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Neuling08
03.07.2008, 12:36
Das orale Kontrazeptivum erfolgt in Absprache mit den Gynäkologen, die genau diese Methode als die bessere ansehen.
ist zwar nur ein nebensatz, aber was haben da bitte gynäkologen zu entscheiden? es ist doch einzig und alleine die entscheidung der frau, ob sie die pille aus diesen gründen nun will oder nicht will.
oder was meintest du mit diese methode, dass wenn dann die pille und kein anderes hormonelles verhütungsmittel genommen werden sollte?

ich habe absolut nichts dagegen, wenn die pille als möglichkeit! genannt wird.
aber ich habe was dagegen, wenn sowas bei der ärztlichen beratung rauskommt:
zitat aus einem forum: "mit marcumar muss man die pille durchnehmen"
auffällig ist das "muss" und da hat meiner meinung nach die ärztliche aufklärung versagt!

Schimmelschaf
03.07.2008, 14:57
Aus was für nem Forum stammt denn der von dir zitierte Satz?

Zu den Gynnis: Ich sehe das Problem nicht, wenn Spezialisten auf diesem Gebiet ihre Meinung dazu abgeben :-nix Ob die Frau nun die Pille nimmt oder nicht ist ihre Entscheidung, da können auch die Gynäkologen nicht nachhelfen (oder sollen sie die frau fixieren und damit "füttern"?).

CHALi
03.07.2008, 15:07
Ich seh da auch kein Problem drin, das nenn ich Beratung. Ich finde, dass gehört dazu, zu sagen, wenn es zu krass wird, können sie die durchnehmen oder eben gleich oder es lassen und dann evt. mit anderen Dingen rechnen. Blutungsanämien sind eben auch nicht zu verachten... :-meinung

Aber wir drehen uns im Kreis...
Wie Alley schon schrieb: Der mündige Patient kann selber entscheiden und wird zu nichts gezwungen, wenn man nicht mal mehr Beraten darf, wo kommen wir denn dahin... :-meinung

Irgendwie kommt mir das jetzt bissle vor wie ne Pillen-Grundsatz-Diskussion.. selbsbestimmung und co... :-oopss

Neuling08
03.07.2008, 16:03
Irgendwie kommt mir das jetzt bissle vor wie ne Pillen-Grundsatz-Diskussion.. selbsbestimmung und co... :-oopss
die will ich nicht anheizen. es ist klar, weil dann der thread kein ende finden würde.

@schimmelschaf
die spezialisten sind meiner meinung nach in dem fall eigentlich die internisten, welche den patienten die infos geben sollten.

mündiger patient hin oder her. es ist nunmal so dass patienten stark von ärzten beeinflusst werden, weil einfach ein hoher respekt herrscht. und deshalb- auch wenn ich mich wiederhole- halte ich es für wichtig, dass die patientinnen neutral ihre infos bekommen. und das ist nicht bei jedem frauenarzt gegeben.
:-meinung
und das problem ist nunmal das viele patienten nicht mündig sind, sonst würde ich hier gar nicht nachhaken und sagen, dass ärzte sich doch so und so verhalten sollten.

pekamine
03.07.2008, 16:20
@alley_cat75:
Wahrscheinlich kommt es auch immer drauf an, welches Risiko man mit sich bringt. Wenn man eine Thrombose/Lungenembolie "einfach nur so" bekommen hat, würde ich wahrscheinlich auch die Pille verordnen. Bei kombinierten oder homozygoten angeb. Thrombophilien wohl eher nicht. Der Gerinnungsspezialist unserer Uniklinik sagt zumindest, dass auch gestagenhaltige Pillen für alle, die mehr als eine einfache heterzygote Gerinnungsstörung haben völlig tabu sind.

Flemingulus
03.07.2008, 16:56
:-))



warum müssen manche ärzte das klischee von arroganz erfüllen?!

*Neuling tätschel* Danke für die Blumen! Leider lassen Deine inhaltsarmen Statements nur die Alternative "Ignorieren oder Polemik" zu, da sie keine falsifizierbaren Aussagen von Belang enthalten. :-)

Ansonsten hat sich diese Fachsimpelei (in der komischerweise die Warfarin-Embryopathie im Zusammenhang mit pro & contra "Pille" nicht erwähnt wurde), "dank" der wortreichen Beiträge meines neuen Freundes leider von der Ausgangsfrage wegbewegt, inwieweit Vitamin-K-Antagonisten die Blutungstillung bei der Regelblutung beeinflussen.

