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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Schlechtes" Physikum - Karriere im Eimer?



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Lava
10.09.2008, 21:03
Interessant wird das ganze nur im Hex. Wenn man da unter den 10% besten ist, bekommt man sämtliche gezahlten Studiengebühren zurück. Das wär schon ganz nett :-))


Bitte was? Wo muss ich mich da melden? :-stud

wanci
11.09.2008, 00:11
Bitte was? Wo muss ich mich da melden? :-stud

Ehrlich gesagt keine Ahnung, das steht nur auf diesem Merkblatt zu den Studiengebühren. Kommt wahrscheinlich auch auf Bundesland und Uni an, könnte ich mir denken.

christie
11.09.2008, 07:50
ich frage mich halt, wie sich das entwickeln wird, wenn der markt sich ändert, z.B. weil zig Kliniken schließen müssen.

In einigen Jahren mag es ja in Meck - Pomm oder in der Lausitz immer noch ernsthaften Ärztemangel geben. Aber in den Städten zeichnet sich der Kampf um die begehrte Stelle doch schon ab. Wenn es irgendwann einen Arbeitgeber - Markt aufgrund wachsender Arbeitslosigkeit unter den Medizinern gibt, schaut man vielleicht auch auf die Zensuren.

Bei den BWLern oder in anderen Sparten, in denen sich die Arbeitgeber ihre Leute unter tausenden aussuchen können, werden nunmal immer diejenigen selektiert, die rundum perfekt sind, inklusive der Zensur. Dass das bei den Medizinern noch nicht so ist, finde ich klasse aber ob das ein Dauerzustand bleibt, wage ich zu bezweifeln. Ich hoffe, dass es noch so ist, wenn wir HEx machen.

Dr. Pschy
11.09.2008, 08:14
Ich seh das nicht so eng. Die Gesellschaft wird immer aelter, der Bedarf an Gesundheitsleistungen wird defintiv steigen. Zusaetzliche Faktoren wie endlich mal umgesetzte Arbeitszeitgesetze etc. erhoehen den Bedarf zusaetzlich. Dem Trend, dass die kleinen Kliniken zugesperrt werden wird durch die Bildung von holdings, AGs etc. entgegengewirkt, d.h. es gibt auch genug Positivstroemungen, die den negativen entgegenstehen.

wuzzla
11.09.2008, 17:19
vom "wirtschaftlichen" Standpunkt aus gesehen ist der Bedarf da. Das derzeitige Gesundheitssystem ist in dieser Form nur halt nicht mehr finanzierbar. Aus dem Grund werden in Zukunft die (vielleicht reduzierten) Stellen nicht begehrter sondern im Gegenteil :-meinung
Dann werden halt lieber osteuropäische Mediziner rangekarrt, die für weniger Geld und für schlechtere Arbeitsbedigungen arbeiten.
Also ich seh den "Arbeitsmarktwandel" halt etwas anders als: "wachsende Arbeitslosigkeit unter den Medizinern"...

Scienceman
11.09.2008, 18:55
Da gibt es doch auch ne Regelung fürs Bafög ala 10% besten.

christie
12.09.2008, 11:45
vom "wirtschaftlichen" Standpunkt aus gesehen ist der Bedarf da. Das derzeitige Gesundheitssystem ist in dieser Form nur halt nicht mehr finanzierbar. Aus dem Grund werden in Zukunft die (vielleicht reduzierten) Stellen nicht begehrter sondern im Gegenteil :-meinung
Dann werden halt lieber osteuropäische Mediziner rangekarrt, die für weniger Geld und für schlechtere Arbeitsbedigungen arbeiten.
Also ich seh den "Arbeitsmarktwandel" halt etwas anders als: "wachsende Arbeitslosigkeit unter den Medizinern"...

Das ist auch meine Befürchtung. Die Nachfrage nach guter medizinischer Leistung steigt mit der Alterung der Gesellschaft natürlich.

Aber darin liegt ja auch das Problem: der Anteil der potentiellen Beitragszahler sinkt. Dazu kommt, dass bereits mehr als ein Viertel der Arbeitnehmer bundesweit in Teilzeitjobs etc. arbeiten und dadurch nicht voll zur Krankenversicherung beitragen. Und da sind noch nichtmal Arbeitslose, etc. eingerechnet.

Berlin ist da vielleicht ein Extrembeispiel aber es zeigt ganz gut, wie sich die Probleme dann abzeichnen: hier sind über 50% der Bevölkerung entweder Rentner, Kinder Studenten, Arbeitslos oder in Mini - Jobs. Weniger als 50% der Stadtbevölkerung sind also voll leistungsfähig im Sinne der Zahlung von Steuern und Vereischerungsbeiträgen. Die finanzielle Situation der Kliniken ist dementsprechend.

Nun, Brandenburg macht in der Tat vor, wie man Fachärzte dazu bringt, für 6 Euro Stundenlon zu arbeiten: hier werden Ärzte aus Polen angelockt um sich niederzulassen. Scheint zu funktionieren und die Bevölkerung ist zufrieden.

Die Privatisierung der Kliniken schafft leider auch nicht mehr Beitragszahler.
Tatsächlich trauen sich Private eher als Öffentliche zu rationalisieren.

Und die Rationalisierungen greifen immer beim Head - Count, sprich beim Personal an. Also: eher WENIGER als mehr Einstellungen.

Die einzige Lösung wäre eine extrem schmerzhafte Umschichtung der Investionen und Subventionen durch den Bund. Vielleicht werden Bildung und Gesundheit ja irgendwann doch zu Prioritäten erklärt und man subventioniert den Gesundheitssektor so wie man es derzeit in anderen Bereichen tut. Dann schreit aber eine andere Lobby wieder Aua.

Letztendlich wirds wohl unangenehmer für uns werden.

Puy de Dôme
14.09.2008, 21:38
Max.Punktzahl: 306 :-stud Oh mein Gott - wie geht das??
Min.Punktzahl: 62 :-)) ämm, ja...