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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rat von Doktorarbeitserfahrenen/geschädigten



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netfinder
04.12.2008, 15:50
ich mache derzeit eine experimentelle Arbeit in der HNO, bereich Olfaktologie; hab den experimentellen Teil jetzt abere abgeschlossen.

Evista
06.12.2008, 11:48
Der beste Tipp meiner Meinung nach ist, auf die Betreuung als wichtigsten Faktor zu setzen und die Erfolgsquote früherer Doktoranden. Lies dir von denen vieleicht auch mal ein paar Arbeiten durch oder versuch sie zu kontaktieren, dann siehst du evtl. auch, welche Richtung dir besser liegen würde.

Funky24
12.12.2008, 13:58
so...habe ein ähnliches problem wie der eröffner dieses themas...mehrere arbeiten...alle interessant und ich kann mich nicht entscheiden....

1. eine studie zum reflux...es geht darum, dass abhängig vom ph wert rezeptoren aktiviert werden, die einfluss auf den verschluss vom sphinkter haben...dazu soll ich pcr usw. machen....alles drum und dran mit schreiben ist angesetzt bis 2011....gute betreuung inklusive...
2. eine studie über kinder die bis 90 (wende) geboren wurden und ne menigozele hatten und DDR´bedingt nicht alle operiert wurden...soll ich gucken, was aus denen geworden ist, ob op also sinnvoll ist...
3. ne patientenbefragen in gewissen abständen nach op´s, wo ich gucken soll, wieviel sie noch von dem aufkläruzngsgespräch wissen...und dann vielleicht rausfinden, wie man das besser gestalten könnte....

netfinder
12.12.2008, 14:44
2. klingt nach viel Organisationsarbeit, da du ja dioese Kinder ersteinmla finden muesstest (oder sind diese durcvhweg noch im Einzugsbereich der Uniklinik zu finden?); dann waere es sicherlich interessant.
3. wäre mir zu vage, ist ausserdem stark von der Mitarbeit von Patienten abhaengig.
1. klingt ambesten, da festgesetztes Ende (so klang es jedenfalls), PCR und Labortätigkeit (wenn alles was du brauchst schon vorhanden ist, proben usw., koenntest du geregelt arbeiten) und die scheinbar gute Betreuung ist fast das wichtigste bei einer Dr.-Arbeit!

nettie

Flemingulus
12.12.2008, 18:27
1. eine studie zum reflux...es geht darum, dass abhängig vom ph wert rezeptoren aktiviert werden, die einfluss auf den verschluss vom sphinkter haben...dazu soll ich pcr usw. machen....alles drum und dran mit schreiben ist angesetzt bis 2011....gute betreuung inklusive...


Woher weißt Du das mit der guten Betreuung? Aussage des Betreuers? ;-)

Findet man in pubmed zu diesem Themenbereich (inkl. angrenzender Fragestellungen) schon Veröffentlichungen des Betreuers? Das wäre ein Indikator, dass das ganze methodisch einigermaßen etabliert ist. Falls ja: steht auf einer dieser Publikationen ein med. Doktorand mit drauf?

Feuerblick
12.12.2008, 18:44
Und: Bist du bereit, bis mindestens 2012 an einem Thema zu arbeiten (ich würde immer mindestens ein Jahr auf das veranschlagte Enddatum aufschlagen...)?
1. Klingt nach verdammt viel Arbeit und einer sehr langen Zeit. Wenn du das Durchhaltevermögen hast und die Betreuung wirklich gut ist, dann mach das.
2. Hmm, woher bekommst du die Patienten? Musst du die einbestellen und für entsprechende Untersuchung sorgen? Oder geht es um Fragebögen?
3. Sicher interessant, wenn man bedenkt, was man von den Patienten im klinischen Alltag so mitbekommt ("Herr Dokter, was ham se denn nu genau bei mir gemacht? Wurd das Auge rausgenommen?"). Eben eine Frage, wieviele Patienten du befragen musst und wie oft. Patienten sind leider meistens nicht sonderlich motiviert, Monate nach einer Behandlung noch Befragungen zu absolvieren.

unclejohn
12.12.2008, 20:14
1. eine studie zum reflux...es geht darum, dass abhängig vom ph wert rezeptoren aktiviert werden, die einfluss auf den verschluss vom sphinkter haben...dazu soll ich pcr usw. machen....alles drum und dran mit schreiben ist angesetzt bis 2011....gute betreuung inklusive...
Wäre mir ne zu lange Zeit und du beschreibst es recht vage finde ich.


