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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studeienganwechsel?



Ora
16.04.2008, 13:57
Hallo,
ich weiß bald steht das Hammerexamen an. Oh man ich wünsche euch allen viel viel Kraft und das nötige Glück!
Diesen beitrag habe ich schon in dem Forum "Studienbeginner" geschrieben aber ich brauch noch unbeding den Rat von Studenten die schon weiter im Studium sind. Ich würde mich freuen wenn einer von euch die Zeit findet mir zu Helfen den Knoten in meinem Kopf zu lösen.
ich hatte als Kind immer den Traum irgendwann mal Ärztin zu werden. Mich hat die Medizin immer schon fasziniert. Erst in der Oberstufe kamen Zweifel auf. Plötzlich habe ich mich genauso für den Lehrerberuf interessiert, da ich viel Nachhilfe gegeben und an der Grundschule Sprachhilfe für ausländische Kinder unterrichtet habe. Beides hat mir sehr viel Spaß gemacht. ich muss zugeben ich bin auch etwas vorbelastet was den Lehrerberuf angeht. Meine Schwester, ihr Freund und auch mein Freund studieren alle auf Lehramt.
Ich habe letztes Jahr mein Abi bestanden und danach einen Teil meines Pflegedienstpraktikums auf einer Kinderstation gemacht. Irgendwie habe ich da gemerkt das ich eigentlich nicht Ärztin werden will.Ich habe dies "Berufung" von der alle immer reden nicht gespürt. Ich weiß nicht genau warum aber es ist so ein Gefühl das ich nicht Ärztin werden möchte. ich leide zu sehr mit den Patienten mit und kann deshalb glaub ich keine schmerzhaften Untersuchungen durchführen.

Ich hatte mich bereits für Bio und Chemie auf Lehramt eingeschrieben als ich den ZVS Bescheid bekommen habe. Ich hab mich dann für ein Medizinstudim entschieden. ich wollte meine einmalige Chance nutzen.

Mitlerweile habe ich das erste Semester erfolgreich bestanden und es hat mir trotz Lernstress Spaß gemacht. Aber ich will immernoch nicht Ärztin werden. Was soll ich tun? Soll ich zum Wintersemester auf Lehramt wechseln oder weiter machen? Wie gesagt es interessiert mich fast alles im Medizinstudium zumindest bis jetzt in der Vorklinik. Ich kann mir nicht vorstellen das ein Bio und Chemie Studium so interessant ist. Nur ich weiß sicher, dass ich nicht Ärztin werden will. Welche anderen interessanten Möglichkeiten gibt es nach einem Medizinstudium? Meine größte Sorge im Medizinstudium sind die Krankenhauspraktika und das PJ. Meine Unsicherheit belastet mich sehr deshalb würde ich mich freuen wenn ich ein paar Meinungen/Erfahrungen von Studenten der Klinik lesen könnte.
liebe Grüße und nochmal viel Erfolg!!!

wildcoyote
16.04.2008, 14:01
mach dir keinen kopf, die zweifel hat jeder mal gehabt...ich hatte auch einen studienplatz n der HdK, den ich dann zugunsten von medizin abgelehnt hab... :-stud

s_emair
16.04.2008, 14:33
Hallo!

Wenn Du schreibst, dass Du nicht Ärztin werden möchtest, dann würde ich es auch nicht machen!

Ich denke, dass wenn Du sonst eh Bio und Chemie auf Lehramt studiert hättest, dann liegt Dir die Vorklinik bestimmt recht gut.

Allerdings denke ich, solltest Du bedenken, dass Du dann später mal 30-40 Jahre in der Klinik / Praxis stehen wirst und Patienten - mit denen Du ja anscheinend so mitleidest - Diagnosen (Krebserkrankung, Fehlgeburt etc. ) mitteilen musst.

Da würde ich einhaken und mir überlegen, ob ich das möchte.

Was mein Vorredner geschrieben hat, kann ich nicht so ganz unterschreiben. Er schreibt ja so, dass jeder mal gezweifelt hat im Verlauf seines Studiums und einfach weitermachen sollte.

Meiner Ansicht nach zweifelst Du aber generell an dem Fach Medizin.

Bei mir war das so: Ich hab auch schon Zeiten gehabt, wo ich mich überfordert gefühlt habe und am liebsten alles hingeschmissen hätte. Aber in mir war immer der Wunsch, dass ich dieses Medizinstudium machen möchte, das ich das durchziehen will. Und das hat mir dann Kraft gegeben auch in den beschissensten Situationen einfach weiter durchzuhalten. Da war irgendwie so eine unerschütterliche Basis in mir.

