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Schimmelschaf
15.02.2008, 16:51
Für mich gilt: Bei Prügeleien, v.a. wenn Alk im Spiel ist, immer raushalten! Mein Bruder hat sich mal dazwischen gestellt, der landete dann allerdings im KH.

Krav Maga darf man eigentlich nur dann anfangen, wenn man >18 ist, kein Eintrag ins Führungszeugnis hat und auch sonst nicht negativ auftritt/auffällt. Ist jedenfalls hier in der Region so...
Sonst hat mir mal ein Kampfsport-Trainer geraten: "Entweder, du nutzt die Sekunde, in der deine Gegner zögern (sprich: schau zu, dass du als erstes draufhaust, bevor die auf die Idee kommen) oder, und das rate ich allen meinen Schülern, du recnnst so schnell du kannst." (Gilt aber nur für den Fall, bei dem man selber angegriffen wird).
Held spielen bringt wirklich nichts.

Habs bisher auch so gehandhabt, dass man die Agressoren ignoriert, das "Opfer" in eine andere Richtung begleitet und dann schnellstmöglich verschwindet. Bin heute noch froh drum, dass es funktioniert hat, da Messer von den "Angreifern" (Jugendliche - alles Mädchen) als angsteinflössendes Mittel eingesetzt wurden. Viele umstehende Menschen haben nichts gemacht, da war verständlicherweise Angst im Spiel... Und sich allein gegen so eine aggressive Gruppe stellen und den Moralapostel spielen, dafür muss man schon lebensmüde sein.

GOMER
15.02.2008, 17:10
Krav Maga ist ja auch eigentlich nicht dafür gedacht um im Alltag den Helden zu spielen, sondern soll Dich in Situationen, in denen es um Leben und Tod geht, in die Lage versetzen mit schlagendem Herz nach Hause zu kommen.

Schimmelschaf
15.02.2008, 17:16
Das habe ich mit "Helden spielen" auch nicht so gemeint. :-)

alley_cat75
15.02.2008, 17:28
sehe auf dem Heimweg 2 Menschen mitten auf der Strasse liegen. ... Alle laufen in einem großen Bogen vorbei... Ich hab mal entschlossen zu warten und zu schauen, was passiert. ...

Was genau hast Du besser gemacht, als die anderen Leute, die tatenlos weitergelaufen sind?


Ich hab mich dann entschlossen auch weiterzugehen, weil sie ansprechbar waren und nur ein bissl dumm aus der Wäsche geschaut haben.

Genau das haben sich die anderen Passanten vielleicht auch gedacht. Dass Du Dich da hinstellst und zuschaust, finde ich echt noch geiler als weiterzugehen. Du hast definitiv weggesehen und nichts gemacht; die anderen waren vielleicht nur in Gedanken veloren oder unsicher.

McBeal
15.02.2008, 18:17
Was genau hast Du besser gemacht, als die anderen Leute, die tatenlos weitergelaufen sind?

Genau das haben sich die anderen Passanten vielleicht auch gedacht. Dass Du Dich da hinstellst und zuschaust, finde ich echt noch geiler als weiterzugehen. Du hast definitiv weggesehen und nichts gemacht; die anderen waren vielleicht nur in Gedanken veloren oder unsicher.
Ich bin ja selten mit alley_cat einer Meinung, aber genau das habe ich mir bei Deinem Posting auch gedacht. Und mich nicht nur gefragt, warum Du Dich besser fühlst als die anderen Leute, die nicht wirklich weniger getan haben als Du.
Hast Du sie angesprochen oder nur beobachtet? Hätten sie aufstehen können oder hatten sie nur "keine Lust"? Vielleicht brauchten sie ja wirklich Hilfe. Wie stark hat die Nase geblutet? Notärzte werden oft für absolute Lappalien gerufen, vielleicht wäre das hier auch angemessen gewesen?

Ich will Dich nicht vorschnell verurteilen. Wenn wirklich nichts Schlimmes war, dann hast Du natürlich Recht und sie brauchten keinen Arzt. Allerdings haben die anderen Leute (oder ein Teil von ihnen) das vielleicht quasi schon "im Vorbeigehen" gesehen und es gibt keinen Grund für Dich, sie zu verurteilen?

