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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Pflegepraktikum: Welche Station für den Anfang?



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roger rekless
16.03.2008, 13:20
Whatever. Zivi is halt was anderes, da kann man schonmal im OP landen... beim Pflegepraktikum selbst ist das halt nicht der Sinn der Sache. Ist halt Glück wenn man sowas darf, aber Pflege lernt man halt am Bett und nicht im OP.

Was nett am Praktikum ist: wenn man sich nicht allzu doof anstellt, wird man öfters mal gefragt ob man nicht als Aushilfe dort weiterarbeiten möchte... Das hab ich auch ne Zeit gemacht. 4 mal im Monat arbeiten für 400€ ist schon ein fairer Deal :)

Mr. Moe
16.03.2008, 13:40
Hm, ich glaube du brauchst mir nicht zu erzählen wie man Pflege erlernt, das habe ich selbst zur Genüge getan. Sicher soll man genau das im Pflegepraktikum tun, aber ist es deswegen falsch im Hinblick auf seinen späteren Berufswunsch auch bei der ein oder anderen ärztlichen Tätigkeit die einen interessiert dabei zu sein wenn es die Situation zulässt? Ich kann da nichts verwerfliches dran finden. Den Arbeitsablauf als Zivi/Praktikant auf Station kennt man bereits nach 2 Wochen in und auswendig (Morgendurchgang, Frühstück verteilen, Waschen, Auf Glocken rennen, Aufnahmen machen, Mittagessen verteilen, Mittagsdurchgang etc.), deswegen fand ich es immer nett auch mal ein bisschen Abwechslung zu haben. Das das Pflegepraktikum dagegen keine Famulatur ist, darüber brauchen wir nicht zu reden. Wer sich nur an die Ärzte hängt und sich gegenüber dem Pflegepersonal querstellt ist selber schuld wenn er daraufhin nicht grade die angenehmste Zeit erlebt.

Deine Aussage, dass der Zivildienst auf Station und das Pflegepraktikum sich unterscheiden möchte ich mal anzweifeln. Ich glaube da machst du zu 99% dasselbe, denn auch im Zivildienst bist du den Pflegekräften und nicht den Ärzten unterstellt.

roger rekless
16.03.2008, 13:48
Deine Aussage, dass der Zivildienst auf Station und das Pflegepraktikum sich unterscheiden möchte ich mal anzweifeln.

Meinte ich auch nicht so. Wollte damit sagen dass du Zivi auch als Bettenschieber oder OP-Hilfe etc machen kannst, während die Vorgaben als Pflegeprakti da enger begrenzt sind.



Den Arbeitsablauf als Zivi/Praktikant auf Station kennt man bereits nach 2 Wochen in und auswendig (Morgendurchgang, Frühstück verteilen, Waschen, Auf Glocken rennen, Aufnahmen machen, Mittagessen verteilen, Mittagsdurchgang etc.),


Darum finde ich ja dass 3 Monate viel zu viel sind.



Wer sich nur an die Ärzte hängt und sich gegenüber dem Pflegepersonal querstellt ist selber schuld wenn er daraufhin nicht grade die angenehmste Zeit erlebt.

Ich hatte ne gute Zeit, und wenn ich nicht gut angekommen wäre hätte man mir ja keinen Job da angeboten. Fand die Arbeit halt nur langweilig, das Ambiente selbst war super.

Sirat
16.03.2008, 14:07
4 mal im Monat arbeiten für 400€ ist schon ein fairer Deal :)

Hundert € pro Tag klingt was viel.

Mr. Moe
16.03.2008, 14:11
Meinte ich auch nicht so. Wollte damit sagen dass du Zivi auch als Bettenschieber oder OP-Hilfe etc machen kannst, während die Vorgaben als Pflegeprakti da enger begrenzt sind.

Ja, stimmt. Allerdings kann man sich das soweit ich weiß nicht als Pflegepraktikum anrechnen lassen, im Vergleich zum normalen Stationsdienst.




Darum finde ich ja dass 3 Monate viel zu viel sind.

Da sind wir einer Meinung. 1 Monat wäre ausreichend, 2 vlt. grade noch vertretbar aber 3 sind einfach übertrieben.



Ich hatte ne gute Zeit, und wenn ich nicht gut angekommen wäre hätte man mir ja keinen Job da angeboten. Fand die Arbeit halt nur langweilig, das Ambiente selbst war super.

