Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie Vorlesungsbesuch minimieren?
Naja, Medizinstudenten sind halt oft Leute, die einen ordentlichen Geltungsdrang haben - schlimm wird es immer, wenn das dann...
1. mit Altruismus verwechselt wird (da letzterer ganz oft eine fürchterlich nervige Zwanghaftigkeit bei den Leuten verursacht "Ich habe ein geringes Selbstwertgefühl und studiere Medizin um Anerkennung durch andere zu erhalten, glaube aber selbst, dass es mir um die Menschen geht. Deshalb habe ich schon vor einer Woche angefangen für die Klausur nächsten Monat zu lernen, da ich mir das nie verzeihen könnte, wenn ich darin schlecht bin und das dann später nicht weiß. Was sollen denn da die Leute denken? Damit ich besser durchsteige echtzeitcoloriere ich meine Seiten am besten mit vier Farben und schreibe mir vorsichtshalber zum 5. Mal auf, dass Meningokokken eine Meningitis machen...").
2. direkt in das eher übliche Rumgepose irgendwelcher "coolen" Checkertypen und Tussen mündet (die dann halt in die Vorlesung gehen um platt ihre sexuellen Erlebnisse zu präsentieren um damit ihr Ego aufzupolieren - "Ich behaupte zwar, ich studiere Medizin aus Interesse, will aber eigentlich nur später was darstellen und von anderen bewundert werden, auch wenn ich eigentlich nicht viel drauf habe, was ich aber verdränge. Deshalb tue ich, was ich am besten kann und gehe heute Abend erstmal wieder ordentlich feiern. Ist zwar Montag, ich war erst gestern stramm und habe schon seit Wochen nichts mehr nennenswertes geleistet, aber mein Selbstwertgefühl leidet, wenn ich nicht jeden Tag einen neuen Sexualpartner finde, immerhin bin ich als Fast-Arzt ja quasi schon selbst ein Statussymbol. Ich brauche das auch unbedingt, da ich als Person ja leider eigentlich so langweilig und desinteressiert bin, dass ich ohne ständige neue Erlebnisse keine gemeinsame Basis für Interaktionen mit meinen ebenso platten Freunden hätte... Hey, Party heute Abend?!").
Da dies keine disjunkten Klassen sind gibt's das natürlich auch in Kombination. Glücklicherweise sind aber immerhin einige der größten Deppen nach dem Physikum verschwunden (ich glaube, dafür ist das nämlich eigentlich gut, leider erwischt es auch mal die falschen...) und es gibt auch normale Leute, mit denen ich gern meine Zeit verbringe und die das mitunter ähnlich sehen. Andererseits muss man auch immer den Sozialisierungsprozess an sich sehen und wär man in einer anderen Gruppe zu einem bestimmten Zeitpunkt gewesen, hätte man wahrscheinlich einen komplett anderen Freundes- oder Bekanntenkreis gefunden und eventuell auch ein anderes Bild von den Leuten. Ich denke, man tut durchaus vielen Leuten unrecht, wenn man das Medizinstudentenkollektiv an sich als bescheuert und nicht "anfreundungswürdig" abtut und davon ausgeht, dass es in einem anderen Studiengang besser aussieht, wenngleich ich auch vermute, dass die Idiotendichte in Medizin schon vergleichsweise hoch ist (vermeintlich prestigeträchtige Jobs ziehen diese halt einfach an)...
roger rekless
03.05.2009, 15:55
Naja z.T. schon wahr, aber z.T. auch arg pauschalisiert. Nicht jeder der neben dem Studium gerne dem Nachtleben o.ä. frönt, ist sofort ein oberflächlicher, der Medizin nicht würdiger Mensch.
Zur Idiotenquote: Ich finde die bei (Human)Medizin eigentlich recht erträglich, wenn ich mir die andere Studiengänge anschaue wird mir da schon eher übel... Jura, BWL/VWL, Zahnmedizin, "irgendwas-mit-Medien" etc.
