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Meuli
18.02.2009, 09:27
... siehe Posting über dir .... :-)) :-oopss

demoson
03.10.2010, 00:05
Bei einer Frau wurde auf der IMC-Station Blut in der Leiste abgenommen.(schlechte Venen) Stochernde junge Ärzte.
Dabei wurde ,unbemerkt eine Ader perforiet. Nach ca.6 Tagen einbluten, wurde dann ein sehr großes Hämatom durch CT und Untersuchungen erkannt. Um 21 Uhr wurde die Frau dann mit NOTAZT und Krankenwagen
zur Blitz Notaufaufnahme in ein anderes Krankenhaus verlegt.
Sie kam auf die Intensiv Station und wurde am Morgen operiert,(Hämatom ausgeräumt)am nächsten Tag nochmal Op.
Der Krankenhausaufenthalt ist wegen -glomerulo nefritis-middel range.
Sie hat mindestens 12 Kilo Wasser im Gewebe -Bauch und Beine.
Nun ist sie erst richtig am" Boden zerstört.
Wie findet ihr sowas ??

Rumpelstilzchen
03.10.2010, 00:36
Abgesehen von der sprachlichen Fragwürdigkeit des Beitrags: wenn man aus der Leiste Blut abnimmt, sollte man sich sicher sein, daß da nix nachläuft, es unter Umständen also zu der von Dir beschriebenen Situation kommt. Ein Hämatom von der Größe hätte doch eigentlich bemerkt werden müssen?

Ich selbst habe das diverse Mal selbst gemacht, dabei (hoffentlich) immer die die Vene getroffen und immer schön lange komprimiert.

BetterCallSaul
03.10.2010, 00:36
Was hast du mit der Story zu tun? (Also über dem Poster über mir)

Vom Femoralispuls aus weiter caudal, weiß nich mehr, 2Fingerbreit? Habs nie selber gemacht, nur mal gesagt bekommen :D

Rumpelstilzchen
03.10.2010, 00:41
Rein technisch: Arterie tasten, Finger drauf und daneben einstechen. Wenn die Arterie unter dem Finger ist, sollte man bei medial des Fingers gelegener Punktion zuverlässig in der Vene liegen.

THawk
03.10.2010, 00:42
Kurz gesagt: Leider ist eine Komplikation eingetreten, die aber eben immer möglich ist.

Länger gesagt: Wahrscheinlich handelt es sich um eine Angehörige von dir, zumindest scheinst du kein Mediziner zu sein. Deine Wahrnehmung der initialen Blutabnahme ist sehr subjektiv und das Vorgehen der Ärzte zu bewerten ist nicht möglich. Ich gehe davon aus, dass die Blutabnahme indiziert war. Und bei schlechten Venenverhältnisse ist es lege artis z.B. die Leistenvene zu punktieren. Dass dabei auch die Arterie getroffen werden kann gehört zu den möglichen Komplikationen der Maßnahme. Die Folgen sind tragisch, aber nicht vorhersehbar.
Am Ende zu sagen: "Das hätte man anders machen müssen, dann wäre es nicht so gekommen" ist immer einfach.

Also - alles Gute für die Patientin!

BetterCallSaul
03.10.2010, 00:44
Rein technisch: Arterie tasten, Finger drauf und daneben einstechen. Wenn die Arterie unter dem Finger ist, sollte man bei medial des Fingers gelegener Punktion zuverlässig in der Vene liegen.

Also genau wie man sich anatomisch das vorstellt, weil der Docs anders erklärt hatte vom Verlauf her, damits so gut wie unmöglich wird die Arterie zu punktieren :D aber Danke!

Vom Verlauf her nach dem Tasten weiter caudal zu stechen macht ja auch Sinn, weil die Vene ja medial läuft und man so verlaufstechnisch der Arterie aus dem Weg geht..

dreamchaser
03.10.2010, 12:14
Wenn du bei der Punktion am Leistenband deine Finger auf der Arterie lässt, an der Stelle, wo du den stärksten Puls tastest, dann ist die Wahrscheinlichkeit auch recht gering, die Arterie zu treffen, wenn du dann noch den 1 cm medial einstichst. Eine 100%ige Garantie gibt es sowieso nicht, da es sehr viele anatomische Varianten gibt.

Rico
03.10.2010, 19:57
da es sehr viele anatomische Varianten gibt.Was gibt's denn für anatomische Varianten in der Leiste?
Außer dass der Abgang von APF bzw. der Zufluss der VPF mal höher und mal tiefer einmünden kan.... was aber für die Punktion egal ist, weil die ja nach unten ziehen und nachwievor die Vene medial der Arterie liegt.
Der gute alte IVAN ist doch einer der verlässlichsten Merksätze. :-meinung

dreamchaser
03.10.2010, 20:03
Das bezog sich nicht ausschliesslich auf die Anatomie der Leiste :-)) - klar ist IVAN der unangefochtene Merksatz für die Leiste (habe auch nie etwas anderes behauptet). Manchmal lässt man sich jedoch in die Irre führen, indem man eine kleinere Arterie palpiert und diese evtl. für die A. fem. hält. Hatte mich vielleicht falsch ausgedrückt - aber auch nach vielen Leistenpunktionen (venös und arteriell in allen möglichen Situationen) treffe ich nicht zu 100% sofort.

FirebirdUSA
05.10.2010, 19:01
Abgesehen von der sprachlichen Fragwürdigkeit des Beitrags: wenn man aus der Leiste Blut abnimmt, sollte man sich sicher sein, daß da nix nachläuft, es unter Umständen also zu der von Dir beschriebenen Situation kommt. Ein Hämatom von der Größe hätte doch eigentlich bemerkt werden müssen?


Das mit dem Hämatom passiert schleichend und wenn sich der Patient nicht rechtzeitig meldet merkt man das nicht so schnell. Gibt es bei uns in der interventionellen Radiologie manchmal wenn der Druckverband zu früh entfernt wird...

Zu der Patientin: So wie sich das anhört war die Blutentnahme ja nötig, da sie ein Nierenerkrankung hatte die behandelt werden soll. Das bei gestauteten Beinen das Tasten und punktieren dann noch schwerer ist leider anatomische Tatsache. Das ist sicherlich sehr dumm gelaufen und so ein Patient kann und sollte einem Leid tun, aber so etwas kann passieren :(

dreamchaser
05.10.2010, 23:59
Hatten letztens erst wieder einen Patienten mit Retroperitonealhämatom nach Coro (eben arterielle Punktion der Leiste) - Druckverband aussen völlig in Ordnung, kein Hämatom sichtbar. Aber Pat. kreislaufinstabil - im CT Beweis des Hämatoms und nachfolgende OP. Arterie war eben an der Seite angestochen (dadurch passte das Verschlussystem nicht mehr richtig).