Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Sie sind für den Beruf Arzt ungeeignet"
Ich bin ziemlich froh, dass ich absolut gar nichts von dem hier Gesagten über das Assistentendasein nachvollziehen kann. In drei Jahren dabei habe ich nicht einmal ansatzweise eine solche Situation erleben müssen, Gott sei Dank!
hi und danke für eure antworten.
nun, solch eine aussage lässt mich nachdenklich werden. was kann ich besser machen, wie besser lernen etc. nun habe ich das grosse datum meines hammerexamens im kopf- wie soll man sich das ganze wissen in den kopf hineinschaufeln, wenn jeder prüfer ähnliche anforderungen an den prüfling stellt wie mein prüfer gestern?
nun, dass ich nicht der doofste bin, dürfte klar sein, schliesslich habe ich alle meine scheine zusammen. grösstenteils durch harte arbeit, teils durch gute zusammenarbeit. ich hoffe wirklich, dass ich im PJ auch wirklich etwas lernen werde. schlechte studenten stehen nicht nur dafür, dass sie selbst schlecht sind, auch die miese lehre (mit wirklich kaum praxisbezug) hat einen anteil an unseren leistungen. oder sehe ich das falsch? wie auch immer, ich hoffe, dass ich im PJ nicht nur zugänge legen und blut abnehmen muss. gruss marc
Alzheimer
24.01.2009, 20:21
In meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin ist mir etwas ähnliches passiert. In meinem letzten Praktikum sagte meine Schulleitung, dass ich das Examen auf Grund meiner Faulheit nie bestehen würde. Ich habe ihr das Gegenteil bewiesen und mein Examen mit 1,9 bestanden ohne viel dafür zu tun.
Als ich mein Studium beendet hatte sind wir uns im KH begegnet und ihr sind alle Gesichtszüge entglitten. Das war echt Klasse.
Beweise also diesem doofen Prüfer einfach das Gegenteil und gehe in ca. einem Jahr mit deinem Zeugnis zu ihm und geniese die Situation.
@Marc
Man kann sich auch dümmer darstellen lassen von seinen Prüfern als man wirklich ist. Du solltest dich nicht verrückt machen und die Aussagen viel mehr als Chance betrachten das Gegenteil zu beweisen. Ich denke es kommt nicht auf Bestnoten am Ende des Studium an, sondern viel mehr darauf das du Zusammenhänge verstehst und weist wovon du redest.
Als ich mein Studium beendet hatte sind wir uns im KH begegnet und ihr sind alle Gesichtszüge entglitten. Das war echt Klasse.
:-)
Nette Situation! Entschädigt, was?
Aber dass die sich noch an Dich erinnern konnte? Meist ist es doch so, dass solche Leute (da unsensibel) öfters solche Sprüche raushauen und sich das Opfer kaum länger als ein paar Tage/ Wochen merken können...
Alzheimer
24.01.2009, 21:28
Die Situation war toll. Da es eine eher kleine Schule war mit ca. 30 Schülern pro Jahrgang kannte sie mich noch. Sie war in diesem KH um Schüler im Praktikum zu betreuen und die Praktikanten wussten, dass ich ebenfalls meine Ausbildung an der Schule gemacht hatte.
"Sie sind für den Beruf Arzt ungeeignet"
das bekam ich heute zu hören.
Es ging um meinen allerletzten Schein, Innere Blockpraktikum.
Gut, es ist mir bewusst, dass mir klinische Praxis fehlt. Ich arbeite nunmal nicht neben dem Studium als Krankenschwester oder Pfleger, sodass mit die Praxis fehlt.
Ich weiss, dass ich nicht so eloquent bin wie viele meiner Kommilitonen. Ob sie das RAAS (System) besser erklären könnten als ich???
"Sie sind für den Beruf Arzt ungeeignet" war jedenfalls die Aussage der Prüfer. Ich solle bitte nicht ins PJ gehen, erstmal ein paar Famulaturen absolvieren und später ins PJ gehen. Denn ich würde spätestens im mündlichen Hammerexamen durchfallen.
Nun, jetzt gebe ich mir die Kante... :-party
und bin am überlegen, ob sie nicht Recht haben???
Marc
Schau dir mal die ganzen approbierten Spacken an, die "hier" so rumlaufen - und bei dir soll es nicht dafür reichen oder was?!
Ich glaube, das würde ich mir in so einer Situation sagen ;-)
Mal im Ernst: Den Schuh muß sich zum Teil der Prüfer anziehen... Vielleicht sollten sie mit dem Stapel "Lehr-Evaluation" nicht nur das Bettenhaus heizen :-)
Kopf hoch & nicht einschüchtern lassen!
Ehemaliger User 05022011
24.01.2009, 22:43
Da hilft nur sich vorzunehmen es mal besser zu machen.
Danke, du sprichst mir aus dem Herzen, genau so sehe ich das auch und hoffe, wir schaffen das dann auch, aber das geht nur, glaub ich, wenn man diese Sachen nicht als normal und gegeben ansieht
Schau dir mal die ganzen approbierten Spacken an, die "hier" so rumlaufen - und bei dir soll es nicht dafür reichen oder was?!
