Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : blasenentzündung-vorbeugen?
Ehemaliger User 02082011
20.03.2008, 17:52
@ Test:
Mir ist so, als wäre bei veg. Ernährung der Urin alkalisch und eben nicht sauer und hierdurch könne es zu vermehrten Infektionen kommen auf Grund der Verschiebung des Milieus?
b.
@ Test:
Mir ist so, als wäre bei veg. Ernährung der Urin alkalisch und eben nicht sauer und hierdurch könne es zu vermehrten Infektionen kommen auf Grund der Verschiebung des Milieus?
b.
Das kann ich definitiv NICHT bestätigen. Habe mich 14 Jahre lang vegetarisch ernährt. Im Physio-Nierenpraktikum war ich eine der "auserwählten", deren Urin untersucht werden sollte. Die haben nicht schlecht gestaunt über meinen dermaßen niedrigen PH-Wert :-))
Ich kann mich übrigens nicht dran erinnern, mal eine Blasenentzündung gehabt zu haben.
Ehemaliger User 02082011
20.03.2008, 18:39
Hallo allerseits,
zwecks Klärung der Umstände, hab jetzt mal nachgeschlagen im Herold 2004, S -508:
" saurer Urin: bei fleischreicher Kost, bei Azidose u.s.w.
alkalischer Urin: bei veg. Kost, sekundär , wenn der Urin zu lange gestanden hat, bei Harnwegsinfekten mit ammoniakbildenden Keimen, bei Alkalose"
Mensch, der Herold hat noch mehr Rechtschreibfehler als meiner-einer. Und es reicht sogar für ein Buch LOL.
@ doctöse: Vielleicht schreibst Du mal, was du so ist, denn dann wäre es ja eine Möglichkeit, den Urin anzusäuern. Es erscheint mir ja gerad so, als würdest Du eklatant etw. anderes essen als andere Vegetarier.
Man könnte jetzt voll tolle Experiemente starten und eine Therapieoption entwickeln für Vegetarier mit häufigen Blasenentzündungen, in dem man ein wenig an seinem Essensplan rumfeilt. (allerdings schlecht, wenn wir Arzt sind, dann kommen sie uns nicht mehr als geplagte Pat. besuchen...).
schönen abend allerseits.
b.
Hm, ich hab als Vegetarier nicht wirklich aussergewöhnlich gefuttert. Aber schon sehr gesundes Zeug, viel Obst und Gemüse, Müsli, viele Milchprodukte, bissel Nudeln und Brot. Trotzdem hatte mein Urin einen PH-Wert von unter 4. :-nix Ich kanns mir nicht erklären. :-nix
Aber dafür hab ich auch NIE Blasenentzündungen gehabt :-)
Doktor_No
20.03.2008, 19:02
das habe ich von der seite http://www.nwzg.de/35NWzG_12_2006.php:
Cranberries (Preiselbeeren)
Für die entzündungshemmende Wirkung werden in erster Linie die besonderen Gerbstoffe (Proanthocyanidine) der Beeren verantwortlich gemacht. Diese sind in den Cranberries (Vaccinium macrocarpon) in höherer Konzentration anzutreffen als in der europäischen Variante – es ist daher nicht verwunderlich, dass für die vielen wissenschaftlichen Untersuchungen, die zum Wirksamkeitsnachweis der roten Beeren in den vergangenen Jahrzehnten unternommen wurden, eben jene amerikanische Spezies zum Einsatz kam.
Die Fähigkeit der Cranberries, freie Radikale abzufangen ist, im Vergleich zu vielen anderen Obstsorten und auch im Vergleich zu anderen Radikalfängern (z. B. Vitamine C und E), deutlich höher ausgeprägt.