Ist nicht böse gemeint.

LG,
Ally

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15.02.2008, 18:29
Was genau hast Du besser gemacht, als die anderen Leute, die tatenlos weitergelaufen sind?

Er hat angehalten & geschaut - sprich: Situation evaluiert und festgestellt das sie ansprechbar waren und wahrscheinlich auch halbwegs orientiert (GCS obere Punktränge), damit wären sie primär schon mal aus dem Gröbsten raus. Wer sprechen kann, hat halbwegs adäquate Atmung und Puls/Druck.
Das ist damit schon mal kein Primärkriterium einen Notruf abzusetzen.

Verlorene Alki-Seelen zu rehabilitieren/entgiften, ist ja nun nicht Aufgabe des potentiellen Erst-Helfers. Der obere Teil schon...
Aber das weißt du ja als Notfall-Dozentin ;-)


Genau das haben sich die anderen Passanten vielleicht auch gedacht. Dass Du Dich da hinstellst und zuschaust, finde ich echt noch geiler als weiterzugehen. Du hast definitiv weggesehen und nichts gemacht; die anderen waren vielleicht nur in Gedanken veloren oder unsicher.
Reine Provokation - Antwort siehe oben :-)


Notärzte werden oft für absolute Lappalien gerufen, vielleicht wäre das hier auch angemessen gewesen?
Ahja - für die nächste Lappalie ;-)
Wenn ich so viele Einsätze bereits habe, dass ich selber liquidiere ok...
Im Ernst: Für jede "Nonsens-*******" die gefahren wird, fehlt ein Einsatzbereiter bei echten Problemen. Gerade in ländlichen Regionen oder Städten die das Land mit versorgen ein Problem :-)

alley_cat75
15.02.2008, 18:55
Er hat angehalten & geschaut - sprich: Situation evaluiert und festgestellt das sie ansprechbar waren und wahrscheinlich auch halbwegs orientiert (GCS obere Punktränge), ...

Siehst Du mich gerade schallend lachen vor Deinem inneren Auge? Er hat angehalten, um primär andere Passanten zu beobachten und um diese später in einem online Forum völlig ungerechtfertigt zu verurteilen. Davon mal ganz abgesehen, sollte man grundsätzlich jedem helfen, der auf der Straße liegt oder sitzt, egal ob ansprechbar oder nicht. Denn normal ist das nicht. Sitzen kann man auf Bänken. Zivilcourage wäre für mich in dieser Situation gewesen, hinzugehen und nachzufragen, ob man helfen kann. Manch vermeintlich Alkoholisierter hat sich schon das ein oder andere mal als präkomatöser Diabetiker entpuppt.

Linda.1001
15.02.2008, 19:04
...muß man aber üben ist gut. :-) (kleiner scherz)
Hab mal die Erfahrung (leider) gemacht, dass man wenn man als Frau angegriffen wird, sich ziemlich gut mit lauten und aggressiven Schreien dagegen zur Wehr setzten kann. Die 2 Typen haben dabei ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt als ich anstatt eingeschüchtert um Hilfe zu schreien, die beiden als Drogendealer beschimpft beschimpft habe und ihnen ins Gesicht geschrien habe, dass sie das mit mir nicht abziehen könnten.
Haben sich dann verdutzt aus dem Staub gemacht, weil ich die Blicke (aber keine Taten! :-? ) der Passanten auf mich gezogen habe.

Man darf sich halt nicht alles gefallen lassen, vor allem wenn 2 Männer auf einen losgehen wollen. :-D :-oopss :-blush Und körperlich wär ich denen als zierliche Frau total unterlegen gewesen.

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15.02.2008, 19:25
Siehst Du mich gerade schallend lachen vor Deinem inneren Auge? Er hat angehalten, um primär andere Passanten zu beobachten und um diese später in einem online Forum völlig ungerechtfertigt zu verurteilen. Davon mal ganz abgesehen, sollte man grundsätzlich jedem helfen, der auf der Straße liegt oder sitzt, egal ob ansprechbar oder nicht. Denn normal ist das nicht. Sitzen kann man auf Bänken. Zivilcourage wäre für mich in dieser Situation gewesen, hinzugehen und nachzufragen, ob man helfen kann. Manch vermeintlich Alkoholisierter hat sich schon das ein oder andere mal als präkomatöser Diabetiker entpuppt.

