Marc12
04.08.2008, 10:56
Hallo Michi,
ich war vor 1 1/2 Jahren in einer ähnlichen Situation wie du.
War am Anfang auch ziemlich idealistisch dabei und habe mich tierisch auf das Studium gefreut.
Allerding wurde diese Vorfreude mit Beginn der Vorklinik radikal gedämpft.
Bei mir waren es eben auch die Chemiefächer, die ich "gehasst" habe. Histologie oder Physik haben sogar etwas Spaß gemacht, aber alles in allem habe ich für mich feststellen müssen, dass die Universitäre-Ausbildung mit stark verschulten Seminaren, Praktika und Kursen einfach nichts für mich ist und ich zu keinem Zeitpunkt mit dem Stoffumfang bzw. der gesamten Lehre zurecht kam.
Ich bin noch nicht mal durch viele Klausuren durchgefallen (eigentlich nur Biochemie und 1 Anatomie Testat), habe allerdings auch mehr oder weniger den gesamten Tag mit Nacharbeiten und Lernen verbracht und bin fast durchgedreht
:-kotz
Der endliche Knockout kam bei mir allerdings im Pflegepraktikum:
- Konnte einfach NULL Engagement oder Interesse bei mir feststellen
- habe das Arzt-Patienen Verhältniss als Grausam empfunden
- Die permanenten Feden zwischen Pflegepersonal und Ärzten waren auch
ziemlich nervig
Natürlich waren auch lichte Moment dabei und es gab Ärzte und Pfleger, die mir Respekt und sogar Bewunderung abverlangten, aber ingesamt habe ich diese 3 Monate als stark desillusionierent empfunden, was mich letztendlich in Verbindung mit dem unbefriedigenden Studium zum Abbruch nach 3 Semestern geführt hat.
Da ich wusste, dass nach dieser Enttäuschung ein Uni-Studium für mich als nächstes nicht mehr in Frage kommt, habe ich mich für eine Ausbildung zum Augenoptiker entschieden.
Ich bin wieder glücklich, weil ich mehr Zeit für Freunde, Familie und Hobbies habe und die Ausbildung macht mit auch Spaß.
Allerdings kann mein jetziges Berufsziel nur schwer gegen den Arztstatus und die damit verbundenen Privilegien (Sozialprestige, gutes Einkommen, Jobsicherheit, Berufsvielfalt) ankommen.
Trotzdem habe ich meine Abbruchentscheidung nie wirklich bereut, kann aber auch nur jedem empfehlen nicht zu überstürzen und vor allem Klinik-Luft zu schnuppern.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und du hast wieder was für dich gefunden.
Liebe Grüße
Marc
ich war vor 1 1/2 Jahren in einer ähnlichen Situation wie du.
War am Anfang auch ziemlich idealistisch dabei und habe mich tierisch auf das Studium gefreut.
Allerding wurde diese Vorfreude mit Beginn der Vorklinik radikal gedämpft.
Bei mir waren es eben auch die Chemiefächer, die ich "gehasst" habe. Histologie oder Physik haben sogar etwas Spaß gemacht, aber alles in allem habe ich für mich feststellen müssen, dass die Universitäre-Ausbildung mit stark verschulten Seminaren, Praktika und Kursen einfach nichts für mich ist und ich zu keinem Zeitpunkt mit dem Stoffumfang bzw. der gesamten Lehre zurecht kam.
Ich bin noch nicht mal durch viele Klausuren durchgefallen (eigentlich nur Biochemie und 1 Anatomie Testat), habe allerdings auch mehr oder weniger den gesamten Tag mit Nacharbeiten und Lernen verbracht und bin fast durchgedreht
:-kotz
Der endliche Knockout kam bei mir allerdings im Pflegepraktikum:
- Konnte einfach NULL Engagement oder Interesse bei mir feststellen
- habe das Arzt-Patienen Verhältniss als Grausam empfunden
- Die permanenten Feden zwischen Pflegepersonal und Ärzten waren auch
ziemlich nervig
Natürlich waren auch lichte Moment dabei und es gab Ärzte und Pfleger, die mir Respekt und sogar Bewunderung abverlangten, aber ingesamt habe ich diese 3 Monate als stark desillusionierent empfunden, was mich letztendlich in Verbindung mit dem unbefriedigenden Studium zum Abbruch nach 3 Semestern geführt hat.
Da ich wusste, dass nach dieser Enttäuschung ein Uni-Studium für mich als nächstes nicht mehr in Frage kommt, habe ich mich für eine Ausbildung zum Augenoptiker entschieden.
Ich bin wieder glücklich, weil ich mehr Zeit für Freunde, Familie und Hobbies habe und die Ausbildung macht mit auch Spaß.
Allerdings kann mein jetziges Berufsziel nur schwer gegen den Arztstatus und die damit verbundenen Privilegien (Sozialprestige, gutes Einkommen, Jobsicherheit, Berufsvielfalt) ankommen.
Trotzdem habe ich meine Abbruchentscheidung nie wirklich bereut, kann aber auch nur jedem empfehlen nicht zu überstürzen und vor allem Klinik-Luft zu schnuppern.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und du hast wieder was für dich gefunden.
Liebe Grüße
Marc