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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : was macht die ZVS für Sch...



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Lava
09.10.2002, 16:07
Ein Jahr ist zu viel, das stimmt. Meine Forderung stützte sich jetzt etwas auf eine Aussage aus House of God. Darin beklagt Basch, dass man erst nach dem Studium einen richtigen Einblick in die Arbeit eines Arztes bekommt. Und wenn es einem dann nicht gefällt, muss man halt damit leben, weil man ungern die 6,5 Jahre Studium vertane Zeit sein lässt. Leuchtet irgendwie ein, oder?

Lion
09.10.2002, 16:57
Ok, das stimmt wohl. Ist bei vielen anderen Studiengängen aber auch nicht anders. Das gute an Medizin ist doch, daß es so viele Richtungen gibt.

Mal was zynisches:
Das tolle ist doch, daß man dank des Pflegepraktikums zumindest vorher weiß wie es in der Krankenpflege abläuft. Könnte man ja eigentlich meinen man wäre in der falschen Veranstaltung gelandet. Aber darüber haben wir ja schon häufig genug diskutiert.

Lava
09.10.2002, 17:07
Ich hab mich jedenfalls gefragt, wer noch Krankenschwester/-pfleger werden will, wenn er so ein Praktikum hinter sich hat. Der Beruf ist wohl noch viel mehr Berufung als alles andere.

Maynard
09.10.2002, 19:16
Hi,

die ZVS sorgt doch in gewisser hinsicht auch dafür, dass jeder seine chance erhält, sich zu rehabilitieren. eine abschaffung ist somit weder wünschenswert, noch realisierbar.
um die zulassung zum studium schneller und gerechter zu machen, wurde sich anbieten, einfach die leistungsquote wieder auf 60% zu erhöhen, die wartezeitquote wieder auf 40%. so sinkt zum einen der nc, so dass auch leute mit DN2,2, was ja derzeit kaum noch ausreicht, sofort zugelassen werden können, zum anderen fällt die wartezeit. die 25% der plätze, welche die unis selbst für die auswahl nutzen könnten, werden eh von der ZVS verteilt, und sind somit für niemanden wirklich von vorteil. ausserdem sollte man bei der vergabe auch auf (a) gewählte leistungskurse (bio, che, phy) oder (b) auf praktische kenntnisse achten. ich meine, dass beide punkte die ernsthaftigkeit des studienwunsches unterstreichen. ob jemand die fähigkeit für den studiengang mitbringt, wird eh erst während des studiums festzustellen sein.


:-meinung


May.

eva_luna
09.10.2002, 21:48
hi,

nochmal zur erklärung: natürlich ist es total unrealistisch, bewerbungsgespräche für 20.000 bewerber zu fordern, das ist doch klar, dass das nicht funktionieren kann. ich meinte nur, dass sich die unis ein "umfassenderes" bild von den bewerbern machen sollten - im prinzip müsste man sich um einen studienplatz bewerben müssen wie für einen arbeitsplatz. es kann einfach nicht ausreichen, die qualitäten eines bewerbers nur über sein abizeugnis und einen korrekt ausgefüllten zvs-wisch zu beurteilen, dazu braucht man weitere zeugnisse, referenzen und so weiter und so fort:

1. bewerber schicken eine mappe an die unis, diese sortieren die leute aus, die von vornherein nicht in frage kommen (killerkriterien z.b. kein naturwissenschaftliches interesse, kein "medizinisches" engagement, durchweg schlechte noten usw.)

2. potentielle kandidaten werden zu einem gespräch, test oder sonstwas eingeladen

die grundvoraussetzung für ein solches verfahren ist natürlich die entscheidungsfreiheit der universitäten...

in den meisten ländern funktioniert eine uni-bewerbung auf diese art - und ich bezweifle ganz einfach, dass sich auf einen amerikanischen medizinstudienplatz weniger leute bewerben als auf einen deutschen. und die ausländischen unis schaffen das doch schließlich auch, wieso also wir nicht?

manoman, schöne träume, das wird noch ein langer weg! *g*

viele grüße
eva_luna

Lion
09.10.2002, 23:29
Guten Abend (Nacht),

das kommt davon wenn man sich den Abend sinnlos mit DVD's um die Ohren schlägt. Man vergißt die Zeit.

USA? Hallo? Schonmal was von einem Pre-Test gehört? Schneidest Du Da nicht exorbitant gut ab, kannst Du Dir Deine Mappe sonstwohin stecken. Zumindest für Medizin. Dann hätten wir hier mehr Plätze als qualifizierte Studenten. Das könnte richtig peinlich werden.

So, jetzt aber wirklich Schicht im Schacht. Gute Nacht.

eva_luna
10.10.2002, 08:42
hi lion,

das ist doch genau das, was ich meine - es ist doch im prinzip egal, ob die uni erst einen einheitlichen test (wie mcat oder in anderer form) schreiben lässt, um die fähigkeiten ihrer bewerber zu überprüfen, und dann zum gespräch einlädt, oder ob die hochschule das auf irgendeine andere art und weise macht. jedenfalls finde ich ganz generell, dass man eben zum studieren (nicht nur medizin) ein paar mehr qualitäten haben muss als die fähigkeit, einen zvs-wisch korrekt auszufüllen.

mensch, was mach ich eigentlich noch hier?! sollte schon lange im büro hocken und managercomics bauen... *g* - also adios!
eva_luna

Lion
10.10.2002, 12:30
Hi eva-luna,

hätte ich nichts dagegen. Finde ich gut. Ich befürchte nur, daß die Anzahl der möglichen Studenten nicht so groß ist, daß man mal eben 30-50% aussortieren kann. Die Zahl der Studenten, vor allem derjenigen, die fertig studieren ist schon seit einiger Zeit rückläufig.

