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WackenDoc
14.03.2009, 13:44
Dipl Betriebswirt hört sich zumindest schon mal gut an. Vielleicht kann man ja noch QM oder COntrollin dazupacken.
Bin ja angehender AfA und überleg was ich später mal machen könnte außer niederlassen. Bei dem aktuellen Gesundheitssystem reizt mich das nicht wirklich. Im öffentlichen Dienst würd ich schon gern bleiben.

Harry78
14.03.2009, 13:50
Dipl Betriebswirt hört sich zumindest schon mal gut an. Vielleicht kann man ja noch QM oder COntrollin dazupacken.
Bin ja angehender AfA und überleg was ich später mal machen könnte außer niederlassen. Bei dem aktuellen Gesundheitssystem reizt mich das nicht wirklich. Im öffentlichen Dienst würd ich schon gern bleiben.

Man ist dann Dipl. Betriebswirt FH/HB

das steht für den Hartmannbund, aber man müsste sich mal erkundigen, ob es einen Unterschied zum normalen Dipl Betr./FH gibt....sonst ist das bestimmt ne gute Sache, da man im Haupteil auch verschiedene Module, z.b. Krankenhausmanagment oder Praxismanagment belegen kann...

Gersig
14.03.2009, 15:36
Das FH-Studium in Riedlingen ist zeitlich und inhaltlich machbar, ein Freund von mir zog es während des Medizinstudiums parallel durch. Jedoch vermittelt es wohl nur Grundkenntnisse, dennoch ist der Dipl. BWL FH/HB nett :-) Weitere Infos gibt es hier (http://http://www.srh.de/de/fh-riedlingen/4935.html)

Hat jemand von euch vor, das durchzuziehen oder hat es schon durchgezogen?

andyaix
14.03.2009, 17:35
Ich nehme an, dass es schon einen Unterschied macht, ob man Richtung Managemant oder Public Health geht. Das zweite ist sicherlich "theoretischer", oder?

Gersig
14.03.2009, 17:47
Das sind zwei ganz unterschiedliche Studiengänge: "Public Health ist Wissenschaft und Praxis der Krankheitsverhütung, Lebensverlängerung und Gesundheitsförderung durch organisierte, gemeindebezogene Maßnahmen; ein interdisziplinäres Gebiet, das sich mit Gesundheit und ihren Determinanten befaßt" (siehe Wikipedia (http://http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitswissenschaften)). Das Fach ist empirisch-theoretisch ausgelegt und wird dementsprechend so gelehrt. Was du jedoch aus dem Master machst und in welche Richtung du steuerst (z.B. durch Praktika), das ist dir überlassen :-)

gitgott
15.03.2009, 09:27
Hi,
der Abschluss in Riedlingen ist sicherlich sehr interessant und auch nicht zu teuer. Aber Vorsicht:
Es heißt Betriebswirt FH/HB, es ist kein Dipl. Betriebswirt. Der Begriff Betriebswirt ist nicht geschützt und kann somit auch von privaten Trägern benutzt werden.
Dieser Abschluss hat nichts mit einem Dipl. BEtriebswirt oder Dipl. KAufmann zu tun.
Das heißt nicht, dass dieses jetzt schlechter ist, aber den feinen UNterschied sollte man kennen.

GRuß

andyaix
15.03.2009, 18:42
Kann mir jemand mehr über Gesunheitsökonomie in Köln erzählen? Ist jemand dort eingeschrieben?

Muriel
15.03.2009, 19:05
Die Exfreundin eines Kollegen macht den Studiengang an der FH. Ich weiß nur, dass sie in dem Fach recht zufrieden zu sein scheint. Da ich aber absolut keine Ahnung habe, welche Ziele sie hat und ich sie aufgrund des Ex vor Freundin auch eher nicht mehr fragen kann, kann ich Dir leider nicht mehr dazu sagen, sorry.

MrPink
18.03.2009, 07:54
Das ist auch die Frage die ich mir stelle.

Wo landet man damit konkret?

Klar man kann im Gesundheitsamt, Politik, Versicherung... unterkommen.

Aber das kann man wohl auch mit einem Facharzt.
Und da ist die Frage ob der Facharzt nicht sinnvoller ist?
Klinische Erfahrung ist ja doch in fast allen oben genannten Bereichen sinnvoll/ erwünscht.

Will jetzt hier keine miese Stimmung machen. Sind nur die Gedanken die mir durch den Kopf gehen.

