PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Grundfragen



Seiten : 1 [2]

Dr.Dolor
27.09.2002, 13:21
Airmaria verfolgt mich :-))
Du kommentierst ja jedes meiner Postings - ist natürlich nicht weiter wild... Also, nochmal zum "Wadenbeisser": Du darfst nie von Dir auf andere schliessen und für einen überwiegenden Grossteil der Leute ist das Studium eben KEIN Spaziergang. Und um fehlgeleitete Illusionen gleich aufzugreifen: Schule bietet keinen Vergleich zum MedStudium; gerade WEIL man alle Freiheiten geniesst und gleichzeitig eine Menge Le(h)rkörper hat die offenbar nix lieber tun als den Weg so steinig wie möglich zu gestalten muss man oftmals ein dickes Fell, viel Motivation und einiges an Kraft aufbringen, um sich durchzukämpfen.

Das mag für Einzelfälle ganz anders sein, easy und grazil wie eine Gazelle tänzeln manche auch geradezu durch´s Studium, trotzdem: Den unentschlossenen zukünftigen MedStudierenden sollte mein Kommentar ein Hinweis sein, dass man zwar keine Angst vor dem Studium haben sollte aber gleichzeitig auch einige allgemeine Schwierigkeiten aufgezeigt bekommt.
Ich wäre der letzte, der vom MedStudium abrät, aber es ist kein Studium für jeden. Und die angeblichen Voraussetzungen (Superschlau, Latinum, nur lernen, nie Freizeit, Arroganz) treffen eben nur bedingt zu bzw. sollten ersetzt werden durch realistischere Voraussetzungen. Die werden natürlich subjektiv empfunden, aber das o.g. ist eben mein Eindruck.

Gruss, Daniel.

airmaria
27.09.2002, 16:54
Hallo Dolor!
Ich verfolg Dich doch net! Wahrscheinlich finden wir nur die gleichen Threads interessant... auf eine andere Art vielleicht, aber immerhin.
Es is natürlich kein Spaziergang und man sollte es net zu locker nehmen... abba auch net zu ernst!
Vielleicht am Anfang zur Sicherheit ein bissle mehr abbrennen und dann aber, wenn man die Lage richtig einschätzen kann, bis auf das gewünschte Aufwand/Nutzen-Level runterschrauben...
Und wie gesagt: wenn man nette Leute kennenlernt, erspart man sich viel Arbeit (Listeneintragungen..... Unterschriften *g* ...)

Grüße. "Mary" airmaria

Dr.Dolor
27.09.2002, 18:14
:-meinung

Kann ich nur zustimmen. Teamwork ist superwichtig, es gibt ca. 1 Mio. Listen und Unterschriften, die zu beachten sind - da sind KommilitonInnen überlebensnotwendig.
Und ich glaube, das hochtourige Anfahren in den ersten zwei/drei Semestern kommt von ganz alleine - ebenso wie das Bremsmanöver ´nach dem Physikum, dem Leerlauf im zweiten klinischen Abschnitt und dem ausrollen im PJ. Mit einem Minimum ein Maximum erreichen!

Gruss und schönes Wochenende zusammen,
Daniel.

Patricia
29.09.2002, 11:42
Hallo, Dr. Dolor!

Tut mir leid, wenn ich etwas schnell geschossen habe. Ich war an dem Abend ein wenig gereizt und als ich Bettinas Beitrag gelesen habe.... Du hast ja selbst geschrieben, dass es fahrlässig sei, so ein Posting von vornherein als Fake abzutun.
Vielleicht weil ich es aus anderen Foren gewöhnt bin, dass jedes Posting erst mal ernst genommen wird, es sei denn, es kommt von einem Absender, der hier mehr oder weniger von vornherein in die "area faecalis" verbannt wird. Egal, ob grammatisch richtig oder nicht. Natürlich gebietet der gute Ton und die Höflichkeit (für mich zumindest) dass man sein Posting noch mal durchliest und die gröbsten Klötze irgendwie ausmerzt. Ich bin da vom WWW im Allgemeinen vielleicht ein wenig hart im Nehmen, was den Umgang mit Rechtschreibung und Satzbau angeht. Dass aber gleich so scharf darauf reagiert und auf die inhaltliche Problematik desjenigen, der (zugegebenermaßen "unselig") gepostet hat, überhaupt nicht eingegangen wurde, empfinde ich doch immer noch als ignorant.
Später als Arzt kann ich jemanden, der sich (warum auch immer) nur sehr undeutlich verständlich machen kann auch nicht sagen: "Lern erst mal deutsch / lern erst mal vernünftig reden, dann überlege ich mir, ob Deine Problematik es wert ist, dass ich mich mit Deiner Wortmeldung/Deinem Anliegen weiter beschäftige." Und so stellte sich z.B. Bettinas Posting für mich dar. Nennst Du das nicht ignorant?
Wie gesagt, es tut mir leid, wenn ich mich im Tonfall oder in der Wortwahl vergriffen haben sollte. Hoffe, diese Richtigstellung erklärt mein oberes Posting.


Dunkle Grüße

Patricia

PEACEKEEPER
29.09.2002, 13:04
Original geschrieben von Dr.Dolor
:-meinung

Kann ich nur zustimmen. Teamwork ist superwichtig, es gibt ca. 1 Mio. Listen und Unterschriften, die zu beachten sind - da sind KommilitonInnen überlebensnotwendig.


