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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : DIREKT aus Büchern lernen: WIE??? (ohne rausschreiben)



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Mrs.Robinson
21.09.2008, 17:38
@acg1984:

Kann Dich gut verstehen. Zu Beginn des Studiums ging's mir nicht anders. Da war ich noch so euphorisch, dass ich nach einem Besuch in der Buchhandlung plötzlich eine Rechnung von über 400 € in der Hand hielt. :-oopss Das hätte im Endeffekt gar nicht sein müssen, weil viele Bücher dabei waren, bei denen ich im Laufe der Zeit gemerkt habe, dass ich gar nichts mit ihnen anfangen konnte. Allerdings markiere auch nicht sonderlich gerne in Büchern, so dass ich viele davon auch wieder zu einem guten Preis loswerden konnte.
Jetzt warte ich meist mit Bücherkäufen und Probelesen gehört auf jeden Fall auch immer dazu. Ein Buch kann noch so gut sein; wenn ich mit dem Stil od. Aufbau nicht klar komme, bringt es mir auch nicht viel.
Wenn Du Dir die Bücher, die Du kaufst vorher ausleihst, um zu sehen, mit welchem Du am besten klarkommst, ist das doch schonmal vorbeugend gegen Fehlkäufe, aber warum brauchst Du denn für BC 4 Lehr- und Kurzlehrbücher? Die Schwarze Reihe ist sicherlich nicht verkehrt, aber meist reicht doch ein großes Lehrbuch (zum Nachschlagen) und ein Kompaktbuch wie z.B. die Duale Reihe BC. Wenn Du zu viele Bücher hast, kann es schnell passieren, dass Du am Ende jedes Kapitel 4x liest, um zu sehen, in welchem Buch es am besten ist. Das ist unheimlich zeitaufwändig und wahrscheinlich der Grund, aus dem die Verlage unheimlich viel Geld an MedStudenten verdienen.
Ich gebe zu, ein "gefülltes" Bücherregal sieht schön aus :-love und man fühlt sich gleich viel intelligenter :-stud , wenn man sieht, wieviel Wissen man immer griffbereit hat, aber letztendlich steht ja in den meisten BC-Büchern dasselbe drin. Und wenn Du bestimmte Bücher loswerden willst, verkauf sie einfach. Die wenigsten haben was gegen Markierungen im Buch, wenn sie nur den halben preis zahlen müssen. ;-)

Lieben Gruß, Ally

acg1984
21.09.2008, 19:39
@ Ally

Oh ja, das mit dem in verschiedenen Büchern lesen kenne ich. bei mir ist es meistens so, dass ich wenn ich etwas in einem Buch nicht verstehe mir das nächste nehme um es zu verstehen, dann merke ich, dass in den beiden Büchern Unterschiede sind und will wissen was richtig ist und nehme das dritte.
Ich kann schwer Sachen auswendig lernen, die ich nicht verstehe.
Zum Beispiel habe ich grade die äußeren Augenmuskeln gelernt und finde es äußerst seltsam, dass eine Innenrotation des M.obliquus sup. die Pupille nach
lat. unten dreht. Nunja, habe es jetzt einfach akzeptiert, nach vlt zwei Stunden versuchen der Sache auf den Grund zu gehen.

Gruß, ACG

tinach
21.09.2008, 20:53
@ Ally

Zum Beispiel habe ich grade die äußeren Augenmuskeln gelernt und finde es äußerst seltsam, dass eine Innenrotation des M.obliquus sup. die Pupille nach
lat. unten dreht. Nunja, habe es jetzt einfach akzeptiert, nach vlt zwei Stunden versuchen der Sache auf den Grund zu gehen.

Gruß, ACG

oh ja..glaube das ging oder geht den meisten so :-)) hab mir das letztendlich auch nur gemerkt, weil es eben (für mich) so kurios war..immerwieder lustig u beruhigend zu hören, dass es noch jemand weiteres nich nachvollziehen kann..

Mrs.Robinson
21.09.2008, 20:59
@ Ally

Oh ja, das mit dem in verschiedenen Büchern lesen kenne ich. bei mir ist es meistens so, dass ich wenn ich etwas in einem Buch nicht verstehe mir das nächste nehme um es zu verstehen, dann merke ich, dass in den beiden Büchern Unterschiede sind und will wissen was richtig ist und nehme das dritte.
Ich kann schwer Sachen auswendig lernen, die ich nicht verstehe.
Zum Beispiel habe ich grade die äußeren Augenmuskeln gelernt und finde es äußerst seltsam, dass eine Innenrotation des M.obliquus sup. die Pupille nach
lat. unten dreht. Nunja, habe es jetzt einfach akzeptiert, nach vlt zwei Stunden versuchen der Sache auf den Grund zu gehen.

