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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die vielen Ärztinnen sind schuld an den niedrigen Einkommen



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Espressa
25.03.2009, 18:49
Sind männer von der natur aus weniger motiviert, oder gibt es einen anderen grund warum frauen von unsere selektionssysteme bevorzugt scheinen?

Benutz doch mal das eigene Hirn und denk nach.
Woran soll es liegen, wenn gleich gut intellektuell ausgestattete Individuen unterschiedlich gut bei einer Prüfung abschneiden? Dann schlägt wohl der Faktor Fleiß bzw. Training zu.

Wie bei gleich talentierten Klavierspielern - derjenige der mehr übt, wird besser spielen. Auch wenn beide das gleiche Potential hätten.

Ich denke in der Schule wird es Fächer geben, in denen sich Jungs tendentiell leichter tun wie Mädchen und umgekehrt. Also tut das für den Abischnitt nichts zur Sache.

1up
25.03.2009, 20:37
Benutz doch mal das eigene Hirn und denk nach.
Woran soll es liegen, wenn gleich gut intellektuell ausgestattete Individuen unterschiedlich gut bei einer Prüfung abschneiden? Dann schlägt wohl der Faktor Fleiß bzw. Training zu.
Dann verschiebst du bloss das problem. Warum sind die jungen damen fleissiger als die männer?


Ich denke in der Schule wird es Fächer geben, in denen sich Jungs tendentiell leichter tun wie Mädchen und umgekehrt. Also tut das für den Abischnitt nichts zur Sache.
Da kenne ich mich nicht aus, und mag gar keine meinung haben.

Espressa
25.03.2009, 20:50
Ich behaupte nicht es wäre so; aber das war deine Ausgangssituation - du suchst einen Grund warum es mehr Mädels in die Medizin schaffen als Jungs. Keine Ahnung ob das überhaupt so ist; aber wenn dann denk ich ist es eher eine Frage des Bemühens, als die der Intelligenz.
Oder Männer wollen heutzutags vielleicht gar nicht so gern Ärzte werden, wie Frauen.

Hoppla-Daisy
25.03.2009, 21:04
Es ist bereits in der Schule festzustellen, dass Mädchen im Vergleich zu ihren männlichen Mitschülern mit mehr Elan an die Sache gehen. Ich spreche da aus 6jähriger Erfahrung als Mutter eines Mädchens, die genau das immer wieder berichtet, "dass die Jungs nur Schei**e machen, ganz oft ihre Hausaufgaben vergessen und überhaupt immer total viel rumnerven im Unterricht" :-nix

Die Mädchen waren bisher in allen Schulklassen deutlich besser als die Jungs, sogar in den Fächern, die angeblich eher den Jungs gefallen. Und die Mädchen bekommen ihre Noten nicht geschenkt! Wollte das nur mal betonen ;-). Die Lehrer berichten im übrigen Ähnliches.

Evil
25.03.2009, 21:47
Findest mich kindisch? Oder stelle ich Fragen, die so richtig unintelligent sind?
Eher nur provokant auf ziemlich niedrigem Niveau. Um nicht zu sagen öde.

Autolyse
25.03.2009, 21:57
[...]
Die Mädchen waren bisher in allen Schulklassen deutlich besser als die Jungs, sogar in den Fächern, die angeblich eher den Jungs gefallen. Und die Mädchen bekommen ihre Noten nicht geschenkt! Wollte das nur mal betonen ;-). Die Lehrer berichten im übrigen Ähnliches.

Ich behaupte, die sind einfach nur fleißiger. Das bringt einem sowohl in der Schule, wie auch in unserem glorreichen Studium schon eine Menge(wobei es Gott sei Dank keine Voraussetzung ist), aber in Luft- und Raumfahrttechnik dann doch eher weniger, wie sich an Frauenanteilen von ~2% immer wieder feststellen lässt.

Muriel
26.03.2009, 07:21
Ich glaube, die Luft- und Raumfahrttechnik ist eher vom Interesse eher männlich, daher sind die Frauen dort nicht/kaum vertreten. Und wenn Deine Begründung so stimmte, hieße es ja, dass Frauen fleißiger aber trotzdem dümmer wären, denn sonst wären sie ja auch in dem von Dir genannten Studiengang häufiger vertreten ;-) Aber eigentlich finde ich das hier ziemlich überflüssig, sinnlos und lächerlich. Warum springt man eigentlich auf so eine Kacke an? :-nix

Flauta
26.03.2009, 12:44
Ich glaube, die Luft- und Raumfahrttechnik ist eher vom Interesse eher männlich, daher sind die Frauen dort nicht/kaum vertreten.

