Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychologie lernen
Daher meine Frage, wie ihr das Fach "nehmt"? Also alles für "bare Münze"?
Quatsch... gerade dieser ganz Freud-Mist wurde nur für die Klausur gelernt.
Zitat Psychoskirpt (Thema: phallische Phase): "Das Mädchen lernt ebenso wie der Junge in dieser Zeit den Penis als "mehr" und "besser" zu interpretieren im Vergleich zur Klitoris. Es betrachtet den Penismangel als Benachteiligung und beginnt, "die Geringschätzung des Mannes für das in einem entscheidenden Punkt verkürzte Geschlecht zu teilen" (Freud). Hieraus entsteht bei Mädchen ein Penisneid. Für den Jungen ist neben seinem überlegenen Stolz auch eine Kastrationsangst kennzeichnend."
Wie soll ich das für bare Münze nehmen? :-))
Ich denke, dass mir das bio-psycho-soziale Krankheitsmodell, Salutogenese, die Gesprächsführungstechniken (Diagnosemitteilung, Gespräch mit einem chronisch Kranken etc.) und vielleicht diese Lernpsychologie (klassische und operante Konditionierung) etwas bringen, aber sicher bin ich mir da nicht.
Hallo THawk,
es gibt auch Psychoanalytiker die noch nach Freud bzw. deren Nachfolgern (!) arbeiten - es ist eben als Therapie anerkannt. Und wir haben ihn eben - neben vielen anderen Theorien - auch gelehrt bekommen. Kommt eben auf die Betrachtung des ganzen an, s.u. .
Das mit den Variablen ist nicht verkehrt aber eben - auch meiner Meinung nach - auch nicht richtig. Denn es bleibt eine Frage der Betrachtung, was abhängig und unabhängig ist. Und die PSI-Theorie von Julius Kuhl (Prof. an der Uni Osnabrück) ist auch noch recht jung. Aber er ist z.B. ein Kritiker einiger methodischer Vorgehensweisen.
Hallo Strodti,
*g* ja eben ;-) Ich finde, das eben auch vermittelt werden sollte, dass das eine Frage der Betrachtung ist. Also man kann Freuds Impulse ja nutzen, aber bei den IMPP-Fragen wirkte es so, als seien alle kreativen Menschen welche, die Probleme in der analen Phase hatten ;-)
Gesprächsführungstechniken haben wir auch viele, uns wird eben aber auch klar gemacht, dass es eben nicht DIE EINE gibt. Ich finde auch die Verhaltenstheorien (Desensibilisierung usw.) z.B. bei der Arbeit mit Phobien plausibel.
Die Lerntheorien finde ich z.B. grundsätzlich auch nicht verkehrt, jedoch kümmerte sich der klassische Behaviorist nicht um die "Innerungen". Letztere finde ich eben auch wichtig.
Ich denke, das man sich aus allen Theorien seine eigene für die Arbeit zusammenbasteln sollte :-dafür , aber eben auch Alternatives Denken "betreiben" sollte.
Halten denn Dipl.-Psychs. die Vorlesungen für Psychologie?
Ja. Also unser Institutsleiter ist Dipl. Psych. und Dr.med. und die Seminarleiter sind teilweise Psychologiestudenten oder eben Dipl. Psych.
Wirklich ernst genommen wird es nicht. In der VL war ich genau einmal und soll auch allgemein sehr schlecht besucht worden sein. Die Seminare waren meist viel "Gelaber" und wenig Inhalt und ab und zu irgendwelche Spielchen. Physikumsrelevantes wurde sehr wenig vermittelt.
Bei uns in Magdeburg hatten wir die GK-Autoren :-)) Die Vorlesung war recht gut besucht und war auch meist gut, ziemlich unterhaltsam. Unsere Psychoseminare variierten, alles in allem waren sie aber eine nette Entspannung verglichen mit dem Rest der Vorklinik^^
Die Lehre fand ich also recht gut (wer den GK kennt: Kasten und Sabel sind auch live echt witzig).
Ob man das Gelehrte dann für bare Münze nimmt, ist was anderes. Ich hab das ganze misstrauisch beäugt. Also besonders dieser Freud-Krempel liess doch jegliche Seriosität sofort verschwinden :-))
Ich glaub aber, dass kaum einer irgendetwas brauchbares aus Psycho mit in die Klinik nimmt.
