Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Emotionen



Seiten : 1 [2]

Medicus_bonus
11.12.2008, 20:48
@Medicus bonus:
Manche Symptome, wie z.B. stark ausgeprägte Emotionen, haben viele Menschen. Ebenso haben auch viele Probleme mit der Aufmerksamkeit etc. und daher wird wohl bei einigen von Ihnen dann auch ein AD(H)S diagnostiziert.
Aber weißt Du was? Es ist völlig egal, worauf Deine starken Emotionen beruhen. Auch wenn Du die Ursache finden solltest, wird sie wahrscheinlich nicht therapierbar sein. Was Du aber tun kannst ist zu lernen, damit umzugehen. Freu Dich doch, dass Du positive Emotionen so stark emnpfinden kannst und überlege Dir Strategien, Dich von den negativen nicht so stark herunterziehen zu lassen.

Ähnlich verhält es sich mit den Eigenschaften, die Du unter "ADHS" zusammenfasst. Mit MPH kannst Du sie ein wenig beeinflussen, wichtig ist aber auch hier, dass Du lernst mit Dir selbst und Deinen Eigenschaften umzugehen und sie (natürlich im Rahmen) zu beeinflussen. Dass Du uns hier damit auf die Nerven gehst liegt auch daran, dass Du so rüberkommst, als entschuldigtest Du alles mit dieser "Erkrankung" und seiest der Meinung, als müsste jeder deshalb auf Dich Rücksicht nehmen. Das ist aber nicht so und "im Leben" wird das später auch niemand tun. Also liegt es bei Dir, Deine Strategien zu überdenken, dazuzulernen etc.

Das war jetzt ein nett gemeinter Rat.

Viele Grüße,
Ally

Zeige mir die Stelle an der ich irgendetwas entschuldige. Tut mir leid, aber das bildet ihr euch schlichtweg ein, denn ich will rein gar nichts mit meinem ADHS entschuldigen. Das liegt bei mir einfach vor. Mit MPH kann ich nicht meine Eigenschaften regulieren, sondern den Stoffwechsel in meinem Kopf. Dies führt zu weniger ausgeprägtem Bewegungsdrang und zu einem kontrollierbarerem Fokus.
Rücksicht sollte jeder auf jeden nehmen, mich mit eingeschlossen. Mein ADHS tut da nur sehr wenig zur Sache.

Logo hat eine perfekte Antwort gegeben und solche Antworten brauche ich.

Ich bin auch froh über diese Emotionen nur würde ich gerne wissen wo Emotionen herkommen und darüber möchte ich hie diskutieren.

Coxy-Baby
11.12.2008, 21:04
Ich bin auch froh über diese Emotionen nur würde ich gerne wissen wo Emotionen herkommen und darüber möchte ich hie diskutieren.

Na es ist nicht so einfach zu erklären wie Emotionen entstehen, es gibt zwar neuroanatomische Korrelate die mit bestimmten Verhaltensweise einhergehen aber auch das nur
grob, ala bei Borderlinern gibts es statistisch folgende Änderungen an der Amygdala...... Aber wie ein Gehirn
Umweltreize/Erlebnisse emotional "einfärbt" ist nicht geklärt
(zumindestens nicht in der Tiefe)

Rene_Weller
11.12.2008, 21:07
Also mir kleben sie in der Schule immer Zettel mit ganzen fiesen Beschriftungen an den Rücken, und zwar ohne dass ichs merke, weil mich meine besonders starken Emotionen ablenken. Bin ich jetzt auch hochbegabt?

Coxy-Baby
11.12.2008, 21:18
Bin ich jetzt auch hochbegabt?

Ja bist du und dafür gibts von mir nur für dich diesen
:-keks

Mit freundlichen Grüßen ;-)

Sebastian1
11.12.2008, 21:36
Rene, dich hatte ich bei anderer Gelegenheit schon darauf hingewiesen, dass so etwas unpassend ist und ein Postring entfernt. Da hier bereits angezählt war, gibts jetzt konsequenterweise Forenurlaub auf Probe, erstmal für 3 Tage.

