PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : A5/B33 Tag3 Immunozytom/Hämolyse



Unregistriert
16.04.2008, 17:01
Also ich glaube nicht, daß es sich eine chemotherepie erst nach 2 Monaten supprimierend manifestiert und wenn dann sollte zuerst die Leukos, die Thrombos und dann erst der Hb abfallen. Hingegen sind Kälteagglutine doch typisch für ein Immunzytom und führen zur Hämolyse und damit zu Polychromatie (Retikulozyten) und auch zur Spärozytose (z.B. ausgeshwemmte Vorstufen). Wie sehr Ihr das?

synovia
16.04.2008, 17:24
Ich hab das zumindest auch angekreuzt mit den Kälteagglutininen...

Lava
16.04.2008, 17:25
Ich hab blöderweise das mit der Chemoe überlesen und gedacht, Rituximab würde gar nicht so eine Nebenwirkung haben :-nix

Wär ja toll, wenn die Kälteagglutinine doch richtig wären :-oopss

mezzomix
16.04.2008, 17:31
meiner meinung nach ist e definitiv falsch! 2 monate NACH BEENDIGUNG der therapie bekommt man keine chx induzierte km-suppression.
b und d sind hoffentlich für jeden ersichtlich nicht richtig
gegen a spricht meiner meinung nach der nachweis von sphärozyten.
bleibt c wobei man bei einer hämolytischen anämie nur eine moderate splenomegalie findet.
ich habe c angekreuzt, aber a scheint auch nicht so 100%ig falsch. nur e ist ist für mich nicht nachvollziehbar!

Unregistriert
16.04.2008, 17:44
A muss richtig sein!!!

Sphärozyten kommen auch bei hämolytischen Anämien vor, die Klinik entspricht einer hämolytischen Anämie, Kälte AK kommen auch bei IgM-Immunozytomen vor.....

oder was meint das medi-learn team dazu ..... ihr solltet das auf A ändern oder zumindest gut begründen, warum E richtig sein soll!!!

Ersa
16.04.2008, 17:47
Hab ähnlich wie mezzomix gedacht: 2 Monate nach Ende der Chemo ist das doch ein bisschen spät. Hab am Ende auch zwischen A und C geschwankt (und letztlich C genommen, ohne das besonders begründen zu können).

synovia
16.04.2008, 17:49
Zumal ich mir auch irgendwie nicht so recht vorstellen will, dass NUR die rote Reihe von jetzt auf gleich so abfällt und die beiden anderen noch halbwegs im akzeptablen Bereich liegen...
Ich finde schon, das riecht nach autoimmunhämolytischer Anämie.

Unregistriert
16.04.2008, 17:55
aber Erys leben nun mal 120 Tage, das heißt, wenn während der Chemo die Blutbildung unterdrückt wird, dauerts noch ein Weilchen bis zur Anämie, zunächst müssen die noch vorhandenen Erys verbraucht werden.

Rob Cole
16.04.2008, 18:01
Gegen E spricht aber auch der schnelle Abfall innerhalb einer Woche. Warum sollten 2 Monate nach der Chemo auf einmal alle Erys beschließen, den Dienst zu quittieren, wenn nicht AAK im Spiel wären?
Kälteagglutinine führen außerdem zu Sphärozytose und zu einer Polychromasie (s. Herold S. 44).

synovia
16.04.2008, 18:01
aber Erys leben nun mal 120 Tage, das heißt, wenn während der Chemo die Blutbildung unterdrückt wird, dauerts noch ein Weilchen bis zur Anämie, zunächst müssen die noch vorhandenen Erys verbraucht werden.

Ja, das mag ja sein, aber dann hätte ja in einer Woche das Massensterben statt finden müssen :->

mezzomix
16.04.2008, 18:04
nach intensiven studien im roten buch und im harrisons bin ich immer noch nicht ganz sicher.
a) sphärozyten kommen bei der hämolyse durch kälte ag vor und polychromasie erscheint auch richtig. nur steht im harrisons dass die anämie milde ausfällt, sprich leicht erhöhung der retikulozyten und agglutination im blutausstrich.
b) quatsch
c) normale milzgröße macht eine hämolyse nicht sehr wahrscheinlich aber sehr unwahrscheinlich wird sie dadurch nicht.
d) wenn von einer mikroangiopathischen autoimmunhämolytischen anämie im rahmen einer malignen erkrankung die rede ist wäre diese antwort richtig.
e) quatsch siehe oben

mezzomix
16.04.2008, 18:41
so nun scheint laut medilearn a richtig zu sein. denke auch dass es dabei bleibt.
insgesamt muss ich sagen, dass dies mal wieder eine frage ist die selbst das facharztniveau toppt!

Unregistriert
16.04.2008, 19:00
denke a ist falsch. Die chemo greift das knochenmark an.
bei einer ery lebensdauer von 120 tagen kann sich das schon
mal 2 Monate später bemerkbar machen. plädiere für e

viosima
17.04.2008, 11:42
Ich zweifele noch, ob A richtig ist... Rituximab macht doch als CD20- Antikörper über 5 bis 7 Monate eine B-Zell-Depletion, da erscheint eine massive autoimmunhämolytische Änämie doch unwarscheinlich! Außerdem hab ich gelesen, dass man Rituximab gerade deshalb bei therapierefraktärer autoimmunhämolytischer Anämie einsetzt...
siehe z.B. http://www.nature.com/leu/journal/v16/n10/full/2402676a.html