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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie wichtig ist der Studienort???



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Peter_1
25.09.2008, 09:49
Studienort? Völlig schnurzpiepegal, kräht kein Hahn nach! Höchstens wenn jemand zufällig irgendeinen persönlichen Bezug zu der Stadt oder der Uni hat (sei es weil dort aufgewachsen, oder aber weil selber dort studiert). Die alleinige Tatsache an (manchmal auch nur "gefühlten") "Eliteunis" studiert zu haben bringt keinen Pluspunkt für die Karriere.

:-meinung

Lava
25.09.2008, 13:19
Mit vielen Städten konntest Du Freiburg bisher vergleichen?! :-oopss Wobei Freiburg für mich als Berlinerin nicht wirklich als Stadt ins Gewicht fallen würde. :-D

Lass mich mal nachzählen.... 1...2....3....4....5...6. In 6 Städten habe ich mittlerweile einen Monat oder mehr verbracht, so dass ich behaupten kann, dort nicht nur Urlaub gemacht sondern tatsächlich mal gewohnt/eingekauft/gearbeitet zu haben. Berlin kenne ich natürlich auch ganz gut, da ich ja aus der Nähe stamme. Und so toll Berlin auch ist, Freiburg hat Vorzüge, die man in Berlin nicht hat. Vergleichen mit Berlin hat FR natürlich auch Nachteile. Die Frage ist eben, worauf man Wert legt. Willst du eine Stadt mit 10.000 Dönerbuden, wo es Döner ab 1€ gibt, jeden Abend tolle Konzerte und mehr Kneipen als eine durchschnittliche Stadt in Brandenburg Einwohner hat oder willst du eine Stadt mit einer schönen Altstadt mit Fußgängerzone, in der du überall in 20min mit dem Rad hinkommst mitten im Schwarzwald?

Aber nach meiner Erfahrung kommt der gemeine Berliner aus seiner Großstadtarroganz sowieso nicht mehr heraus.

alley_cat75
26.09.2008, 10:56
... willst du eine Stadt mit einer schönen Altstadt mit Fußgängerzone, in der du überall in 20 min mit dem Rad hinkommst mitten im Schwarzwald?

Was die Altstadt mit Fußgängerzone betrifft, so weisst Du als beinahe- oder ehemals- oder ausversehen-Berlinerin bestimmt, dass es davon in den Berliner Bezirken einige gibt. Und ja, das finde ich total schön mit Konzerten und Kneipen und eben drum wohne ich in Berlin. Nein, nicht wegen der Döner oder Currywürste. :-kotz Leider schaffe ich es nicht in 20 Minuten mit dem Fahrrad in den Schwarzwald, eher in Tagen zu rechnen. :-)) Ich habe 3 Jahre im Schwabenländle gelebt und hatte all das und fand es nach 1 Jahr bereits langweilig. Du zum Glück nicht; deshalb bist Du hier und ich dort. :-keks


Aber nach meiner Erfahrung kommt der gemeine Berliner aus seiner Großstadtarroganz sowieso nicht mehr heraus.

Warum Du gleich zum Rundumschlag ausholst, weil ich Dich auf die Definition von Stadt hinweise, weiß ich nicht, hast aber erfahrungsgemäß sicher Deine Gründe.

Lava
26.09.2008, 12:58
Was die Altstadt mit Fußgängerzone betrifft, so weisst Du als beinahe- oder ehemals- oder ausversehen-Berlinerin bestimmt, dass es davon in den Berliner Bezirken einige gibt.

Es gibt aber nicht DAS Zentrum. Berlin ist ein zusammengewachsener Haufen lauter ehemaliger Dörfer und das merkt man noch heute.


Ich habe 3 Jahre im Schwabenländle gelebt und hatte all das und fand es nach 1 Jahr bereits langweilig.

Na na na, wer wird denn da das Schwabenländle mit dem schönen Baden vergleichen wollen??

