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alley_cat75
25.11.2008, 15:48
Du hast wirklich völlig falsche Vorstellungen, was der durchschnittliche Facharzt in den USA verdient. Sicher gibt es exorbitante Jahresgehälter, insbesondere an den privaten Kliniken und großen Instituten, aber der Orthopäde und der Radiologe in D verdienen auch sehr gut. Und wir werden doch nicht alle Orthopäde oder Radiologe, nicht wahr? Die meisten Mediziner in den USA gehören zum Mittelstand und können sich wirklich kein luxuriöseres Leben als der Arzt in D leisten. Glaube es einfach. Es ist so.

GOMER
25.11.2008, 15:52
Offenbar habe ich tatsächlich falsche Vorstellungen (meine ich jetzt nicht ironisch), die sich auf Seiten wie diese berufen, von denen es ja etliche gibt:
http://www.allied-physicians.com/salary_surveys/physician-salaries.htm

Arash
25.11.2008, 15:52
Nein, nein, nein, Du kriegst mich nicht. :-D Gebe ich nicht zu, weil es wirklich davon abhängt, wovon wir reden. Einzelne Institute von vermeintlichen deutschen Klitschenfakultäten haben über die Grenzen hinaus einen hervorragenden Ruf. Betrifft aber einzig und allein die wissenschaftliche Reputation, weniger bis gar nicht die Lehre.


Ich meine ja auch nicht die Lehre! Ich hab dich!!!!


@gomer:

Ich glaube du hast echt falsche Vorstellungen von einem amerikanischen Arzt. Schau dir mal Scrubs an, ziemlich gut gemachte Ärzteserie! Dort laufen die Ärzte auch nicht in Dolce & Gabbana Anzügen rum und fahren einen Aston Martin.

alley_cat75
25.11.2008, 16:01
@GOMER: findest Du es nicht ein wenig eigenartig, dass der Dermatologe dort mehr verdient als ein ITS-Arzt? Hier sind niedergelassene Ärzte mit Klinikärzten vermischt. Solchen Tabellen existieren auch für deutsche Berufe - glaube nur das, was Dir jemand schwarz auf weiß zeigt. :-meinung Ich habe Freunde in den USA, Fachärzte und ich kenne ihre Lohnabbrechnungen. Die sind neidisch, wie gut ich lebe und dass ich die nächsten 20 Jahre keinen Studienkredit zurückzahlen muss. :-heul Normal finde ich, dass die Angaben grundsätzlich höher sind - bedenke die exkludierten Kranken-, Zahnarztversicherungen, Haftpflicht. Unterm Strich, und das schreibe ich wahrscheinlich zum 100. Mal, haben die nicht mehr Geld zum Spielen als unsereins. Wäre es anders, würden tatsächlich 70% der frisch approbierten Kollegen dorthin auswandern. ;-)

Arash
25.11.2008, 16:07
@GOMER: findest Du es nicht ein wenig eigenartig, dass der Dermatologe dort mehr verdient als ein ITS-Arzt? Hier sind niedergelassene Ärzte mit Klinikärzten vermischt. Solchen Tabellen existieren auch für deutsche Berufe - glaube nur das, was Dir jemand schwarz auf weiß zeigt. :-meinung Ich habe Freunde in den USA, Fachärzte und ich kenne ihre Lohnabbrechnungen. Die sind neidisch, wie gut ich lebe und dass ich die nächsten 20 Jahre keinen Studienkredit zurückzahlen muss. :-heul Normal finde ich, dass die Angaben grundsätzlich höher sind - bedenke die exkludierten Kranken-, Zahnarztversicherungen, Haftpflicht. Unterm Strich, und das schreibe ich wahrscheinlich zum 100. Mal, haben die nicht mehr Geld zum Spielen als unsereins. Wäre es anders, würden tatsächlich 70% der frisch approbierten Kollegen dorthin auswandern. ;-)

Ja, wobei Auswandern nicht wirklich eine dumme Idee ist. Man hat keine Schulden und könnte in den USA ganz gut leben. Natürlich müsste man erstmal nach dem USMLE überhaupt gematcht werden. Aber hey stell dir mal ein Leben in California vor! ;-)

alley_cat75
26.11.2008, 08:44
... stell dir mal ein Leben in California vor!