Um dieses Ungleichgewicht aufzubrechen, gibt es bei uns den Girls- and Boysday, wo Schüler die Möglichkeit haben, in untypische Berufe hinzuschnuppern.
Wollte zwar nicht hier diskutieren: aber ist ja auch ein Aspekt der gesellschaftlichen Werteerziehung.
Zur Schule: ENtwicklungsspezifisch gesehen sind die Mädchen den Jungs voraus, so dass sie im Grundschulalter bis so 8.-10. Klasse intellektuell reifer sind als die Jungs (das ist so....gibt es Studien dazu, find das nur so schnell jetzt nicht). Die Jungs sind den Mädchen hingegen motorisch und praktisch (z.B. Werkstatt) voraus, nur dass dies für die Leistungsbewertung nicht wirklich relevant ist und nicht positiv ins Gewicht fällt. Die Jungs holen dies ja dann auch auf und daher sind ab der 9.-10. Klasse die Resultate meist ausgewogener.
Klingt grad etwas pauschal, aber wie gesagt, wo genau diese Studien hier verstaut sind, ist undefinierbar:-))

Hellequin
26.03.2009, 13:00
Da ist doch letztens eine Studie rausgekommen, die nahelegt das die Probleme von männlichen Schülern in der Grundschule zu einem gewissen Teil auf eine Überpräsenz von weiblichen Lehrkräften zurückzuführen ist. Zum einen fehlt den Jungen damit wohl ein positives männliches Rollenvorbild und zum anderen neigen Lehrerinnen wohl dazu, Schülerinnen bei gleichem Leistungsniveau besser zu bewerten.
Muss mal schauen ob ich die Studie nochmal finden.

1up
26.03.2009, 14:07
Also, ich habe mit fast jeder frau in der schule gestritten, und habe nur ein einziges mal erlebt, dass ich von einer dame besser benotet werde, als ich verdient hätte. Im Studium schaut die statistik ein bisschen besser aus. Jetzt bin ich wahrscheinlich nicht representativ, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass bias ein riesigen teil ausmacht.

Dass burschen größere probleme haben, fleißig zu sein, still zu sitzen, kommandos zu folgen, mag auch zutreffen.

Wenn das so ist, dass frauen die bessere voraussetzung haben, patienten gut zu therapieren, empathisch zu sein, besser zu schneiden, nähen, besser zu forschen und im allgemeinen ein besseren job zu leisten, dann habe ich kein problem damit, dass frauen den männern studienplätze wegnehmen.

Aber als patient und steuerzahler wäre es mir lieber, die selektion findet auf eine andere stufe statt, nämlich beim arbeitsgeber, oder im studium selber durch die dort erbrachte leistung. Dann ergibt sich eine diskrepanz zwischen anzahl von weiblichen ärzten und männlichen, allein durch interessen und fähigkeiten, und nicht durch bias.

docmoechtegern
26.03.2009, 14:37
Da ist doch letztens eine Studie rausgekommen, die nahelegt das die Probleme von männlichen Schülern in der Grundschule zu einem gewissen Teil auf eine Überpräsenz von weiblichen Lehrkräften zurückzuführen ist. [....]

@Muriel: Natürlich ist die Aussage dieses angeblichen PJler Unsinn, aber er stammt nicht von mir, sondern einer Eurren Kollegen nur zitiert.

Der Typ, der sich dort PJler genannt hat, hat sich vermutlich daran erinnert, dass der Anteil an Frauen unter den Medizinstudenten immer mehr zunimmt, aber die Hypothese, die aus diesem Phänomen abgeleitet wird, scheint er nicht zu kennen.

Diese Hypothese lautet: In typischen Frauenberufen seien die Einkommen niedriger als in typischen Männerberufen (gibt genug Beispiele dafür), weil Frauen meistens andere Prioritäten als Männer setzten: vielen Frauen seien die Familie und familienfreundliche Arbeitsbedingungen wichtiger als Karriere und Spitzengehälter. Deshalb seien sie weniger bereit, für höhere Gehälter zu kämpfen als Männer.
Oder anders gsagt: Frauen seien eher bereit, sich mit niedrigeren Gehältern abzufinden als Männer und verdürben dadurch die Preise.

Früher war Arzt ein typischer Männerberuf. Da inzwischen zwei Drittel der Medizinstudenten weiblich sind, fürchtet man(n), der Beruf Arzt könnte zu einem typischen Frauenberuf werden (verkommen ;-) ) und dadurch an Ansehen und Sozialprestige verlieren, was schließlich zu sinkenden Einkommen führen würde.

@Hellequin: Grundschullehrer ist anderes Beispiel für einen typischen Frauenberuf: geringes Sozialprestige, kaum Aufstiegsmöglichkeiten und auch das Gehalt ist gemessen an der Arbeitsbelastung nicht so attraktiv, wie es von Medizinern gerne dargestellt wird.

Flauta
26.03.2009, 14:43
@Hellequin: Grundschullehrer ist anderes Beispiel für einen typischen Frauenberuf: geringes Sozialprestige, kaum Aufstiegsmöglichkeiten und auch das Gehalt ist gemessen an der Arbeitsbelastung nicht so attraktiv, wie es von Medizinern gerne dargestellt wird.