Wie Kiki schon angedeutet hat, sollte es dem eigentlichen Menstruationsblut reichlich egal sein, ob die plasmatische Gerinnung nun inhibiert ist oder nicht, da selbiges per Fibrinolyse eh ziemlich Faktor I-depletiert ist.

Für die Blutstillung arodierter Schleimhautgefäße (in denen keine Hyperfibrinolyse herrscht, da hier z. B. PAI-1 hochreguliert wird) ist nun aber offensichtlich der Tissue factor (also der exogene Gerinnungsweg) besonders wichtig. Mithin wirkt sich hier Marcumar durchaus ziemlich drastisch aus. Dass frau trotzdem nicht verblutet, liegt wohl an den recht effizienten Mechanismen der funktionellen Blutstillung per Kontraktion der glatten Muskulatur, der primären Blutstillung durch Thrombos und der Tatsache, dass die angekratzten Gefäße eh ein wenig "minderwertig" sind und nicht besonders effizient an den Kreislauf angebunden sind.

Evil
03.07.2008, 18:44
Neuling, Du stellst hier eine Menge Behauptungen auf, die offensichtlich nicht von tiefer Sachkenntnis geprägt sind, beharrst aber ziemlich hartnäckig (und argumentationsresistent) auf Deinem Standpunkt... da kannst Du Leute mit tatsächlicher Fachkenntnis schonmal ein wenig reizen.

ich habegerade die meditative Ruhe für mich entdeckt, was mir gerade wieder im Gespräch mit unverschämten Angehörigen zugute kam... es ist viel entspannter, wenn man die Leut eiskalt auflaufen lassen kann

Neuling08
03.07.2008, 19:00
Der Gerinnungsspezialist unserer Uniklinik sagt zumindest, dass auch gestagenhaltige Pillen für alle, die mehr als eine einfache heterzygote Gerinnungsstörung haben völlig tabu sind.
also auch unter marcumareinfluss?

alley_cat75
04.07.2008, 09:30
ist zwar nur ein nebensatz, aber was haben da bitte gynäkologen zu entscheiden? es ist doch einzig und alleine die entscheidung der frau, ...

Trinkst Du zuviel Kaffee?! :-??? Bevor wir gebärfähige Frauen unter eine effektive Antikoagulation setzen, gehen die alle zum Gyn. Zum Beispiel zum Ausschluss von Myomen oder einer einfach präexistenten Hypermenorrhoe. Als Internistin kann ich das schlecht einschätzen. Das ist kein Zwang, kein Muss und schon gar nicht schlechte Beratung, sondern meine ärztliche Sorgfaltspflicht. Aber was errege ich mich eigentlich. Dein nick name ist Programm. ;-)

MissGarfield83
04.07.2008, 10:28
also auch unter marcumareinfluss?Ja. Z.B. bei der Faktor V-Leiden Mutation ist bei homozygoter Mutation des betroffenen Genes das Thrombose Risiko 50 - 100 fach höher als bei normalen Patienten ohne Mutation. Die Pille kann zusätzlich das Risiko noch verhunderfachen, was auch die heterozygote Mutation des Faktor 5 Genes betrifft , die das Thromboserisiko "nur" 5 -10 fach erhöht. Es ist also immer individuell abzuwägen und ich stimme mit Alley absolut überein dass da der Gynäkologe der entsprechende Fachmann ist. Ob zusätzlich ein Internist mit endokrinologischer Weiterbildung hinzugezogen werden sollte ist immer vom Einzelfall abhängig.

pieks
04.07.2008, 10:30
Bei Frauen mit einer Hämophilie (z.B. Mangel/Funktionsstörung an/von vWF) kann es bei der Menstruation und insbesondere auch post partum zu relevanten Blutungen kommen.
Häufig ist eine verstärkte Regelblutung/Anämie oder eine Bltung nach Gebären der erste Hinweis auf diese Erkrankung.

Insofern denke ich, dass es auch unter medikamentöser Antikoagulation zu relevanten Blutverlusten kommen kann.

Vermutlich ist die Stärke der Blutung von dem "eingestellten" INR abhängig?

gruß pieks

Neuling08
04.07.2008, 10:44
oder was meintest du mit diese methode, dass wenn dann die pille und kein anderes hormonelles verhütungsmittel genommen werden sollte?
@alley_cat warum halten die gyns nun "diese methode" für die bessere?
es wird ja sicherlich eine begründung dazu geben.

ich fasse zusammen:

es wurden keine zahlen genannt bezüglich des erhöhten risikos für thrombose usw.

es wurden keine zahlen genannt wieviele frauen mit marcumar die pille nun wirklich brauchen.

dann haben wir hier zwei fälle von frauen, die marcumar nehmen
und bei beiden hat sich die blutung nicht sonderlich verstärkt.
es kann ja nicht sein, dass das zufällig die ausnahmen sind.