:-kotz Ich stehe auf 4 Jahreszeiten und saubere Luft. Und ich finde es toll, mein Auto auch mal stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwo hinfahren zu können. Bis auf die Tram in SF sieht es ja eher mau damit aus in Deinem geliebten California. Außerdem müsste ich mich dort mit Millionen von Egomanen auseinandersetzen. Hier gibt es nur mich. :-))

Arash
26.11.2008, 10:31
:-kotz Ich stehe auf 4 Jahreszeiten und saubere Luft. Und ich finde es toll, mein Auto auch mal stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwo hinfahren zu können. Bis auf die Tram in SF sieht es ja eher mau damit aus in Deinem geliebten California. Außerdem müsste ich mich dort mit Millionen von Egomanen auseinandersetzen. Hier gibt es nur mich. :-))


Ich steh auf Sonne und Strand, außerdem sind San Diego und Orange County sehr sauber Städte/ County.

Mit dem Auto fahr ich ganz gerne, mach ich auch in Deutschland.. ein typisch iranisch/amerikanische Einstellung halt.

Ich liebe die Menschen dort! Wobei ich auch mit Iranern manchmal gut zurecht komme, mit meinen Deutschen natürlich auch!

littlewood
26.11.2008, 13:28
Ich studiere in den USA Medizin, lebe schon seit 7 Jahren hier, und hätte folgendes beizutragen.


Nimm ein Drittel und es reicht für das Studium an einer guten Fakultät. Wenn Du am Ball :-)) bleibst und am College gute Noten hast, stehen Deine Chancen zudem exzellent, für Medizin auch noch ein Stipendium zu bekommen.

Billigste Uni für Ausländer: wahrscheinlich um die $35,000 pro Jahr. Teuerste Uni im ganzen Land: Tufts University $48,000 pro Jahr. Als Ausländer sind die Unterschiede nicht so enorm. Nur wenn man in-state ist, also seinen offiziellen Wohnsitz in einem Staat wie Texas hat, wird es mit ca. $8,000 im Jahr billiger. Aber für die meisten Amerikaner sind ca. $40,000 im Jahr die Norm. Harvard zählt mit $38,000 übrigens zu den günstigen Unis.

Dazu kommen natürlich noch Lebenshaltungskosten welche zwischen z.B. College Station, Texas und New York City gewaltig verschieden sind. Med school mit weniger als $200,000 schulden zu beenden ist eher die Ausnahme.

Und die Chancen auf ein Stipendium sind alles andere als Exzellent. In unserer Klasse von 150 Studenten gibt es zwei Leute mit Vollstipendien, alle anderen kriegen vielleicht ein paar Tausend im Jahr. Und bei der Auswahl sind die Collegenoten eher unwichtig, praktisch alle Medizinstudenten hatten sehr gute Collegenote. Und als Ausländer (ohne Greencard) kannst du ein Stipendium gleich ganz vergessen.


Innerhalb von 20 Jahren locker abtragen? Wie lange hast du in den USA gelebt, um sowas sagen zu können? Wieviele Ärzte kennst du in den USA? Das wäre eine Beleidigung für jeden Arzt dort.

Doch, das kann man innerhalb von sogar 10 Jahren locker abtragen. Sogar in Family Medicine verdient man mindestens $120,000. Davon könnte man locker $30,000 zum Abzahlen der Kredite verwenden. Das Durchschnittsgehalt in den USA ist ca. $44,000 und davon kann man nicht schlecht leben. In 10 Jahren abzahlen tut es allerdings niemand, denn es gibt gute (steuerliche!) Gründe um das hinauszuzögern. Auch haben Studienkredite generell sehr tiefe Zinssätze und es lohnt sich daher zuerst ein Haus zu kaufen und das abzuzahlen. Zum Mittelstand gehört sicher kein Arzt, denn der "Mittelstand" verdient weniger als die Hälfte eines sogar schlecht bezahlten Arztes.


