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Medimatze
22.01.2009, 16:32
Aber dann meckerst Du wahrscheinlich wieder darüber, dass man dann ja weniger Geld bekomme.

genau darum geht es. es kann nicht sein, dass das so ist. 3800euro brutto als arzt zu verdienen wenn man netto 2200euro rausbekommt. bei uns bekommt die pflege mit 1780euro euro raus. ICH finde die ärtzliche tätigkeit unterbezahlt. darum gehts bei mir. ich arbeite viel, bin belastbar, und verdiene einen dreck. das ärgert mich. nicht die arbeitszeit an sich, sondern der lohn dafür.

Medimatze
22.01.2009, 16:34
"Vergütung nach dem Tarifvertrag für Ärztinnen und Ärzte an kommunalen Krankenhäusern im Bereich der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (TV-Ärzte/VKA" und "Poolbeteiligung".


keine poolbeteiligung, wäre eh nur 40euro, und fürs grundgehalt stimmt das ja auch. dazu kommen dienste und unzählige überstunden. habe diese woche ohne dienste schon 8 überstunden und heute ist äh... donnerstag!!!

habichnicht
22.01.2009, 16:49
bei uns bekommt die pflege mit 1780euro euro raus. Für netto 1780 Euro/Monat braucht man bei Steuerklasse I 2952 Euro brutto, sagt mein Gehaltsberechnungsprogramm.

Ich hab absolut keine Ahnung von den Tarifgehältern der Pflege, aber haben die Schwestern und Pfleger bei Euch ein Grundgehalt von ca. 3000 Euro/Monat für 40 h/Woche?

Edit.:
Hab gerade mal schnell gegooglet:

Pflege hat auf Allgemeinstation TVÖD Entgeltgruppe 7
auf Intensivstation Entgeltgruppe 8,
mit Fachweiterbildung Entgeltgruppe 9.

Ohne Gewähr. Hab nur ganz schnell eine Internetseite überflogen.

Evil
22.01.2009, 17:17
genau darum geht es. es kann nicht sein, dass das so ist. 3800euro brutto als arzt zu verdienen wenn man netto 2200euro rausbekommt. bei uns bekommt die pflege mit 1780euro euro raus. ICH finde die ärtzliche tätigkeit unterbezahlt. darum gehts bei mir. ich arbeite viel, bin belastbar, und verdiene einen dreck. das ärgert mich. nicht die arbeitszeit an sich, sondern der lohn dafür.
Dann tu gefälligst was! Verlaß die Klinik, geh in eine andere Fachrichtung, wasweißich.
Motzen in Internetforen ändert nix, das ist auch nicht besser, als die Verhältnisse zu akzeptieren (was Du einigen hier vorwirfst).

Nautila
22.01.2009, 17:20
Ich will einfach mal diesen Link hier in den Raum werfen: http://www.bwl.tu-darmstadt.de/vwl/forsch/veroeff/papers/ddpie_172.pdf

Das ist zwar von 2004, aber eine sehr schöne, objektive Analyse, wie ich finde, und enthält auch einige interessante Details. Allgemeingültig dürfte das Ganze immer noch sein.

//stefan
22.01.2009, 17:25
genau darum geht es. es kann nicht sein, dass das so ist. 3800euro brutto als arzt zu verdienen wenn man netto 2200euro rausbekommt. bei uns bekommt die pflege mit 1780euro euro raus. ICH finde die ärtzliche tätigkeit unterbezahlt. darum gehts bei mir. ich arbeite viel, bin belastbar, und verdiene einen dreck. das ärgert mich. nicht die arbeitszeit an sich, sondern der lohn dafür.

Wen haste denn da gefragt? Meine Freundin ist examinierte Krankenschwester, nicht verheiratet (das wüsste ich :-)) ) und hat 2.050€ BRUTTO!. Mit 3 Nachtdiensten im Monat hat sie 1.400€ NETTO im Monat...