Lass uns doch bitte an deinem offensichtlichen Allwissen teilhaben, damit wir Unwissende ähnlich arrogant mitlachen dürfen ;-)

Vielleicht kann ich nicht richtig lesen.
Ich entnehme seinem ersten Beitrag folgendes: Er ist zu dem Betroffenen hin gegangen, nachdem niemand anderes (für ihn erkennbar) reagiert hat. Über den Zeitraum lässt sich trefflich streiten, hat mit der Sache primär aber nichts zu tun.
Ferner "verurteilt" er niemanden, sondern schildert seinen Eindruck, als Aufhänger für einen Thread über Zivilcourage - finde ich ok.

Ob ein Laien(!!)-Helfer deinen herbei-konstruierten präkomatösen Diabetiker oder eine hypertensive Krise usw. erkennen muß, ist indiskutabel - Nein.
Aber ansprechen, beobachten kann & soll der Laie, und wenn Vitalparameter erkennbar (!) ausfallen, dann wird der Notruf abgesetzt und ggf. reanimiert. Alles andere ist was für die Polizei, Bahnhofsmission, Ordnungsamt...
Außerdem besteht auch für den Laien die Chance einen Alki von einer präkomatösen Diabetiker-Oma zu unterscheiden - einfach anhand der Situation (Örtlichkeit, Kleidung, Lage, Spritzbestecke usw.)....

Erzähl uns nicht, du würdest zu jedem auf dem Boden rumliegenden Menschlein hineilen und fragen ob du helfen kannst - dann würdest du in der Stadt nix mehr einkaufen vor lauter Fragen...
Im Übrigen HAT er sie angesprochen :-)

Ich geh' mal essen, auch nicht mein Baby hier :-)
Einen schönen Abend
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alley_cat75
15.02.2008, 19:38
Meine Güte, wo lebst Du? Wenn ich durch die Berliner Innenstadt bummel, stolpere ich nicht permanent über Obdachlose und/oder Alkoholiker, die auf der Straße liegen. Daher: ja, wenn jemand auf der Straße liegt und einen ungesunden Eindruck macht, gehe ich hin und spreche ihn an. Mache ich sogar bei Leuten, die auf der Parkbank liegen und sich nicht rühren. Arroganter Bösmensch, der ich bin.

Linda.1001
15.02.2008, 19:42
Leute, wie wäre es wenn wir uns aufhören zu fetzen? Vielleicht ist der eine oder andere viel schneller besorgt oder ähnliches, kein Grund sich aufzuregen. ;-)

Doktor_No
15.02.2008, 19:44
als ich in marzahn im UKB war wäre ich nicht mehr zur arbeit gekommen wenn ich jeden angesprochen hätte, der evtl. hilfe hätte gebrauchen können :-))

Sebastian1
15.02.2008, 20:26
Vorgehen meinerseits bei sowas:
Person anschauen, wenn keine offensichtliche Reaktion: ansprechen. Wenn nicht klar ansprechbar und wirklich wach, dann Notruf. Habe ich bisher 2*gemacht, beide Male bei stark alkoholisierten Obdachlosen im Winter, die mir einfach zu somnolent erschienen. Lieber hab ich nen fluchenden Rettungsassi und nen genauso fluchenden Obdachlosen als einen Erfrorenen. Bin beide Male solange da geblieben, bis die Leute in den KTW transportiert waren. Wird zwar aller Wahrscheinlichkeit der PErson auf Dauer nicht helfen, aber zumindest sind sie in der betreffenden Situation nicht erfroren oder an ihrem Erbrochenen erstickt.
Was so eine Situation als Laie (sprich: jeder, dessen Maximalausbildung in solchen Dingen der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein war) schwierig macht ist oftmals leider das Verhalten der genervten, ach so coolen (beruflichen) Helfer. Klar sind die genervt vom xhundertsten Kerl, den sie besoffen von der Strasse aufsammeln, aber so viel Professionalität gehört dazu, um zu wissen, dass es der Hilferufende gut gemeint hat und der Patient ein ernsthaftes Problem hat. Soll sie auch nerven dürfen, nur weder Patient oder Ersthelfer gegenüber sollte man das zeigen, denn das führt letztlich dazu, dass besagter Ersthelfer beim nächsten Mal keinen Bock mehr auf so eine Situation hat und vorübergeht.... wird sich schon jemand anderes drum kümmern.

alley_cat75
16.02.2008, 09:13
Vielleicht ist der eine oder andere viel schneller besorgt oder ähnliches, ...