Tse Tse
11.12.2008, 21:46
Weiß nicht ob die Ausführung hochtrabend oder banal daher kommt xD
Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es eine Palette von Grundgefühlen gibt, die jeder Mensch in der Lage ist zu spüren.
Die fürsorgliche Mutter, die das Baby streichelt und nährt und das Baby daraufhin sicher nur bei der Fülle an angenehmen Eindrücken mit "alles bestens" reagieren kann und ein Feuerwerk an Endorphinen ausschüttet (bin satt, die Berührung der Haut tut so gut, es ist warm, der angenehme Duft der Mutter) und sich im Lauf der Zeit durch eben diese Erlebnisse Bahnen bilden, die dann die Neuronen veranlassen auch in anderen (verknüpften) Situationen zu feuern. Und auch komplexere Zustände und Nuancen entstehen können.
Als Spekulation, erlebte Zeiten der "Zurückweisung" von der geliebten Mutter und der Sehnsucht nach ihrer Nähe, warum sollte daraus Jahre später nicht eine Empfindung wie Verlangen (nach einer anderen Person entstehen von der man, ähnlich des als Baby erlebten Feuerwerkes, erhofft dieses (unbewusst) wieder erleben zu können).
Und wie Coxy schreibt, denke ich schon, dass die Einfärbung und Intensität dieses verspürten Verlangens dann von Mensch zu Mensch auch unterschiedlich sein kann, weil eben auch unsere Erlebnisse, Erinnerungen (und was ich da vorhin noch so schrieb) verschieden voneinander sind.

little_lunatic
11.12.2008, 22:19
allein das erleben von emotionen ist bei menschen unterschiedlich. manche emotionen sind für die einen normal für die anderen eine qual. ich denke genauso wie die schmerzschwelle unterschiedlich ist ist das auch bei emotionen. sowohl in der intensität, dem ertragen und dem erleben.

Hoppla-Daisy
11.12.2008, 22:30
Genau, manch einem laufen ganz schnell die Tränen runter, wenn er/sie etwas (für sich selbst!) sehr Berührendes sieht, während andere darüber nur den Kopf schütteln.

Jeder Jeck is anders :-nix

Aber TseTse, da ist schon was dran. Ich seh's an meiner Tochter. Mann, hab ich die geknuddelt und mit ihr geschmust, als sie klein war. Und noch heute verlangt sie (wenn wir allein sind :-))) noch immer nach den gleichen Dingen, auch wenn sie sich daran wohl kaum wird erinnern können. Scheint sich irgendwie "eingebrannt" zu haben. Wenn sie mal nen Freund hat, wird der sich schon mal drauf einstellen können, dass das kleine Biest (lieb gemeint) viel viel Streicheleinheiten einfordern wird :-)). Heute schon mal herzlichen Glückwunsch ;-)

ehem-user-02-08-2021-1033
12.12.2008, 12:21
Hast du es schonmal mit Musik probiert ?
Ist eine gute Möglichkeit um mit Emotionen umzugehen.
Also ich meine jetzt nicht, das stumpfe konsumieren von Casting Schrott.
Nein, selbst etwas machen, aber bitte bei DSDS. ;-)
Schadet nicht und du kannst all deinen Emotionen Herr werden.
Ansonsten:
Die Vorstellung, dass irgendwer den menschlichen Geist versteht ist eine Illusion.
Wir haben bis heute nur sehr wage Modelle über das, was in unserem Gehirn vor sich geht.
Und kommt mir jetzt bitte nicht mit den "tollen" Histo-Ergebnissen, das Wissen über Neurotransmitter und der Erkenntnis welche Areale wahrscheinlich bei bestimmten Prozessen verwendet werden. Das sind Fragmente... Ein Bild ergeben sie in uns aber trotzdem nicht. Vielleicht werden sie auch nie eins ergeben...