Bei uns in Magdeburg hatten wir die GK-Autoren :-)) Die Vorlesung war recht gut besucht und war auch meist gut, ziemlich unterhaltsam. Unsere Psychoseminare variierten, alles in allem waren sie aber eine nette Entspannung verglichen mit dem Rest der Vorklinik^^
tztztztz.... Sollte ich mich jetzt angegriffen fühlen, weil ich ein entspanntes Fach studiere? :-lesen
Nein, jedenfalls nicht, solange ich nicht Psycho an der Uni studiere *g*, denn mein Fach belächel ich tatsächlich etwas ;-)
Naja, ich weiß nicht, wie zu deiner Zeit die Seminare waren, Doctöse, bei uns fand ich es eher ätzend. Jeder mußte 45 min Vortrag halten, der bewertet wurde, 2 Leute pro Semi, also haben wir die Seminare eigentlich geschmissen. Die Dozenten haben teilweise am Ende nicht mal ne Note genannt, mit z.T. solch tollen Begründungen wie: "ich muß erstmal gucken, wie die anderen so bewertet haben" o.ä. Kommentare, Bemerkungen, Ergänzungen o.ä. gabs von deren Seite überhaupt nicht
Kommunikation/Gesprächsführung war irgendwie überhaupt nicht Thema, obwohl ich das für angehende Ärzte gar nicht so schlecht gefunden hätte. Mir hat der Psychokurs somit überhaupt gar nix gebracht. War der einzige benotete Schein (neben Wahlpflichtfach) und trotzdem ich da gut abgeschnitten hab (wie auch immer die gerechnet haben), würd ich nicht behaupten, auch nur annähernd Ahnung von diesem Zeugs zu haben (v.a. was ja die soooooo wichtigen methodischen Grundlagen angeht und diese schon angesprochenen Theorien).
VL kann ich nicht wirklich sagen, hab mir eine vom Chef angetan (nicht Kasten, der ist ja leider weggegangen) und das hat gereicht, der Rest war, wie üblich, teils/teils, je nachdem, wer halt gelesen hat.
Werd mich für Physikum wohl auch an die Schwarze Reihe halten, wobei ich es insgesamt schade finde, dass man aus diesem Fach nicht mehr macht, sondern diese Methodik so dermaßen in den Vordergrund stellt.
Wir mussten auch Vorträge halten. Allerdings gab es bei uns Rückmeldung. In der Psycho ist leider eine hohe Mitarbeiterfluktuation, hat uns mal eine der Psychologinnen im Seminar erzählt. Von daher wird es wohl jedes Jahr ein bisschen anders zugehen.
Das mit der Gesprächsführung muss ich allerdings auch bemängeln, das wurde allenfalls rudimentär abgehandelt. Ich glaub aber nicht, dass man soetwas mal eben anhand von Modellen lernen kann, was nur für den 08/15-Patienten zugeschnitten ist. Sowas lernt man am ehesten live und unter Aufsicht von jemandem, der es kann. :-nix
Achja, eine Sache habe ich doch aus dem Psychokurs behalten: Die Erscheinungsformen des Alkoholismus. :-)) Nach denen haben wir immer unsere Nachbarschaft eingestuft :-D
Schade, dass der Kasten aus MD weg ist. Der war immer eine Augenweide für uns (und seine VL wirklich hörenswert). ;-)
Also mein Psychoseminar bestand aus der systematischen Demontage von Freuds Theorien...
Giant0777
23.06.2008, 13:10
das beste bei uns war, dass es ein "stressmanagement-seminar" der psycho´s gab. da hat man dann entspannungstechniken gelernt!
wir sassen zu zehnt in trauter runde und der dozent hat uns mit seiner stimme nach jakobsen verzaubert - worauf wir alle sehr entspannt waren....
:-sleppy :-sleppy :-sleppy
wobei das fürs physikum so auch nicht hilft!
ahja, bei mir reicht übrigens kreuzen allein bisher nicht aus. ich arbeite entspannt grade physikumexakt durch, sind knapp 100 seiten und im kontext erschliesst sich mir hier echt mehr! :-lesen
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