...oder eben später besorgt als andere. Ich finde, man sollte nicht gleich jedem, der nicht hilft, mangelnde Zivilcourage andichten. Wer aus dem medizinischen Bereich kommt, der hat halt weniger Berührungsängste, auf andere zuzugehen und Hilfe anzubieten. Meistens ist das doch Angst oder eigene Hilflosigkeit, wenn man weitergeht. Ich denke, bei den wenigsten liegt es an Ignoranz. Meine eigene Mama fährt bei Unfällen grundsätzlich weiter, ruft aber wenigstens die Polizei an. Sie sagt, sie könne nicht helfen, wäre wie gelähmt. Ich finde, das sollte man akzeptieren.

Linda.1001
17.02.2008, 23:21
...oder eben später besorgt als andere. Ich finde, man sollte nicht gleich jedem, der nicht hilft, mangelnde Zivilcourage andichten. Wer aus dem medizinischen Bereich kommt, der hat halt weniger Berührungsängste, auf andere zuzugehen und Hilfe anzubieten. Meistens ist das doch Angst oder eigene Hilflosigkeit, wenn man weitergeht. Ich denke, bei den wenigsten liegt es an Ignoranz. Meine eigene Mama fährt bei Unfällen grundsätzlich weiter, ruft aber wenigstens die Polizei an. Sie sagt, sie könne nicht helfen, wäre wie gelähmt. Ich finde, das sollte man akzeptieren.

meine ich ja...

suzi1609
18.02.2008, 14:34
Was so eine Situation als Laie (sprich: jeder, dessen Maximalausbildung in solchen Dingen der Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein war) schwierig macht ist oftmals leider das Verhalten der genervten, ach so coolen (beruflichen) Helfer.

Das kenne ich leider auch nur zu gut :-keks
Ich bin einmal gegen Abend beim Joggen fast über einen Mann gestolpert der offensichtlich alkoholabhängig war und schon relativ verwarlost aussah. Er lag langestreckt mitten auf dem Gehweg konnte nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen und wusste auch nicht mehr richtig, wo er hinwollte. Ich habe dann 2 Leute hergerufen und den Notruf angerufen, aber die haben sich geweigert zu kommen und meinten, wir sollten versuchen ihn wieder auf die Beine zu bekommen.
Mich würde interessieren, wie das eigentlich rechtlich aussieht, wenn jemand betrunken auf der Straße liegt? Muss man da den Notruf benachrichtigen und müssten die kommen? Ich habe das damals auch gemacht, weil es wie gesagt schon Abend wurde und ich mir dachte, dass er auskühlen könnte, wenn er die ganze Nacht dort liegen bleibt.

Feuerblick
18.02.2008, 14:52
Oh Mann, das ist echt unglaublich!

Ich war vorhin etwas essen und sehe auf dem Heimweg 2 Menschen mitten auf der Strasse liegen. Das war die Hauptstraße. Aber keine Fahrbahn. Das Beste: Alle laufen in einem großen Bogen vorbei und niemand kümmert sich, als sei es das Normalste der Welt.
Ich hab mal entschlossen zu warten und zu schauen, was passiert. Nach 3 Minuten sind ungefähr 30 Leute vorbei gelaufen ohne etwas zu tun.
Ich dachte mir: "*******, jetzt musst du mal nachschauen."
@Logo: Ich habe dir mal fett angemarkert, was der Knackpunkt war, der Ally und Alley (Hilfe!) so gestört hat. Fakt ist: Er hat ZUGESCHAUT und erst nach MINUTEN etwas unternommen. Das macht ihn definitiv nicht besser als alle anderen, denn er hat BEWUSST hingeschaut und nichts getan...

alley_cat75
19.02.2008, 09:21
Mich würde interessieren, wie das eigentlich rechtlich aussieht, wenn jemand betrunken auf der Straße liegt? Muss man da den Notruf benachrichtigen und müssten die kommen?