Ich glaube, das würde ich mir in so einer Situation sagen ;-)
Nun da das der Realität entspricht braucht er sich das nicht nur sagen, er darf auch dran glauben !!! ;-) :-meinung
Die approbierten waschen auch nur mit Wasser...
Manche übersehen Kreuzbandrisse...
andere führen Routine Untersuchungen ohne Sorgfalt durch
die nächsten Vergessen Instrumente in Körpern
der ein oder andere Arthroskopiert das falsche Gelenk
und und und.....
zum Schluss gibt es dann noch die Absoluten Menschlichen Nieten denen man am besten nur in Vollnarkose begegnet da sie überhaupt keine Art von Mitgefühl kennen und Entsprechend mit ihren Patienten umgehen.... etc...
In meinem ersten Anatomietestat bekam ich eine Eingangsfrage gestellt, die so umfassend war und wofür mir zu diesem Zeitpunkt einfach das Verständnis fehlte. Dementsprechend lief die Prüfung nicht so gut.
Bei meinem zweiten Testat beim gleichen Prüfer lief es dann um Welten besser und er entschuldigte sich dann bei mir, dass er beim letzten Mal so eine unüberlegt schwere Frage gestellt hat.
Es ist schön, dass es auch noch Prüfer gibt, die selbstkritisch sind und sich Fehler eingestehen können :-)
Ich bin ziemlich froh, dass ich absolut gar nichts von dem hier Gesagten über das Assistentendasein nachvollziehen kann. In drei Jahren dabei habe ich nicht einmal ansatzweise eine solche Situation erleben müssen, Gott sei Dank!
Jupp. Bei mir sind es ja erst drei Wochen, aber das Einzige, was ich immer höre ist mindestens tägliches Lob (!) entweder von der OÄ, Assistenkollegen, der Pflege oder allen auf einmal ;-), dass ich so fit sei und es so toll sei, was ich trotz schlechter Besetungs- und damit Einarbeitungssituation (zunächst schlechte Urlaubsplanung, jetzt solch ein Patientenansturm, dass wir einfach froh sind mit Aufnahmen und Entlassungen hinzukommen und nicht mehr viel Zeit für Erläuterungen bleibt) schaffe. :-) Sowas motiviert! Und auch, wenn man Fehler zugeben und nochmald nachfragen darf. Aber ich kann mir vorstellen, dass sowas auch fächer- und hausabhängig ist.
Also: solch unkonstruktive totale Kritik nicht annehmen!! Wer ehrliche Kritik hat und sie konkret an bestimmten Punkten festmachen, der darf sich gern eignen und dann kannst Du an diesen Dingen arbeiten... Aber diese umfassende Kritik ist einfach beleidigend.
LG,
Ally
Dr. House
25.01.2009, 09:33
und bin am überlegen, ob sie nicht Recht haben???
Marc
Nee. Haben sie nicht. Oder glaubst Du ein Augenarzt besteht die Prüfung "Innere"? :-D
Die Katastrophe wird regelmäßig in zentralen Notdienstpraxen offenbar, wenn dort beispielsweise ein Psychiater plötzlich Hausarztqualitäten beweisen soll. Da kann man Sachen erleben :-wow
Ist der dann ungeeignet oder an ungeeigneter Stelle?
Grüße!
Christoph_A
25.01.2009, 12:29
Na komm, jeder, der länger dabei ist, kennt dumme Sprüche von Vorgesetzten.
Nur derjenige, der sich von so einem substanzlosen Geschwafel beeindrucken lässt, ist meineserachtens ungeeignet. Also Kopf hoch, Ohren in Zukunft auf Durchzug stellen bei sowas und einfach normal weitermachen.
John Silver
25.01.2009, 13:53
Jupp. Bei mir sind es ja erst drei Wochen, aber das Einzige, was ich immer höre ist mindestens tägliches Lob (!) entweder von der OÄ, Assistenkollegen, der Pflege oder allen auf einmal ;-), dass ich so fit sei und es so toll sei, was ich trotz schlechter Besetungs- und damit Einarbeitungssituation (zunächst schlechte Urlaubsplanung, jetzt solch ein Patientenansturm, dass wir einfach froh sind mit Aufnahmen und Entlassungen hinzukommen und nicht mehr viel Zeit für Erläuterungen bleibt) schaffe. :-) Sowas motiviert!
In den ersten Wochen hat man, insbesondere als Anfänger, den Kücken-Status, und wird deswegen geschont. Wenn man aber in einer Situation steckt, in der man selbst als einziger "erfahrener" Assistent mit berauschenden 11 Monaten Berufserfahrung sich zwischen stundenlangen OPs, dringender Forschungsarbeit und der Einarbeitung dreier neuer Assistenten zerreißen darf - dann sieht die Kiste anders aus. Die anderen machen jede Menge Fehler, und das ist auch durchaus verständlich und wird denen verziehen - mir aber nicht. Ich bekomme für alles einen Tritt in den Allerwertesten, und es ist jedem völlig egal, daß ich dabei völlig überfordert bin und es beim besten Willen nicht schaffe, alle meine Aufgaben zu erledigen und gleichzeitig die Arbeit der anderen drei zu kontrollieren.
