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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Österreicherin warnt davor, in D zu arbeiten !



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STREBER20
19.01.2008, 09:26
Also ich weiss nicht, was ich von diesem Thread halten soll!
Wem soll ich glauben? Der Ärztin, die diesen vernichtenden Artikel geschrieben hat oder bspw. solchen wie test, der es eher gut darzustellen versucht.

Frau Betty Land
19.01.2008, 09:40
Vermute, daß die Ärztin noch (illegal) nach AiP-Tarif bezahlt wurde - das hat man bei "dummen" Ausländern in D schon immer mal wieder probiert.

Horrorgeschichten kursieren übrigens auch von Österreichern, die bereits an der Charité tätig waren.... :-nix

Evil
19.01.2008, 10:14
Wir sollten einen Hilfsfonds für arme ausgebeutete österreichische Kollegen gründen...

Frau Betty Land
19.01.2008, 10:16
Tja, wäre wohl am besten.

Oder Deutschland einfach für ausländische Jungmediziner schließen - macht sicherlich auch viel Spaß und Freude.... :-stud

Tombow
19.01.2008, 15:01
Und was, wenn Deutschland seine Regelungen doch angleicht und die Austrianer nicht nur mit der Berufserlaubnis, sondern auch mit der Appro versorgt?

Österreich ist in der EU, damit sind Österreicher mit abgeschlossenem Medizinstudium ohne weiteres approbationsberechtigt.

TonyClifton
19.01.2008, 15:10
nein, approbation erst nach abgeschlossenem Turnus, bzw Facharztausbildung bisher, da der Turnus fester Bestandteil der Medizinerausbildung ist.

Frau Betty Land
19.01.2008, 15:40
Nein, das ist nach deutscher Lesart nicht der Grund.

Die og. Lesart (@ TonyClifton) ist bzw. war diejenige der Österr. Ärztekammer, um Approbationen aus dem EU-Ausland in Ö nicht anerkennen zu müssen.

Die Approbationserteilung ist nationale Sache, es müssen gegenseitig nur Approbationen aus der EU anerkannt werden.

Deutschland sagt: Österreich hat kein PJ im Studium. Und im PJ (,das sich bekanntlich ja überhaupt nicht mit der Abschaffung des PJ in D geändert hat - weder formal noch in der Realität.....) lernt man auf einmal so viel, daß man die Leute mit Studienabschluß in D alleinverantwortlich am Patienten arbeiten lassen kann.

Kommentar erübrigt sich.

War ein rein politischer Grund, um die AiP-Abschaffung den Kliniken "schmackhaft" zu machen: Wir haben zwar zuwenig Ärzte, aber die müssen jetzt nicht mehr im Dienst persönlich beaufsichtigt (ausgebildet) werden, sondern halten selber den Kopf für die doppelte AiP-Kohle von früher hin ! Klasse !

Denke auch, daß dies bei einer Klage vor dem EuGH nicht so einfach wäre - nur: Wer soll denn bitteschön klagen ?

Hellequin
19.01.2008, 16:01
Und im PJ (,das sich bekanntlich ja überhaupt nicht mit der Abschaffung des PJ in D geändert hat - weder formal noch in der Realität.....) lernt man auf einmal so viel, daß man die Leute mit Studienabschluß in D alleinverantwortlich am Patienten arbeiten lassen kann.

Das PJ ist in Dtl. nicht abgeschafft worden.



War ein rein politischer Grund, um die AiP-Abschaffung den Kliniken "schmackhaft" zu machen: Wir haben zwar zuwenig Ärzte, aber die müssen jetzt nicht mehr im Dienst persönlich beaufsichtigt (ausgebildet) werden, sondern halten selber den Kopf für die doppelte AiP-Kohle von früher hin ! Klasse !

Denke auch, daß dies bei einer Klage vor dem EuGH nicht so einfach wäre - nur: Wer soll denn bitteschön klagen ?
Das AiP ist damals mal eingeführt worden, weil es zu wenig Stellen für Assistenzärzte gab. Also hat man einfach Assistenzarztstellen geteilt, zwei AiPler zum halben Preis darauf gesetzt und gut war. Das mit Ausbildung mag ja zwar die offizielle Version gewesen sein, in der Realität hat es aber meistens anders ausgesehen.