Gersig
18.03.2009, 20:39
Die Frage ist, auf welcher Ebene / Höhe du einsteigen willst. Ins Gesundheitsamt kommst du sicherlich ohne Public Health bzw. Zusatzqualifikationen, auf Landes- / Bundesebene sieht das dann doch anders aus

timotheus96
23.03.2009, 11:54
Tag zusammen,

ich kann aus eigener Erfahrung über den Studiengang "Gesundheitsökonomie für Mediziner" an der SRH Riedlingen berichten, habe ihn neben dem Studium absolviert. Unabhängig von möglichen beruflichen Zielen ist es eine gute Sache.
Es gibt keine Präsenzphasen, bis auf die Klausuren, die an Wochenenden geschrieben werden, wobei man sich den Klausurort anhand mehrerer Alternativen aussuchen kann. Das Durcharbeiten der Studienbriefe und das Erstellen von Hausarbeiten ist alles von zu Hause in individueller Zeiteinteilung möglich.
Ich habe den Studiengang vor 3 Wochen kurz nach dem Medizinstudium beendet und bin froh dass ichs gemacht habe. Positiv fand ich dabei vor allem, daß man profunde Einblicke in verschiedene Aspekte des Gesundheitswesens erhält, die man als Medizinstudent nicht bekommt, die im praktischen Berufsleben aber weiterhelfen.
Außerdem war das Studium als Student und Mitglied des Hartmann-Bundes relativ günstig mit insgesamt 2400 Euro.

67paul
26.03.2009, 18:04
Sehr interessant, wie lang hast du denn für das Fernstudium gebraucht?

Wie fandest du die übermittelten BWL-Kenntnisse?

gruß

GOMER
26.03.2009, 20:21
Ich denke, wenn man in erster Linie auf betriebswirtschaftliche Inhalte scharf ist, dann ist man mit nem MBA besser bedient. MPH ist, wie bereits erwähnt, eher in Richtung Fragen von öffentlichem Interesse ausgerichtet.

Gersig
26.03.2009, 20:31
MPH = Öffentliches Gesundheitswesen

MBA / Betriebwirt = Controlling

Wobei der MBA sowohl zeitlich als auch finanziell ein ganz schöner Brocken ist :-meinung

GOMER
27.03.2009, 11:54
Vollzeit gibt es einige zwischen einem und eineinhalb Jahren, finanziell auf den ersten Blick u.U. abschreckend, aber wenn man überlegt, daß das Gehalt nach dem MBA im Normalfall um 50 bis 100% steigt, relativiert sich das ganze recht schnell.

BoBWheeler
28.03.2009, 14:44
Wie sieht es denn mit Karriere im Krankenhaus aus? Da wäre eine entsprechende Weiterbildung doch auch sicherlich vorteilhaft, oder?

Gersig
28.03.2009, 14:58
Auf jeden Fall :-)

Poro
26.05.2011, 09:23
Hat jemand Erfahrungen mit nem MBA oder MPH in den USA gemacht?

Thomas24
29.05.2011, 12:57
Vollzeit gibt es einige zwischen einem und eineinhalb Jahren, finanziell auf den ersten Blick u.U. abschreckend, aber wenn man überlegt, daß das Gehalt nach dem MBA im Normalfall um 50 bis 100% steigt, relativiert sich das ganze recht schnell.

Das eineinhalbfache bis zweifache eines FA oder OA Gehaltes muss in Relation gesetzt werden zu den Opportunitätskosten (1-2 Jahre Gehaltsausfall, falls Vollzeitprogramm, Studiengebühren, Lebenshaltungskosten, ggf. Umzug und Lernmaterial). Der ROI kann dann recht spät eintreten und überschaubar sein, vor allem, wenn man danach weiter im (deutschen) Gesundheitswesen tätig bleiben will.

Zudem sollte man sich sehr genau überlegen, ob man einen generalistischen -also echten- MBA anstrebt, oder einen der spezifisch auf das Gesundheitswesen zielenden "MBA" Programme möchte. Ob Vollzeit oder EMBA. Und last, but not least, ob man diesen MBA macht, um seine berufliche Tätigkeit, bzw. die Industrie, und ggf. noch seinen Standort zu verändern, oder prinzipiell in der gleichen Branche bleiben möchte, ggf. aber "nur" die berufliche Position stärken will.

Je nachdem, wie die Überlegungen ausfallen, kommen völlig unterschiedliche Programme in Betracht, MBA ist ja nicht gleich MBA. Die "kleine FH" um die Ecke kann ein "Gesundheitsökonomie" Studium auf die Beine stellen und das ganze dann als (möglicherweise noch nicht einmal akkreditierten) "MBA in Health Economics" oder ähnlichen Kram bezeichnen, während für den anderen dann tatsächlich eher ein richtiger Vollzeit MBA Programm an einer entsprechenden Institution (INSEAD?, IMD?, Wharton?, HBS? etc.) eher das richtige wäre.

Die Gleichung Medizinstudium + irgendein MBA => steile Karriere geht m.E. überhaupt nicht auf. Überlegt euch, in welches Produkt ihr eure sauer verdienten Euros und eure Zeit/ Mühe investieren möchtet.