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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Empfehlungen Krankenhäuser für das Pflegepraktikum im Saarland



Martin12
17.12.2008, 13:05
Hallo Leute,

wollte mal fragen, ob einer von euch vielleicht ein Krankenhaus für das Pflegepraktikum im Saarland besonderst empfehlen kann.

Würde mich über ein paar Meinungen von euch freuen.
Habe schon gehört, dass Püttlingen, Heidstock und Winterberg ganz gut sein sollen.

Danke euch!

Mfg
Martin

Cassy
17.12.2008, 14:37
Ich bin zwar nicht aus dem Saarland, aber generell gibts einige Dinge zu beachten bzw bedenken:

1. Nicht jede Station in einem Krankenhaus ist so gut wie eine andere. Es könnte also trotz gutem Ruf ein Reinfall werden.

2. Jeder verhält sich anders und kommt bei den Mitarbeitern besser oder schlechter an. Das beeinflußt den Spaßfaktor schon immens.

3. Nicht jeder findet z.B. Chirurgie toll... könnte also auch dann langweilig werden wenn man in der falschen Abteilung gelandet ist.

4. Selbst auf ein und derselben Station ist der Spaßfaktor von der Schicht abhängig, welcher man zugeteilt ist!!!

So, viel Spaß beim Weitersuchen und auch beim Praktikum :-)


Cassy

Sgt.Pepper
28.12.2008, 17:14
Wo willst du denn im Saarland Praktikum machen (sooo klein ist es nun auch wieder nicht^^)

Ich mache meine Praktika im Fliedner Krankenhaus in Neunkirchen. Das is tiptop da. Die haben Innere und Psychiatrie

AnnikaIF
30.12.2008, 12:43
Obwohl die Eindrücke von verschiedenen Leuten natürlich sehr verschieden sein können, zähl ich jetzt einfach mal auf, wo ich war... ;-)

Einen Monat war ich in SB aufm Winterberg - dort ist alles für Praktikanten super organisiert! Man bekommt eine Mitarbeiterkarte (die als Praktikantenkarte gekennzeichnet wird) , mit der man im sonst kostenpflichtigen Parkhaus umsonst parken kann. Gleichzeitig kannst du dort auch Geld draufladen und damit z.B. in der Cafeteria bezahlen.
Man bekommt auch pro Tag ein Essen umsonst (man "bezahlt" halt mit seiner Karte, auf der scheinbar irgendwie abgespeichert ist, dass dus umsonst bekommst), aber ich glaube ich hatte öfter mal auch Frühstück und Mittagessen in der Kantine an einem Tag. Ein weiteres großes Plus für mich war, dass die Betriebsärztin mir nen Hepatitis-B-Titer machen ließ, da es mein erstes Praktikum war. Der ist sonst recht teuer... Klar kann jede Station da unterschiedlich sein, aber auf "meiner" waren die Leute fast ausnahmslos sehr nett, ich durfte auch recht viel machen und mir wurde viel gezeigt.
Was mir außerdem sehr zugesagt hat, ich musste nur zum Frühdienst kommen und keine Wechselschichten arbeiten - und bei Unpässlichkeiten konnte ich immer problemlos umplanen. So hab ich z.B. mal ein Wochenende gearbeitet, damit ich am Schluss zwei Tage früher frei hatte - Alles kein Problem!
Abgesehen von der etwas schlechten Verkehrssituation ( es is schon etwas ausserhalb und wenn man nicht in Saarbrücken wohnt mit Bus und Bahn zum Frühdienst nicht gut zu erreichen ) würd ich dieses Krankenhaus auf jeden Fall weiterempfehlen...

Den zweiten Monat war ich im Marienkrankenhaus St. Wendel auf einer der Inneren-Stationen; die Arbeit mit den vor allem alten und teilweise echt schwer kranken und sehr immobilen Patienten ist natürlich immer anstrengend - aber dort wars echt angenehm. Konnte wieder viel machen, musste nicht JEDE Drecksarbeit ( sondern nur ein paar ;-) ) erledigen und hab wirklich was gelernt, da die Schwestern und Ärzte gern was erklärt haben. Ich wurde auch gut "angelernt" und erstmal rumgeführt, sodass ich relativ schnell wusste, wo was ist ;-) Auch dort gabs Frühstück für Praktikanten umsonst, meine ich mal ;-) Hier hab ich ebenfalls nur Frühschicht gemacht und Terminverschiebungen waren ebenfalls problemlos.

Meinen letzten Monat war ich in Homburg ebenfalls auf ner Inneren, weil angeblich sonst nirgends Platz war.
Meine Wertung: negativ! Chronisch unterbesetze Dienste, die über jede Hilfe froh waren - wäre ich nicht aus meinen vorherigen Praktika gut vorbereitet gewesen ( z.B. was Waschen und generelles Handling der Patienten angeht ), wäre ich dort sicher untergegangen. Es hieß nämlich nur mach dies und danach das und wenn du noch Zeit hast könntest du auch gerade noch....
Es war einfach so viel Arbeit , die mit der Menge an Personal dort nicht wirklich gut zu schaffen war. Von daher fehlte leider auch generell die Zeit, mir Dinge zu erklären oder zu zeigen (was ich nicht dem Stationspersonal zum Vorwurf mache!)... Auf dieser Station war ich eingeplant als eine normale Arbeitskraft, arbeitete wies halt gerade gepasst hat, sowohl Früh- als auch Spätdienst im häufigen Wechsel und wurde am Schluss sogar noch über die Osterfeiertage(!) uf ne andere Station in diesem Haus geschickt, weils dort noch katastrophaler vom Personal her war. Zu Essen gabs hier für die Praktikanten nichts umsonst, man hätte halt ins Personalcasino gehen können ( es war mir aber generell zu blöd noch fürs Essen zu zahlen, wenn ich eh schon für nix arbeite...) wenn Zeit gewesen wäre...
Also, an die Homburger Uniklinik würd ich eher nicht mehr gehn :-peng

Generell gilt fürs Pflegepraktikum, dass es auf jeden Fall einfacher ist, je mehr man sich anstrengt. Jeder, der sich zu fein oder zu gut ist für unangenehme Arbeiten oder sich nicht gern die Finger schmutzig macht, wird beim Pflegepersonal ganz schnell untendurch sein. Wer hingegen anpacken, auch mal unschöne Sachen erledigen und sich gut in die Stationsgewohnheiten einfügen kann, wird viel besser zurecht kommen und lieber gesehen sein als ein Nörgler und Wichtigtuer ;-) Dann wird das Praktikum auch keine Horrorzeit, sondern eine Möglichkeit sein, auch mal die praktischen Sachen zu lernen ;-)

Martin12
01.01.2009, 11:32
Vielen Dank für eure Antworten, vor allem für deine Megarezension Annika ;-)

Bei mir wird es wahrscheinlich auch Winterberg werden!

Gruß
Martin