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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mit 27Jahren Studium beginnen?



klingi
09.10.2002, 09:29
Halli, hallo,
Meine Frage wendet sich an Studenten/innen oder
solche die schon mit Medizin fertig sind und
auch mit 25 Jahren und drüber angefangen haben
Medizin zu studieren.
Ich möchte nämlich zum Sommersemester 2003 anfangen mit studieren, da mich das Gebiet sehr interessiert.
Als Vorbildung habe ich die Krankenpflegerausbildung abgeschlossen und danach hab ich das Abitur nachgeholt.
Tja, jetzt bin ich 26 (zum Studienbeginn dann 27).

Wie sind Eure Erfahrungen? Hat man mit dem Alter
gleiche Chancen wie ein Jüngerer?
Nichts desto trotz, ich werde dann Medizin studieren, aber wie sind Eure Erfahrungen, denn
manchmal bekommt man in Anbetracht des Alters schon Zweifel.
Also, bin mal gespannt:-)
Gruß
Lukas

Studmed1
09.10.2002, 10:55
Ich habe an meinem 27. Geburtstag 2000 angefangen. Ich kann es dir nur empfehlen.

Studmed1
09.10.2002, 10:59
Oooops, aus Versehen schon abgeschickt.
Ich kann nur sagen, dass ich mithalten konnte. Unsere "Reife" birgt viele Vorteile. Musst bloß wirklich tolerant sein, wenn die Kommilitonen über "Bravo Girl" und "erste Wohnung" und "das erste Mal ohne Mami" diskutieren. Das kann schon manchmal ein Lächeln (nicht böse gemeint) verursachen.
Dir viel Erfolg.
LEBE deinen Traum!!!

airmaria
09.10.2002, 11:06
Hi Klingi!
Na klar, warum soll man net mithalten können?
Ich habe mit 28 angefangen... und das Studium war eine Superzeit, die ich sehr genossen habe!
Viele Grüße und viel Glück!
"Mary" airmaria

Mescalera
09.10.2002, 22:42
Hallöchen Lukas!!

Ich habe auch erst Abi, dann FSJ und die Krankenpflege-Ausbildung hinter mich gebracht, bevor es mich an die Uni verschlug.

Ich sehe mein daher vorhandenes "höheres" Alter aber keinesfalls als Nachteil an, dafür gehe an viele Sachen zielstrebiger ran, weiß, was ich will und habe in einigen Bereichen doch schon "mehr Lebenserfahrung".

Gerade die Ausbildung sehe ich als großen Vorteil, man kennt das Klinikleben und die Abläufe dort einfach besser und weiß, was einen später erwartet.

Außerdem ist man mit dem Bereich Sterben schon konfrontiert worden und hat einiges darüber gelernt - und es nicht nur mal kurz im Psycho-Praktikum mal kurz theoretisch angesprochen.

Auch kennst Du die verschiedenen Abteilungen schon und weißt, welche Bereiche dir am meisten liegen.

Last but not least ist so eine abgeschlossene Ausbildung auch eine gute Möglichkeit das Studium zu finanzieren.

Aber vor allen Dingen solltest Du das machen, was du wirklích willst, was bringt es dir mit 40 Jahren frustiert als Krankenpfleger zu arbeiten, die kommenden Studenten zu beneiden und zu bedauern, dass du es damals nicht wenigstens versucht hast???

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück und Erfolg,

viele Grüße

Mescalera
:-dance

Froschkönig
09.10.2002, 23:40
Wenn ich das mit dem "mithalten"mal so interpretieren darf, daß Du Dich fragst, ob Du außer im Studium auch im Berufsleben gleiche Chancen haben wirst, kann ich nur sagen : Keine Ahnung !
Was ich aber sagen kann, ist, daß Du zumindest im Studium mit sicherheit die gleichen Chancen hast, wenn nicht sogar in manchen Bereichen aufgrund Deiner Erfahrung vielleicht sogar besser dastehst, auch wenn Du evtl. mit dem vielen Lernen etwas schwerer zurechtkommst (kommt auf Dich an, weiß ich nicht).
Außerdem bin ich der festen Überzeugung, daß jeder im Leben seinen Weg suchen und vor allem auch gehen sollte, wenn also die Medizin nicht eine Fixe Idee darstellt (und das glaube ich jetzt mal nicht), sondern eine Art Herzenswunsch ist, was kann daran falsch sein ?

Gar nix !

Stell Dir vor, Du läßt es nur aus kalkül bleiben und ärgerst Dich dann mit 35 grün und blau, weil Du feststellst, daß die von Dir gewählte Alternative nicht gerade die Erfüllung ist ?

Deswegen, getreu dem platten Spruch : "Man weiß nie, was mann kann, wenn man es nicht versucht" mach´s und laß Dich positiv überraschen !

