Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Intramuskuläre Injektion: Aspirieren ?
Linda.1001
21.09.2008, 23:54
Was mal wieder ein gutes Beispiel für die miserable Ausbildung medizinischer Assistenzberufe ist. Das schlimme ist ja, dass der Arzt dann eine teilschuld trägt, weil er dieser Person die Ausführungsverantwortung i.m. Injektion übertragen hat und sie dabei überwachen müsste um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.
:-??? Sag mal ich glaube es geht los???
Uns wurden während unserer Ausbildung die Hygienevorschriften 'eingebleut' und nur wegen eines verdammten Einzelfalles sind gleich alle Leute aus den Assistenzberufen Schmutzfinken????
Also ich könnt da auch Geschichten über Ärzte erzählen......!!!! :-(
MissGarfield83
21.09.2008, 23:59
:-??? Sag mal ich glaube es geht los???
Uns wurden während unserer Ausbildung die Hygienevorschriften 'eingebleut' und nur wegen eines verdammten Einzelfalles sind gleich alle Leute aus den Assistenzberufen Schmutzfinken????
Also ich könnt da auch Geschichten über Ärzte erzählen......!!!! :-(Ich sagte nicht dass alle Personen die medizinischen Assistenzberufe ausüben Schmutzfinken sind, eher dass die Ausbildungsqualität bei weitem nicht an die anderer Länder heranreicht. Z.B. unsere GuKP Ausbildung reicht im Ausland maximal zur Anerkennung zur Krankenpflegehilfe ... das wird doch einen Grund haben oder? Jedenfalls meine ich gelesen zu haben, dass der Beruf der Arzthelferin kein bundesweit anerkannter Ausbildungsberuf ist und dass Ärzte ihnen gegenüber versicherungsrechtlich eine Aufsichtspflicht haben.
Linda.1001
22.09.2008, 00:03
Jedenfalls meine ich gelesen zu haben, dass der Beruf der Arzthelferin kein bundesweit anerkannter Ausbildungsberuf ist und dass Ärzte ihnen gegenüber versicherungsrechtlich eine Aufsichtspflicht haben.
Doch er ist bundesweit anerkannt. Sogar z.T. in anderen Ländern.
Ob du den Unterschied zwischen delegierbaren Aufgaben und Aufsichtspflichtigen Aufgaben kennst weiss ich nicht.
MissGarfield83
22.09.2008, 00:25
Deligierbare Aufgaben heisst trotzdem dass der Arzt einen Teil der Verantwortung trägt, weil er regelmäßig sich davon überzeugen muss, dass die Person der er/sie die Ausführung einer Tätigkeit deligiert, dazu auch geeignet und fähig ist, diese Aufgabe korrekt auszuführen.
Linda.1001
22.09.2008, 00:30
Deligierbare Aufgaben heisst trotzdem dass der Arzt einen Teil der Verantwortung trägt, weil er regelmäßig sich davon überzeugen muss, dass die Person der er/sie die Ausführung einer Tätigkeit deligiert, dazu auch geeignet und fähig ist, diese Aufgabe korrekt auszuführen.
Das ist klar, aber sie ist nicht aufsichtspflichtig.
Im Übrigen wissen viele Arzthelferinnen z.T. besser über BG-Vorschriften bzg. Hygiene Bescheid als manche Ärzte.
MissGarfield83
22.09.2008, 00:43
Das ist klar, aber sie ist nicht aufsichtspflichtig.
Im Übrigen wissen viele Arzthelferinnen z.T. besser über BG-Vorschriften bzg. Hygiene Bescheid als manche Ärzte.Das mag ich nicht bezweifeln. Nur die meisten dieser Ärzte haben ihre Ausbildung vor etwas längerer Zeit hinter sich gebracht - die meisten PJler und Assistenten die ich bisher kennengelernt habe, nahmen es dann schon was genauer mit der Hygiene, was m.E. auch an der verbesserten Ausbildung im Studium liegt.
