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Feuerblick
18.01.2009, 19:27
@Clara: Japp, das dürfte des Pudels Kern treffen. Dazu kommt noch, dass der geneigte Mediziner immer der Meinung ist, aufgrund seines Studiums selbstverständlich das Wesen seiner Erkrankung zu kennen und noch selbstverständlicher es auch beherrschen zu können. Nach Stabilisierung wird sich selbst entlassen und bei jedem kleineren Stress zeigt sich, wie instabil "stabil" sein kann. Dann fällt Mediziner wieder in altgediente Gewohnheiten zurück.
Ich glaube mitnichten, dass das Gehalt das Problem ist. Eher Überforderung (ich kenne TOLLE Lehrende, die vor jedem Vortrag fast innerlich vor Angst eingehen... und dann zu C2 greifen), Stress, Hektik, Druck von oben, das Gefühl, für alles verantwortlich sein zu müssen.
Das Gehalt ist da ganz sicher überhaupt kein Problem - zumindest nicht bei denjenigen Suchtpatienten, die ich in meiner Umgebung kennengelernt habe.
Überraschend übrigens, wie gut ein Mensch mit Promillewerten funktionieren kann, die mich glatt aus den Latschen werfen würden...:-nix