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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HPV Impfung trotzdem?



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test
17.03.2008, 23:56
Gibt es Studien dazu, um welchen Faktor eine Kondomanwendung ein Übertragen von HPV verringern kann?

Naja, eine Frau die mit 100 Männern im Leben Verkehr hat, wird sich ein um den Faktor 50 höheres Risiko einer Ansteckung haben, als eine, die nur einen Partner hat, oder? Man sollte wohl wirklich von Risikogruppen sprechen - sicher, Pech gehört auch zum Leben. Gibt auch Nichtraucher, die Lungenkrebs bekommen.

Wie bereits von Keenacat ausgeführt ist die HPV Infektion keine Infektion von "Risikogruppen" sondern sehr weit verbreitet. Von daher ist es Mumpitz diese Impfung auf Risikogruppen beschränken zu wollen, was sich ja auch in der Empfehlung des RKI klar niederschlägt. :-meinung
Man hat ja auch nicht die Pap-Vorsorge bei Frauen nur für Risikopatientinnen eingeführt.

Simone_th
18.03.2008, 12:22
Wie bereits von Keenacat ausgeführt ist die HPV Infektion keine Infektion von "Risikogruppen" sondern sehr weit verbreitet. Von daher ist es Mumpitz diese Impfung auf Risikogruppen beschränken zu wollen, was sich ja auch in der Empfehlung des RKI klar niederschlägt. :-meinung
Man hat ja auch nicht die Pap-Vorsorge bei Frauen nur für Risikopatientinnen eingeführt.

Sorry, ich bezog mich auf Wahrscheinlichkeitsrechnungen mit Kondom, kannte die Studien dazu, das gestehe ich ein, nicht, hätte die Sicherheit des Kondoms höher eingeschätzt, da es aber tatsächlich nur 70% zu sein scheinen, ist das Risiko einer Frau mit einem Sexualpartner theoretisch 14% (bei Kondomanwendung), praktisch viel niedriger, da ich von der Annahme ausgehe, eine Frau, die sich auf einen einzigen Sexualpartner festlegt, dabei keinen wählt, der schon mit zig Frauen Verkehr hatte).

Keenacat
19.03.2008, 09:43
das sind aber doch völlig müßige rechnungen, weil man zu dem zeitpunkt, wo die impfung nötig ist (vor dem ersten verkehr), noch garnicht wissen kann wie sich in zukunft das sexleben dieser frau gestaltet. hellseher gibts nicht.
ein ansteckungsrisiko von 14% fände ich im übrigen immer noch ganz erheblich.

wenn man jetzt davon ausgeht, dass eine sexuell völlig unerfahrene frau mit einem sexuell völlig unerfahrenen mann zusammenkommt und sie ihr leben lang zusammen bleiben, könnte man eventuell auf die impfung verzichten... der realitätsbezug dieser annahme ist allerdings extrem gering. das trifft auf die allerwenigsten menschen zu.

die einzig zulässige schlussfolgerung aus den zahlen ist doch, grundsätzlich alle zu impfen. die stiko hat diesen schluss ja auch gezogen. die angeblichen nebenwirkungen sind ja nun auch schon diskutiert worden. es ist höchst unwahrscheinlich, dass diese impfung mehr nebenwirkungen hat als andere.