@alley_cat
du hast hier als erstes geschrieben, dass ihr "jungen frauen, die marcumar nehmen, die pille verschreibt"
so mancher denkt, dann vielleicht, achja menstruation unterdrücken, klar, pille ist ja ganz einfach.
aber sooo selbstverständlich ist es ja nunmal nicht. dazu habe ich nachgefragt und meine meinung gesagt.
@evil deswegen bin ich noch lange nicht argumentationsresistent

und vorher hast du geschrieben, dass ihr die frauen sowieso, bevor sie auf marcumar-therapie gesetzt werden, zum gyn schickt.
das dient ja zur risikoabklärung von MARCUMAR.
bei der einnahme der PILLE zusätzlich wurde von dir und evil gesagt, dass es eben so ist, dass die pille unter marcumar keine gefahr darstellt.
dazu gibt es aber offensichtlich andere meinungen:

zitat pekamine:
Der Gerinnungsspezialist unserer Uniklinik sagt zumindest, dass auch gestagenhaltige Pillen für alle, die mehr als eine einfache heterzygote Gerinnungsstörung haben völlig tabu sind.

MissGarfield83
04.07.2008, 10:47
@alley_kat warum halten die gyns nun "diese methode" für die bessere?
es wird ja sicherlich eine begründung dazu geben.

ich fasse zusammen:

es wurden keine zahlen genannt bezüglich des erhöhten risikos für thrombose usw.

es wurden keine zahlen genannt wieviele frauen mit marcumar die pille nun wirklich brauchen.

dann haben wir hier zwei fälle von frauen, die marcumar nehmen
und bei beiden hat sich die blutung nicht sonderlich verstärkt.
es kann ja nicht sein, dass das zufällig die ausnahmen sind.

@alley_kat
du hast hier als erstes geschrieben, dass ihr "jungen frauen, die marcumar nehmen, die pille verschreibt"
so mancher denkt, dann vielleicht, achja menstruation unterdrücken, klar, pille ist ja ganz einfach.
aber sooo selbstverständlich ist es ja nunmal nicht. dazu habe ich nachgefragt und meine meinung gesagt.
@evil deswegen bin ich noch lange nicht argumentationsresistent

und vorher hast du geschrieben, dass ihr die frauen sowieso, bevor sie auf marcumar-therapie gesetzt werden, zum gyn schickt.
das dient ja zur risikoabklärung von MARCUMAR.
bei der einnahme der PILLE zusätzlich wurde nur von dir und evil gesagt, dass es eben so ist, dass die pille unter marcumar keine gefahr darstellt.
dazu gibt es aber offensichtlich andere meinungen:

zitat pekamine:
Der Gerinnungsspezialist unserer Uniklinik sagt zumindest, dass auch gestagenhaltige Pillen für alle, die mehr als eine einfache heterzygote Gerinnungsstörung haben völlig tabu sind.Anscheinend kann der neuling nicht lesen ... blättere mal eine Seite vor ... da hab ich schon zahlen genannt, bzw Verhältnisse .......... wie schon von Vorrednern erwähnt ist es zum einen von der Erkrankung abhängig und zum anderen vom Befinden der Patientin. Wenn diese mit einer gesteigerten Monatsblutung gut klarkommt, dies ihre Gesundheit nicht oder nur minimal beeinträchtigt , glaube ich kann man dem Wunsch der Patientin entsprechen nicht die Pille zu nehmen. Der Arzt kann nur Beraten, Compliance ist erst da wenn die Patientin die Notwendigkeit einer Behandlung einsieht.

Neuling08
04.07.2008, 10:52
@miss garfield
das habe ich gerade erst gelesen, weil ich vorher mit meinem beitrag beschäftigt war. :peace:
wenn du dir die seiten vorher im thread durchliest, dann siehst du, dass es bis jetzt nicht genannt wurde. darauf bezog sich das.
ich finde es sehr interessant was du geschrieben hast und es bestätigt mich darin, dass es vorher zu allgemein geschrieben wurde, dass die pille unter marcumar keine gefahr darstellt.

