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Hypnos
15.05.2009, 18:45
Wenn Du einmal ein Unterdrucklungenödem durch spontan am Tubus atmende Patienten erlebt hast, wirst Du wissen, warum das nicht (immer) gern gesehen wird. Auf der Intensivstation bieten die Respiratoren allerdings die Möglichkeit einer Tubuskompensation, d.h. der Respirator addiert den durch den Tubus erhöhten Atemwegswiderstand zu seinen Beatmungsparametern. Generell ist man sich aber auch nach Jahrzehnten der Intensivmedizin nach wie vor uneins darüber, wann die herkömmliche ITN bei Langzeitbeatmeten durch eine Tracheotomie ersetzt werden sollte.

Evil
15.05.2009, 20:18
Wenn Du einmal ein Unterdrucklungenödem durch spontan am Tubus atmende Patienten erlebt hast, wirst Du wissen, warum das nicht (immer) gern gesehen wird.
Meine eigene Erfahrung ist diesbezüglich natürlich sehr begrenzt, aber in meiner Abteilung waren ein paar ziemlich ausgefuchste alte Hasen, und die haben Spontanatmung auch bei ITN favorisiert.
Besagtes Lungenödem ist ja eher eine Rarität, wogegen eine Aspiration bei Extubation durch Überhang schonmal häufiger vorkommt... und die ist bei spontan atmendem Patienten nahezu ausgeschlossen.

Ehrlicherweise muß man aber auch zugeben, daß es bequemer ist, den Patienten "platt" und "weich" zu spritzen, als sorgfältig eine Spontanatmung mit Sedierung aufrecht zu erhalten.