Du vertust dich aber gewaltig, wenn du denkst das Prestige in den USA keine Rolle spielt. Die Aussage ist eigentllich schon fast unsinnig. Es ist ein Unterschied wenn du an der Duke High Law studiert hast oder an der Irvine state school. Dasselbe mit Medizin...

ehm... nein. Du zitierst als Beispiel law schools, dort spielt das Prestige eine gewaltige Rolle. Selbst innerhalb einer law school sieht es für die untere Klassenhälfte düster aus, sogar an Harvard. In der Medizin? kaum... alle med schools sind sehr streng reglementiert und sind sich für eine klinische Karriere absolut änhlich (Forschung sieht anders aus). Step I,II,III ist was wirklich zählt und dort kann jeder gut oder schlecht abschneiden. Wenn du die entsprechenden Testresultate hast, schert sich niemand darum wo du studierst. Für Patienten mag Harvard zwar einen Moment lang eindrücklich tönen, aber selbst die kümmern sich kaum darum.


:-kotz Ich stehe auf 4 Jahreszeiten und saubere Luft. Und ich finde es toll, mein Auto auch mal stehen zu lassen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln irgendwo hinfahren zu können. Bis auf die Tram in SF sieht es ja eher mau damit aus in Deinem geliebten California. Außerdem müsste ich mich dort mit Millionen von Egomanen auseinandersetzen. Hier gibt es nur mich. :-))

Kalifornien besteht nicht nur aus LA, welches du da beschreibst...

Nun, würde ich jedem ein Studium in den USA empfehlen? Nein. Ist es machbar? absolut. Es gibt aber unmengen kleine und grosse Hürden die überwunden werden müssen und wenn man es nicht schafft, steht man dumm da. Es gibt viele Premeds die es auf Grund von Noten/Interviews/MCAT scores etc. nicht an eine Med school schaffen, und als BS in Biology (wie die meisten Premeds) ist die Jobsuche schwierig und die Optionen beschränkt. Also, lieber einen Plan B ausarbeiten...

Arash
26.11.2008, 14:07
Du irrst dich littlewood, denn auch als Ausländer (ohne Greencard) erhält man Stipendien. Es sind zwar nur wenige Unis die das anbieten, aber diese gibt es. Wobei ob das nun auch für Medizin gilt oder nicht, dass weiß ich leider nicht.


Ich glaube wir haben unterschiedliche Denkweisen, über "lockeres abbezahlen". Du schreibst, man beendet das Studium mit 200.000 Dollar Schulden? Ich kenne sowas wie Schulden nicht und ich mag auch ungerne jemandem oder irgendeiner Institution etwas schulden. Das selbe Spiel wird doch auch in Deutschland gespielt. Bafög! Sagen wir man erhält den höchsten Satz, wieviel beträgt der? Ich kenne mich mit Bafög nicht aus, aber sagen wir mal 550 Euro?! Das hieße nach 6 Jahren Studium hätte man 40.000 Euro Schulden. Bestimmt abbezahlbar, trotzdem sind es Schulden!!! Wenn ich mir nun noch ein Haus kaufen möchte, meinen Geländewagen und meine Kids auf die Schule schicke sind 200.000 Dollar gewaltige Schulden. Ich kenne fertige amerikanisce Ärzte die jedesmal anfangen zu weinen und ich meine wirklich weinen wenn sie anfangen über ihre Schulden zu reden. Es geht auch gar nicht darum, ob du oder ich das abbezahlen könnten sondern um die Allgemeinheit. Und seien wir mal ehrlich, wieviele kommen darauf in den USA studieren zu gehen und wieviele in Amerika selber bringen das Geld auf Medizin zu studieren? Ich habe letztens noch einen netten Film gesehen, eine Buchverfilmung von 21. Der Hauptdarsteller möchte unbedingt Medizin studieren, bringt das Geld nicht auf und so weiter...
Ich glaube, dass wir darüber reden können liegt daran, dass wir uns das vlt leisten können, aber was ist mit den anderen?