Das trifft aber so nicht auf jedes Eu-Land zu!!!
Es gibt Länder, wo das ganz anders ist...........ich leb in solch einem Land, besonders zu Berufsbeginn geht es hier den Grundschullehrern finanziell mind. genauso gut und gar besser als z.B. Sekundarlehrern
Der Männeranteil ist hier bei Grundschullehrern nicht besonders gering.....bei meiner Sek. Schule sind 3/4 Männer.....
Kann man daher nicht so verallgemeinern...

docmoechtegern
26.03.2009, 14:45
Der Männeranteil ist hier bei Grundschullehrern nicht besonders gering.....bei meiner Sek. Schule sind 3/4 Männer.....
Kann man daher nicht so verallgemeinern...

Wie sieht es mit dem Sozialprestige der Lehrer in Luxemburg aus? Sin die bei Euch auch die Prügelknaben bzw. Prügelfrauen der Nation?

In Deutschland gilt der Lehrerjob als Loserjob. Wie ist das bei Euch?

icespeedskatingfan
26.03.2009, 15:15
[QUOTE=docmoechtegern;759845]@

Oder anders gsagt: Frauen seien eher bereit, sich mit niedrigeren Gehältern abzufinden als Männer und verdürben dadurch die Preise.
QUOTE]

Gähn - vor 15 Jahren waren > 60% der AiP-ler Männer und haben ein Nettogehalt von 900 DM (kein Witz - den Beweis habe ich schriftlich) mit nach Hause genommen.
:-party Den "Preis" hat die Ärzteschwemme verdorben - geschlechtsunabhängig - also kann man jetzt auf bessere Zeiten hoffen.

Espressa
26.03.2009, 19:12
Wenn das so ist, dass frauen die bessere voraussetzung haben, patienten gut zu therapieren, empathisch zu sein, besser zu schneiden, nähen, besser zu forschen und im allgemeinen ein besseren job zu leisten, dann habe ich kein problem damit, dass frauen den männern studienplätze wegnehmen.


Du machst in deinen Überlegungen einen entscheidenden Fehler.
Du kannst Eignung nur anhand der Leistung beurteilen, die ein Individuum aktuell erbringt, nicht nach der möglichen, die es dann später vielleicht erbringt.
Also nochmal in aller Klarheit - du hast keine Möglichkeit, zu testen wie gut jemand als Arzt wäre, bevor er Arzt ist. Du weißt auch nicht wie gut ein Kind Sprachen lernt, bevor es nicht mal zu sprechen begonnen hat.

So wird also auch nur anhand dessen beurteilt, was junge Erwachsene eben aktuell an Leistung bringen- nachdem sie Schulabschließer sind, anhand ihres Abschlusses.

Autolyse
26.03.2009, 19:20
Ich glaube, die Luft- und Raumfahrttechnik ist eher vom Interesse eher männlich, daher sind die Frauen dort nicht/kaum vertreten. Und wenn Deine Begründung so stimmte, hieße es ja, dass Frauen fleißiger aber trotzdem dümmer wären, denn sonst wären sie ja auch in dem von Dir genannten Studiengang häufiger vertreten ;-) Aber eigentlich finde ich das hier ziemlich überflüssig, sinnlos und lächerlich. Warum springt man eigentlich auf so eine Kacke an? :-nix

Das habe ich nicht behauptet. Ich hätte auch einen beliebigen anderen Studiengang mit hohem Mathematikanteil nehmen können, das Ergebnis wäre das Gleiche gewesen. Ich wage allerdings zu behaupten, dass dies weniger am mangelnden Interesse liegt, als vielmehr an der "Ich kann sowieso kein Mathe"-Mentalität, die ja in Deutschland gerne aus Auszeichung vor sich hergetragen wird(mit dem Resultat, dass mit mir zusammen Leute in Physik sitzen, die weder einen Bruch lösen können oder eine Gleichung umstellen, von Differentialgleichungen gar nicht zu sprechen, aber anscheinend gibt's das Abitur heute geschenkt). Wobei Medizin auch nicht das Überbeispiel für Fleiß ist, denn wenn es nicht ohne allzuviel Aufwand die 1er abzuräumen gäbe, dann würde ich es nicht studieren...

1up
26.03.2009, 19:40
Du machst in deinen Überlegungen einen entscheidenden
Also nochmal in aller Klarheit - du hast keine Möglichkeit, zu testen wie gut jemand als Arzt wäre, bevor er Arzt ist. Du weißt auch nicht wie gut ein Kind Sprachen lernt, bevor es nicht mal zu sprechen begonnen hat.
Naja, es ist nicht völlig undenkbar, man findet parameter die gut mit der später während des studiums erbrachten leistung korreliert, oder noch besser, mit quantifizierbare schemata die besagen, wie gut ein arzt ist. Allerdings würde das bei forschung irrsinnig schwer sein.

Egal, ich bin auch nicht dafür. Weg mit noten, weg mit bewertungen von lehrern, lass den schülern selber das aussuchen was sie studieren wollen, aber nicht notwendigerweiße auf die kosten des staates.

Espressa
26.03.2009, 20:20
lass den schülern selber das aussuchen was sie studieren wollen, aber nicht notwendigerweiße auf die kosten des staates.

DAS kannst du gerne haben. Geh auf eine Privatuni, die darfst selber aussuchen und auch selber bezahlen. :-D