Aber davon abgesehen halte ich das für eine gute Idee. Trotzdem sollte meiner Meinung nch das Abi eine nicht zu geringe Gewichtung behalten.

Schöne Grüße,
Maximilian

Lava
10.10.2002, 16:59
Also so ganz überzeugt mich das mit den Bewerbungen nicht. Stell dir mal vor, du müsstest wirklich sowas schreiben. Erstens würde dann sicherlich jeder übertreiben und keiner wäre wohl so blöd offen zu behaupten, er wäre nicht an NaWis interessiert. Und da sehr viele Bewerber dirket von der Schule kommen, ohne einen direkten ontakt zur Medizin vorweisen zu können, hätten die meiner Meinung auch einen großen Nachteil. Was soll man denn dann schreiben? "Ich habe noch nie ein KH von innen gesehen, aber jede Folge von E.R." (Trifft auch mich z.B. zu und ich möchte jetzt nicht hören, dass ich eine schlechte Ärztin werde ;-) das kann man jetzt noch nicht sagen, denke ich)

Lion
10.10.2002, 18:37
Werden mir bestimmt viele Widersprechen, aber ich finde das System, so wie es gerade ist, macht schon Sinn.

Überlegt mal. Ist zwar etwas weit hergeholt, aber die Leistungen in der Grundschule (ich kann mich nicht mehr daran erinnern :-blush ) entscheiden zum großen Teil darüber, ob man auf das Gymnasium geht oder nicht. Nach dem Abi ist normalerweise das Studium die nächste Ausbildungstufe (natürlich kann man auch erst eine Ausbildung machen). Da halte ich es für logisch, daß das Abi das entscheidende Zulassungskriterium ist.

schimmel
24.10.2002, 09:39
person 1 hat sich ende der 11ten klasse fuer englisch und mathe als LKs entschieden - und ist damit auf die nase gefallen, denn bio und chemie macht 1000mal mehr spass etc.

ergebnis: abitur geschafft, NC 3.3

person 2 hat sich fuer kunst und sport entschieden, mathe und deutsch sind nr 3 und 4, stoert zwar ein bisschen, aber das schafft die person schon

ergebnis: abitur mit NC 2.4

beide wollen nun medizin studieren

na, wen nehmen wir da

das bedeutet natuerlich nicht, dass ich fuer persoenliche vorstellunggespraeche bin

da sagte schonmal einer (finde den beitrag nicht)
"da werden blendern tuer und tor geoeffnet"

luckyblue
24.10.2002, 18:25
Original geschrieben von schimmel

na, wen nehmen wir da


Natürlich Person Nummer 2, weil die sich ja schon in beiden Leistungskursen in die anatomisch-physiologische Materie (z. B. Hausarbeit über Leonardo da Vinci etc.) reingekniet hat. Person 1 kann dagegen nur mit Selbstverständlichkeiten wie Englisch und Mathe aufwarten.

Sieht das etwa jemand anders? :-D

dlis
02.11.2002, 11:07
Toll.. ich habe 2,6 auch 2 Wartesemester und warte auch noch..
wirklich wunderbar..
kann man dagegen nichts machen? wenn das nämlich wirklich so ist, dann könnt man damit zu nem ministerium.. ich würd mitmachen..

dlis
02.11.2002, 17:26
hihi ups mir fällt auf, dass ich nur auf die erste Seite dieses Themas geantwortet habe.. aber auch zu den Seiten danach möchte ich was sagen:
Ich persönlich habe Bio und Latein genommen, weil ich wusste ich will Medizin studieren und wollte mich eben schon mal damit beschäftigen. Mir war klar, dass es schwerer wird, da auch mein Biolehrer ein Psychotyp war. Einige Freunde meinten auch, dass ich doof bin, denn die nehmen Englisch und Kunst, haben einen guten Durchschnitt und studieren dann Medizin.
Tja so war es auch.. sie hatten dann einen besseren Durchschnitt und studieren momentan (Medizin und Jura gleichzeitig, fragt sich ob er Arzt werden oder Karriere machen will).
ZVS könnte schon bleiben, wobei ich's auch gerne abschaffen würde, befürchte aber, dass das dann gar nicht funktioniert. Und das Abi könnte auch zählen aber eben Leistungskurse könnten einen wichtigen Punkt ausmachen.
Die Auswahlgespräche können sie wenn es so funktionieren soll wie bisher auch abschaffen, da sie ja eigentlich wiederum nach Kriterien vergeben werden..

Ich find's momentan gemein, habe auch an Kultusministerium, an die ganzen Hochschulen und an die ZVS geschriebenm, dass gerade bei Medizin die Note ncith so wichtig sein sollte..
aber die haben mir dann nur viel Glück gewünscht.. :-)