Michael72
26.09.2008, 13:38
Es gibt aber nicht DAS Zentrum. Berlin ist ein zusammengewachsener Haufen lauter ehemaliger Dörfer und das merkt man noch heute.
Gerade das war für mich das faszinierende an Berlin. Du hast eben den kompletten Luxus einer europäischen Metropole und gleichzeitig kannst Du z.B. in Steglitz wohnen und es ist nicht anders, als auf dem Land zu leben. Ich fand' das jedenfalls genial und es fehlt mir jetzt, hier in Heidelberg. Und natürlich die Seen, die fehlen mir auch...

Lava
26.09.2008, 14:25
Und natürlich die Seen, die fehlen mir auch...

Die gehören aber bitteschön zu Brandenburg! :-D Jedenfalls die meisten ;-)

alley_cat75
26.09.2008, 18:49
Weisst Du Lava, so langsam gewinne ich angesichts deiner Äußerungen wie es gibt nicht DAS Zentrum und Seen... gehören zu Brandenburg den Eindruck, dass Du noch nie in Berlin warst. :-meinung Wannsee, Tegeler See, Müggelsee (an mittlerem wohne ich übrigens und somit nur 10 Minuten Autofahrt von Stadtmitte entfernt) - die liegen alle in Berlin und sind ganz groß, mit badetauglichem Wasser - und genau das fehlte mir im Süden. Wobei wir wieder bei Prioritäten wären. Ich verbringe viel Freizeit in und am Wasser, möchte dafür aber nicht in der Pampa wohnen oder mich ärgern müssen, dass der local super market um 20 Uhr schliesst. Und um den Kreis zum eigentlichen thread zu schließen, damit keiner schimpfen kommt, man sollte sich, sofern man die Wahl hat, dort zum Studium hinbegeben, wo man sich wohlfühlt. Freizeit und Entspannung sind gerade neben dem Medizinstudium extrem wichtig. Pfeift auf etwaige Städtereputationen. Wo man sich entspannen kann, lernt man auch gut = gute Noten = guter Job. :-meinung

Lava
26.09.2008, 19:17
Typisch Berliner. Immer das letzte Wort haben müssen. :-wow

Michael72
27.09.2008, 12:29
Müggelsee (an mittlerem wohne ich übrigens und somit nur 10 Minuten Autofahrt von Stadtmitte entfernt)
Dafür muss ich Dich jetzt leider mit neidverzerrtem Gesicht hassen...

Hoppla-Daisy
27.09.2008, 12:41
Und um den Kreis zum eigentlichen thread zu schließen, damit keiner schimpfen kommt, man sollte sich, sofern man die Wahl hat, dort zum Studium hinbegeben, wo man sich wohlfühlt. Freizeit und Entspannung sind gerade neben dem Medizinstudium extrem wichtig. Pfeift auf etwaige Städtereputationen. Wo man sich entspannen kann, lernt man auch gut = gute Noten = guter Job. :-meinung
:-meinung

Ich hatte nicht wirklich eine Wahl, sondern musste aus familientechnischen Gründen das Ruhrgebiet anpeilen. Aber ich fühle mich wohl mit dieser Entscheidung, die ich nicht selbst treffen konnte. Klar, die Uni hat nicht gerade eine gute Reputation, allerdings kann ich dieses - was die Lehre angeht - nicht wirklich bestätigen.

Man kann an JEDER Uni Medizin lernen, und keiner wird auf der Straße sitzen bleiben, nur weil er an der "falschen" Uni studiert hat. Die gibt es nämlich nicht :-))

Stuntman Mike
27.09.2008, 14:37
Na na na, wer wird denn da das Schwabenländle mit dem schönen Baden vergleichen wollen??Ähemm, nichts gegen Württemberg, bitte! :-love


:-)

Jamthor
07.10.2008, 15:50
Der Studienort ist m.E. nur insofern wichtig, weil er eine Vorentscheidung dafür gibt, wo bzw. in welchem geografischen Großbereich man später mal landen wird. Ansonsten sind die Abläufe mittlerweile so vereinheitlicht, dass da keine relevanten Unterschiede bestehen. Dass die eine Uni wirklich deutlich besser oder schlechter als die andere sei, halte ich eher für "folkloristisches Gerede".