Das stimmt, nur hab ich leider die Erfahrung gemacht, dass es doch viele als Einzelkämpfer versuchen, und von Solidarität bzw. Kollegialität noch nie etwas gehört haben. Leider! Manchmal hatte ich den Eindruck, dass manchen von meinen lieben Komolitonen es regelrecht darauf angelegt haben, andere in die Pfanne zu hauen. Dieses vermeintlich elitäre Gehabe von so manchen Leuten kotzt mich einfach nur noch an.
Zum Glück gibt es ja auch immer ein Haufen netter Leute, mit denen man viel Spass haben kann.....

Grüsse

Lion
29.09.2002, 13:52
Hi,

komisch, Berichte über elitäre, arrogante, hinterfotz*** Kollegen habe ich hier schon öfter gelesen. Habe ich bislang (zum Glück) noch keinerlei schlechte Erfahrungen gemacht. Vielleicht weil ich mir da recht frühzeitig eine gewisse Vorsicht angewöhnt habe. Jedenfalls suche ich mir die Menschen schon ziemlich genau aus, denen ich dann wirklich vertraue. Aber macht das nicht jeder? Ich meine, wer jedem vertraut, nur weil er das gleiche Fach studiert und evt. mal Arzt wird ist doch ziemlich naiv und weltfremd, oder?

Allerdings habe ich in der Beziehung in anderen Gebieten meine Lehre erhalten. Der Spruch: "So wie man in den Wald hineinruft,...." klingt zwar nett, ist aber leider bei weitem nicht universell einsetzbar.

Würde mich aber doch mal interessieren, was ihr da konkret für schlechte Erfahrungen gemacht habt. Habe zwar schon des öfteren von so bösen Menschen gehört, aber kaum Beispiele.

Schöne Grüße,
Maximilian

Sethor
15.09.2003, 10:31
Hallo,

auch ich bin neu in diesem Forum. Hinzu kommt, dass ich mit einem 3,2er ABI dem Threadersteller wohl recht nahe komme ;-)

Ich habe das Gefühl, das alle postings von Medizinstudenten kommen, von denen die wenigsten eine wirklich fachliche Aussagekraft bezüglich der Ausbildung zum Krankenpfleger haben.

Ich habe mich für das Medizinstudium nach meinem ABI beworben. Schnell stellte sich heraus, dass ich eine etwas "längere" Wartezeit haben würde :-D
Dementsprechend habe ich mich informiert und habe die Ausbildung zum Rettungsassistenten angefange, die ich mittlerweile mit einem Durchschnitt von 1,3 bestanden habe.
Und eines kann man mir glauben. Diese Ausbildung ist schwieriger als die präklinischen Semester der Medizin....ich habe Freunde die Medizin studieren und dies selber gesagt haben ;-)

Der Inhalt der Ausbildung fängt bei Anatomie an, die bis in den Kleinstaufbau verschiedener Organe (Bsp.: Bowman'sche Kapsel Niere), über das Skelett führt (ok ok hier fehlen die Foramen, etc *g*).
Weiterer Ausbildungsinhalt waren auch Physik, Biologie und Chemie und hierauf folgend Pharmakologie und Stoffwechselvorgänge im Körper. Diese Themen wurden ebenfalls explizit durchgenommen (Wirkung verschiedener Medikamente an welchen Rezeptoren; Blutdruckregulation über den Renin-Angiotensin-Aldosteronhaushalt, etc.)
Nun folgte die Krankheitslehre. Internistische und chirurgische Krankheiten/Unfälle aus jedem klinischen Bereich wurden behandelt und "praktische" Fähigkeiten wie die Intubation oder Zugänge legen geübt.
Nebenbei mussten Praktika in Krankenhäusern und im Rettungsdienst abgeleistet werden.

Das Abitur hat mir hier in so fern geholfen, als dass ich eine schnelle Auffassungsgabe hatte und die Theorie schnell verständlich war.
Diese Ausbildung, oder die Ausbildung zum Krankenpfleger wird dir natürlich nicht Helfen, wenn es um das Auswendig lernen kleinster anatomischer Strukturen geht, jedoch wirst Du sicherlich in der Klinik einigen Vorsprung haben und es leichter haben, Dich am/im Körper zu orientieren, da auch Fachtermini Ausbildungsthema war.

Ich habe schon Famulanten/PJler gesehen, bei denen sich meine Fussnägel gekringelt haben, da sie fünf Zugänge hintereinander paravenös legen :-D oder die einfach nicht auf den Patienten eingehen....aber wahrscheinlich waren sie grammatikalische Genies :-lesen
Hier aber eine Betonung darauf, das es solche und solche gibt. Es gibt auch gute Famulanten/PJler die etwas von ihrem Job verstehen.

Worauf ich eigentlich zu sprechen kommen möchte:
Wenn Du diesen schwierigen Weg beschreiten willst und vollkommen dahinter stehst, so rate ich Dir diesen auch zu beschreiten. Die Ausbildung zum Krankenpfleger gibt Dir einen gewissen Einblick in die Medizin und handwerkliche Tätigkeiten in diese Feld.

Gruss
Sethor

PS.: Hizu kommt, das Du die Praktika anerkennen lassen kannst und somit in Deinen Semesterferien wichtigeres machen kannst *g*

[Ein guter Mensch ist immer ein Anfänger - Marcus Valerius Martialis]

leines
15.09.2003, 10:53
Hallo,

ich bin heute auch erstmals in diesem Forum. ich habe dieses Jahr mein Abi mit 2,6 bestanden und möchte unbedingt Medizin studieren.
Mir wurde gesagt, dass ich über ein Mineralogiestudium quereinsteigen kann. Hab aber keine Ahnung ob das so schlau ist. Sollte ich vielleicht doch lieber erstmal eine Ausbildung als MTA oder so machen? Würde mich freuen wenn mir jemand einen Tipp geben könnte.