Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviele Patienten betreut ihr?
Disharmonic
01.03.2008, 23:27
Hallo,
mich würde interessieren, wieviele Patienten man als Assistent so betreuen können sollte.
Je nach Besetzung in unserer Abteilung (Innere) sinds etwa 21 oder auch nur 15.
Mein OA meint, 21 seien normal. Ich krieg das auch hin, allerdings bin ich schon an meiner Grenze, wenn ich a) meine Arbeit gut machen soll, d.h. nicht nur 08/15 Fälle, sondern auch mal DDs überdenken und ausgefeiltere Therapien überlegen und b) am besten auch noch etwas Diagnostik wie Sono und Echo selbst machen soll. Dann wirds echt knapp mit meinem 8,xx-Stunden-Tag......
Bin ich nicht leistungsfähig genug? Wie siehts bei Euch aus?
Grüßle
Oli
teletubs
02.03.2008, 06:48
Im Akutspital hatte ich zwischen 15 und 32 Patienten betreut. 32 als Anfänger...oha, da kommt man ins Schwitzen, der Kopf raucht und man ist danach einfach nur fertisch! :-keks Ansonsten fand ich es sehr angenehm auf einer "kleineren" Station zu arbeiten.
In der Reha hab ich 18 Patienten. Manchmal ist´s ausreichend, manchmal ist man unterfordert. Kommt ganz auf das Patientengut an...und ich hoffe demnächst dann auch mal mehr Sonos machen zu können!
Servus :-))
5-Aminolävulinsäure
02.03.2008, 10:01
Bei uns sinds immer so ca. 40 Patienten auf der chirurgischen Station, die freundlich betreut werden. ;-)
Kackbratze
02.03.2008, 10:56
Etwa 30 Patienten sind bei mir auf Station. Wenn wir einschieben mehr, wenn gerade mal Platz ist glücklicherweise weniger.
Aber 30 ist der Schnitt.
Man gewöhnt sich an alles.... :-top
45 Patienten unter laufender onkologischer Therapie und noch ca. 20 in der Warteschleife, plus etliche Dutzende in der Nachsorge.
Sie sind aber alle zu 90% ambulant.
Neurologie:
normal bei uns 18, in der aktuellen leider schlechten Besetzung 36.
Soll ichs jetzt wirklich veraten? Krieg dann bestimmt Prügel :-((
12 Patienten für 3 Assis :-dance
Naja, muss aber dazu sagen, dass man nicht nur die Station zu betreuen hat, sondern immer am Tag auch noch eine andere Aufgabe, z.B. ambulante Sprechstunden, wo 20 Patienten nichts sind.
Soll ichs jetzt wirklich veraten? Krieg dann bestimmt Prügel :-((
12 Patienten für 3 Assis :-dance
Naja, muss aber dazu sagen, dass man nicht nur die Station zu betreuen hat, sondern immer am Tag auch noch eine andere Aufgabe, z.B. ambulante Sprechstunden, wo 20 Patienten nichts sind.
Welches Fach?
Orthopädie, aber Kinderstation
Disharmonic
02.03.2008, 19:54
Hm.
Also mein Problem ist v.a., daß ich mit über 20 Patienten nur noch mit Station und Briefen beschäftigt bin - und das länger als in der Regelarbeitszeit.
Mit 15 ginge das und Diagnostik wäre auch noch drin.
Mit 30 könnte ich meinen Job wohl nicht mehr bewerkstelligen.
Was haltet ihr denn für eine gute Zahl?
Ich meine, irgendwo wurde ja auch mal festgelegt, wieviel Teile ein Akkordarbeiter in einer bestimmten Zeit so bewerkstelligen können muß.
Und genauso möchte ich weder jammern, daß es zuviel ist, noch mir ständig weitere Arbeit wie Notaufnahmedienst und so nebenher aufdrücken lassen.
Was muß also ein Innerer-Assi leisten können?
psycho1899
02.03.2008, 19:59
Neurologie 16-18 pro Kopf in ner 38,5 h/W. Finde ich schon grenzwertig, ist ziemliche Fließbandarbeit ohne wirklich Zeit fürs Reflektieren oder ausführlichere Gespräche mit Angehörigen/Patienten.
@abcd, was für eine Klinik? Uni?
Grombühlerin
02.03.2008, 20:11
normal bei uns so 10-18, das kommt sehr drauf an, ob man auf einer großen Station zu zweit oder zu dritt ist oder ob die Chirurgen Bettenmangel haben und ihre Patienten in die Innere legen (was ich sehr begrüße!!)
Wenn der Kollege auf der anderen Stationdhälfte allerdings im frei nach Dienst ist ist man für die Patienten dort auch zuständig. Er macht noch Blutentnahmen und Visite und geht dann heim. Man macht also Aufnahmen, Kurvenvisite nachmittags (naja, neue Befunde anschauen, mehr mach ich nicht!), hängt Blut an und kümmert sich um Notfälle.
Somit ist man dann bei über 20 Patienten (aber zum Glück muss man nicht für alle Briefe schreiben)
Wenn man echt nur Station hätte könnte man sicher 30 Patienten betreuen aber nur Briefe und Visite ist ja auch öde....
Wir sind vormittags alle noch in Funktionen, der Arbeitsanfall dort variiert natürlich stark.
Wenn die Kollegen auf der Notaufnahme oder der von Intensiv Nachtdienst hatte muss irgendwer die am Folgetag auch nebenher vertreten und da eine Notaufnahme meist nicht mal eben "nebenher" betreut werden kann kommt man an solchen Tagen zu gar nichts....