Das glaub ich, ich hatte meine Aussage auch nicht auf dich bezogen, sondern wollte damit nur sagen, dass mir der Sinn und Zweck des Pflegepraktikums durchaus bewusst ist :)

Hardyle
16.03.2008, 19:55
Ich schließe mich Zack und Gogolina an. Manchmal kann ich auch nicht ganz verstehen, warum so viele Leute es nicht einfach als gegeben hinnehmen und das Ganze mal "neutral" sehen, sondern sich heftigst darüber aufregen müssen.

Meine Meinung ist, dass man definitiv etwas aus dem Pflegepraktikum mitnehmen kann, aber halt nicht, wenn man alles nur negativ sieht! Mit ein Grund für das KPP ist, meiner Meinung nach, die Vernetzung zwischen ärztlichem Handeln und Pflege zu realisieren und einen ersten Einblick zu gewinnen. Da kann dann natürlich auch mal etwas aufregendes wie Visite, VW, OP, Untersuchungen oder Co dazuzählen. Aber dies lässt sich meist nur verwirklichen, wenn die Stationsleitung dem auch zustimmt - wenn man der Mithilfe in der Pflege nicht abgeneigt ist, ist das ein wahrer Vorteil.

Ich mache derzeit ein FSJ und kann nur sagen, je länger man auf einer Station ist, desto mehr darf man machen! In zwei bis vier Wochen kann da noch nicht viel gehen ... aber fragen darf man immer, wobei ihr die bei der Pflege fragen solltet um böses Blut zu vermeiden. Ein Gespräch mit den Assis schließt das ja nicht aus oder mal eine Pause fürs Blutabnehmen zu opfern ...

Nun zurück zum Thema: Ich kann die Chirurgie (speziell die Allgemeinchirurgie) auf alle Fälle weiterempfehlen. Ich finde hier gibt es einen guten Mix aus Pflege, Mobilisation und anderen Maßnahmen (für OP vorbereiten/nachbereiten, OPs an sich, VWs, sehr viele unterschiedliche Diagnostikmethoden die angewandt werden). Das Alter der Pat. reicht hier von 16 bis XXX, was ja auch sehr abwechslungsreich sein kann.
Falls du die ein oder andere Station kennst bzw. dir Statements über Stationen einholen kannst - ich würde klar die Station mit dem "besseren" Team wählen. Ein gutes Team kann die Arbeit echt versüßen.

Xela
16.03.2008, 20:03
Hundert € pro Tag klingt was viel.
hab ich in meinem pflegejob auch bekommen.

Dr. Gonzo
16.03.2008, 21:08
Also ich persönlich kann ja nur die Intensivstation empfehlen, wenn das KH es zulässt. Hab da mein Praktikum gemacht und war sehr zufrieden.
Arbeiten wie Putzen, Schubladen auffüllen usw. gehören natürlich dazu, aber wenn man die aufgetragenen Aufgaben motiviert abarbeitet und sich interessiert zeigt, is einiges drin würd ich sagen.

Vorteil auf der ITS ist halt, dass die Personaldecke doch deutlich dicker ist (3-4 Patienten auf eine Pflegekraft), das Arzt-Pflege-Verhältnis is nochmal n bisschen anders und man hat einfach die Möglichkeit viel mehr zu machen, weil alles quasi unter Aufsicht geht. Bis zum OP/Herzkatheter/etc is auch nicht weit je nach Station, Endoskopien laufen meistens direkt da ab, insgesamt ne runde Sache find ich.

Flauta
16.03.2008, 21:15
Ich hab mit ner HNO angefangen und fand das nicht so schlecht.
Man sah operatives wie nicht-operatives, pädiatrisches, palliative Pat., Routinefälle aber da Max.Versorgung, auch aussergewöhnliches (speziell aus Berlin angereiste Pat. zur Op, da unser CA der einzige deutschlandweit war, der sich rangetraut hat...).
Einblicke in Phoniatrie, Mitlaufen zur Anä-Besprechung mit gehbehinderten Pat. ins Haupthaus, Einblicke in die Zahnklinik, Chir. Intensiv.....
War vielgefächerter als zunächst befürchtet....

sodbrennen
17.03.2008, 14:36
Flauta, studierst du jetzt doch Medizin bzw. magst es tun? :-wow

bananenmann
17.03.2008, 15:56
meine erste Station war damals auf der Ophthalmologie. eine gute Wahl, wie sich herausstellte. war damals noch kein Student. ein weiteres Pflegepraktikum machte ich dann schon als Student auf einer internistischen Station. das war zwar ganz ok, aber auf der Augenstation war es doch angenehmer. Meiner Meinung nach solltest du dir die Station aussuchen auf der man am wenigsten zu tun hat. das war eindeutig auf der Ophthalmologie. denn sind wir mal ehrlich: wer fragt denn später noch wo man sein Pflegepraktikum gemacht hat?