2. eine studie über kinder die bis 90 (wende) geboren wurden und ne menigozele hatten und DDR´bedingt nicht alle operiert wurden...soll ich gucken, was aus denen geworden ist, ob op also sinnvoll ist...
Viel Spaß beim wiederfinden der Leutz. Außerdem werden die sich sicherlich auch super freuen, nochmal untersucht zu werden. Die müssten dann ja zu dir ins Klinikum kommen. Wenn das nicht schon alles klar ist, dass die wann kommen und am besten dafür noch bezahlt werden. Klares Nein!
Operier man denn die Leute immer noch so wie in der DDR? Ich meine ne neue bessere/ andere Technik kann da doch auch zu ganz anderen Ergebnissen führen und wo wäre dann die Relevanz deiner Arbeit? - Soll nur ein Denkanstoß sein. Ich hab keine Ahnung ob der sinvoll ist. Kam mit nur so der Gedanke.

3. ne patientenbefragen in gewissen abständen nach op´s, wo ich gucken soll, wieviel sie noch von dem aufkläruzngsgespräch wissen...und dann vielleicht rausfinden, wie man das besser gestalten könnte....

Hört sich für mich am besten an. Allerdings eben wieder das Problem mit dme Patienten einbestellen. Wenn du nicht ein paar Mittel bekommst, und die Patienten einen kleinen Umstandsausgleich bekommen wird es denke ich schwierig werden an die ranzukommen.

Kann es sein, dass du dir selber noch nicht so genau Gedanken gemacht hast, was du eigentlich willst? Ich meine das sind ja nun schon recht verschiedenen Themen. Überleg doch erstmal, wo du gerne was machen würdest und wie.

lg

Funky24
13.12.2008, 11:21
erstmal danke für die vielen antworten....
...würd schon gern was experimentelles machen...aber soviel auswahl an interessanten arbeiten gibt es bei uns nicht...
...zu 1. ...hab von anderen doktoranden nur gutes von dem betreuer gehört...allerdings macht mir die zeitspanne auch etwas sorgen...
...zu 2.....müsste ich die patienten aus alten unterlagen der kinderklinik raussuchen und anschreiben...meine frage war auch, ob die das überhaupt interessiert....der doktorvater meinte, dass erglaubt, dass sie interesse haben werden, da es hier in md auch eine größere selbsthilfegruppe für diese personen gibt und sie sicher erfreut wären, wenn sie "mal jemand für sie interessiert"...er meinte aber auch, dass wir höchsten zwei monate versuchen würden die leute zu finden...und wenn man dann sieht, dass es nicht klappt, lassen wir es....da er nicht möchte das es ne "sinnlosarbeit" wird...
..zu 3...die patienten würden noch in dem zeitraum befragt werden, in dem sie noch in der klinik sind...würde direkt von der station die bandscheiben-op-leute bekommen...ich er meinte, dass wär mal wichtig rauszufinden, weil ja auch ständig ärzte verklagt werden, da sich die patienten niocht mehr an das gespßräch erinnern....

Haru
11.01.2009, 13:49
zwei kurze fragen :

1. muss ich mir meine dr arbeit immer an meiner uni-klinik suchen, oder kann ich auch was in einem ganz normalen lehrkrankenhaus meiner stadt nehmen ?

2. nehmen wir einmal an ich ( der sich am anfang der klinik befindet ) habe meine arbeit in 1 oder 1,5 jahren fertig und auch geschrieben, was mache ich dann genau, denn die verteidigung etc. und die verleihung des titels ist ja erst nach ablegen des examens möglich, besteht nicht die gefahr, dass mein thema z.b verfällt, nicht mehr aktuell ist, sich vieles ändert wenn sie dann nochmal 2-3 jahre "rumliegen" muss ?

roger rekless
11.01.2009, 14:33
2. nehmen wir einmal an ich ( der sich am anfang der klinik befindet ) habe meine arbeit in 1 oder 1,5 jahren fertig und auch geschrieben, was mache ich dann genau, denn die verteidigung etc. und die verleihung des titels ist ja erst nach ablegen des examens möglich, besteht nicht die gefahr, dass mein thema z.b verfällt, nicht mehr aktuell ist, sich vieles ändert wenn sie dann nochmal 2-3 jahre "rumliegen" muss ?

Jo, Kumpel von mir hat damals über die 4-Säfte-Theorie geschrieben und abgeschlossen. Als er Jahre später das Examen gemacht hat, kam raus dass das alles Humbug war (obwohl das IMPP noch danach gefragt hatte), und der Körper beileibe nicht nur aus 4 Säften besteht. Da musste er sich ne neue Arbeit mit nem aktuelleren Thema suchen, ich glaub da gings irgendwie darum ob man mit Aprikosenkernen Hirntumore besiegt oder so! Ich wünsch ihm viel Glück =)