Feuerblick
02.03.2008, 20:38
In der Chirurgie lag der Schnitt bei 30 Patienten, davon 90% alt, schwerkrank und/oder gaga.
In der Ophthalmologie im Schnitt 20 Patienten. Da dürften es gerne noch mehr sein, denn die Visiten sind doch etwas weniger aufwendig... :-nix
trina1081
03.03.2008, 05:16
Ich bin z.ZT. als PJ auf ner Inneren-Station mit 10 Betten und 2 Ärzten :-blush
Hm.
Also mein Problem ist v.a., daß ich mit über 20 Patienten nur noch mit Station und Briefen beschäftigt bin - und das länger als in der Regelarbeitszeit.
Mit 15 ginge das und Diagnostik wäre auch noch drin.
Mit 30 könnte ich meinen Job wohl nicht mehr bewerkstelligen.
Was haltet ihr denn für eine gute Zahl?
Ich meine, irgendwo wurde ja auch mal festgelegt, wieviel Teile ein Akkordarbeiter in einer bestimmten Zeit so bewerkstelligen können muß.
Und genauso möchte ich weder jammern, daß es zuviel ist, noch mir ständig weitere Arbeit wie Notaufnahmedienst und so nebenher aufdrücken lassen.
Was muß also ein Innerer-Assi leisten können?
Ich habe zwar nur Erfahrungen aus PJ und Famulaturen in Innere aber ich habe da auch unterschiedliche Patientenzahlen erlebt und würde sagen 10-15 waren optimal pro Arzt, da er so auch noch Zeit für anderes hatte, mit 20 oder mehr kamen auch erfahrene Ärzte nicht mehr pünktlich raus und Zeit für Funktionen blieb da auch eigentlich nicht mehr. Vor allem, wenn man einige schwierige Fälle hat und alles gründlich machen will.
Aber wie gesagt nur mein Eindruck aus PJ und Famulatur.
alley_cat75
03.03.2008, 12:04
Internistische Station mit 18 Patienten + intermediate CU mit 6 nicht-invasiven Beatmungspatienten + 2-4 ambulante Chemos. Ich finde das machbar; viel hängt von einer guten Zusammenarbeit mit den Pflegekräften ab. So muss ich bei den Chemos lediglich die Flexülen legen und Chemoplan schreiben = 5 min pro Patient. Um die NIV-Patienten kümmern sich 2 Pflegekräfte mit ITS-Erfahrung. Und für die restlichen 18 Patienten gibt es 2 Assis + 1 OA, der auch mitarbeitet. Insgesamt = sehr entspannt.
Persephone
03.03.2008, 13:44
Ich bin auf ner Station mit 15 Patienten + Isopatienten - variiert also vom Patientengut, wieviel mein Kollege und ich schaffen müssen. Der Rest ist mit P-Patienten voll, ist nur doof, wenn keine P's da sind, dann müssen wir die anderen Pat. noch mitbetreuuen. Ich find 10-15 Pat. ziemlich gut, nur 15 Pat. mit 2 Diensten pro Woche ist sch*****, weil man da nix schafft ohne Ü-Stunden.
Alles über 15 ist reine Fliessbandarbeit und hat mich Menschlichkeit nix mehr zu tun (jaja, ich red auch gern mal mit meinen Pat. ;-) ). außerdem kommt man dann nicht mehr in die Funktionen und das macht keinen Spaß mehr!
alley_cat75
03.03.2008, 13:50
Alles über 15 ist reine Fliessbandarbeit und hat mich Menschlichkeit nix mehr zu tun (jaja, ich red auch gern mal mit meinen Pat. ;-) ).
Pauschalisierung. Wenn es überhaupt eine optimale Patientenanzahl gibt, hängt das doch in erster Linie vom Fach ab. 5 Min pro Patient sind in der Inneren wenig, in der Chirurgie viel. ;-) Ich brauche allein für die Visite durchschnittlich 3,5 Stunden, wovon 1 Stunde für die NIV-Patienten weggeht. 2,5 h Visite für 18 Patienten finde ich ordentlich Zeit und ja, ich rede auch gern mit meinen Patienten. Hinzukommt ja noch, dass ich nicht nur während der Visite für sie ansprechbar bin, sondern bis ich die heiligen Hallen verlasse.
Persephone
03.03.2008, 13:54
Wollt keinem zu Nahe treten, und ich hab mich nur auf die Innere bezogen (nagut, hab ich vergessen zu sagen) - wo anders hab ich noch nicht gearbeitet. Außer im PJ und da haben die Neuro-Visiten noch länger gedauert - da war man froh nur 8 Pat. zu haben :-top
@psycho 1899
Offiziell 40h/w, das geht mit einer Station, sprich max. 18 Patienten, wenn der Flur leer ist, ganz gut. Zwei Stationen betreuen zu müssen ist der Horror, da wirklich so gut wie keine Zeit ist für Angehörigengespräche und alles was nicht zwingend notwendig ist muss warten.
Bzgl. BE, Viggos, Kodieren und Untersuchungen anmelden sind wir weitestgehend durch Arzthelferinnen und Kodierfachkräfte entlastet.
Es ist ein Schwerpunkt- und Lehrkrankenhaus. Die Neurologie hat 62 Betten peripher + 8 Betten Stroke Unit + bis zu 6 Betten auf interdisziplinärer Intensivstation gemeinsam mit den Internisten + einige Betten Anzahl wechselnd auf Wahlleistungsebene.
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