Alles Gute

Dr.Dolor
10.10.2002, 17:12
Original geschrieben von Studmed1
...wenn die Kommilitonen über "Bravo Girl" und "erste Wohnung" und "das erste Mal ohne Mami" diskutieren.
Naja, so schlimm ist es nun auch nicht :-D
Aber ich kann Dir auch nur sehr empfehlen: Fang an. 27 ist wirklich kein Alter für die Medizin, wenn alles gut geht bist Du mit 35 Assistenzarzt. Das ist doch perfekt! Mach Dir keinen Stress.

:-top
Gruss, Daniel.

Vandroiy
12.10.2002, 19:31
Hallo Lukas!
Ich bin auch 26 und will auch nächstes Jahr mit dem Medizinstudium anfangen;allerdings erst zum WS,weil die Uni in meinem Wohnort (ich hoffe ja,daß ich dort hinkomme...)kein SS anbietet.
Bis dahin bin ich dann auch 27,und war die ganze Zeit auch unsicher - aber seit ich mich hier im Forum mal ein bißchen umgesehen habe,denke ich,daß ich nächstes Jahr bestimmt nicht so ganz allein dastehe......
Ich denke,wir sollten es auf jedenfall versuchen,anstatt irgendwann darüber nachzugrübeln,was denn gewesen wäre,wenn...
Würde mich freuen,nochmal was von Dir zu hören!

Und bei dieser Gelegenheit nochmal danke an alle hier,die unbewußt dazu beigetragen haben,daß mein Entschluß jetzt feststeht - mir gefällt dieses Forum sehr gut!

Gruß,Silke :-)

scyrella
12.10.2002, 21:39
ich habe gerade deine "bedenken" gelesen. zwar studiere ich nicht medizin (noch nicht hoffe ich, auch ich würde gerne anfangen, dies zu studieren) jedoch kenne ich eine ärztin, die mit 34 angefangen hat, dies zu studieren. und auch da war es noch die richtige entscheidung. ihr weg war so ähnlich wie deiner, sprich abitur nachholen. und auch wenn sie ihren doktortitel erst mit 50 gemacht hat, und erst mit 40 eine "richtige" ärztin wurde ist sie, unübertrieben, großartig.

Kerstin18
13.10.2002, 01:24
Hallo Lukas,

mach Dir wegen des Alters keine Sorgen.
Ich fange gerade mit dem Studium an, hatte letzte Woche sämtliche Einführungsveranstaltungen für uns Erstis und habe da viele viele Leute kennengelernt und viele Gesichter gesehen, die auch schon mehr als "nur" Abi erlebt haben.

Ich hatte auch immer Bedenken, ob ich mit meinen 25 Jahren nicht zu alt bin, aber jetzt weiss ich ganz sicher, dass es keineswegs so ist. Es gibt viele Leute, die noch älter sind, sicher an die 40 oder darüber. Also zweifel nicht am Studium wegen des Alters.

Und ich kam mir auch nicht irgendwie komisch vor, wenn neben mir gerade mal zufällig nur junge 19/20 jährige Abiturienten gestanden sind. Ich habe einfach nur bemerkt, dass wir alle das gleiche Ziel haben, vom Gleichen fasziniert sind und da spielt das Alter keine Rolle mehr.

Also, überleg nicht zu lange. Mach, was Dir Spass macht und mach Deinen Traum wahr. Es lohnt sich auf jeden Fall!!!
Viele Grüsse,
Kerstin

Janne
03.11.2002, 13:56
Hallo Lukas,

will zum WS 03/04 mit dem Studium beginnen und bin dann 28. nach dem Abitur habe ich erst eine Lehre gemacht, weil meine Umwelt meinte, ich müßte erstmal was ordentliches lernen. Hatte aber schon Anlauf fürs Studium genommen. jetzt habe ich mich das zweite Mal mit dem Thema beschäftigt und werde es auch durchziehen. Ich denke,man sagt nicht umsonst, daß man sich zweimal im Leben sieht.

Dank des Forums wurden außerdem meine letzten Zweifel beseitigt, also auch großes Dankeschön! :-top

Lies mal ein bißchen die Diskussionen quer, es werden viele Zweifel beseitigt. Und aüßerdem denke ich, daß man ruhig ein bißchen älter sein kann, gerade für das Medizinstudium.

