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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der verzwickte Traum Medizinstudium



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Monty
09.10.2008, 14:31
@Kackbratze: Bleib mal im Slip! Hier ging es darum dem Threadersteller zu antworten. Wenn du dich angesprochen fühlst, dann bist du selbst schuld, wenn du dann nicht das zu hören bekommst, was du hören willst. Wenn bei dir alles super ist, dann kauf dir einen Lolli und freu dich aber komm mir nicht mit diesem Sozialbullshit, denn ich bin mir sicher, dass niemand sich meinetwegen einen anderen Studienplatz suchen würde. Aber wir können uns ja mal alle zum Kuscheln treffen, vielleicht findet sich dann ja eine Lösung, die alle glücklich macht.

@Linda: Dämlicher Beitrag, sorry. Ich habe den Thread nicht erstellt sondern meine Meinung zum Thema kundgetan. Wenn du dann aus deiner Wartesemesterromantik raus bist, siehst du vielleicht auch manche Sachen anders. Tut mir leid, dass ich dir deinen Studienplatz weggenommen habe, da wär ich auch frustiert.

Ulle
09.10.2008, 16:02
180.000€ soll das Medizinstudium kosten?

Ich würde eher vermuten, dass ein Teil der anfallenden Kosten der Patientenversorgung auf die Lehre abgerückt werden, wo werden bitte im klinischen Teil des Studiums Kosten in solcher Höhe verursacht? In naturwissenschaftlichen Fächern ist die Betreuung wesentlich besser (=teurer) und es fallen auch noch Kosten für Lehrversuche etc. in nicht unerheblicher Höhe an. Als Medizinstudent in der Klinik spart man dem Staat eher Geld, weil man als Famulant/PJler mitanpacken kann - ich habe jedenfalls noch nicht erlebt, dass Patienten für ihre Mitarbeit entlohnt werden.

Kackbratze
09.10.2008, 16:08
@Kackbratze: Bleib mal im Slip! Hier ging es darum dem Threadersteller zu antworten. Wenn du dich angesprochen fühlst, dann bist du selbst schuld, wenn du dann nicht das zu hören bekommst, was du hören willst. Wenn bei dir alles super ist, dann kauf dir einen Lolli und freu dich aber komm mir nicht mit diesem Sozialbullshit, denn ich bin mir sicher, dass niemand sich meinetwegen einen anderen Studienplatz suchen würde. Aber wir können uns ja mal alle zum Kuscheln treffen, vielleicht findet sich dann ja eine Lösung, die alle glücklich macht.


Zum Kuscheln hast Du doch deine Mami, die trocknet Dir auch deine Tränen ab, wenn dein Leben und deine Zukunft Dir wieder zu anstrengend werden.
Am Besten Du rufst Sie gleich an, damit Sie Dir dein Lieblingsessen kochen kann und Du ihr gleich sagen kannst, wie ungerecht und gemein wir hier sind, weil Du einfach nicht die Opferrolle bekommst, die Dir zusteht!

alley_cat75
09.10.2008, 16:13
180.000€ soll das Medizinstudium kosten?

Diese Zahl geistert zumindestens seit Jahren einheitlich durch die Medien. Und ich denke, das ist auch realistisch - Professoren-/Dozentengehälter, Ausrüstung, Räumlichkeiten bis hin zu Quatsch wie Strom und Heizung. Ja, ja, albern, I know. Aber Luft und Liebe allein macht keinen Mediziner. Und wenn Du über den großen Teich schaust, sind das genau die Summen, die man an einer Fakultät zahlt - für 4 Jahre, nebenbei bemerkt. Aber wir sollten uns hier nicht um einzelne Euros streiten.

dumbo
17.10.2008, 17:40
Diese Zahl geistert zumindestens seit Jahren einheitlich durch die Medien. Und ich denke, das ist auch realistisch - Professoren-/Dozentengehälter, Ausrüstung, Räumlichkeiten bis hin zu Quatsch wie Strom und Heizung. Ja, ja, albern, I know. Aber Luft und Liebe allein macht keinen Mediziner. Und wenn Du über den großen Teich schaust, sind das genau die Summen, die man an einer Fakultät zahlt - für 4 Jahre, nebenbei bemerkt. Aber wir sollten uns hier nicht um einzelne Euros streiten.


...aber da das Studium dort SO VIEL BESSER ist als hier (so hört man's zumindest immer), müsste es hier ja weniger sein...

itsneverlupusanyway
19.10.2008, 02:46
Ein Hinweis: Ich wollte damals Physik machen und hab mich in letzter Sekunde umentschieden, weil auch ich dachte, Medizin sei so großartig. Wenn du das Studium letzten Endes siehst, bleibt nur ein Schluss: Nein, das ist es nicht, es ist stupider Alltag wie alles andere auch und bringt einem nichtmal die Fähigkeit zum Denken bei. Mechanismen werden nicht erklärt, man lernt größenteils auswendig oder Zeug, das ohnehin ständig geändert wird. Die Atmosphäre ist wettbewerbsgetriebener, arroganter und kälter. Es geht nicht um die Wissenschaft, sondern um Prestige, habe ich manchmal den Eindruck, im Grunde lernt man nur eine Fachsprache, deren Sinn es ist, triviale Inhalte aufzublähen und das Wesentliche zu verschleiern.

Überleg dir also gut, ob du es wirklich willst! Siehs dir zumindest mal an, geh in eine Vorlesung, lies dir ein einführendes Buch durch oder was auch immer. Überall wird nur mit Wasser gekocht und die Weide nebenan scheint immer grüner. Geophysik ist ein hochinteressanter Studiengang, man kann in die Klimaforschung gehen und dort unglaublich wertvolle Beiträge leisten, die individuell einzigartig sind, weil Forschung; Medizin dagegen ist ein Handwerk, das man lernt und das weniger Spielräume lässt.
Bedenke bitte auch dass die vorstellungen die du von physik/geophysik hast, vielleicht auch etwas romantisiert sind, bzw dass dein unzufriedenheit an andere bedürfnisse gekoppelt sind, als diejenigen eines zufriedenen medizinstudenten. Nicht jeder hat das gefühl, das leben macht kein sinn wenn man keinen wertvollen beitrag leistet, oder in die geschichtebücher kommt.


Ich will dich nicht abbringen, versteh mich nicht falsch, aber du hast halt einen wunden Punkt getroffen. Wollte eigentlich nur sagen: Überleg dir gut, WARUM du es überhaupt willst. Und dann, WARUM du das andere willst. Mach dir zwei Pro/Kontra Listen.
Einen seeehr guten punkt, wenn man von "äussere motivation" getrieben ist, dann wird man nicht viel freude im studium haben. Ich muss an das stoff interesse haben, sonst bekomme ich überhaupt keine erfolgsgefühle.

Ich wollte eigentlich auch physik studieren, aber war deprimiert und enttäuscht dass ich nicht besser im letzten jahr + nicht weit genug gekommen in einem physik wettbewerb, dass ich gedacht habe, ich ******** drauf, bin eh intelligent genug arzt zu werden und passt schon. Aber das hat nicht gepasst. Ich habe echt glück gehabt, dass ich überhaupt eine fachrichtung gefunden habe, die ich aus freude lernen kann, sonst hätte ich mir echt das hirn ausgeschossen.

Bottom line: wenn du dir sicher bist, dass dir geophysik interessiert, bleib bei geophysik. Wenn du medizin lernen willst, mach die aufnahmeprüfung in österreich, wenn du physiktalent hast, schaffst du den anderen mädels bei der aufnahmetest zu übertreffen. 24 ist kein alter. GoGoGoGo!!!!