Ich würds mir gut überlegen. Ich will Dir das Medizinstudium ja auf keinen Fall ausreden. Ich denke nur, dass wenn Du wechseln möchtest, dann je früher desto besser.

Ich würd vielleicht noch bisschen weiterstudieren und dann auch bei den Praktika / Famulaturen kucken, ob Dir das liegt.

Weiterzustudieren mit der Frage welche Alternativen es gibt, finde ich bisschen heikel. Schließlich musst Du PJ und eventl. Facharztausbildung zumindest anfangen, bevor Du wechseln kannst in die Pharmaindustrie etc.

Das ist doch so, wie wenn man auf Lehramt studiert und schreibt, dass man eigentlich gar nicht Schüler unterrichten möchte. Bevor man da aber dann in einen Verlag wechseln kann, oder eventl. Direktor wird, muss man ja auch erst Referendariat gemacht haben und unterrichtet haben.

Meine persönlichen Gedanken zu Deinem Posting!

Alles Gute, Du wirst schon Deinen Weg finden :-)

i-m-p-p
16.04.2008, 15:38
ja, bitte denke an die patienten! es gibt schon genügend "ich habe ein 1,nochwas abi und wollte als kind arzt werden" mäuschen...

mann,mann,mann.... mach mal ´ne selbstfindungstherapie oder so....

neosvoskos
16.04.2008, 15:43
Na, na, wir wollen doch höflich bleiben, oder!? :-dafür

neosvoskos
16.04.2008, 15:43
Aber andererseits, was ist man vom IMPP schon gewöhnt!? :-))

i-m-p-p
16.04.2008, 15:47
;) sorry aber bei sowas platzt mir einfach die hutschnur... abgesehen davon:
das WAR höflich :-))

Unregistriert
16.04.2008, 16:04
So ich bin gerade mit dem dritten Tag Hammerexamen fertig. Sollte geklappt haben! Juhu

Ich wollte anfänglich auch kein Arzt werden,gerade weil meine Eltern Ärzte sind. Wollte Psychologie oder Lehramt studieren oder bei der Bundeswehr bleiben. Dann hat meine Mutter meinen ZVS Antrag von Psychologie auf Medizin umgeändert, ohne mein Wissen.
Ich hab dann erst auch nicht verstanden, warum ich auf einmal einen Platz für Medizin bekommen hab. Den wollte ich zunächst gar nicht antreten, habs dann aber trotzdem gemacht. Zum Glück!
Hab nach dem ersten Semester nie mehr gezweifelt.

Du mußt ja auch gar nicht als Arzt praktizieren, wenn du nicht mit Patienten Umgang haben willst. Du kannst danach in die freie Wirtschaft gehen oder in die Anatomie, Pharmakologie, Mikrobio etc. und alle vorklinischen Fächer gehen. Oder zur Presse.
Es gab vor einiger Zeit mal einen Artikel im Spiegel darüber, daß viele Medizinstudenten gar nicht in die Klinik gehen, sondern sich nach dem Examen für was anderes entscheiden. Kannst du ja mal googeln...
Also, mein Tipp: Gibs bloß nicht auf, Lehrer braucht bei der hiesigen Bevölkerungsentwicklung kein Mensch.

Unregistriert
16.04.2008, 16:11
Ganz ehrlich ... Leute wie Du nehmen anderen den Studienplatz weg!
Mach das worauf Du Lust hast - die Medizin ist nicht für jeden was.
(klingt vielleicht hart, ist aber so!)

januskinase
16.04.2008, 16:18
ich wollte immer unbedingt medizin machen. habe es dann auch getan. nach anstrengenden und mehr als nötigen Semestern Vorklinikquälerei bin ich ganz gut durch die klinik, weil da eben nicht mehr soviel Theorie, sondern Patienten waren. Auf einmal ging´s auch wie von selbst und jetzt bin ich fertig und kann das machen, was ich schon immer wollte.
Ich rate Dir: Mach das was Du willst! Klar, man kann auch Physiologe oder so werden, aber so wie das klingt, willst Du ja auch das nicht.
Du möchtest Lehrerin werden, also mach das. Andernfalls ist man, glaube ich, später schlecht im Job, wenn man etwas nur macht, "weil es sich eben gerade ergibt, oder später das Geld stimmt".