Prestige habe ich anders erlebt.

littlewood
26.11.2008, 14:24
Du irrst dich littlewood, denn auch als Ausländer (ohne Greencard) erhält man Stipendien. Es sind zwar nur wenige Unis die das anbieten, aber diese gibt es. Wobei ob das nun auch für Medizin gilt oder nicht, dass weiß ich leider nicht.

Wir reden hier von Medizin und dort sind Stipendien schon sehr selten, im Vergleich zu Undergrad. Für Ausländer, keine Chance.


[...] Es geht auch gar nicht darum, ob du oder ich das abbezahlen könnten sondern um die Allgemeinheit. Und seien wir mal ehrlich, wieviele kommen darauf in den USA studieren zu gehen und wieviele in Amerika selber bringen das Geld auf Medizin zu studieren? Ich habe letztens noch einen netten Film gesehen, eine Buchverfilmung von 21. Der Hauptdarsteller möchte unbedingt Medizin studieren, bringt das Geld nicht auf und so weiter...
Ich glaube, dass wir darüber reden können liegt daran, dass wir uns das vlt leisten können, aber was ist mit den anderen?


Schön, dass du dir das leisten kannst. Ich ging von einem ganz normalen Amerikaner aus, der das ganze Geld durch Kredite aufbringt.

Und 21 ist ja ein netter Film, hat aber mit der Realität wenig zu tun (in mehreren Aspekten). Wenn man in Amerika Medizin studieren will und an einer Uni aufgenommen wird (was unabhängig von der finanziellen Lage geschieht), kann man es auch finanzieren.

sweetashoney
26.11.2008, 14:30
Ich glaube wir haben unterschiedliche Denkweisen, über "lockeres abbezahlen". Du schreibst, man beendet das Studium mit 200.000 Dollar Schulden? Ich kenne sowas wie Schulden nicht und ich mag auch ungerne jemandem oder irgendeiner Institution etwas schulden.

Ich denke littlewood hat auf den credit score und die credit history angespielt. Komisches System (nach europäischer bzw. meiner Sicht), aber durch viele Kredite und gutes, pünktliches Zurückzahlen bekommt man super Zinsen(?) auf neue Kredite. Mir persönlich wäre das auch nichts jemandem zu schulden und zu wissen, dass man jahre- bzw. jahrzehntelang etwas abbezahlen muss, aber in den USA ist das eben so. Wobei viele von meinen Freunden in den USA nebenher immens arbeiten und so tlw. jetzt schon ihren Kredit zurückzahlen- hatte mich ganz geschockt, als eine gute Freundin mir vor ein paar Jahren erzählt hat, dass sie mit 19 und im ersten Studienjahr schon über $20,000 Schulden hätte :-wow

GOMER
26.11.2008, 15:19
Doch, das kann man innerhalb von sogar 10 Jahren locker abtragen. Sogar in Family Medicine verdient man mindestens $120,000. Davon könnte man locker $30,000 zum Abzahlen der Kredite verwenden. Das Durchschnittsgehalt in den USA ist ca. $44,000 und davon kann man nicht schlecht leben. In 10 Jahren abzahlen tut es allerdings niemand, denn es gibt gute (steuerliche!) Gründe um das hinauszuzögern. Auch haben Studienkredite generell sehr tiefe Zinssätze und es lohnt sich daher zuerst ein Haus zu kaufen und das abzuzahlen. Zum Mittelstand gehört sicher kein Arzt, denn der "Mittelstand" verdient weniger als die Hälfte eines sogar schlecht bezahlten Arztes.


Also lag ich doch nicht so ganz daneben...