Lava
07.10.2008, 15:51
Da muss ich dir widersprechen. Was hindert dich daran, in Hamburg zu arbeiten, wenn du in München studiert hast?

trina1081
07.10.2008, 16:42
Seh ich auch so, hab in Magdeburg studiert und werd (wenn`s nächste Woche gut läuft) im Dezember in NRW anfangen zu arbeiten

Peter_1
07.10.2008, 17:36
Muss auch widersprechen, habe mittlerweile in 4 verschiedenen Bundesländern studiert und gearbeitet. Kein Problem, interessiert keinen Mensch. Das einzige Manko ist, man muss sich bei den jeweiligen Ärztekammern und Versorgungswerken an und abmelden.

Jamthor
10.10.2008, 20:00
Hindern tut einen nichts. Aber trotzdem landen erfahrungsgemäß die meisten Leute in der Gegend, wo sie studiert haben. Wohl weil es sich gerade anbietet.

Kajana79
10.10.2008, 20:19
Also, icke so als nativer Berliner bin seit dem Start ins Berufsleben auch 600 km weit weg von der Heimat... ist auch nicht mehr so ganz der größere Einzugsbereich - wie etwa die Hälfte all meiner Kollegen, die alle über die gesamte Bundesrepublik verteilt studiert haben! :-nix

dmtec
21.10.2008, 19:15
Manchmal wache ich nachts auf aus einem Alptraum, ich würde noch in Freiburg wohnen.
Verlauste Hippies, totalangweilige niemals endende Radwege, die achso schöne Natur kannste dir meinetwegen auf den Desktophintergrund packen, ich krieg da höchstens Allergie. 2 Läden zum abends weggehen mit einigermaßen akzeptabler Musik. Immer wieder dieselben Gesichter dort, jede Woche dasselbe. Hippieromantik, grün, antifa, wasweissich. Rothaus schmeckt schon lang nicht mehr. Woche steht schon fest. Montag Waldsee, Dienstag Elpi, .... Das nervige Gebimmel der Straßenbahn, der gruselige Dialekt. "Um 7 vorm KGII ins Unikino", ach wir haben ja soviel Kultur....
Wenn man mal ein gutes Konzert sehen will muss man Hlück haben oder weit fahren. Die Musikszene, nicht existent.

Hier in Berlin (http://bgui.de/) mag es vielleicht 10000 Dönerbuden geben, keine Ahnung, ich ess fast nur Falafel für übrigens 2,50EUR ;)
Hier kann ich mit ner Kippe und Jogginghose morgens zum Bäcker gehen und da dreht sich keiner um. Derselbe Bäcker hat übrigens auch nachts um 1 noch auf wenn man nochmal was zu essen/trinken kaufen will. In Freiburg darfste damit auf dein Rad steigen und zur 24-h-Tanke 15min hingurken.

Ich glaub ich geh mal eben aufn Sterni ins kptn, auf den Stress hier, ich könnt noch lange weiterschreiben...

zurück zum Thema.
ich glaube nicht dass der Studienort für die berufliche Zukunft bedeutsam ist, höchstens dass du eine schöne Studentenzeit hast. Wenn du eher risikofreudiger hedonistisch veranlagter Exzentriker bist oder eben auf Holzhüttenromantik und langzeit-serielle-monogame Kleinstadtödnis stehst. Ist wie mit Musikgeschmack, oder ob jemand Schimmelkäse mag oder nicht.
Studiert doch einfach wo ihr glücklich seid.

Pampelmuse
23.10.2008, 15:46
:-wow

Andi G. Schütze
24.10.2008, 17:04
Hätt ich doch nach Freiburg gehen solln...