Werwolf
29.03.2008, 13:52
Und manche Sachen muß man gar nicht assistieren, bevor man sie selber macht. Zitat einer Koryphäe vom AO Kurs auf die Frage, wieviele Acetabulum-Frakturen denn assistiert haben müsse, bis man selber mal sowas operieren könne: "Keine. Acetabulum-Frakturen assistiert man nicht. Die macht man irgendwann einfach. Die Zugänge können Sie in der Pathologie üben. Und Knochen Zusammenschrauben können Sie ja an jedem X-beliebigen anderen Knochen üben bzw. sollten sie dann ja prinzipiell können."
Ich habe lange über diesen Spruch nachgedacht und bin zu der Überzeugung gekommen, daß da was Wahres dran ist. Wenn man erstmal eine gewisse Erfahrung hat (und damit meine ich nicht irgendwas auf Assistentenniveau mit an zwei Händen abzählbaren Eingriffen), kann man auch "große" Dinger selber machen, selbst wenn man sie vorher noch nie gemacht und vielleicht ganz selten mal assistiert hat.
Davon abgesehen würde wahrscheinlich jeder Assistent - in welcher chirurgischen Weiterbildung auch immer- froh darüber, wenn er mehr selber operieren dürfte. Ich kenne niemanden, der von sich behauptet, zu viel zu machen. Alle würden gerne mehr. Und dabei meine ich nicht unbedingt den "Schwierigkeitsgrad", das ist ja auch immer eine Sache der Selbsteinschätzung/Selbstüberschätzung. Vielmehr geht es um die "Gesamtzahl" an Operationen. Viel hilft viel. Je häufiger man etwas macht, desto schneller und besser geht´s von der Hand, desto mehr Erfahrung sammelt man bezüglich irgendwelcher Komplikationen und deren Beherrschung, etc. Und es gibt kaum etwas, was mich mehr aufregt, als ein OA, der mit einem PJ als Assistenz ein Sprunggelenk operiert. Besetzung schlecht, "ich dachte, wir halten Dir ein bißchen den Rücken frei, damit Du mal auf Station was machen kannst! Und Sprunggelenke brauchst Du doch auch nicht mehr!" - Nee!!! Klar habe ich genug Sprunggelenke für den Katalog. Aber vielleicht macht es mir Spaß? Vielleicht lerne ich auch beim sounsovielten noch irgendeine Kleinigkeit dazu? Werde ein bißchen schneller? Ich darf´s halt nicht alleine (bzw. mit PJ) operieren, der OA oder FA schon. Und wir sind leider verdammt wenig Leute. *abschweif* sorry.
Ich habe lange über diesen Spruch nachgedacht und bin zu der Überzeugung gekommen, daß da was Wahres dran ist. Wenn man erstmal eine gewisse Erfahrung hat (und damit meine ich nicht irgendwas auf Assistentenniveau mit an zwei Händen abzählbaren Eingriffen), kann man auch "große" Dinger selber machen, selbst wenn man sie vorher noch nie gemacht und vielleicht ganz selten mal assistiert hat.
Davon abgesehen würde wahrscheinlich jeder Assistent - in welcher chirurgischen Weiterbildung auch immer- froh darüber, wenn er mehr selber operieren dürfte. Ich kenne niemanden, der von sich behauptet, zu viel zu machen. Alle würden gerne mehr. Und dabei meine ich nicht unbedingt den "Schwierigkeitsgrad", das ist ja auch immer eine Sache der Selbsteinschätzung/Selbstüberschätzung. Vielmehr geht es um die "Gesamtzahl" an Operationen. Viel hilft viel. Je häufiger man etwas macht, desto schneller und besser geht´s von der Hand, desto mehr Erfahrung sammelt man bezüglich irgendwelcher Komplikationen und deren Beherrschung, etc. Und es gibt kaum etwas, was mich mehr aufregt, als ein OA, der mit einem PJ als Assistenz ein Sprunggelenk operiert. Besetzung schlecht, "ich dachte, wir halten Dir ein bißchen den Rücken frei, damit Du mal auf Station was machen kannst! Und Sprunggelenke brauchst Du doch auch nicht mehr!" - Nee!!! Klar habe ich genug Sprunggelenke für den Katalog. Aber vielleicht macht es mir Spaß? Vielleicht lerne ich auch beim sounsovielten noch irgendeine Kleinigkeit dazu? Werde ein bißchen schneller? Ich darf´s halt nicht alleine (bzw. mit PJ) operieren, der OA oder FA schon. Und wir sind leider verdammt wenig Leute. *abschweif* sorry.