Entzündliche Harnwegsinfekte und Reizblase
– dagegen ist ein Kraut gewachsen
So richtig in den Brennpunkt des medizinischen Interesses ist das Heidekrautgewächs bzw. seine Früchte aber erst in den vergangenen Jahrzehnten gerückt. Finnische und amerikanische Untersuchungen haben sich mit der Wirkung der amerikanischen Preiselbeere (Cranberry) vor allem bei Harnwegsinfekten befasst und erstaunliche Ergebnisse zu Tage befördert, die in anerkannten medizinischen Fachblättern veröffentlicht wurden. So wurde beispielsweise in einer Studie mit Frauen beobachtet, dass der Konsum eines Cranberry-Fruchtsaftgetränkes über einen Zeitraum von 6 Monaten das Risiko für wiederkehrende Harnwegsinfekte um etwa 50% senkt.
Auch bei Reizblasenbeschwerden, die durch einen häufigen Harndrang charakterisiert sind oder Harninkontinenz (unfreiwilliger Harnabgang) kann die Cranberry hilfreich sein. Die vorliegenden klinischen Studien haben dazu geführt, dass das Cochrane Institute (ein Internationales Netzwerk aus Wissenschaftlern und Ärzten) den vorbeugenden Nutzen der Cranberries bei Harnwegsinfektionen als ausreichend belegt ansieht.
Cranberries behindern die Ausbreitung krankmachender Keime
In den meisten Fällen befallen Keime (z. B. E.coli) den Harntrakt, die über die Harnröhre einwandern und zur Entzündung der Blase (und des Nierenbeckens) führen können. Die krankmachenden Bakterien „hängen“ sich mit Hilfe von Haken oder Fäden an die Blasenschleimhaut und vermehren sich dort wie in einem Brutkasten. Die körpereigene Abwehr ist überfordert und schafft es, trotz der eingeleiteten Entzündungsreaktion, nicht mehr der Eindringlinge Herr zu werden. Häufig müssen daher Antibiotika zum Einsatz kommen.
Inzwischen hat man den Wirkmechanismus der Cranberries aufklären können. Die im Saft enthaltenen Gerbstoffe hindern die Bakterien am „Ausfahren“ ihrer Fäden und Haken und lassen durch diesen „Antiklett-Effekt“ den krankmachenden Keimen keine Chance für eine Ansiedlung und Vermehrung im Harnwegstrakt. Derzeit liegen eine Reihe von Studien vor, welche die „antiadhäsive“ Wirkung der Cranberries und die Schutzwirkung vor Blasenentzündungen untermauern. In einer neu veröffentlichten Studie (2006) mit Teilnehmern, die Cranberrysaft zum Abendessen erhielten, konnte im Morgenurin der Saftkonsumenten (im Vergleich zu Placebo) in einem Testsystem mit verschiedenen E.coli-Stämmen und Blasenschleimhautzellen der „Antikletteffekt“ gegen die krankmachenden Bakterien bestätigt werden. Dabei waren auch solche Bakterienstämme getestet worden, die gegen gängige Antibiotika resistent waren. Auch in diesen Fällen konnte die antiadhäsive Wirkung des Cranberry-Saftes beobachtet werden.
das hier von der seite: http://www.arznei-telegramm.de/html/1998_12/9812112_01.html
Über epidemiologische Hinweise hinaus sind die klinischen Belege für eine vorbeugende Wirkung der auch in Laienmedien propagierten nordamerikanischen Preiselbeeren (Cranberries) mager. In einer randomisierten Interventionsstudie nehmen Bakteriurien zwar ab. Die bislang einzige kontrollierte Studie, in der der Schutz vor rezidivierenden Infekten geprüft wird, hat jedoch eine Drop-out-Rate von knapp 50% (9 Frauen) bei einer ohnehin sehr kleinen Teilnehmerzahl von 19. Stand: 1998
das hier von der seite der EUA: http://www.uroweb.org/search/
Female urinary tract infections State-of-the-art l...
