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Shakespeareslady
13.01.2009, 15:03
Mir ist heute ein Werbeprospekt eines Zahnarztes in die Hände gefallen (darf man das überhaupt? Ich dachte, Werbung sei verboten?!)., auf dem er Theodor Mommsens "Ohne Leidenschaft gibt es keine Genialität" zitiert. Leider hat keiner der umstehenden gewusst, warum ich so darüber gelacht habe. :-))

Michael72
13.01.2009, 15:16
Ich mach das alles schon etwas länger, wenn auch nicht als Student.
Das muss der Patient nicht fragen, denn das merkt er früher oder später (eher früher) an Deinen Fähigkeiten.Lass mal, alley, da gibt's eh keine Noten.... :-))

Fino
13.01.2009, 16:52
Säße ich in einer Jury bei Auswahlgesprächen würde ich keinen Bewerber zulassen, der mir etwas von Leidenschaft und Menschen helfen erzählt, denn das sind genau die, die die Medizin nicht gebrauchen kann und die nur unglücklich werden :-meinung
Schliesse mich voll und ganz an - bin fuer meinen Beruf ins Ausland gegangen und will nichts anderes machen, aber Leidenschaft? Erfuellung? Wie sagen hier selbst unsere Chefs "Get a life" und damit meinen sie nicht, dass man sich dem Beruf hingibt und darin die Lebenserfuellung sieht - ich mag diesen bodenstaendigen Zug an den Briten

Kackbratze
13.01.2009, 17:37
"Get a life" und damit meinen sie nicht, dass man sich dem Beruf hingibt und darin die Lebenserfuellung sieht - ich mag diesen bodenstaendigen Zug an den Briten

Dann sind die alle nicht leidenschaftlich Berufene...aber vielleicht könnten dann ja manche User mal nach England gehen und versuchen dort ihr Credo bekannt zu machen... :-top

DeKl
13.01.2009, 17:59
das gibt bestimmt wieder krieg oder sowas...

Fino
13.01.2009, 18:48
das gibt bestimmt wieder krieg oder sowas...
wie meinte vor einger Zeit einer der Chefs "You guys are so obsessed..." was er wohl zu einigen Beitraegen hier sagen wuerde? :-))

Hellequin
13.01.2009, 19:51
das gibt bestimmt wieder krieg oder sowas...
Don`t mention the war!













:-))

SkYSkYSkY
13.01.2009, 20:10
Aber lass nur, es muss auch Fußvolk in der Medizin gebem. :-dafür


:-wand

Linda.1001
13.01.2009, 20:28
Aber lass nur, es muss auch Fußvolk in der Medizin gebem.


Ach du lieber Himmel, so weit ist es schon mit der Leidenschaft, dass sich so eine krasse Form der Hierarchie aufgebaut hat?
;-)

Mustang
13.01.2009, 23:03
Also was ist denn hier los?
Ich steig zwar erst spät in die Diskussion ein aber meiner Meinung nach sagt ein Abi nicht viel über die interlektuellen Fähigkeiten aus.
Wenn ich nur bedenke was für leute alle Abi haben, und dazu noch ein gutes und dann in relation setzte was die Geistig wirklich auf dem Kasten haben ist das nur ein Witz.
Jemand mit einem 1er Abi und den LKs Sport und Geschichte oder am besten noch Kunst soll besser geeignet sein als ein gutes 2er Abi mit Mathe, Chemie oder Physik LK?
Ich glaube wohl kaum, außerdem viele der ganz Großen wie unser lieber Herr Einstein durfte die ein oder andere Ehrenrunde in seiner Schulzeit drehen und war nicht der beste Schüler.
Wagt jemand zu sagen das dieser Kerl deswegen geistig Unterbelichtet war?
Ich habe persönlich kein schlechtes Abi aber trotzdem vertrete ich diese Meinung. Außerdem will auch nicht jeder der Nummer 1 Internist werden der nebenbei zich Forschungsprojekte am laufen hat.
Außerdem kommt es auch immer darauf an wo seine stärken liegen zum Beispiel bin ich in Chemie nicht gerade der fiteste muß es halt mit viel fleiß ausgleichen. Anatomie hingegen fällt mir hingegen super leicht und hab das im vorbeigehen drauf.
Und ich kenne auch den ein oder anderen Chefarzt persönlich und die hatten nicht alle die besten Noten im Abi oder im Studium, am ende zählt nunmal das was man kann, ich denke einem Chirugen ist eine gerade ausreichende Leistung in Innere recht wurscht.
Man muß nicht alles super können um ein guter Arzt in seinem Fachgebiet zu sein. Sonst gäb es ja keine Fachärzte wenn jeder alles super machen könnte.

