Sebastian1
21.11.2002, 18:46
Original geschrieben von Janine
Als Unengagierte möchte ich auch mal was sagen. An unserer Uni ist von irgendwelchen Gremien nicht viel zu hören außer ein Flyer vom u-Asta alle paar Monate. Soweit ich weiß, steht das u für unabhängig und es ist wohl in BaWü irgendwie so, dass sie nach den Problemen mit den 68ern das Mitbestimmungsrecht der Studenten enorm gekürzt haben. Unsere Fachschaft, in der durchaus fähige Leute sitzen, hat ja auch nichts zu melden. Glücklicherweise haben wir einen sehr netten Studiendekan in der Vorklinik, der immer ein offenes Ohr hat. Aber ansonsten habe ich den Eindruck, dass wir Studenten sowieso nichts bewegen können.
Beispiel 1: Die Anti-AO-Reform-Proteste haben wenig gebracht
Beispiel 2: unsere Lehrbücherei=Leerbücherei Aktion hat nichts gebracht (die Ausleihfrist wurde trotzdem auf 2 Wochen reduziert)
Beispiel 3: die Salatbaraktion in der Mensa hat auch nicht gefuchtet (wir zahlen weiterhin nach Gewicht - und kommen auf unmenschliche Preise)
Besonders bei den letzten zwei Punkten spielt das Geld wohl die Hauptrolle. Kein Geld für neue Bücher, kein Geld für mehr Salat. Da können die Leute am langen Hebel ja durchaus Mitleid mit uns haben, aber ändern können sie finztechnisch nichts.
Was die Kritik an der Lehre angeht, so bediene ich mich der Evaluation. Ich mache nicht nur Kreuze bei der Benotung, sondern schreibe auch ausführlich meine Meinung und meine Vorschläge auf die Bögen. Ich hoffe nur, dass sich das auch einer durchliest... (einige Positivbeispiele gab's schon)
Janine,
bevor jetzt ein falscher Eindruck entsteht: Ich will ja gar nicht erreichen, das jeder sich maximal für andere engagiert. Wie gesagt, ich will andere nicht pampern müssen und erwarte, das jeder sich selbst zumindest informiert, wenn es ihn denn selbst betrifft.
Was einige andere Punkte betrifft, heftiger Widerspruch:
- In der Freiburger Fachschaft sind einige Leute hochengagiert, zumindest auch auf Bundesebene in der FTM. Engagement muss auch nicht zwangsläufig politisch sein oder an der uni stattfinden!
Im übrigen werdet auch Ihr ein Recht haben, als studentische (stimmberechtigt!) Vertreter in Gremien und Ausschüsse gewählt zu werden (Fakultätsrat, Unterrichtskommision, Strukturkommision, Habilitations- und Berufungsverfahrenskommisionnen, EThikkommision, Promotionskommision um nur einige zu nennen....aber das da nicht jeder Interesse dran hat, das verstehe ich durchaus. Aber es reichen auch einige)
- Die Hammerexamen-proteste haben nichts gebracht?!?!?!? Wie bitte? Ui, das ist aber nun ganz und gar falsch. Das ursprünglich geplante Examen ist hart modifiziert worden, studentische vertreter waren bei der lieben Frau Schmidt und haben da einiges erreicht, es gibt einen Runden Tisch, an dem nicht ganz unwichtige Leute sitzen, es gibt Kontakt zu Ministerien auf Landesebene...da ist einiges passiert. Vielleicht nicht immer transparent genug, aber vom Hammerexamen in seiner ursprünglichen Form sind wir weit weg.
- Evaluation: sehr wichtig! ist auch gut, was du schreibst. nur muss man sich klar machen, daß evaluation nur ein Wekrzeug zur veränderung ist. Evaluation um des Evaluierens willen ist nichtsinnvoll - wird aber teilweise praktiziert. Die Publikmachung der Evaluationsergebnisse und der daraus entstehenden Konsequenzen ist das mindeste, was man IMO machen muss.
Nur: Evaluation hat so viele verschiedene Aspekte und ist gerade erst im kommen begriffen.
Allerdings wird das rapide zunehmen; nicht zuletzt, da in Zukunft auch Gelder an die Institute nach Evaluationsergebnissen verteilt werden. Und da können die Ihre Evaluation auch nicht mehr selbst durchführen....ganz langes Thema....
Whatever, ich fasse nochmal kurz zusammen:
Jeder kann zumindest füpr sich selbst etwas tun, wenn dann hier und da noch etwas Interesse und auchmal ein bisschen Aktivität vorhanden ist, ist das doch schon völlig in Ordnung. Ich möchte nämlcih nicht den Eindruck erwecken, jetzt jeden zu verurteilen, der nicht in jeder Suppe mitrührt...