@Arash. Ich weiß nicht aus welchen finanziellen Verhältnissen Du kommst, aber Schulden an und für sich lassen sich für die meisten Bundesbürger nicht vermeiden. Ich spreche nicht von "Schuldenfalle - Hartz 4 und 10000€ miese". Von Investmentbankern mal abgesehen gibt es kaum Leute die eine Wohnung oder ein Haus mal eben so kaufen können, meine Eltern, beide Akademiker, haben auch 20 Jahre lang Ihre ETW abgestottert, und das ist eine kurze Laufzeit. Solltest Du in der glücklichen Lage sein, daß dies nicht auf Dich zutifft freue ich mich für Dich, aber die Masse (auch von Uni-Absolventen) repräsentierst Du damit nicht.

test
26.11.2008, 21:49
ehm... nein. Du zitierst als Beispiel law schools, dort spielt das Prestige eine gewaltige Rolle. Selbst innerhalb einer law school sieht es für die untere Klassenhälfte düster aus, sogar an Harvard. In der Medizin? kaum... alle med schools sind sehr streng reglementiert und sind sich für eine klinische Karriere absolut änhlich (Forschung sieht anders aus). Step I,II,III ist was wirklich zählt und dort kann jeder gut oder schlecht abschneiden. Wenn du die entsprechenden Testresultate hast, schert sich niemand darum wo du studierst. Für Patienten mag Harvard zwar einen Moment lang eindrücklich tönen, aber selbst die kümmern sich kaum darum.

..

Ein nettes Beispiel dafür ist auch, dass am MGH letztes oder vorletztes Jahr kein einziger Student von Harvard in General Surgery gematcht hat, wohl aber Studenten von mittelklassigen Unis im Süden. ;-)

alley_cat75
27.11.2008, 07:33
Danke, littlewood, für Deine ausführlichen Schilderungen.


Das Durchschnittsgehalt in den USA ist ca. $44,000 und davon kann man nicht schlecht leben.


Na, 44.000 US$ Bruttojahreseinkommen sind nicht wirklich der Knaller, vor allem wenn Du das auf ein durchschnittliches Arztgehalt beziehst. Bei derzeitigen Dollarkurs sind das 31.000 Euro/Jahr, ungefähr das Gehalt einer Krankenschwester. Darf ich Dich demnächst in Foren, wo um schlechte Arztgehälter gejammert wird, zitieren. Laut meiner Lohnsteuerkarte hatte ich letztes Jahr etwas mehr als das Doppelte davon - ohne einen 150.000 Euro Schuldenberg. :-dance

fMRI
27.11.2008, 12:18
Danke, littlewood, für Deine ausführlichen Schilderungen.




Na, 44.000 US$ Bruttojahreseinkommen sind nicht wirklich der Knaller, vor allem wenn Du das auf ein durchschnittliches Arztgehalt beziehst. Bei derzeitigen Dollarkurs sind das 31.000 Euro/Jahr, ungefähr das Gehalt einer Krankenschwester. Darf ich Dich demnächst in Foren, wo um schlechte Arztgehälter gejammert wird, zitieren. Laut meiner Lohnsteuerkarte hatte ich letztes Jahr etwas mehr als das Doppelte davon - ohne einen 150.000 Euro Schuldenberg. :-dance


Littlewood schrieb, was auch ungefähr stimmt, dass das DURCHSCHNITTSGEHALT der US Amerikaner $44k ist. (nochmal, von US-Amerikanern, NICHT DurchschnittsARZTgehalt!). Dort verdient man diese Summe im PGY1, Startgehalt nach der residency ca. 110k/year VOR Steuern.

Das es sehr wenig Stipendien gibt stimmt, und für Ausländer extrem schwierig. WEIL man nacher so viel verdient, und es kein Problem ist die Kredite (die man als legal permanent resident (also was hier immer wieder "green card" genannt wird)) wieder zurückzubezahlen, gibt es eben wenig Stipendien.

Das führt auch dazu, dass die Selektion etwas streng ist und die Abbrecherquote verschwindend gering (ca. 1/100, at most) bleibt.

So, alles klar?

Ah, und der Durchschnittsabsolvent in Medizin ist in den US mit USD $200k verschuldet. Natürlich sind die auch alle bei Studienantritt gegen Berufsunfähigkeit versichert etc. Staatliche Unis sind um einiges "billiger", die teuerste MedSchool ist, wenn ich mich richtig erinnere, U of Colorado für non-state residents. ca. 70k/year.