Gruß, ACG

Wie machst Du das denn mit der Zeit? Als ich noch mit so vielen Büchern hantiert habe, war das immer ein riesen Zeitaufwand und wurde vor Klausuren immer ganz schön knapp.

Soweit ich das noch in Erinnerung habe :-music, ist die Pupille doch nur ein Loch, dessen Weite durch M. sphincter und M. dilatator pupillae über Parasympathikus und Sympathikus reguliert wird.
Das Besondere am M. obliquus sup. ist der Verlauf: er läuft erst med. am Augapfel entlang und zieht vorne durch die Trochlea (Knorpelring). Dann zieht er quer über den Augapfel zurück zur lat. hinteren Bulbsachse. Bei der Innenrotation zieht der Muskel den Augapfel nach vorne med., wodurch die Rollbewegung nach unten lat. entsteht. Sieh Dir so eine Muskelzeichnung mal im Atlas an und stell Dir vor, was passieren würde, wenn Du am ursprung des Muskels ziehen würdest.

LG, Ally

acg1984
21.09.2008, 23:49
Wie machst Du das denn mit der Zeit? Als ich noch mit so vielen Büchern hantiert habe, war das immer ein riesen Zeitaufwand und wurde vor Klausuren immer ganz schön knapp.

Soweit ich das noch in Erinnerung habe :-music, ist die Pupille doch nur ein Loch, dessen Weite durch M. sphincter und M. dilatator pupillae über Parasympathikus und Sympathikus reguliert wird.
Das Besondere am M. obliquus sup. ist der Verlauf: er läuft erst med. am Augapfel entlang und zieht vorne durch die Trochlea (Knorpelring). Dann zieht er quer über den Augapfel zurück zur lat. hinteren Bulbsachse. Bei der Innenrotation zieht der Muskel den Augapfel nach vorne med., wodurch die Rollbewegung nach unten lat. entsteht. Sieh Dir so eine Muskelzeichnung mal im Atlas an und stell Dir vor, was passieren würde, wenn Du am ursprung des Muskels ziehen würdest.

LG, Ally


Liebe Ally,
vielen Dank für deine ausführliche Erklärung, ich habs jetzt echt verstanden. Vielen Dank.
Ich bekomme wirklich Zeitprobleme wenn ich in so vielen Büchern lese, was ein großes Problem von mir beim Lernen darstellt. Die Prüfung auf die ich grade lerne (Kopf/Hals beim Präpkurs), bin ich schon einmal durchgefallen, weil ich da mit meiner Zeit schlecht gehaushaltet habe.
Mir fällt es nur so unheimlich schwer stur Fakten auswendig zu lernen. Andere machen sich meist selten einen Kopf warum irgendwas so ist und lernen es einfach.
Nochmals vielen Dank für deine Erklärung!

LG, ACG

acg1984
21.09.2008, 23:53
oh ja..glaube das ging oder geht den meisten so :-)) hab mir das letztendlich auch nur gemerkt, weil es eben (für mich) so kurios war..immerwieder lustig u beruhigend zu hören, dass es noch jemand weiteres nich nachvollziehen kann..
@ tinach: Es ist wirklich gut zu wissen, dass nicht nur man selbst einige Dinge schwer kapiert.

@ Ally: das mit der Trochlea wusste ich, nur habe ich die Innenrotation auf die Pupille bezogen gehabt und nicht auf den Bulbus. Aber jetzt ist der Groschen wirklich gefallen.

Mrs.Robinson
22.09.2008, 00:04
@ tinach: Es ist wirklich gut zu wissen, dass nicht nur man selbst einige Dinge schwer kapiert.

@ Ally: das mit der Trochlea wusste ich, nur habe ich die Innenrotation auf die Pupille bezogen gehabt und nicht auf den Bulbus. Aber jetzt ist der Groschen wirklich gefallen.

@acg1984: Na dann ist doch alles prima :-) Mir passiert sowas aber auch immer. Ist bei solchen Mengen an Lernstoff auch kein Wunder. Ich hab bei der Niere ganz schön lange gebraucht, um zu verstehen, wie was funktioniert, v.a. weil man da - wie Du schon sagtest - viel einfach nur auswendig lernen muss (was wann wohin fließt und warum?), ohne dass es im Wesentlichen etwas mit Verständnis zu tun hat. :-nix

Linn
24.09.2008, 17:27
.....