Überdies erscheint mir, dass der ganze Bereich der Pyschopharmaka für mich eher dem Prinzip der biologischen Titration folgt...

Deswegen würde ich mich von der Hoffnung verabschieden, dass dir jemand in geeigneter Weise den Begriff der Emotion erklären kann.

Tse Tse
12.12.2008, 12:53
Die Vorstellung, dass irgendwer den menschlichen Geist versteht ist eine Illusion.
Nur weil's eine komplexe Geschichte ist, bei der noch nicht alles bis ins Detail verstanden ist und es nicht mit 2 Worten und einer Erklärung a la "dockt der AggroTransmitter AB an Struktur XY an, dann geht einem das Messer in der Tasche auf" fassen lässt, muss man aber auch kein Mysterium draus machen.
Nachher geht hier im Thread noch die Tür auf und Gott (oder ein anderer Esoteriker) kommt herein und sagt "huhu, da bin ich".

Auch wenn sie schon oft totgesagt wurde, die Psychologie/Psychoanalyse liegt wohl nicht ganz so verkehrt mit ihren Modellen zur Entstehung von Gefühlen, Affekten und Trieben.
Die Gefühle schweben ja offensichtlich nicht im luftleeren Raum umher, sondern entstehen in der Interaktion zwischen einer Person und ihrer Umwelt.

Feuerblick
12.12.2008, 16:50
Japp, Musik ist eine gute Sache, wenn die Emotionen mal wieder in irgendeiner Richtung überkochen. Wenn ich richtig mies gelaunt bin und am liebsten heulen würde vor Wut, dann habe ich meine Songs, von denen ich weiss, dass sie helfen. Zur Not auch nur dann, wenn ich laut mitsinge. Danach gehts mir besser und ich kann schon wieder lachen.
Emotionen sind etwas sehr, sehr Individuelles. Manche Leute bekommen sich vor Freude kaum ein, wo andere nur lächeln. Manch andere bekommt vor Aufregung Bauchschmerzen und Übelkeit, wo der nächste nur etwas hibbelig wirkt. Manch einer findet Verliebtsein und die Schmetterlinge schön, einem anderen verursachen sie Schmerzen. Das hat nichts mit ADHS zu tun (wie auch sonst nur sehr wenig damit zu tun hat). Das ist sicherlich irgendwo zwischen Veranlagung und Konditionierung zu suchen. :-nix (herrjeh, worüber manche Leute sich so Gedanken machen können... hätt ich gar keine Zeit zu...)

Hippokrates2
12.12.2008, 21:42
Also was möchte ich nun genau wissen? Egal welche Emotionen ich empfinde, sei es Freude, Glück, Liebe, Hass, Trauer, Depressive Vestimmung oder ähnliches, stelle ich fest, dass diese Gefühle bei mir subjektiv stärker sind, als bei z.B. Freunden.
Dingfest mache ich diese Beobachtungen an subjektiven Beschreibungen, wie z.B. "Schmetterlinge im Bauch": Der Bauch brennt, es schmerzt etwas und in meinem Kopf laufen 100 Liebesfilme gleichzeitig ab; denken ist nicht möglich zu diesem Zeitpunkt; Luftholen wird schwerer.

Wie entstehen solche Emotionen? Sind das Hormone, welche ausgeschüttet werden? Werden diese im Kopf produziert? Kann ein ADHS bewirken, dass von diesen Hormonen "ausversehen" mehr produziert wird, als eigentlich gewollt, weil ja der Stoffwechsel bei ADHS im Hirn etwas durcheinander ist? Wie kann es zu solchen starken Emotionen kommen?[/QUOTE]

Definition von Emotion nach Watson:
"Eine Emotion ist ein erbliches Reaktionsmuster, das tiefgreifende Veränderungen des körperlichen Mechanismus als Ganzem beinhaltet, insbesondere der viszeralen und der Drüsensysteme. Mit Reaktionsmuster meinen wir, daß die einzelnen Details der Reaktion immer dann mit einiger Konstanz (...) auftreten, wenn der auslösende Reiz dargeboten wird."

