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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hypoxie/Hyperoxie - Messmethoden



zoni
03.11.2008, 20:01
Hallo,
warum ist bei der intensivmedizinischen Überwachung der Sauerstofftherapie für die Erfassung einer Hypoxie der Pulsoxymeter geeignet, nicht aber für die Messung einer Hyperoxie? Dafür sei die transkutane Messeung des pO2 besser.

Danke

//stefan
03.11.2008, 20:40
Das Pulsoxy kann nicht mehr als 100% anzeigen, da es messtechnisch begrenzt ist. Sind 100% des Hb besetzt, ist es eben so, da machts keinen Unterschied ob der Partialdruck 90 oder 140 ist.
Die Hypoxie hingegen lässt sich mit dem Pulsoxy zumindest eingrenzen. Werte <90% entsprechen einem pO2 von ca. 60 (siehe SAuerstoffbindungskurve).

Viel besser kann ich es als nicht-Student (noch) nicht erklären. ;-)

Nemesisthe2nd
03.11.2008, 21:55
auf intensivstationen stehen häufiger mal Blutgasanalyse automaten rum... also nen bischen blut aus dem arteriellen zugang (eigentlich für invasive blutdruckmessung) abnehmen und den automaten damit füttern...
gibt praktischerweise gleich noch säure-basen-status und kalium mit dazu...

die erklärung warum das pulsoxy eine hyperoxie nicht messen kann, hat stefan schon geliefert... wenn das HB zu 100% beladen ist, weiß man nicht ob noch mehr O2 da ist oder nicht...

aber wie funktioniert eine kontinuierliche transkutane pO2 messung?

THawk
03.11.2008, 22:13
Laut einer (nicht gerade wissenschaftlichen) Internet-Quelle beruht das transkutane Verfahren auf Sauerstoff-Diffusion. Das macht auch deutlich, dass hier der pO2 und nicht die SaO2 ausschlaggebend ist.

Ansonsten schließe ich mich natürlich Stefan an - bei Hyperoxie steigt nicht die Sättigung, sondern nur der Partialdruck. Die physikalisch gelöste Menge O2 nimmt also zu, die chemisch gebundene Menge bleibt gleich.