Dabei weiß ich, daß sowohl mein Chef als auch die Oberärzte mich durchaus schätzen und als sehr guten Assistenten beurteilen. Das eine schließt das andere nicht aus.
Ehemaliger User 05022011
25.01.2009, 13:58
In den ersten Wochen hat man, insbesondere als Anfänger, den Kücken-Status, und wird deswegen geschont. Wenn man aber in einer Situation steckt, in der man selbst als einziger "erfahrener" Assistent mit berauschenden 11 Monaten Berufserfahrung sich zwischen stundenlangen OPs, dringender Forschungsarbeit und der Einarbeitung dreier neuer Assistenten zerreißen darf - dann sieht die Kiste anders aus. Die anderen machen jede Menge Fehler, und das ist auch durchaus verständlich und wird denen verziehen - mir aber nicht. Ich bekomme für alles einen Tritt in den Allerwertesten, und es ist jedem völlig egal, daß ich dabei völlig überfordert bin und es beim besten Willen nicht schaffe, alle meine Aufgaben zu erledigen und gleichzeitig die Arbeit der anderen drei zu kontrollieren.
Dabei weiß ich, daß sowohl mein Chef als auch die Oberärzte mich durchaus schätzen und als sehr guten Assistenten beurteilen. Das eine schließt das andere nicht aus.
und silver, schaffst du es dann, dir das nicht so zu herzen zu nehmen und auf die ohren auf duchzug zu stellen, wie es einige hier dem threadschreiber empfohlen haben oder ärgert ein sowas dann doch, auch wenn man weiß das der chef und die oberärzte einen schätzen ?
alley_cat75
25.01.2009, 14:06
"Sie sind für den Beruf Arzt ungeeignet" - das bekam ich heute zu hören.
Die Meinung eines Einzelnen! Was ist Dein Problem? Wieviele Prüfungen hast Du in den vergangenen Jahren erfolgreich bestanden?! Wiegt das nicht mehr als ein verschrobener Prüfer? Vielleicht hat er Recht, vielleicht auch nicht. Ein guter Hinweis, nicht Internist zu werden? Ich musste mir in meinem Leben schon sovieles darüer anhören, was ich gut könne und was nicht; welchen Beruf ich ergreifen müsste und welchen nicht. Letztendlich bietest nur Du die Antwort darauf: weitermachen, ranklotzen und auch verletzende Kritik ernst nehmen. Erst nach dem Hammerexamen wirst Du wissen, ob der Prüfer recht hatte. Daher machst Du jetzt schön weiter wie geplant. Das Leben ist kein Kinderspiel und niemandem fliegt Erfolg zu.
John Silver
25.01.2009, 14:12
Natürlich ärgert man sich. Es ist nun mal ärgerlich, wenn man völlig inadäquat kritisiert wird, denn eine solche Kritik ist beleidigend. Es ist ärgerlich, wenn statt konstruktiver Kritik ein Ansch*ss kommt, und besonders ärgerlich ist es, wenn man nichts dafür kann.
Mir kommt zugute, daß ich ein gesundes, wohlverdientes Selbstvertrauen habe. Ich weiß, was ich kann und was ich wert bin, und lasse mich nicht von negativen Äußerungen beeindrucken. Ich ziehe mein Ding durch. Ich habe in meinem Leben schon viele Dinge geschafft, obwohl mir vorher von "höchster Stelle" gesagt wurde, ich sei dazu nicht fähig, ich würde es nie im Leben schaffen etc. Das hilft mir, unangenehme Situationen schnell zu verarbeiten und ad acta zu legen. Menschen reden nun mal viel Müll, und man muß lernen, diesen herauszufiltern und ohne Umschweife in den geistigen Mülleimer zu befördern.
Ehemaliger User 05022011
25.01.2009, 14:22
Menschen reden nun mal viel Müll, und man muß lernen, diesen herauszufiltern und ohne Umschweife in den geistigen Mülleimer zu befördern.
Das hast du jetzt aber schön treffend formuliert. :-dafür
Ehemaliger User 20130505
25.01.2009, 14:34
Das hast du jetzt aber schön treffend formuliert. :-dafürJa, das finde ich auch. :-dafür
Linda.1001
25.01.2009, 15:15
Ich kann ja nicht unbedingt mitreden, aber mich würd mal interessieren:
Hast du denn keine detaillierte Begündung dafür gekriegt oder eingefordert?
Ganz ohne Begründung....hätt ich das nicht auf mir sitzen lassen.
Wenn der Prüfer schon sowas loslässt sollte er dir auch sagen woran das liegt, damit du etwas verändern kannst. Alleine die Aussage, du hättest nicht genug Praxis wäre mir nicht ausreichend, sorry.
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