber nicht zu stark negativ ist um den Körper nicht in ein Notfallprogramm für Nahrungsarme Zeiten zu bringen. Dann baut der Körper körpereigene Proteine (Muskeln) ab um Energie zu gewinnen und den Grundverbrauch zu senken.
3)Außerdem wird immer wieder der Effekt von Muskulatur für den Grundumsatz unterschätzt. Krafttraining UND Ausdauertraining führt zu optimalen Erfolgen, weil Krafttraining den Grundumsatz steigert und so "im Schlaf" dauerhaft mehr Kalorien verbraucht werden.
4) Starke Schwankungen des Blutzucker- bzw. Insulinspiegels, wie sie z.B. durch die Zufuhr von Kost mit hohem glykämischen Index entstehen, sind zu vermeiden. Das bedeutet: Viele kleine Mahlzeiten mit ausreichend (aber nicht mehr) KH zur Vorbeugung der Hypoglykämie und der verstärkten Insulinproduktion.
5) Ausreichende Flüssigkeitszufuhr muss aufgrund der ungewohnten Stoffwechselverhältnisse gewährleistet sein!
6) Zum Thema Hunger: Je schneller etwas durch dein Verdauungssystem wandert, desto schneller ist die Möglichkeit gegeben wieder Hunger zu empfinden. Der zweite wichtige faktor ist hier der Blutzuckerspiegel. Und für das Hunger stillen beim Essen ist natürlich noch die Geschwindigkeit mit der ich esse entscheidend --> Langsam essen um auf Sättigungsgefühl zu warten!
7) Zum Thema Nachhaltigkeit: Nachhaltig sind die Ernährungsumstellungen, die ich ohne große Mühe (Hunger, schlechte Stimmung, Ankämpfen gegen heißhunger) fortführen kann. Das bedeutet auch, dass es von dem jeweiligen Menschen abhängt, mit wie viel KH er auskommt. Interessanterweise sind im Grundlagenausdauerbereich extrem gut trainierte Sportler weniger auf KH angewiesen als Otto Normal. Weil ihr Fettstoffwechsel so gut trainiert ist.
Aber nochmal: Wichtig ist, dass die Ernährungsumstellung, welche zum Abnehmen führen soll, keine Kriesensituation für den Körper darstellt. Dann bleibt auch der Jojo-Effekt bei späterer, vielleicht an sportlichen Zielen orientierter KH-reichen Ernährung aus.


Das ist, ganz grob gesagt das, was wir in einer Arbeitsgruppe mit Sportlern und Ökotrophologen als Empfehlungen zusammengetragen haben (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, hab die Unterlagen gerade nicht da) und was wir auch in unseren Vorträgen immer wieder betont haben.

medijan
18.01.2008, 08:44
Ach ja, weil das immer wieder unterschätzt wird hab ich mal nen kleinen Teil aus unseren Vorträgen rauskopiert, wo der Effekt von Bewegung und Muskelmasse mal durchgerechnet wird.

Unten ist dann alles in Mac Donals-Währung bzw. in Körperfett/Jahr (wenn man jeden Tag die Menge an Kalorien einsparen würde/ist sehr hypothetisch aber eindrucksvoll) ausgedrückt.

Ich finde den Effekt von Sport kann man nicht genug betonen, besonders, wenn man sich überlegt, dass er zweifach (aktueller Verbrauch steigt + Grundverbrauch steigt) wirkt.

Sorry für Offtopic, aber ich fand das passte hier rein.