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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Thrombozytenaggregationshemmung versus Antikoagulation



Lava
15.05.2008, 20:32
Heute gab's in der Lerngruppe eine Diskussion über die Gerinnungshemmung mit ASS und Marcumar. Ausgangspunkt war, dass man bei einem thrombotisch bedingten Schlaganfall zur Prophylaxe ja ASS gibt und Marcumar nur bei embolisch bedingten Verschlüssen, z.B. bei Vorhofflimmern, gegeben wird. Dann sind wir die Indikationen weiter durchgegangen und sind noch auf TVT und LE für Marcumar und ASS bei Herzinfarkt und pAVK gekommen. Der Unterschied ist klar: bei dem einen kommt es zu Thromben im venösen Stromgebiet und bei dem anderen im arteriellen.

Uneinigkeit herrschte jetzt bei der Herleitung, WARUM man bei dem einen ASS und bei dem anderen Marcumar gibt. Ich hab mir das immer so erklärt, dass im arteriellen eher Abscheidungsthromben auf Läsionen beispielsweise eines Plaques entstehen. Daher bringt es was, die Thrombozytenaktivierung zu inhibieren, während es nichts bringt, die Gerinnungsfaktoren zu inhibieren. Im venösen System hat man dann ja diese Virchow Trias mit der Stase und auch im Vorhof entstehen Thromben ja durch Unegelmäßigkeiten im Blutstrom. Daher entstehen dort die roten Thromben mit Fibrin und dem ganzen drum und dran der Gerinnungskaskade. Also nützt dort Marcumar was.

Ist das korrekt so, vereinfacht ausgedrückt?

Tombow
15.05.2008, 20:38
Ja, ist korrekt.

Lava
15.05.2008, 20:39
HA! Ich hatte Recht! *tanzt* :-))