Rettungsassistenten noch weniger... :-oopss

Christoph_A
22.01.2009, 17:57
Also, das Gehaltsargument zieht in D nur mehr bedingt. Bin jetzt am Ende des 4. Weiterbildungsjahres, bekomme mit Diensten so zwischen 4800 und 5200 Euro brutto, was netto mit der Privaten zwischen 3000 und 3300 Euro ausmacht, das finde ich durchaus angemessen,insbesondere in Zeiten wie jetzt, in denen einige meiner besten Freunde in der Industrie Kurzarbeit leisten und um ihre Jobs bangen.
Was mich nervt, ist die Tatsache, daß die Begleitumstände in diesem Job immer noch mau sind-zu lange Arbeitszeiten, zu strenge Hierarchien, Respektlosigkeiten der Pflege und Patienten, das sollte man ändern, die Kohle stimmt ( mittlerweile ) schon einigermaßen.

Muriel
22.01.2009, 17:58
1800€ netto bekommt bei uns die OP-Pflege mit mindestens 10 Bereitschaftsdiensten (in denen in 90% der Fälle auch mehrere Stunden Anwesenheit bis spät abends gefragt sind, natürlich mit völlig normalem Dienst am Folgetag) raus.

John Silver
22.01.2009, 18:11
Also, das Gehaltsargument zieht in D nur mehr bedingt. Bin jetzt am Ende des 4. Weiterbildungsjahres, bekomme mit Diensten so zwischen 4800 und 5200 Euro brutto, was netto mit der Privaten zwischen 3000 und 3300 Euro ausmacht, das finde ich durchaus angemessen,insbesondere in Zeiten wie jetzt, in denen einige meiner besten Freunde in der Industrie Kurzarbeit leisten und um ihre Jobs bangen.
Was mich nervt, ist die Tatsache, daß die Begleitumstände in diesem Job immer noch mau sind-zu lange Arbeitszeiten, zu strenge Hierarchien, Respektlosigkeiten der Pflege und Patienten, das sollte man ändern, die Kohle stimmt ( mittlerweile ) schon einigermaßen.

Dem stimme ich zu. Ich denke, die vielerorts schlechte bis nicht vorhandene Ausbildung sollte auch erwähnt werden.

Allerdings habe ich keine Hypothek und keine Kinder, daher ist mein Einkommen weniger "belastet".

Medimatze
23.01.2009, 07:05
Dann tu gefälligst was! Verlaß die Klinik, geh in eine andere Fachrichtung, wasweißich.
Motzen in Internetforen ändert nix, das ist auch nicht besser, als die Verhältnisse zu akzeptieren (was Du einigen hier vorwirfst).

kampf gegen windmühlen solange die meisten glücklich mit den umständen sind. klinik verlassen usw. ist mit familie halt immer einfach gesagt. ich brauche meine ambulanzzeit halt noch. wenn ich jetzt gehe, bekomme ich sie nicht angerechnet. andere fachrichtung... ich liebe mein fach! mir hat noch niemand eine klinik nennen können wo es besser ist...

trotzdem motze ich auch im forum -ist ja auch dafür da. konstruktive kritik ist ja erwünscht. ein klinikwechsel ins blaue ist keine sinnvolle alternative, ebenso das wechseln der fachrichtung.

Leelaacoo
23.01.2009, 08:30
Also, das Gehaltsargument zieht in D nur mehr bedingt. Bin jetzt am Ende des 4. Weiterbildungsjahres, bekomme mit Diensten so zwischen 4800 und 5200 Euro brutto, was netto mit der Privaten zwischen 3000 und 3300 Euro ausmacht, das finde ich durchaus angemessen,insbesondere in Zeiten wie jetzt, in denen einige meiner besten Freunde in der Industrie Kurzarbeit leisten und um ihre Jobs bangen.
Was mich nervt, ist die Tatsache, daß die Begleitumstände in diesem Job immer noch mau sind-zu lange Arbeitszeiten, zu strenge Hierarchien, Respektlosigkeiten der Pflege und Patienten, das sollte man ändern, die Kohle stimmt ( mittlerweile ) schon einigermaßen.