Nun lässt sich streiten ob es an der Ausbildung liegt oder einfach pure Faulheit ist nicht auf simpelste Hygieneregeln zu achten - jedenfalls hab ich meine Erfahrungen mit jungen Arzthelferinnen gemacht, welche Hygienevorschriften missachtet haben und frech zu mir meinten dass sie dies so gelernt hätten.
Linda.1001
22.09.2008, 12:18
Nun lässt sich streiten ob es an der Ausbildung liegt oder einfach pure Faulheit ist nicht auf simpelste Hygieneregeln zu achten - jedenfalls hab ich meine Erfahrungen mit jungen Arzthelferinnen gemacht, welche Hygienevorschriften missachtet haben und frech zu mir meinten dass sie dies so gelernt hätten.
Nur sollte man die persönlichen Erfahrungen nicht unbedingt verallgemeinern. :-dagegen
Es gibt in JEDEM Beruf schwarze Schafe sei es bei den Arzthelferinnen oder Ärzten. Das hat weniger etwas mit der Ausbildung als eher mit der persönlichen Disziplin zu tun.
Mir wurde auch schon mal Blut abgenommen von einer Arzthelferin, die sich keine Handschuhe angezogen hat und dazu noch dreckige Fingernägel hatte *grusel* :-? Hab ihr dann gesagt, dass ich sie so an meine Venen nicht dran lassen würde.
Ein anderes Negativbespiel, wohlgemerkt aus persönlicher Erfahrung während des Probearbeitens war ein Gynäkologe (noch gar nicht mal so lange niedergelassen), der sich, nachdem er mit dem Urin rumhantiert hatte (was eigentlich nicht seine Aufgabe ist) sich nicht die Hände desinfizierte und wusch (von Hangschuhen ganz zu schweigen) sondern sich nur die Hände am Kittel abwischte :-kotz :-oopss . Hab dann nach dem einen Tag probearbeiten geschmissen.
Ich denke Stereotypen, die nur auf persönlichen Erfahrungen basieren helfen uns hier wenig weiter.
MissGarfield83
22.09.2008, 12:20
Da hast du recht. Sorry wegen meiner Verallgemeinerung :) Sollte ich das später jemals bei meinen Angestellten erleben, ich glaub die hätten die längste Zeit bei mir gearbeitet ...
Berlimedicus
14.10.2008, 14:05
Hallo Linda.1001
sorry weil off-topic, aber du hattest mich kontaktiert wegen eines Job, nur sind hier leider die Privat-Nachrichten deaktiviert. Versuch es bitte unter
[email protected], Vielen Dank und schönen Gruß, Sascha
Hallo,
mir ist es letzte Woche tatsächlich passiert. Tollwutimpfung i.m., ein Bein Passivimpfung ok, zweites Bein Aktivimpfung, beim Aspirieren kam Blut, aber so richtig mit Schwung wie wenn man i.v. sticht. Ich war schon etwas erschrocken, habe es rausgezogen und an anderer Stelle neu gestochen.
Eine Kollegin meinte, es würde reichen, wenn man zurückzieht und dann etwas schräg woanders hin und dort wieder aspirieren und injizieren.
Wie ist das? Muss man das nicht verwerfen?
LG
ANnekii
Nemesisthe2nd
15.10.2008, 20:53
naja, schaden wirds nicht, ist ja das eigene blut des patienten...
allerdings könnte es unter umständen schwierig werden zu sehen ob man nochmal blut aspiriert... (weil ja schon was rotes drin ist..)
Antracis
15.10.2008, 21:26
Eine Kollegin meinte, es würde reichen, wenn man zurückzieht und dann etwas schräg woanders hin und dort wieder aspirieren und injizieren.
Wie ist das? Muss man das nicht verwerfen?
