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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Umsatzbeteiligung und Steuerabgaben



Smibo
27.05.2008, 19:54
Würde gerne mal wissen wie es bei euch mit der Umsatzbeteiligung abläuft. Ist es sowohl steuer- als auch sozialversicherungspflichtig? Wieviel wird vom Bruttoumsatz abgezogen wenn man quartalsweise die Auszahlung hat. Wird der Umsatz auch als Sonderzahlung eingestuft?

Ich weiss, wir sind ja nicht in einem Steuerforum aber würde gerne wissen wie es bei euch gehandhabt wird. Habe oft gehört, dass horrende Summen vom Bruttoumsatz abgezogen werden (um die 60%). Wenn es so ist, dann wundert es mich nicht, dass immer mehr ZÄ Deutschland den Rücken kehren.

McZahnAG
27.05.2008, 21:35
Ab einer gewissen Gehaltsklasse sind 60% normal. Bei mir auf der Abrechnung ist das Festgehalt sowohl bei Steuer als auch bei SV als laufender Bezug und die Umsatzbeteiligung bei SV als Einmalbezug gekennzeichnet.
Bei mir waren im letzten Monat 42% Abzug. Aber ich hole mir ja alles zurück von den Drecksäcken ;-)

Smibo
27.05.2008, 22:03
Am besten boykottiert man das Finanzamt und alle Sozialversicherungen. Wer macht mit :-oopss

Pakur
28.05.2008, 09:04
die steuern sind hoch, aber berechtigt.

wer ewig auf kosten des staates studiert hat der kann auch was zurück geben.

McZahnAG
28.05.2008, 09:05
die steuern sind hoch, aber berechtigt.

wer ewig auf kosten des staates studiert hat der kann auch was zurück geben.

Das Problem sind keineswegs die Steuern, sondern die Sozialabgaben ;-) Aber das wirst Du auch noch lernen :-top

hennessy
28.05.2008, 15:03
die steuern sind hoch, aber berechtigt.

wer ewig auf kosten des staates studiert hat der kann auch was zurück geben.
ach nö!
Bin mal gespannt, wie sich das anhört, wenn Du selbst Steuerzahler bist und die wirklichen Sozialschmarotzer durchfütterst, die den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen und Dich auslachen. Ob dann die Steuern auch noch berechtigt sind?

Knockout_Mouse
28.05.2008, 18:10
...denn es kommt noch besser: spätestens mit der Einführung der HOZ und der mehrbesteruerung der "besserverdienenden" (alle über 3333,-/monat od. 40k im jahr brutto) ab 2009, den gesundheitsfonds und damit höherer kk-beiträge und dem rattenschwanz an preiserhöungen gebeutelter gewerbetreibender, ganz zu schweigen von klaffenden rentenkassen, explodierenden energie- und lebensmittelpreisen, werden wir uns zusammen mit 95% der bundesbürger im tiefroten einheitsbrei wiederfinden, an dem die politischen "wohlfahrtsstaat-gleichmacher" schon so lange arbeiten...

ich habe die erfahrung gemacht, dass zwischen sich zu tode arbeiten und nen gemütlichen schlendrian machen, in punkto ube etwa 300€ netto liegen. leider gibt es noch keine "held-der-arbeit-medaille" in unserem beruf - das wäre zumindest ein kleiner trostpreis für die schinderei....

MOUSE

primus
28.05.2008, 20:29
wer ewig auf kosten des staates studiert hat der kann auch was zurück geben.

ganz schön mutig, mein freund...
muss mich jedoch deiner meinung anschließen.

unser staat baut darauf auf, dass wirtschaftlich stärkere die schwächeren "mitziehen".
ich für meinen teil bin stolz darauf, auf der "richtigen" seite der transferleistungen zu stehen. es ist in meinen augen nicht nur pflicht, sondern auch ein privileg.

ich glaube niemandem, dass er darauf stolz sein kann, von "hartz 4" zu leben. diese leute machen sich selbst und anderen was vor.
da "maloche" ich doch lieber!!!

ich bin im übrigen auch sehr stolz auf unseren sozialstaat (auch wenn das unpopulär ist). ich kenne kein anderes system, das in meinen augen besser oder "gerechter" wäre.

wer abitur, studium und ein daraus resultierendes einkommen hat, kann sich glücklich schätzen zu den privilegierten zu gehören - und ist in der pflicht, andere, die weniger glück hatten, zu unterstützen.
das gilt für jeden menschen und erst recht für jemanden, der sich arzt schimpft.

hennessy
29.05.2008, 06:51
ganz schön mutig, mein freund...
muss mich jedoch deiner meinung anschließen.

unser staat baut darauf auf, dass wirtschaftlich stärkere die schwächeren "mitziehen".
ich für meinen teil bin stolz darauf, auf der "richtigen" seite der transferleistungen zu stehen. es ist in meinen augen nicht nur pflicht, sondern auch ein privileg.

ich glaube niemandem, dass er darauf stolz sein kann, von "hartz 4" zu leben. diese leute machen sich selbst und anderen was vor.
da "maloche" ich doch lieber!!!