Siehe auch ,,Die Emotionstheorie nach Wotson" ;-)

EzRyder
13.12.2008, 01:17
Sind das Hormone, welche ausgeschüttet werden? Werden diese im Kopf produziert? Kann ein ADHS bewirken, dass von diesen Hormonen "ausversehen" mehr produziert wird, als eigentlich gewollt, weil ja der Stoffwechsel bei ADHS im Hirn etwas durcheinander ist?[/B]

Deinen Schilderungen zufolge leidest du unter dem hyperaktiven Typus(es gibt auch einen vorwiegend Unaufmerksamen)

Was ich zu ADHS weiß:
Welcher Neurotransmitter übersynthetisiert oder verzögert abgebaut etc. wird ist mir nicht bekannt. Es imponiert allerdings ein Dopaminmangel, ein wichtiger Neurotransmitter. Elektrophysiologisch zeigt sich bei ADHS eine kortikale Verlangsamung im frontalen Bereich, anatomisch verminderter Blutfluss in den frontalen Kortexarealen und weniger Graue Substanz.(i.d.R. ist daher der Intellekt bei ADHS-Kranken leicht erniedrigt)

Um die Medis zu reduzieren und selbst mehr Kontrolle zu erlangen, lohnt es sich vielleicht ein Biofeedback Training zu absolvieren. Da werden z.T. sehr vielversprechende Ergebnisse erzielt.
Falls du daran interesse haben solltest, kann ich dir eine gute Adresse empfehlen.
gute nacht

Medicus_bonus
14.12.2008, 10:14
in der Regel verminderter IQ? Da habe ich bisher aber nur genau das Gegenteil von erfahren. Bei allen ADHSlern die ich so getroffen haben :-D
Und ich leide auch nicht unter ADHS, im Gegenteil :-))
Aber das gehört jetzt hier nicht hin.

Hätte ja sein können, dass Gefühle irgendwie im Kopf produziert werden und das der veränderte Haushalt von irgendwelchen Stoffen zu einer verstärkten Empfindung führt.

test
14.12.2008, 10:35
in der Regel verminderter IQ? Da habe ich bisher aber nur genau das Gegenteil von erfahren. Bei allen ADHSlern die ich so getroffen haben :-D

Perzeption und Realität liegen eben öfters Welten auseinander. :-angel

Coxy-Baby
14.12.2008, 11:04
in der Regel verminderter IQ? Da habe ich bisher aber nur genau das Gegenteil von erfahren. Bei allen ADHSlern die ich so getroffen haben :-D
Und ich leide auch nicht unter ADHS, im Gegenteil :-))
Aber das gehört jetzt hier nicht hin.

Hätte ja sein können, dass Gefühle irgendwie im Kopf produziert werden und das der veränderte Haushalt von irgendwelchen Stoffen zu einer verstärkten Empfindung führt.

Ich war so frei mich in der Dualen Reihe Psychiatrie zu bedienen:
"Vor allem Teilleistungsschwächen im schulischen Bereich haben klinische Bedeutung.Teilleistungsstörungen sind Grundlage oder Bestandteil zahlreicher Verhaltensstörungen z. B. ADHS "

Natürlich entstehen Gefühle im Kopf, wo auch sonst.Aber
es gibt noch keine Antwort die es in der Tiefe beantworten
würde!
Also am besten machst du folgendes:
- 1. Studieren
- 50T-Mrt bauen (Ich hoffe das reicht)
- 100 PetaFlOp Rechner dranhängen
- Versuch aus den Mrt Bildern ein neuronales Netzwerk im
Rechner zu strukturieren
- Wieder zu MediLearn surfen und UNS erklären wie wo was
so mit Gefühlen los ist.....


PS: ...wobei unser BioProf damals angezweifelt hat, dass es jemals Rechner geben wird, die ein Gehirn in seiner Gänze simulieren werden können.

PPS: Und meist wird es auch die Umwelt sein die unter
ADHSlern "leidet"....