Viel Spaß

ulrike n.
06.11.2002, 22:48
hey lukas,

ich les´ wohl nicht richtig. du junges gemüse. mach dir keine gedanken.
ich hab´mit 31 angefangen, war im ersten leben krankenschwester, während dem studium 2 süße kinder bekommen + bin jetzt mit 40 im pj.
wie es weitergeht weiß ich noch nicht so genau, im moment ist die situatuion etwas depri.
das liegt aber viel an meiner berufserfahrung ( 8 jahre intensivmedizin) + meinem alter. zum glück.
ich seh´weiß gott viele , die hetzen und rennen für idealistische vorstellungen von dem beruf, die es nicht gibt.

laß dich trotzdem nie entmutigen.
mein grundsatz: es ist wichtig , das man das in seinem leben tut, was man will, und nicht nur davon träumt.

im nachhinein, bezweifle ich allerdings, ob ein medizinstudium die wahre erfüllung ist. ich sehe es als persönliche lebensbereicherung ( materiell läßt sich das nie mehr aufholen),
das studium hat schon spaß gemacht, viele leute kennengelernt, die ich nicht missen möchte.
bin mal gespannt, was der künftige arbeitsalltag bringt.
allerdings werde ich da jetzt schon anecken, denn ein so marodes gesundheitssystem weigere ich mich durch meine arbeitskraft ohne bezahlung ( sprich unbezahlte überstunden) zu subventionieren.

aber das ist ein anderes thema.

ich wünsche dir auf jeden fall einen
guten start und viel spaß, laß dich durch die prof´s nicht allzuviel ärgern.
ulrike

09.06.2003, 22:17
Hallo,

habe auch erst nach einem Biologie-Studium mit Medizin angefangen, war da schon 31 und jetzt beginne ich gerade mein AiP mit 39 Jahren. Aber es hat sich gelohnt, es hat Spass gemacht und ich habe vielleicht auch das Glück gehabt, dass man mich oft jünger schätzt....hatte auch Kommilitonen, die noch älter waren, die hatten es schon schwer. Aber ich denke, du musst dir keine Gedanken machen.
Auf jeden Fall viel Glück.

09.06.2003, 22:18
Ich habe auch vor 4 Jahren mit 26 angefangen zu studieren und ich kann mich nicht mal auf den Vorteil berufen eine fachlich passende Ausbildung zu haben (habe notfallmäßig damals Industriekauffrau gelernt).
Wenn es dich so interessiert mach es bloß, das Alter ist das geringste Problem. Unser Präptisch war die reinste Oldie-Sammlung (die Älteste war 36 die Jüngste 25) und es läuft prima bei allen, egal ob es um Doktorarbeit, Famulaturen oder sogar schon Angebote fürs PJ geht.

Viel Glück und Spaß beim Studium!

heiky
10.06.2003, 01:57
Hallöchen, schön, dass es nun das Oldie-Forum gibt. Bin schlappe 36, habe im Frühjahr das Physikum vergeigt (knapp vorbei ist auch daneben) und muss mich jetzt echt aufraffen, um es noch mal zu versuchen. habe zwei große Kids und zwei abgeschlossene Studien-das Leben könnte einfacher sein ohne diese Med.Studium. Vor allem, wenn die Studiengebüren im sommer 2004 für mich kommen und ich eben alles selber durch Arbeit finanzieren muss.. Und trotzdem, irgendwie hängt mein Herz dran, also halte ich durch und bleibe dran. Zu alt ? Das war keine Frage für mich ! So long heiky

lisboa
10.06.2003, 18:12
Hallo Du,

ich war älter als Du als ich mit dem Studium begonnen habe.
Ich habe einen Job in dem ich wirklich gut Geld verdient habe hingeschmissen und habe mein Abitur nachgemacht um dann Medizin studieren zu können. Mittlerweile habe ich das Physikum und hoffe auch bald das ERSTE.

Mit dem Studium zu beginnen war das Beste was ich in meinem
Leben an Entscheidungen getroffen habe!

Tu es !!

Ich wünche Dir viel Erfolg.

Gruss

lisboa

10.06.2003, 20:04
jup, machen tun
alter vor schönheit !!!!!!

Lulu
18.06.2003, 13:38
Hallo Lukas,

ich habe mich auch für das WS 2003 beworben. Ich bin 25 und habe schon zuvor etliche andere Dinge gemacht. 1 Jahr Kinderkrankenpflege, 2 Jahre Krankenpflege, 2 Jahre Außenhandelskorrespondentin und jetzt studiere ich Psychologie. Bisher war alles sehr unbefriedigend. Medizin wollte ich schon immer studieren, aber man hat mir davon abgeraten. Aber da es mich wirklich interessiert, mache ich es jetzt, wenn ich denn einen Platz bekomme.
Ich denke, jeder sollte das machen, was ihm am meisten liegt, und sich nicht von anderen rein reden lassen. Auch wenn mir viele sagen, daß es verrückt wäre, jetzt noch mit einem Medizinstudium anzufangen. Und wie die anderen schon geschrieben haben, kann das Alter gerade bei einem Medizinstudium eher von Vorteil sein.

Also versuche es einfach,

Cerstin