Wird Dir so richtig keiner beantworten. Ich war letzten Herbst mit einer Freundin in einer kleinen brandenburgischen Stadt abends unterwegs, als wir über einen scheinbar angetrunkenen Mann auf dem Gehweg stolperten. So richtig Lust auf Anfassen ohne Handschuhe und Plastikschürze hatten wir beide nicht, dennoch sah ich das kritisch, den Mann da evtl. nachts bei den niedrigen Temperaturen einfach liegen zu lassen. Also, 110 und dumme Antwort bekommen: der stehe schon wieder auf, wenn er nüchtern ist. Ich habe dem Beamten ins Telefon gehaucht, dass er morgen, wenn keine Hilfe kommt, mit seiner Dienststelle in der BILD-Zeitung erscheinen würde. 5 Minuten später war ein Einsatzwagen da, der den Mann einlud und hoffentlich nach Hause gebracht hat. Ansonsten Namen und Dienstnummer geben lassen, Uhrzeit des Telefonats merken, wird ja alles aufgezeichnet. Ich persönlich möchte mir niemals vorwerfen lassen, ich wäre ignorant weitergegangen...

THawk
19.02.2008, 09:52
Das kenne ich leider auch nur zu gut :-keks
Ich bin einmal gegen Abend beim Joggen fast über einen Mann gestolpert der offensichtlich alkoholabhängig war und schon relativ verwarlost aussah. Er lag langestreckt mitten auf dem Gehweg konnte nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen und wusste auch nicht mehr richtig, wo er hinwollte. Ich habe dann 2 Leute hergerufen und den Notruf angerufen, aber die haben sich geweigert zu kommen und meinten, wir sollten versuchen ihn wieder auf die Beine zu bekommen.
Mich würde interessieren, wie das eigentlich rechtlich aussieht, wenn jemand betrunken auf der Straße liegt? Muss man da den Notruf benachrichtigen und müssten die kommen? Ich habe das damals auch gemacht, weil es wie gesagt schon Abend wurde und ich mir dachte, dass er auskühlen könnte, wenn er die ganze Nacht dort liegen bleibt.

Kommt drauf an ob was passiert (die rechtliche Beurteilung vor Gericht erfolgt ja immer retrospektiv): Wenn was passiert wäre es imho schon wahrscheinlich unterlassene Hilfeleistung. Nur wird man in den meisten Fällen in denen z.B. ein Obdachloser draußen an Unterkühlung stirbt niemanden anklagen können.

Generell wundert mich das Verhalten der Leitstelle. Aber dann liegt die Verantwortung beim Disponenten. Natürlich kann er sich weigern Rettungsmittel oder einen Streifenwagen zu schicken, nur hat er dann für diese Entscheidung gerade zu stehen. Du hast in dem Fall mit dem Notruf deine Aufgabe erfüllt.

Ciao, Lars

Gichin_Funakoshi
20.02.2008, 00:40
@ alley

Ich habe zunächst ebenfalls gezögert und die Situation beobachtet. Richtig! Huch, ich bin ja auch nur ein Mensch und war etwas geschockt und habe überlegt.
Zudem darf ich dich getrost dran erinnern, dass 2 Menschen auf der Straße lagen, die Personen beide ansprechbar waren und nach Alkohol rochen. Wenn du mich fragst, haben sie einfach auf der Straße geschlafen. Der eine hatte zwar aus der Nase geblutet aber es sah nicht so aus, als würde ihm sein Hirn da durch treten.
Was mich unterscheidet? Wie Logo schon sagte: Ich bin schließlich hingegangen und habe gesehen, dass sie nicht in Lebensgefahr waren. NEIN, ich habe kein großes Blutbild angefordert.

Eine Rettungswagen war unangebracht, nur weil zwei Obdachlose an einem ungewöhnlichen Ort schlafen. Um dies zu wissen, sollte man allerdings hingehen! Und genau das habe ich gemacht.

Aber das nächste mal renne ich gern ins Restaurant, hohl nen Strohhalm und mach sofort ne Pleurapunktion!


:-party