Also, ich bin jetzt am Beginn des 4ten WB-Jahres und auf dein Gehalt komme ich nie und nimmer (kommunales Haus). Bist du an ner Uni? Ich verbringe immer 3 WoEnden (jeweils 1 Dienst a ca. 14-16 h) im Haus + etliche Nachtdienste, komme auf ca. 2200 Euro netto heraus (SK I), manchmal auch 2400 Euro, drüber wars noch nie. Im 1sten WB-Jahr hate ich immer 1600 Euro netto...auch nicht mehr als die Pflege. Ich will mich aber nicht beschweren, ich hab keine Kinder und kein haus und komm gut klar und fühle mich auch nicht wirklich unterbezahlt...aber warum die Verdienste doch so unterschiedlich sind, versteh ich nicht ganz..das sind ja fast 1000 Euro/MOnat!

LG Lee

Miss
23.01.2009, 08:41
Das ist aber auch echt wenig dann bei Dir. Bin erst Ende des 1. WBJ, komme ohne Dienste locker auf ca. 2000 Euro, aber hab kein Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld, TVÄ
(natürlich nicht TVÖD, Quatsch!)

habichnicht
23.01.2009, 09:07
Also, ich bin jetzt am Beginn des 4ten WB-Jahres und auf dein Gehalt komme ich nie und nimmer (kommunales Haus). Bist du an ner Uni? Ich verbringe immer 3 WoEnden (jeweils 1 Dienst a ca. 14-16 h) im Haus + etliche Nachtdienste, komme auf ca. 2200 Euro netto heraus (SK I), manchmal auch 2400 Euro, drüber wars noch nie. Im 1sten WB-Jahr hate ich immer 1600 Euro netto... Nach welchem Tarifvertrag wirst Du denn bezahlt? Das klingt ja fast nach TVÖD-Ost. Ich dachte, Du wärst im Raum Ulm-Stuttgart.


Wenn Du erst am Beginn des vierten WBJ stehst, dann wirst Du beim TV-Ä/VKA noch nach Stufe drei bezahlt. In Stufe 4 kommst Du erst "nach dreieinhalbjähriger ärztlicher Tätigkeit". ( Zitat aus dem TV)

Anders gesagt: Ab dem 43. Monat müsstest Du nach Stufe 4 bezahlt werden. Jetzt hättest Du noch Stufe 3, und das waren bisher 3871 Euro brutto (2193.58 Euro netto bei Stkl. 1) und seit Januar 4019 Euro brutto (2272.78 € netto bei Stkl. 1)

Ab dem 43.Monat (= Stufe 4) müsste es dann so aussehen:

brutto 4275,57 €/Monat Grundgehalt für 40 h/Woche.
Wenn Du in der GKV bist, wären das bei StKl. I netto 2398.51 Euro. Wenn Du in der PKV wärst, wären es netto 2744.88 Euro.

Wieviel für die Bereitschaftsdienste am Monatsende zusätzlich zum Grundgehalt rauskommen müsste, kannst Du ausrechnen, wenn Du Deine BD-Stufe kennst.

Im zweiten Teil dieses Beitrags (ganz nach unten scrollen!) steht eine Berechnung für BD nach TV-Ä/VKA bei BD-Stufe 3:

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=610062&postcount=26

Und in diesem Beitrag steht ein Vergleich
Bezahlung von BD nach TV-Ä/VKA BD-Stufe 3 (90%) mit der Bezahlung von BD nach TVÖD BD-Stufe C (65%):

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showpost.php?p=610075&postcount=28

ehem-user-02-08-2021-1033
23.01.2009, 11:23
Hab gerade eine Gehaltstabelle gefunden.

http://www.stern.de/media/pdf/gehaltsliste_01.pdf

habichnicht
23.01.2009, 11:28
Hab gerade eine Gehaltstabelle gefunden.

http://www.stern.de/media/pdf/gehaltsliste_01.pdf ROFL :-)):-)):-)):-)):-)):-)):-))

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?p=548370&highlight=stern#post548370

docmoechtegern
23.01.2009, 11:38
ROFL :-)):-)):-)):-)):-)):-)):-))

http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?p=548370&highlight=stern#post548370Zitat daraus:


So,
mal zum Weiterdiskutieren. Im Stern, Ausgabe Nr. 29 vom 12.7 2007 ist auf S. 50 ein Gehaltsranking veröffentlicht. Von 100 Berufen landet der Krankenhausarzt auf Platz 49 (mit 3040 brutto/m) und somit im Mittelfeld. Die Position darunter wird von Köchen mit 2980 EUR Durchschnittslohn eingenommen, der Platz darüber von Bürokaufleuten mit 3087 EUR....

brutto-Durchschnittslohn der Krankenhausärzte: 3040 Euro.
Also hat mein Pappi doch Recht!!! Als Arzt hat man in jeder Hinsicht die Ar$chkarte gezogen.:-))

Edit.: Bei solchen Berufsaussichten frage ich mich nur noch, weshalb sich immer so viele Leute um einen Medizinstudienplatz balgen. Eigentlich müsste man jeden Medizinstudenten bereits während des Studiums dafür bezahlen, dass er sich so einen Beruf überhaupt antun will.
Sind das alles Masochisten, die vier oder fünf Jahre Wartezeit in Kauf nehmen, um dann so etwas machen zu dürfen?

HorstHützel
23.01.2009, 11:55
Oh bitte nicht schon wieder diese unsägliche, schlecht recherchierte Pseudogehaltstabelle...die Diskussion darum gab's schon mal. :-sleppy

docmoechtegern
23.01.2009, 12:00
Oh bitte nicht schon wieder diese unsägliche, schlecht recherchierte Pseudogehaltstabelle...die Diskussion darum gab's schon mal. :-sleppyEben.Wie kann man als Medizinstudent nur so eine lächerliche Tabelle ernstnehmen?

3040 Euro als brutto-Durchschnittsgehalt aller Krankenhausärzte, also als Durchschnitt aller Ärzte vom Assistenzarzt im ersten WB-Jahr bis hinauf zum Chefarzt. Darüber lachen ja sogar die Hühner meiner Oma.
Die Gehaltsdiskussionen hier werden immer absurder.

Christoph_A
23.01.2009, 16:22
Hallo Leela:
Ne, bin nicht an ner Uni, da wär mein Gehalt etwas höher, bin an nem evangelischen Haus, das nach dem AVR Bayern bezahlt und dort mom noch auf der Intensivstation, was ein paar Euro Schichtzulagen macht-ansonsten hab ich (natürlich) ne private KV und mach im Schnitt aktuell 7 Nächte pro Monat und zwei Wochenende, wo ich unter der Woche dann dafür mal frei habe.
Habe aber auch im "normalen" Haus fast das Gleiche verdient, verstehe Dein Gehalt nicht so ganz-kriegste die Dienste als Freizeit ausgeglichen und nicht als Geld? Würd da nochmal bei der Verwaltung nachfragen, nicht, daß die Dich falsch eingruppiert haben.

Espressa
24.01.2009, 09:54
Hmm, ich lese da so den Gehalt-Thread, und dann den Treffpunkt für gestresste..., und ein Gedanke zwängt sich dabei unweigerlich auf:

Gute Einarbeitung und Ausbildung ist mit gutem Gehalt eben nicht vereinbar.

Kann ja auch gar nicht so sein. Denn der best ausgebildete Assi würde immer quasi als fünftes Rad am Wagen mitlaufen müssen, um wirklich zu lernen, viel Supervision benötigen und alles was er macht würde noch kontrolliert werden. Alles was wer anderer macht würde ihm erklärt und gezeigt werden.
Aber kann man DAFÜR dann auch noch ein fettes Gehalt erwarten? Wenn man quasi kaum selbst produktiv ist? Wohl kaum.
Dafür sammeln unter unerträglicher Dienstlast stöhnende Kollegen auch wieder zusätzliche Zahlungen - auch wenn es manchen bestimmt als eine unverhältnismäßige Vergütung erscheint...

Jedenfalls denk ich wird das Lot immer eher auf die eine oder andere Seite schwingen. Klar, gut ist es nicht, ich befürworte solche Zustände auch nicht; aber that's life.

lg Espressa