ich bin im übrigen auch sehr stolz auf unseren sozialstaat (auch wenn das unpopulär ist). ich kenne kein anderes system, das in meinen augen besser oder "gerechter" wäre.

wer abitur, studium und ein daraus resultierendes einkommen hat, kann sich glücklich schätzen zu den privilegierten zu gehören - und ist in der pflicht, andere, die weniger glück hatten, zu unterstützen.
das gilt für jeden menschen und erst recht für jemanden, der sich arzt schimpft.
Dein Wort in Gottes Gehörgang, noch besser, in den Gehörgang von denen, die nie genug bekommen und Dein Sozialsystem zu ihren Gunsten ausbeuten bis zum Letzten. Von der Pflicht, Andere Notleidende zu unterstützen, haben die alle anscheinend nichts mitbekommen.
Ich habe absolut nichts dagegen, Menschen zu unterstützen, die wirklich Pech gehabt haben und unverschuldet in Not (auch finanzieller Art) geraten sind.

Aber ich habe etwas dagegen, dass immer mehr gesunde und fitte Menschen sehr wohl stolz darauf sind und dies auch öffentlich bekunden, nichts zu arbeiten und auf der faulen Haut zu liegen. Und ich habe etwas dagegen, dass der Sozialstaat dieses Verhalten immer noch unterstützt.
Meiner Meinung nach sehen wir nur die Spitze des Eisberges, der richtige Klunker wird erst in Jahren sichtbar, wenn das Beispiel immer mehr Schule gemacht hat und (überspitzt gesagt) kein Mensch mehr eine Rente bekommt, weil niemand mehr da ist, der in die Rentenversicherung einbezahlt.

Es muss nicht das zuhause bleiben belohnt werden, sondern das arbeiten.

Ich möchte Dich sehen, wenn Du immer mehr für das Sozialsystem arbeiten musst und dafür immer weniger bekommst. Du bist Angestellter in Deiner eigenen Praxis, hast zwar das volle unternehmerische Risiko, aber bist de facto abhängig von den Krankenkassen. Schau Dich doch mal um in den Hausarztpraxen. Irgendwo hört dann der Helfergedanke auf, wenn Du selbst knapp an der Sozialhilfe entlang arbeiten musst. Ist es dann auch noch ein Privileg? Dann kann ich dankend darauf verzichten.

Schumi
29.05.2008, 09:42
die steuern sind hoch, aber berechtigt.

wer ewig auf kosten des staates studiert hat der kann auch was zurück geben.


Dann müssten ja die, die sich das Studium selber finanziert oder von den Eltern bezahlt bekommen haben, Geld VOM Staat bekommen.... :-))

Jasaa
29.05.2008, 18:28
Dann müssten ja die, die sich das Studium selber finanziert oder von den Eltern bezahlt bekommen haben, Geld VOM Staat bekommen.... :-))
was glaubst du denn, wer die profs bezahlt, die gebäude etc.? du und deine eltern? ;)

Smibo
29.05.2008, 19:28
was glaubst du denn, wer die profs bezahlt, die gebäude etc.? du und deine eltern? ;)

Na um ehrlich zu sein könnten ruhig alle Profs zu Hause bleiben und von Hartz IV leben. Was die meisten da treiben ist eh keine Lehre.

Was der Staat hier am Anfang finanziert, dass zahlt der fertige ZA 10 fach zurück.

Strodti
29.05.2008, 19:50
Was der Staat hier am Anfang finanziert, dass zahlt der fertige ZA 10 fach zurück.

Ist das so? Ich habe leider nur Zahlen für Humanmedizin gefunden, aber die Kosten dürften vergleichbar sein.
Die öffentliche Hand gibt 183.400 Euro für einen Studenten der Humanmedizin bei einer Studiendauer von 6,5 Jahren aus. (Quelle: Statistisches Bundesamt, http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pk/2007/Hochschulstandort/begleitmaterial,property=file.pdf)

P.S.: BAFöG und Studienstiftung sind da noch nicht mit drin.

primus
29.05.2008, 22:12
Was der Staat hier am Anfang finanziert, dass zahlt der fertige ZA 10 fach zurück.

falsch.

die bildungsrendite der öffentlichen hand beträgt für zahnmedizin gerade mal 0,31. im klartext: zuschussgeschäft !
am günstigsten für den staat schneidet noch jura ab, jedoch beträgt die staatliche rendite auch dort gerade mal 3,33.

übrigens, für humanmedizin beträgt sie -2,35 und für germanistik/anglistik -8,54.

fazit: das studium rentiert sich zwar für die meisten akademiker (private rendite für zahnmediziner: 11,62), für die öffentliche hand ist es ein zuschussgeschäft.

quelle: deutsche bank und institut der deutschen wirtschaft

Schumi
30.05.2008, 06:56
was glaubst du denn, wer die profs bezahlt, die gebäude etc.? du und deine eltern? ;)

Da ich in Ungarn studiere, ja ;-)

Jasaa
02.06.2008, 08:01
hab ich wohl gesehen, aber es geht ja um D.