ledoell
25.09.2008, 11:02
ohne rausschreiben läuft bei mir gar nix, zumindest in textintensiven fächern wie histo oder bio...ich lese mir normalerweise ein kapitel zuerst komplett durch, dann fasse ich es grob zusammen. danach lese ich nach möglichkeit das gleiche kapitel nochmal in einem anderen lehrbuch (da filtern sich die unwichtigen sachen von alleine raus, die wichtigen sachen stehen nämlich normalerweise dann in beiden büchern). und zum schluss fasse ich die erste zusammenfassung nochmal ultraknapp in stichpunkten zusammen. das dauert zwar alles seine zeit, aber dafür liegt das zeug danach auch im langzeitgedächtnis und is nicht 2 tage später schon wieder vergessen..und gleichzeitig hat man sich selbst ein ganz persönliches skript geschrieben, das man immer wieder verwenden kann :-meinung

Jégvirág
25.09.2008, 11:45
(...) zum schluss fasse ich die erste zusammenfassung nochmal ultraknapp in stichpunkten zusammen (...) ..und gleichzeitig hat man sich selbst ein ganz persönliches skript geschrieben, das man immer wieder verwenden kann :-meinung

Die Methode hört sich wirklich effektiv an. Hab das vor einer Klausur mal ähnlich gemacht und bei den Wiederholungen das Skript immer wieder gekürzt, so dass ich am Ende auch die wichtigsten Stichpunkte zusammengefasst hatte. Das war für die klausur super, weil ich die nach und nach weggelassenen Fakten irgendwann sowieso konnte und kurz vorher nur nochmal das Wichtigste in 10 Minuten durchlesen konnte. Aber als ich diese "Stichpunktsammlung" am Ende des Semesters für die Abschlussprüfung verwenden wollte, hatte ich die ganzen kleinen Details schon wieder verhältnismäßig gut vergessen und konnte mit den ultraknappen Stichpunkten nicht mehr so viel anfangen. Da hilft dann wahrscheinlich nur wieder und wieder lesen, oder? Aber warum brauch ich dann überhaupt ein Skript ... :-??? Alles doof :-music

netfinder
25.09.2008, 11:47
ich hab das schon deshalb nie gemacht, da man die Sachen sowieso irgendwann wieder vergisst, wenn andre dinge wichtig werden. Ausserdem konnte ich so mehr Zeit fuer meine Freiziet verwenden :-top

DocOZ
26.09.2008, 00:25
dieser thread kam mir echt gelegen. habe vor zwei tagen nämlich auch damit angefangen direkt aus dem buch zu lernen. habe vorher alles rausgeschrieben - eigentlich eher sogar abgeschrieben. da ging so viel zeit bei drauf, dass ich es jetzt mal so probieren will. es klappt recht gut muss ich sagen. vllt lerne ich es nicht so perfekt, wie mit dem rausschreiben, dafür spar ich aber viel zeit, die ich im moment nicht habe! :-top ich glaube, dass man langsam versucehn sollte seine lerntechnik umzustellen, wenn man jetzt immernoch alles abschreibt. zumindest glaube ich das für mich. ich versuche jetzt zu lernen direkt aus dem büchern zu lernen, da es für die klinik sicherlich viel praktischer ist. der zu lernende stoff wird nicht weniger leute..... :-keks
genug aus dem buch gelernt für heute ;) ich hau mich hin!

Bensona!
26.09.2008, 11:47
Ich mache mir auf ein Schmierzettel immer verschiedene Skizzen von Schlüsselwörtern. Also ganz ähnlich von Flow-Charts oder wie auch immer. Je nach Thema bla bla. Da findet jeder sein eigenes Mittel.

Manchmal schreibe ich mir sogar bestimmte Wörter mehremals hintereinander auf, damit ich mir es einpräge.

Ich bin dennoch sehr sehr schreibfaul, hab bis jetzt aber kein Grund gehabt, diese Faulheit überwinden zu müssen.

Jeder Lernt so verschieden, dass du deinen eigenen Weg finden musst..

blubb
26.09.2008, 15:10
Ich versuch mir immer eine Art Mind-Map zu erstellen auf einem Blatt und nicht mehr als zwei Blätter dazu mit knappgefasstem Text, den ich mir selber nach Lesen des ganzen Kapitels in meine eigene Sprache "übersetzte".
Mit abgeschriebenen Stichpunkten müsste man viel mehr Seiten bekritzeln und außerdem denkt man dabei nicht gleich um, sondern fasst stumpf zusammen.
In BC bspw. habe ich es geschafft, über die Semster alles auf ca. 25 Seiten zusammenzufassen und genau das habe ich dann fürs Physikum hib und stichfest gelernt ohne nochmal in Bücher zu schauen (nur wenn was unklar war) und das war für mich ne sehr gute Methode.