... pay attention to hygiene, use as few antibiotics as possible and …. eat cranberries. In Veronika Gengs experience, it helps to drink 300 ml cranberry juice a day. Cranberries have an antiadhesive effect on Escherichia coli, making it unable to clamp to the bladder wall. The effect lasts for about 10 hours, therefore a twice daily dosage should be sufficient.
und übrigens: der saft schmeckt super!!! allerdings haben die dinger viel CaOx und leisten damit der nephrolithiasis vorschub ;-)
@ Test:
Mir ist so, als wäre bei veg. Ernährung der Urin alkalisch und eben nicht sauer und hierdurch könne es zu vermehrten Infektionen kommen auf Grund der Verschiebung des Milieus?
b.
jo stimmt ist umgekehrt.
Ich bin mir nicht sicher, ob der ph Wert des Urins wirklich erwiesenermaßen eine Infektion begünstigen oder verhindern kann?? BIsher hat dazu ja niemand eine sichere Quelle gegeben, ich denke, dass das eher nur Hörensagen ist. :-nix Oder weiß da jemand genaueres?
:-nix Ich kanns mir nicht erklären. :-nix
Und das, wo Du ansonsten völlig normkonform und durchsschnittlich bist ;-)
Doktor_No
21.03.2008, 11:14
ich kenne die urin-pH-metrie bisher auch nur von der lithiasis. der vaginal-pH (döderlein) spielt allerdings eine rolle.
zahnmedizina
21.03.2008, 12:22
Sorry, nicht bös gemeint... aber das ist ne typische Zahnmedizinerfrage :D Bitte nicht böse sein, aber ich konnt es mir nicht verkneifen :-)) :-angel :-angel
LOL also erstens täuscht mein Name ich bin durchaus Humani, das is noch aus der Zeit wo ich mich nicht entscheiden konnte :)
außerdem dachte ich mit dem :-keks dahinter ist klar, dass das nicht ganz ernst gemeint war.
Aber mit den ganzen anderen Antworten die gekommen sind war ja meine Frage gar nicht so dumm nachdem ja anscheinend wirklich der pH Wert für die Wirkung doch keine Rolle spielen soll. Hätte mich auch gewundert wie ein bischen Saft gleich den ganzen pH Wert verändert. Vor allem könnte man ja dann wirklich einfach ein saftiges Steak essen und auch hoffen dass der pH niedriger wird.
Also insgesamt kann mans ja mit dem Saft versuchen, schadet bestimmt nciht. Gibts den bei uns überhaupt?
Doktor_No
21.03.2008, 16:32
in jedem besseren supermarkt
Anne1970
21.03.2008, 16:47
Habe noch "Echte Goldrute " gefunden. Soll angeblich desinfizierend wirken.
Aber ehrlich:wenn ich mal (selten) eine Honeymooncystitis habe: sofort 2 Tabl. Cotrim forte (vom Arzt verschrieben, selbstredend), schon ist es fort ...(ist schon klar, dass man sich nicht ständig mit Antibiotika vollpumpen sollte), die Schmerzen sind dann nach ner 3/4 h verschwunden.
Gute Besserung (vor allem für Deine Abwehrkräfte, "mach mal ne Frühjahrs-Löwenzahnkur", würde meine Oma sagen)
Keenacat
21.03.2008, 16:50
nur im das mal kurz gerade zu rücken:
den ph des urins zu senken wird durchaus empfohlen zur vorbeugung von hwis. das cranberries anscheinend einen benefit über die ph-senkung hinaus haben (eben durch die hemmung der biofilmbildung), bedeutet ja noch lange nicht, dass die ph-senkung irrelevant wäre. :-D
die meisten ambulanten hwis sind meines wissens durch e.coli verursacht, und e.coli als darmbakterium findet ein saures milieu total blöd.
regelmäßig vitamin-c-reiche säfte zu trinken säuert den urin an, weil das zeug, soweit nicht benötigt, über die niere rausgeschmissen wird.
doctöse: viel vitamin-c-reiches obst und gemüse tut dasselbe. :-winky
man kann auch methionin-präparate speziell zum ansäuern des urins bekommen.
Doktor_No
21.03.2008, 19:46
den ph des urins zu senken wird durchaus empfohlen zur vorbeugung von hwis.
wenn der pH nicht ok ist jawohl, ansonsten eher kritisch zu bewerten.
noch zu den cranberries:
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