Frau Betty Land
19.01.2008, 16:04
Das AiP ist damals mal eingeführt worden, weil es zu wenig Stellen für Assistenzärzte gab. Also hat man einfach Assistenzarztstellen geteilt, zwei AiPler zum halben Preis darauf gesetzt und gut war. Das mit Ausbildung mag ja zwar die offizielle Version gewesen sein, in der Realität hat es aber meistens anders ausgesehen.
Ich weiß.

Macht die Realität für Jungärzte damals wie heute aber auch nicht besser (bis aufs Einkommen).

Und ja, Asche übermein Haupt: AiP wurde natürlich abgeschafft, nicht PJ. Insoferne habe ich mich vertippt:

Und im PJ (,das sich bekanntlich ja überhaupt nicht mit der Abschaffung des AiP in D geändert hat - weder formal noch in der Realität.....) lernt man auf einmal so viel, daß man die Leute mit Studienabschluß in D alleinverantwortlich am Patienten arbeiten lassen kann.

müßte es heißen.

TonyClifton
19.01.2008, 16:18
Das ist so nicht richtig, hätte man nach dem Studium in Österreich direkt das ius practicandi, also eine Approbation, wäre Deutschland nach geltendem EU-Recht dazu gezwungen, die Approbation anzuerkennen, PJ hin oder her.

Dr. Pschy
19.01.2008, 17:15
Das stimmt eh. Was er meint ist, dass die oesterreichische Aerztekammer da kein Interesse dran hat, weil sonst jeder Oesterreicher seine Appro in D abholen wuerde, zurueck nach Oesterreich gehen wuerde und dann die Appro anerkannt bekommen muesste.

Im uebrigen ist die alte Appro-Argumentation hinfaellig. Durch das neue Curriculum hat jeder oesterreichische Absolvent mehr Praxis als jeder Deutsche nach dem PJ. Also muessste man, wenn man alle Deutschen nach dem PJ auf die Patienten loeslaesst auch jeden Oesi draufloslassen koennen.

g3o85
19.01.2008, 17:18
Das ist so nicht richtig, hätte man nach dem Studium in Österreich direkt das ius practicandi, also eine Approbation, wäre Deutschland nach geltendem EU-Recht dazu gezwungen, die Approbation anzuerkennen, PJ hin oder her.

Das stimmt. Es ist folglich ein nationales oder besser österreichisches Ärztekammerproblem, das momentan mit einer neuen Regelung in Angriff genommen wird.

LasseReinböng
20.01.2008, 13:11
Woher kommen eigentlich diese ominösen 1000 Euro für einen in D tätigen Arzt? Die kommunalen Kliniken haben TVÄ, der sieht als Einstiegsgehalt (Assistenzarzt im 1. Berufsjahr) 3420 Euro brutto vor. Unikliniken etwas mehr. Andere Träger haben andere Tarifverträge, okay, aber nirgends bekommt man mit einer Vollzeitstelle 1000 Euro (netto).
Selbst bei Steuerklasse 1 ohne Kinderfreibeträge und nach Abzug aller Sozialversicherungskosten bleiben ca 1700-1800 Euro netto. Ohne Dienste. Also: woher kommen diese angegebenen 1000 Euro? Aus AiP-Zeiten? Das gibt es seit Oktober 2004 nicht mehr...

Das ist nicht das erste Mal, daß ich von derartigen Einstiegsgehältern in den neuen Bundesländern gehört habe, z.B. in Meck-Pomm nahe polnischer Grenze... Stichwort "Haustarif".

Letztlich stimmen die meisten Ärzte aber mit den Füßen ab und tun sich soetwas nicht an. Ich denke, daß man heutzutage soetwas auch als Ösi nicht mehr mitmachen sollte.

g3o85
20.01.2008, 14:01
Das ist nicht das erste Mal, daß ich von derartigen Einstiegsgehältern in den neuen Bundesländern gehört habe, z.B. in Meck-Pomm nahe polnischer Grenze... Stichwort "Haustarif".

Letztlich stimmen die meisten Ärzte aber mit den Füßen ab und tun sich soetwas nicht an. Ich denke, daß man heutzutage soetwas auch als Ösi nicht mehr mitmachen sollte.

Meine Meinung. Threadstellerin ist folglich selbst schuld sich nicht genug informiert zu haben.