Schimmelschaf
17.03.2008, 16:13
Wobei so ein paar pflegerische Handgriffe (Mobilisation, etc.) ganz nützlich sein können.

Coxy-Baby
17.03.2008, 16:16
meine erste Station war damals auf der Ophthalmologie. eine gute Wahl, wie sich herausstellte. war damals noch kein Student. ein weiteres Pflegepraktikum machte ich dann schon als Student auf einer internistischen Station. das war zwar ganz ok, aber auf der Augenstation war es doch angenehmer. Meiner Meinung nach solltest du dir die Station aussuchen auf der man am wenigsten zu tun hat. das war eindeutig auf der Ophthalmologie. denn sind wir mal ehrlich: wer fragt denn später noch wo man sein Pflegepraktikum gemacht hat?

Wie wärs mit einer Station die einen interessiert, weil man vielleicht
später mal in die Richtung will??

Books
17.03.2008, 19:39
Erste Station fürs Pflegepraktikum? Hmm?

Da könnte man 2 Entscheidungshilfen geben:
1. Welche Station ist an dem Haus gut? Was sagen den die anderen Studenten?
Besser auf einem weniger interssanten Gebiet arbeiten in einem guten Team :-) als auf einem schönen Fachgebiet mit einem schlechtem Team, meiner Meinung gerade am Anfang wichtig das man sich nicht verloren vorkommt!

2. Was liegt mir? Manche mögen Innere, andere eher Verbände in der Chirurgie.

Und das Kommentar kann ich mir leider nicht verkneifen, Dr.Gonzo, (weiß jetzt natürlich nicht wo du gearbeitet hast) aber auf so eine richtig große Intensivstationen (wie sie die großen kommunalen Häuser haben, und sicher auch die der Uni-KHs) würde ich für den Anfang nicht empfehlen, das ist zu viel und von einem typischen Krankenhausalltag habe ich jedenfalls noch nie was gesehen :-? .

CYP21B
17.03.2008, 19:42
Ich schließe mich Zack und Gogolina an. Manchmal kann ich auch nicht ganz verstehen, warum so viele Leute es nicht einfach als gegeben hinnehmen und das Ganze mal "neutral" sehen, sondern sich heftigst darüber aufregen müssen.

Meine Meinung ist, dass man definitiv etwas aus dem Pflegepraktikum mitnehmen kann, aber halt nicht, wenn man alles nur negativ sieht! Mit ein Grund für das KPP ist, meiner Meinung nach, die Vernetzung zwischen ärztlichem Handeln und Pflege zu realisieren und einen ersten Einblick zu gewinnen. Da kann dann natürlich auch mal etwas aufregendes wie Visite, VW, OP, Untersuchungen oder Co dazuzählen. Aber dies lässt sich meist nur verwirklichen, wenn die Stationsleitung dem auch zustimmt - wenn man der Mithilfe in der Pflege nicht abgeneigt ist, ist das ein wahrer Vorteil. [...]

Für mich ist das mit dem "überlangen" Pflegepraktikum schlicht und einfach eine Geldfrage. Dadurch das es 3 Monate dauert konnte ich einen Sommer nicht arbeiten. Das macht ein fettes minus.

Ich denke nicht, dass das Praktikum gänzlich sinnlos ist. Es ist schon nicht schlecht als Einstieg um erste Einblicke zu gewinnen und eben die Pflege kennen zu lernen. Aber ganz ehrlich nach 2 Wochen kam bei mir nicht mehr viel neues dazu, und ich durfte da schon mehr als bei einem Standard-KPP.

Meiner Meinung nach bringt das was über einen Monat hinausgeht nicht mehr soviel neue Erkenntnisse etc, zumindest das was den eigentlichen Zweck des KPPs an belangt.