In meinem Allgemeinmedizinpraktikum hat die Ärztin in der Praxis damit ne Menge Geld verdient. Eigenbluttherapie...venös Blut abgenommen, dann mit einem homöopathischen Mittelchen vermischt und dann wieder in den Gluteus i.m. gegeben.
Da konnte sie dann auch gar nicht mehr aspirieren, weil die Spritze randvoll war.
Wirklich übel fand ich aber eine recht abgebrühte Art, das den Pat. schmackhaft zu machen. Die kamen beispielsweise mit Allergien und fragten nach einer Hyposensibilisierung/spezifischer Immuntherapie. Sie schlug dann immer die Eigenbluttherapie vor und gab den Hinweis, dass die nicht immer wirke, die Hyposensibilisierung allerdings auch nicht. Die Tatsache, das allerdings sicherlich die Evidenzlage doch recht eindeutig sein sollte, hat sie unter den Tisch fallen lassen.
Naja, leicht verdientes Geld. Noch mehr hat sie mit Ihren 7g Vitamin C i.v.- Infusionen verdient, 10 mal in Folge a 35€, da kommt ne Menge Geld zusammen - vor allem, wenn der Student das auch noch macht.
Gruß
Anti
hennessy
16.10.2008, 07:47
....
Eine Kollegin meinte, es würde reichen, wenn man zurückzieht und dann etwas schräg woanders hin und dort wieder aspirieren und injizieren.
.....
dieses Vorgehen stellt einen ärztlichen Behandlungsfehler dar und kann u.U. ein böses juristisches Nachspiel haben.
Also: Wie Du bereits völlig richtig gehandelt hast: Verwerfen und das Ganze nochmal von vorn. :-top
Eine Kollegin meinte, es würde reichen, wenn man zurückzieht und dann etwas schräg woanders hin und dort wieder aspirieren und injizieren.
dieses Vorgehen stellt einen ärztlichen Behandlungsfehler dar und kann u.U. ein böses juristisches Nachspiel haben.
Also: Wie Du bereits völlig richtig gehandelt hast: Verwerfen und das Ganze nochmal von vorn.
Henessy, ich verstehe das gerade nicht, wo liegt der Fehler?
Eine Leitungsanästhesie nach Oberst läuft doch quasi genauso ab (Stich, Aspiration/Injektion, Kanüle neupositionieren Aspiration/Injektion usw...)
Blutabnehmen läuft bei bescheidenen Venen bzw. Para-Punktion doch auch ähnlich ab (subkutan Nachstechen)...
Gruß Logo
Henessy, ich verstehe das gerade nicht, wo liegt der Fehler?
ich vermute, hennessy meint, dass das nicht-verwerfen der ampulle/injektionslösung nach blutaspiration einen behandlungsfehler darstellt, weil beim zweiten aspirieren durch die eintrübung eine wiederholte blutaspiration nicht sicher auszuschließen ist. so hab ich das übrigens auch gelernt.
ich vermute, hennessy meint, dass das nicht-verwerfen der ampulle/injektionslösung nach blutaspiration einen behandlungsfehler darstellt, weil beim zweiten aspirieren durch die eintrübung eine wiederholte blutaspiration nicht sicher auszuschließen ist. so hab ich das übrigens auch gelernt.
Dank dia :-)
Hallo,
also viel Blut war da sicher nicht in der Spritze. Beim Aspirieren kommt doch sonst gar nichts, also auch nichts klares. Es tut sich doch da nur ein Vakuum in der Spritze auf.
Das ist schon ein anderes Gefühl, ob da Blut kommt oder nichts. Ich denke mal, man könnte das durchaus unterscheiden. Aber ne ganz kleine Blutspur eher nicht, aber geht man da nicht eher davon aus, dass man irgendwas durchstochen hat?
Wie gesagt, ich habe es eh verworfen und neu gemacht und es eh vor Schreck gleich rausgerupft, aber man könnte ja auch dazu lernen :-top
LG
Annekii
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