MissGarfield83
04.07.2008, 12:06
@miss garfield
das habe ich gerade erst gelesen, weil ich vorher mit meinem beitrag beschäftigt war. :peace:
wenn du dir die seiten vorher im thread durchliest, dann siehst du, dass es bis jetzt nicht genannt wurde. darauf bezog sich das.
ich finde es sehr interessant was du geschrieben hast und es bestätigt mich darin, dass es vorher zu allgemein geschrieben wurde, dass die pille unter marcumar keine gefahr darstellt.Verallgemeinerungen sind aber nicht angebracht ... Man kann nicht grundsätzlich sagen Pille und Marcumar = böse sondern es ist immer von der Art der Gerinnungsstörung abhängig, die für die Marcumargabe verantwortlich ist, zudem ob ein hormonelles Kontrazeptivum notwendig oder gewünscht ist ( bzw ob es auch verantwortbar ist ). Da für die Pille die Gynäkologen die Spezialisten sind, weil sie sie auch oft genug verordnen und damit die Risiken bezüglich verschiedener Krankheitskonstellationen kennen ist es halt verantwortlich diese konsilliarisch hinzuzuziehen wenn der behandelnde Arzt eine Menstruationsaussschaltung für richtig und wichtig erachtet , oder der Wunsch nach Kontrazeption von der Patientin kommt.

alley_cat75
04.07.2008, 12:06
@alley_kat

Ja, kenau, Du kennst die Fakten und gibst sie hier richtig wieder. *kicher*

Neuling08
04.07.2008, 13:27
Verallgemeinerungen sind aber nicht angebracht ... Man kann nicht grundsätzlich sagen Pille und Marcumar = böse sondern es ist immer von der Art der Gerinnungsstörung abhängig,
mhm aber die äußerung, dass die pille bei marcumareinnahme keine gefahr darstellt, ist ja auch eine verallgemeinerung.

@alley_cat75 uuups
:-blush :-)) muss ich irgendwie von kitkat beeinflusst worden sein *g*

Evil
04.07.2008, 18:19
bei der einnahme der PILLE zusätzlich wurde von dir und evil gesagt, dass es eben so ist, dass die pille unter marcumar keine gefahr darstelltWer Lesen kann, ist klar im Vorteil.
Ich habe "Risikoabwägung" geschrieben, das impliziert eindeutig ein vorhandenes Risiko unter oraler Kontrazeption. Nur ist das eben meistenteils niedriger als das Blutungs- und Mißbildungsrisiko.

Siehst Du, DAS meinte ich mit argumentationsresistent ;-)

QED

Neuling08
04.07.2008, 20:55
Tut es nicht, das nennt sich Risikoabwägung. Die blutungsbedingte Anämie ist gefährlicher als ein leicht erhöhtes Thromboserisiko.
hier steht nichts von "meistenteils" oder irgendeiner einschränkung. es ist einfach nur eine allgemeine aussage.
und am ende vom thread ist ja dann doch noch rausgekommen, dass es von der ursache der Koagulationsstörung abhängt.
damit ist es für mich geklärt. es kam mir einfach komisch vor, dass trotzdem (dem anschein nach ohne einschränkungen) die pille verschrieben wird und das erhöhte thromboserisiko (ohne nennung von ausnahmen) relativiert wurde.

MissGarfield83
05.07.2008, 00:20
hier steht nichts von "meistenteils" oder irgendeiner einschränkung. es ist einfach nur eine allgemeine aussage.
und am ende vom thread ist ja dann doch noch rausgekommen, dass es von der ursache der Koagulationsstörung abhängt.
damit ist es für mich geklärt. es kam mir einfach komisch vor, dass trotzdem (dem anschein nach ohne einschränkungen) die pille verschrieben wird und das erhöhte thromboserisiko (ohne nennung von ausnahmen) relativiert wurde.Sehr unschön dass du dich jetzt in Erbsenzählerei verlierst. Ich hatte Evil jedenfalls so verstanden, wie er es meinte. Dass es natürlich von der Ursache der Gerinnungsstörung abhängig ist , wie von individuellen Risiken der Patientin sollte eigentlich jedem Menschen mit gesundem Menschenverstand klar sein. Wenn du alle Ausnahmen wissen willst und alles haarklein aufgedröselt wissen magst , dann leih dir in deiner Bibo ein Pharmaziebuch und lies dir zudem was über Gerinnungsstörungen an. Kann Evil da nur mit seiner Feststellung deiner Argumentationsresistenz unterstützen. Lerne dir Fakten zu erschließen, denn vieles Stand hier schon im Thread .... sonst spielt niemand mehr mit dir ... [gelöscht auf Wunsch von Neuling08]