Mit dem Argument dass man erst nach längerer Zeit "verantwortungsvollere" Tätigkeiten ausüben darf stimme ich auch nicht so ganz überein. Ich denke das gibt es vor allem zwei limitierende Faktoren. Es gibt Stationen da kommt man über die Grundtätigkeiten nicht hinaus egal wie gut man sich anstellt weil es da einfach so Gang und Gebe ist. Bzw. wenn man sich in einer "anderen" Station "doof" anstellt wird man sicherlich auch nichts machen dürfen.

Insgesamt ist es nicht so dass ich das KPP grund schlecht finde. Allerdings ist der Zeitaufwand schon immens.

Doctöse
17.03.2008, 20:01
@n00b: schön gesagt :-)

Ich geb auch nochmal kurz meinen Senf dazu. Letztendlich ist es wurscht, wo man das KPP macht, solange es anerkannt wird. Wir wollen Ärzte werden und nicht in die Pflege. Respekt vor dem Pflegepersonal kann man auch ohne dieses Praktikum haben, das kommt in erster Linie von der guten Kinderstube und nicht davon, dass man irgendwo 3 Monate lang rumgepflegt hat. :-meinung

Ich war einen Monat auf der Inneren, das war extrem schei$$e, was am unfreundlichen Personal und dessen teilweise menschengefährdenden Aktionen lag (habe die Klinik wirkungsvoll angeschwärzt).

Zwei weitere Monate war ich in einer anderen Klinik auf der operativen Intensivstation. Meiner Meinung nach mit die zwei besten Monate, die ich je in einer Klinik verbracht habe. Das lag nicht zuletzt an den vielen Tätigkeiten, die ich neben der Pflege machen durfte. Kurz gesagt, bei 10 Patienten war man auch irgendwann mit dem Waschen fertig, meist machte man das eh zu zweit oder der Nachtdienst hatte schonmal vorgearbeitet. So durfte ich dann eben Blut aus arteriellen Zugängen und dem ZVK abnehmen, was später auch ganz hilfreich sein kann, wenn mans mal gemacht hat. Man hat mich bronchoskopieren lassen, es gab Verbandswechsel, etc. Kurzum, ich hab viel gelernt, auch viel zur Physiologie, über Beatmungsmaschinen und wie man gescheit an den Überwachungsgeräten rumschraubt :-))
Ich profitiere heute noch von der Zeit auf der ITS. Ich würde auf jeden Fall dazu raten, auf eine solche Station zu gehen, da man dort viel lernen kann und eben nicht nur rein pflegerisch sondern auch bissel mehr medizinisch tätig ist, als peripher.

Hardyle
17.03.2008, 20:51
Für mich ist das mit dem "überlangen" Pflegepraktikum schlicht und einfach eine Geldfrage. Dadurch das es 3 Monate dauert konnte ich einen Sommer nicht arbeiten. Das macht ein fettes minus.Da gebe ich dir auf alle Fälle recht! Das war ein Grund dafür, dass ich mich dafür entschieden habe ein FSJ zu machen, denn so werde ich wenigstens etwas dafür entlohnt und habe es schon vor dem Studium weg um die Sem.ferien zum Jobben zu nutzen!
Aber die Geldfrage ist hier ja eine andere ...

Ich frage mich eh, warum solche Praktika nicht wenigstens minimal entlohnt werden, da wir ja teils Vollzeit beschäftigt sind!

Schimmelschaf
17.03.2008, 20:53
Macht das KPP in der Schweiz, dafür wird man bezahlt (m.E. sogar sehr gut).

Hardyle
17.03.2008, 20:54
@Schimmelschaf: Für die Famulatur auch? Ich würde dort dann mal eine Fam. oder ein Teil des PJ machen, wenn sich etwas ergibt.

Rubilein
18.03.2008, 15:53
Whatever. Zivi is halt was anderes, da kann man schonmal im OP landen... beim Pflegepraktikum selbst ist das halt nicht der Sinn der Sache. Ist halt Glück wenn man sowas darf, aber Pflege lernt man halt am Bett und nicht im OP.

Was nett am Praktikum ist: wenn man sich nicht allzu doof anstellt, wird man öfters mal gefragt ob man nicht als Aushilfe dort weiterarbeiten möchte... Das hab ich auch ne Zeit gemacht. 4 mal im Monat arbeiten für 400€ ist schon ein fairer Deal :)Das wäre zu schön -,,- Nur leider stellen vor allem kleinere Häuser heute fast keine Aushilfen mehr ein :( :(