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Muriel
06.01.2009, 12:52
Du weißt gar nicht, wie wichtig es ist, genau dies zu können, nämlich ohne Ekel oder mehr als die normalen anfänglichen Berührungsängste auf kranke Menschen zugehen zu können. Das kann bei weitem nicht jeder gut. Und nein, ich bin bei weitem nicht abgeklärt, das ganz sicher nicht. Ich setze mich für Patienten ein, ich kümmere mich darum, ihnen das Bestmögliche zukommen zu lassen und v.a. rede ich mit ihnen, was leider längst nicht jeder Kollege tut. Und ja, ich weiß, dass ich das gut mache. Das Einzige, wogegen ich mich wehre, ist, mich diesem Beruf, dieser Arbeit völlig auszuliefern, nichts Anderes mehr als auch nur annähernd ebenso wichtig zu sehen. Mein Leben ist mein Leben, wenn ich abends nach Hause gehe, gibt es sicherlich hin und wieder mal Patienten, über die ich auch dann noch nachdenke, aber im Allgemeinen bleibt alles hinter mir, sobald ich das Krankenhaus verlassen habe. Und wer das nicht kann, und das ist bei Leidenschaft leider so, dass man nicht mal eben davon lässt, der geht früher oder später unter.

Mebahel
06.01.2009, 12:57
Du weißt gar nicht, wie wichtig es ist, genau dies zu können, nämlich ohne Ekel oder mehr als die normalen anfänglichen Berührungsängste auf kranke Menschen zugehen zu können. Das kann bei weitem nicht jeder gut. Und nein, ich bin bei weitem nicht abgeklärt, das ganz sicher nicht. Ich setze mich für Patienten ein, ich kümmere mich darum, ihnen das Bestmögliche zukommen zu lassen und v.a. rede ich mit ihnen, was leider längst nicht jeder Kollege tut. Und ja, ich weiß, dass ich das gut mache. Das Einzige, wogegen ich mich wehre, ist, mich diesem Beruf, dieser Arbeit völlig auszuliefern, nichts Anderes mehr als auch nur annähernd ebenso wichtig zu sehen. Mein Leben ist mein Leben, wenn ich abends nach Hause gehe, gibt es sicherlich hin und wieder mal Patienten, über die ich auch dann noch nachdenke, aber im Allgemeinen bleibt alles hinter mir, sobald ich das Krankenhaus verlassen habe. Und wer das nicht kann, und das ist bei Leidenschaft leider so, dass man nicht mal eben davon lässt, der geht früher oder später unter.

Glücklicherweise hast du deine Arbeit doch ein wenig Menschlicher formuliert.
:-party

Miss
06.01.2009, 13:02
Ich kann hier schon langsam nix mehr sehen vor lauter Nebel der Verklärtheit, der sich hier gebildet hat...und mein Herz bebt vor Leidenschaft :-D
Und draußen warten dutzende von Patienten...auf meinen Segen und meine heilenden Händen :-angel

Jugtail
06.01.2009, 13:20
@Mehabel: Ich würde mir an deiner Stelle die langen Studienjahre sparen und stattdessen Geistheiler und Reiki-Guru werden. Du bist dafür wie geschaffen! :-))

Autolyse
06.01.2009, 13:34
Blablabla...Routine...blablabla
Der einzige Beruf in dem man keine Routine entwickelt dürfte der des islamistischen Selbstmordattentäters sein, schließlich kann man den nur ein einziges Mal ausüben, dafür aber mit voller Leidenschaft. Zudem ist das Erfolgserlebnis garantiert, denn ob einen der Sprengstoff in tausende Teile zerreißt oder einem einige Projektile ein paar Körperöffnungen mehr verpassen: Das Ergebnis dürfte in etwa das Gleiche sein.

simonrhymon
06.01.2009, 13:37
@Mehabel: Ich würde mir an deiner Stelle die langen Studienjahr sparen uns stattdessen Geistheiler und Reiki-Guru werden. Du bist dafür wie geschaffen! :-))
You made by day!

Oh Hilfe, ich sollte ja eigentlich Biokemia lernen, aber -verdammt!- ich habe diesen Beitrag gefunden. Hier steht ja soviel Ranz, da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll mit kommentieren. Also lasse ich es lieber und werde weiter leidenschaftlich Zyklen zeichnen. :-top

Leelaacoo
06.01.2009, 14:26
Ist das geil...jetzt kann ich zum Nachtdienst, besser wirds nicht :-dance
So ein Schmarrn :-))

LG lee (an den Propheten: WAS genau machst du eigentlich im KH? Patient?)

Feuerblick
06.01.2009, 14:50
LG lee (an den Propheten: WAS genau machst du eigentlich im KH? Patient?)Und wenn als Patient, dann in einem KH welcher Fachrichtung?? :-)):-)):-))

Funkel, die morgen leidenschaftslos und roboterhaft wieder arbeiten gehen muss, statt sich diesem philosophischen Thread leidenschaftlich hinzugeben

horsedoc
06.01.2009, 15:02
Nein, wie geil! Und ich find den Thread erst jetzt! :-))
Zum Thema: Arbeit sollte Spass machen, zumindest den grössten Teil der Zeit. Leidenschaft ist imo eher schädlich, da Leidenschaft die nötige Objektivität und den nötigen Abschtand zum Patienten gefährdet.
Ich für meinen Teil arbeite und studiere sehr gerne, leidenschaftlich bin ich dann eher beim Sport.