Und das Thema mit der Leidenschaft ist doch von jedem eine persönliches Sache. Ich kenn Ärzte die sind seit Jahrzenten im Berufsleben und machen ihren Beruf immer noch sehr gerne auch mit eine rgewissen Leidenschaft ebenso gibt es welche bei denen ist es einfach nur noch der Job wo es keine Leidenschaft mehr gibt.
Muß jeder mit sich ausmachen wie er es gerne hätte :)
Man muß ja nicht jeden Tag vor Euphorie platzen aber eine gewisse Portion sollte schon da sein.

LG

Michael72
14.01.2009, 06:44
außerdem viele der ganz Großen wie unser lieber Herr Einstein durfte die ein oder andere Ehrenrunde in seiner Schulzeit drehen und war nicht der beste Schüler.Dieses Gerücht setzen in der Regel nur Menschen in die Welt, die von Einstein nicht mehr wissen, als seinen Namen. In der Tat ist es nämlich so, dass Einstein nie sitzen geblieben ist, auch wenn er in Fächern wie Kunst und Geographie eher mittelmässig war. Nun, er ist ja auch nicht als brillanter Geograph berühmt geworden....

mejakru30
14.01.2009, 07:27
Was ist denn Fussvolk in der Medizin? Ich überlege und überlege, aber ich weiss nicht, was oder wer damit gemeint ist. Aber ich glaube auch, es ist besser, wenn ich die Antwort nicht kenne. Ich fühle mich auf jeden Fall nicht angesprochen.
"Nun, er ist ja auch nicht als brillanter Geograph berühmt geworden...."
Exakt.

alley_cat75
14.01.2009, 07:50
Jemand mit einem 1er Abi und den LKs Sport und Geschichte oder am besten noch Kunst soll besser geeignet sein als ein gutes 2er Abi mit Mathe, Chemie oder Physik LK?

Bereits bei der Wahl der Leistungskurse heben sich die Intelligenten hervor. ;-)

Wenn ich eine Abiturnote für aussagekräftig halte, bezieht sich das primär auf das Fleisspotential. :-meinung Gerade in der Medizin muss man viele Sachen gut lernen und anwenden können, auch wenn diese einen nicht so sehr interessieren. Für mich ist und bleibt das ein Armutszeugnis, wenn man als 17/18jährige(r) nicht begreift, wie der Hase läuft und dann noch Arzt werden möchte. :-dagegen Wer auf dem Gymnasium seinen Tag vergammelt und dennoch Medizin studieren möchte, schaut nur zuviele Arztserien oder findet es schlicht chic. :-meinung

Kackbratze
14.01.2009, 08:44
Was ist denn Fussvolk in der Medizin?

Assistenzärzte, die nach 15 Jahren Assistenzarztdasein immernoch kein Interesse an einer Oberarztstelle oder der Facharztprüfung haben.
Leute die ihr Leben lang in einem Krankenhaus an einer Stelle verharren.
Kein Willen zur Weiterbildung.

Aber um sowas erstmal kennenzulernen, muss man schon arbeiten, da kann man sich als Abiturient oder als Student noch keine Vorstellung über solche Leute machen...


Und ein guter Chirurg beherrscht auch die Innere Medizin soweit, dass er erkennt, wann und wie der Internist besser den Patienten therapieren kann als er selber.
Aber das ist auch etwas, was an der Uni (und erst recht nicht im BioLeistungskurs) einem nicht beigebracht wird:
Entscheidend ist die Therapie und die Therapieform die gewählt wird, NACHDEM man die richtig Indikation und Diagnose gestellt hat.

Das Puppenspiel, was einem da in der Vorlesung gezeigt wird, ist nicht die Realität, auch wenn viele sie, mangels Kontakt zu derselben, als solche sehen...

(und JA ich bin Arzt und kann das deswegen beurteilen, danke schonmal für zukünftige Anfeindungen!)

Ehemaliger User 05022011
14.01.2009, 08:50
Bereits bei der Wahl der Leistungskurse heben sich die Intelligenten hervor. ;-)

Wenn ich eine Abiturnote für aussagekräftig halte, bezieht sich das primär auf das Fleisspotential. :-meinung Gerade in der Medizin muss man viele Sachen gut lernen und anwenden können, auch wenn diese einen nicht so sehr interessieren. Für mich ist und bleibt das ein Armutszeugnis, wenn man als 17/18jährige(r) nicht begreift, wie der Hase läuft und dann noch Arzt werden möchte. :-dagegen Wer auf dem Gymnasium seinen Tag vergammelt und dennoch Medizin studieren möchte, schaut nur zuviele Arztserien oder findet es schlicht chic. :-meinung

und was ist nun mit denen, die fleißig sind, ihren Tag nicht vergammeln, ihre Leistungskurse richtig gewählt haben und sagen wir mal 1,8 oder 2,0 Schnitt machen ? ( falls du es nicht weißt, die kamen zu deiner Zeit noch rein, jetzt aber seid mehreren Jahren nicht mehr)

Ehemaliger User 05022011
14.01.2009, 08:57
Jemand mit einem 1er Abi und den LKs Sport .....