:-D :-winky

littlewood
27.11.2008, 12:49
Staatliche Unis sind um einiges "billiger", die teuerste MedSchool ist, wenn ich mich richtig erinnere, U of Colorado für non-state residents. ca. 70k/year.

lol ja, stimmt, dort sind es mittlerweile sogar $82,000! Colorado waere demnach die teuerste medschool, aber die sind extra so teuer, dass dort niemand out of state hingeht. Wenigstens kann man dort nach dem ersten Jahr in state werden und dann kostet es nur noch $25,000. Und das Total liegt dann ueber die vier Jahre wieder im Schnitt.

fMRI
27.11.2008, 13:31
lol ja, stimmt, dort sind es mittlerweile sogar $82,000! Colorado waere demnach die teuerste medschool, aber die sind extra so teuer, dass dort niemand out of state hingeht. Wenigstens kann man dort nach dem ersten Jahr in state werden und dann kostet es nur noch $25,000. Und das Total liegt dann ueber die vier Jahre wieder im Schnitt.

Nur, wer mit F1 (normales Visum für reguläre Studis) herkommt, kann nicht "in state" werden. In diesem Fall müsste man vorab 4x USD 82k in einem escrow account "hinterlegen"... Wow! :-wow

Für alle die hier interessiert mitlesen, das sind nur reine Studiengebühren, davon wohnt und isst man noch nicht.... Die durchschnittlichen USD 200k Verschuldung am Ende läppern sich sehr schnell zustande. (Davon könnte man sich in vielen Städten eine nette Wohung kaufen, oder sogar ein Einfamiliernhaus in einer Kleinstadt. (NB: California ist teurer.)) :-)

booya
27.11.2008, 22:00
ey leute kommt mal bitte wieder back to topic, tut mir leid wenn ich euch das jetzt so sage, aber ihr helft mir (dem Verfasser) kein bisschen mit euren aussagen, ob es jetzt 200k sind oder 300k, macht euren eigenen thread auf und schreibt einen essay drüber, was weiß ich...

Für mich kommt es nicht in Frage, nach meinem Bachelor in Pre-Medicine in den USA zu bleiben, ich möchte schon zurück nach Europa und nur hierrum dreht sich dieser THREAAAD, meine ursprüngliche Frage war, in welchem Land ich Semester erspart bekomme und mein Studium (möglichst in der EU) auf englisch beenden kann.

Nur noch Beiträge die mir weiterhelfen, sorry aber das muss mal gesagt werden. Für alles andere eröffnet euch wie gesagt euern eigenen!!!!

DANKE!!!!

Arash
28.11.2008, 09:44
Lieber Booya,

die Antwort ist leider einfach zu beantworten: Nirgendwo!

Denn du studierst ja nicht Medizin, sonderin ein Pre-Medicine Fach (Bio, Chemie, Public Health usw.).

GOMER
28.11.2008, 10:44
Du kannst Dich nicht drauf verlassen, aber grundsätzlich besteht schon die Chance, nach Erhalt eines deutschen Studienplatzes, höhergestuft zu werden, bzw. zumindest einige Kurse erlassen zu bekommen. Ich glaube es gibt hier im Forum auch amerikanische Member die mit einem Bachelor nach Deutschland gekommen sind, andernfalls kannst Du es mal im Studentdoctor Forum probieren. Was ich nicht weiß, wie Deine Chancen stehen in GB oder Irland mit Deinem Bachelor zu studieren, da aber alle Unis da unterschiedliche Curricula haben solltest Du diese vielleicht mal selbst direkt kontaktieren! Ich weiß nur, daß es in Irland speziell für US und CAN-Amis Programme gibt, je nach Uni zwischen 4 und 6 Jahre, die 4 Jahres Programme bauen offensichtlich auf dem Bachelor auf, allerdings sind die nicht für EU Bürger zugänglich und kosten ungefähr auf US Niveau.

P.S.: Hast schon recht, der Thread ist extrem abgedrifftet, sorry!