Gruß,
Sebastian
Als Unengagierte möchte ich auch mal was sagen. An unserer Uni ist von irgendwelchen Gremien nicht viel zu hören außer ein Flyer vom u-Asta alle paar Monate. Soweit ich weiß, steht das u für unabhängig und es ist wohl in BaWü irgendwie so, dass sie nach den Problemen mit den 68ern das Mitbestimmungsrecht der Studenten enorm gekürzt haben. Unsere Fachschaft, in der durchaus fähige Leute sitzen, hat ja auch nichts zu melden. Glücklicherweise haben wir einen sehr netten Studiendekan in der Vorklinik, der immer ein offenes Ohr hat. Aber ansonsten habe ich den Eindruck, dass wir Studenten sowieso nichts bewegen können.
Beispiel 1: Die Anti-AO-Reform-Proteste haben wenig gebracht
Beispiel 2: unsere Lehrbücherei=Leerbücherei Aktion hat nichts gebracht (die Ausleihfrist wurde trotzdem auf 2 Wochen reduziert)
Beispiel 3: die Salatbaraktion in der Mensa hat auch nicht gefuchtet (wir zahlen weiterhin nach Gewicht - und kommen auf unmenschliche Preise)
Besonders bei den letzten zwei Punkten spielt das Geld wohl die Hauptrolle. Kein Geld für neue Bücher, kein Geld für mehr Salat. Da können die Leute am langen Hebel ja durchaus Mitleid mit uns haben, aber ändern können sie finztechnisch nichts.
Was die Kritik an der Lehre angeht, so bediene ich mich der Evaluation. Ich mache nicht nur Kreuze bei der Benotung, sondern schreibe auch ausführlich meine Meinung und meine Vorschläge auf die Bögen. Ich hoffe nur, dass sich das auch einer durchliest... (einige Positivbeispiele gab's schon)
Janine,
bevor jetzt ein falscher Eindruck entsteht: Ich will ja gar nicht erreichen, das jeder sich maximal für andere engagiert. Wie gesagt, ich will andere nicht pampern müssen und erwarte, das jeder sich selbst zumindest informiert, wenn es ihn denn selbst betrifft.
Was einige andere Punkte betrifft, heftiger Widerspruch:
- In der Freiburger Fachschaft sind einige Leute hochengagiert, zumindest auch auf Bundesebene in der FTM. Engagement muss auch nicht zwangsläufig politisch sein oder an der uni stattfinden!
Im übrigen werdet auch Ihr ein Recht haben, als studentische (stimmberechtigt!) Vertreter in Gremien und Ausschüsse gewählt zu werden (Fakultätsrat, Unterrichtskommision, Strukturkommision, Habilitations- und Berufungsverfahrenskommisionnen, EThikkommision, Promotionskommision um nur einige zu nennen....aber das da nicht jeder Interesse dran hat, das verstehe ich durchaus. Aber es reichen auch einige)
- Die Hammerexamen-proteste haben nichts gebracht?!?!?!? Wie bitte? Ui, das ist aber nun ganz und gar falsch. Das ursprünglich geplante Examen ist hart modifiziert worden, studentische vertreter waren bei der lieben Frau Schmidt und haben da einiges erreicht, es gibt einen Runden Tisch, an dem nicht ganz unwichtige Leute sitzen, es gibt Kontakt zu Ministerien auf Landesebene...da ist einiges passiert. Vielleicht nicht immer transparent genug, aber vom Hammerexamen in seiner ursprünglichen Form sind wir weit weg.
- Evaluation: sehr wichtig! ist auch gut, was du schreibst. nur muss man sich klar machen, daß evaluation nur ein Wekrzeug zur veränderung ist. Evaluation um des Evaluierens willen ist nichtsinnvoll - wird aber teilweise praktiziert. Die Publikmachung der Evaluationsergebnisse und der daraus entstehenden Konsequenzen ist das mindeste, was man IMO machen muss.
Nur: Evaluation hat so viele verschiedene Aspekte und ist gerade erst im kommen begriffen.
Allerdings wird das rapide zunehmen; nicht zuletzt, da in Zukunft auch Gelder an die Institute nach Evaluationsergebnissen verteilt werden. Und da können die Ihre Evaluation auch nicht mehr selbst durchführen....ganz langes Thema....
Whatever, ich fasse nochmal kurz zusammen:
Jeder kann zumindest füpr sich selbst etwas tun, wenn dann hier und da noch etwas Interesse und auchmal ein bisschen Aktivität vorhanden ist, ist das doch schon völlig in Ordnung. Ich möchte nämlcih nicht den Eindruck erwecken, jetzt jeden zu verurteilen, der nicht in jeder Suppe mitrührt...
Gruß,
Sebastian