LG

nur mal am Rande, der hat vielleicht jeden Tag bis spät abends Training , an den Wochenenden Spiele z.B. , also viel weniger Zeit als andere für die Schule und dann ist es eine genauso gute Leistung unter diesen Bedingungen ein 1er Abi zu machen

außerdem ist das ja kein Schmalspurabi, denn naturwissenschaftliche Fächer hat der ja trotzdem alle ( nur eben im Grundkurs)

ein Abi immer nur allein an den Leistungskursen zu bewerten ist einfach Schwachsinn ( nach meiner Meinung sollte man die sowieso abschaffen und mehr auf eine Grundlagen-Breiten-Ausbildung am Gymnasien setzen, alles andere kann dann an der Uni gemacht werden)

Ehemaliger User 05022011
14.01.2009, 09:02
Aber um sowas erstmal kennenzulernen, muss man schon arbeiten, da kann man sich als Abiturient oder als Student noch keine Vorstellung über solche Leute machen...



nun ja, nur ist das hier laut Überschrift ja ein Forum für Medizinstudenten ("Medi-Learn: Die Seite rund um Medizinstudium - Informationen und große Community von und für Medizinstudenten") und da werdet ihr euch einfach mal damit abfinden müssen, dass die sich über bestimmte Sachen noch "keine Vorstellung " machen können, aber trotzdem hier ihr Meinung schreiben

Mustang
14.01.2009, 09:38
Tja dann gehöre ich zu denen die falsch über Ihn Informiert sind :) gibt ja auch noch viele andere Beispiele.
Ich finde Sport auch sehr wichtig und habe und mache auch schon seit meiner Kindheit Leistungssport und deswegen weiß ich wie anstregend das ist mit der Schule oder dem Studium zu vereinbaren.
Ich wollte diese Leute auch nicht angreifen nur zählt am ende ja nur der Schnitt den man hat und nicht aus welchen Fächern er sich zusammen gesetzt hat.
Klar befürworte ich es auch nicht wenn man jetzt wirklich sehr sehr schlecht in der Schulzeit ist, kommt ja meist durch Faulheit aber mittlerweile reicht wie auch schon gesagt ein 1,8er Abi nicht mehr aus und das ist ja kein schlechtes Abi darum ging es mir auch. Selbst ein 2,2 - 2,3 er Abi ist immer noch ein gutes.
Aber ich sehe das ist und wird eh immer eine Unerschöpliche Diskussion böleiben.
Sachen wie Eignungstest finde ich aussagekräftiger als einen NC und diesen befürworte ich auch und gebe ihm auch den Vorzug gegenüber dem NC.

Ehemaliger User 05022011
14.01.2009, 10:58
Ich wollte diese Leute auch nicht angreifen nur zählt am ende ja nur der Schnitt den man hat und nicht aus welchen Fächern er sich zusammen gesetzt hat.


Ja, das ist ja richtig, aber ich glaube du hast nicht ganz verstanden, was ich sagen wollte . Ich meinte, dass ein Abi von so einem Leistungssportler, der übrigens als Sport Leistungskurs nehmen muss ( ist ihm nämlich vorgeschrieben, wenn er in den Leistungszentren trainiert, kann er sich nämlich ein zweites anderes Leistungsfach gar nicht frei wählen, so wie alle anderen, sondern muss Sport als LK nehmen) und für alle anderen Kurse sehr sehr wenig Zeit hat und trotzdem (bildlich gesprochen also "so mal ganz neben bei") einen einser Schnitt macht, genauso viel "wert" ist (oder vielleicht noch mehr sogar), wie das Abi von Leuten die keinen Leistungssport machen und den ganzen Tag und an den Wochenenden für ihre Kurse pauken können. Jedenfalls hat so ein Mensch für mich, wenn er neben der extrem hohen zeitlichen Belastung durch seinen Sport auch noch ein einser Abi hinlegt, bewiesen, dass er intelligent ist und sehr effektiv arbeiten kann. Alles beste Voraussetzungen für ein Medizinstudium - jedenfalls :-meinung
( bessere Voraussetzungen vielleicht, als diejenigen haben, die nur bienenfleißig und es nur dadurch schaffen einen einser Schnitt hinzulegen)

Mustang
14.01.2009, 11:10
ja doch ich habe es schon verstanden denn ich war ja auch einer von den Kandidaten jedoch hatte ich noch Naturwissenschaften dabei.
Ich spreche jetzt auch eher von den Leuten die auch Sport LK haben sich ne easy Kombi aussuchen und keinen Leistungssport machen denn dieses waren zumindest bei uns die Überzahl.
Wie auch immer meiner Meinung nach ist der Abischnitt nun kein gutes indiez ob man ein guter Student ist oder nicht.Kenne viel auch außerhalb von den medis die in der Schule naja waren und im Studium richtig gut sind.