Und 3 Jobs parallel zu machen geht auch sehr gut ohne Leidenschaft, nur mit Spass an/bei der Sache, ich weiss wovon ich rede... ;-)

Das mit dem Geistheilen find ich einen sehr guten Vorschlag-hat der Threadsteller schon mal was von Ektoplasma gehört? :-angel

Stuntman Mike
06.01.2009, 15:41
Dafür sind "Abrisskalender", wie ich ja da:-meinung

Kann es sein, dass du irgendwie ein bisschen zu viel Serien geschaut hast? Oder ist dieser Glaube dein Strohhalm, um nach 4 Jahren Warten nicht langsam verrückt zu werden?

LaTraviata
06.01.2009, 16:15
:-meinung

Kann es sein, dass du irgendwie ein bisschen zu viel Serien geschaut hast? Oder ist dieser Glaube dein Strohhalm, um nach 4 Jahren Warten nicht langsam verrückt zu werden?

Das Gegenteil ist der Fall - quod erat demonstrandum!!!

schmuggelmaeuschen
06.01.2009, 16:42
Ich finde ein Beruf sollte einem zum größten Teil Spaß machen, einen in gewisser Weise befriedigen, man sollte an der Grundthematik interessiert sein und man sollte zufrieden sien. Leidenschaft ist meiner Meinung nach nicht so wichtig, denn Leidenschaft nutzt sich ab. Es macht doch keinen Sinn einen Beruf zuhaben, der einen absolut keinen Spaß macht (in keiner Weise) und man jeden Tag das Gefühl hat, dass was man macht passt nicht...
Zum Thema Leidenschaft. Ich habe meinen Traumberuf nicht gewählt, den ich auf jeden Fall mit Leidenschaft gemacht hätte? Warum??? Weil ich mir u.a. nicht sicher war ob mir die Leidenschaft reicht... klar denke ich mir manchmal, schön wärs... Vorallem, wenn ich wie jetzt am Lernen hocke und nix mir in mein Hirn geht... Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung für die Medizin, auch wenn es warten heißt....

Miss
06.01.2009, 18:36
Das mit dem Geistheilen find ich einen sehr guten Vorschlag-hat der Threadsteller schon mal was von Ektoplasma gehört? :-angel
Ektoplasma! Ektoplasma! Ektoplasma! Ektoplasma! :-)) :-))

*jetztdochdiepopcornmaschineanwerf*

Ich schlage dem Propheten vor, doch mal 46 Patienten in der Ambulanz zu sehen, spätestens bei Patient 45 ist der Enthusiasmus ein wenig geschrumpft ;-)

Wir nehmen auch Hospitanten...oder Patienten halt :-))

Kackbratze
06.01.2009, 19:08
Manche Abrisskalender sind einfach nur zum wegwerfen geeignet, egal welch hochphilosophisch-trollige Eigenschaften sie auch haben...

Wobei, auf einen guten Trollinger könnte ich echt heute Abend bei meiner "Tudors"-Folge vom Samstag auf DVD.
Nach einem schlechten Nachtdienst, der selbst einem Abrisskalender ein paar Blätter abgerissen hätte ist das genau das Richtige!

Sebastian1
06.01.2009, 19:10
Ein guter Almanach taugt immer noch im Abort, spätestens seit Terry Pratchett wissen wir das ;-)

Coxy-Baby
06.01.2009, 19:37
Wie man sich aus seiner eigenen Verdrossenheit rausschlingen kann :-blush
Da du heute, vielleicht ein paar Sekunden, während deiner Arbeitszeit über diese Beiträge nachdenken wirst, wahrscheinlich erstmal aufgeregt und zum Ende hin endet es in Gleichgültigkeit.
Dafür sind "Abrisskalender", wie ich ja da :-sleppy

Ich verstehe nur nicht, warum man sich so sehr gegen "Leidenschaft" in seinem Beruf sträubt, wir schweifen ja grundsätzlich vom Thema ab, von den Bewerberzahlen etc ,über die Leidenschaft in der Medizin, zu irgendwelchen Lebensphilosophien, was überhaupt nicht meine Absicht war. :-?

So zurück vonner Arbeit, hatte leider keine Zeit darüber nachzusinnen, ich glaub das Wetter und die glatten Straßen sind suboptimal für Leute.... und ich bin auch nicht aufegregt oder glaubst du ich lasse mir durch ein
Forum meine Nerven "rauben"???
Gegen Leidenschaft hat ja keiner was aber es ist doch blöd wenn du dann voller Leidenschaft ins Berufsleben eintrittst,dann voller Leidenschaft mit der Realität konfrontiert wirst und dann mit Leidenschaft den Möllemann ausm 6. Stock machst...
Leidenschaft ist nicht unbedingt der beste Antrieb für 40 Jahre Berufswelt, aber jeder wie ers braucht.

ehemalige Userin 24092013
06.01.2009, 19:55
Leidenschaft im Beruf ist der Tod für jede gesunde Motivation und Überzeugung, die man grösstenteils kontinuierlich im Berufsleben mitbringen sollte.

Leidenschaft macht alles kaputt und das schneller als man denkt. :-meinung

Linda.1001
06.01.2009, 20:26
Mit der Leidenschaft zur Medizin ist es wie mit der Leidenschaft in der Liebe.
:-nix :-D

Leider ist die irgendwann auch mal weg und was dann bleibt ist die Realität und Routine (bla bla Routine blabla um's mit deinen Worten zu sagen.).

DeKl
06.01.2009, 20:37
ich bin jetzt ob der vielen meinungen ein wenig verunsichert, wann ich jetzt wo und was leidenschaftlich tun oder lassen soll. ich werde einfach alles leidenschaftlich tun. ich bin übrigens nackt.

Meuli
06.01.2009, 20:39
:-notify :-notify :-notify :-))