In Medizin gibt's meiner Meinung nach keinen wirklichen Klischeestudenten.
papiertiger
03.05.2009, 16:13
sic.
ich meine, ich hab jetzt gerade den direkten Vergleich zwischen Jura und Medizin, und muss eigentlich schon sagen - klar gibt es überall Idioten, aber so im Großen und Ganzen finde ich die Leute im Studiengang Medizin angenehmer. Mag auch an den unterschiedlichen Städten liegen (Nix gegen die Heidelberger hier, aber zumindest bei den Heidelberger Juristen war die Prestige-Fraktion, ala, "mein Papa hat auch schon hier studiert und jetzt hab ich ein 1,0 Abi und bin in der Studienstiftung und natürlich bin ich jetzt auch hier an der (einzig wahren) Elite Uni und in einer Studentenverbindung gleich dazu" schon stark überrepräsentiert, meines Erachtens).
Konkreter: Bei Jura regierte schon irgendwo das Klischee ;) Perlenohrringchen und schicke Bluse und Stöckelschühchen in der Vorlesung war kein Einzelphänomen sondern von der breiten Masse getragen. Auf dem Polohemd musste natürlich das Krokodil sein. Geld war eigentlich immer da, familiärer Akadamikerhintergrund sowieso. Etc. Leute, die aus dem Klischee fielen waren ziemliche Ausnahmen, die musste man sich wirklich suchen. Ich neige nicht zu Komplexen, glücklicherweise, sonst hätte ich da womöglich welche bekommen können.
Mediziner sind da, soweit ich das hier sehe, eine viel gemischtere Truppe. Ein Klischee hab ich noch nicht wirklich gefunden, man findet einfach durch die Bank alles. Natürlich auch viele unangenehme und langweilige Menschen, aber auch viele sehr interessante. Fühle mich hier wohler ;)
Naja, das ist einfach subjektive Wahrnehmung. Wenn man sich schon zu Abiturzeiten über die vielen Deppen wundert, dann trifft man die im Studium natürlich wieder, sind schließlich die gleichen Leute. Dass sich da dann natürlich die subjektive Note widerspiegelt, grundsätzlich mit vielen Leuten nichts anfangen zu können, ist natürlich auch klar. Ich bin deswegen auch nicht unzufrieden über meine Studienwahl oder wegen meiner Kommilitonen, ich stelle nur gelegentlich fest, dass es gar nicht schade ist, mit einigen nicht allzu viel zu tun zu haben. Man kann nicht jeden mögen.
Ich persönlich komme mit vielen Naturwissenschaftlern und (ernsthaften) Geisteswissenschaftsstudenten im Schnitt besser aus, wo eben die von mir bewusst plakativ dargestellten Klischees anscheinend nicht so häufig sind (die ich aber sehr wohl öfters bei einigen Medizinern wahrnehme). Ansonsten stimmt es schon, dass ein recht guter Bevölkerungsquerschnitt Medizin studiert, aber das muss man ja wie oben angedeutet trotzdem nicht mögen. Jura und BWL sind hingegen sicher aber noch deutlich voller an unangenehmen Klischeeleuten, das glaube ich.
die "klischeeleute" finde ich gar nicht mal so tragisch, klar gibts die und klar kotzen die mich an, aber die kann man i.A. noch ganz gut ausblenden weil sie sich sowieso zu gut sind, sich mit nicht-ihresgleichen abzugeben (worüber ich ja ganz froh bin :-)) ) und außerdem sind die sicherlich z.B. in zahnmedizin, jura etc. noch wesentlich stärker vertreten...was ich wirklich furchtbar finde, sind
1. diese rudel von 19jährigen vorstadtprinzessinnen, die jetzt zum studium grade das erste mal von zuhause ausgeflogen sind (aber natürlich nur die 30km bis zur nahegelegensten uni, damit man am WE schön heimfahren und bei mama auf dem sofa sitzen kann) und irgendwie auf die idee gekommen sind dass sie medizin studieren wollen, wahrscheinlich weil sie regelmäßig dr. house und konsorten glotzen und das irgendwie lustig finden...aber dann natürlich vor jedem testat die absolute krise ihres lebens kriegen, weil man das ja alles natürlich wieder überhaupt nicht schaffen kann usw usf und außerdem tauchen überall zahlen und chemische formeln auf und da haben sie ja in der schule schon immer panik bekommen...
2. diese leute mit einem derart breiten horizont, dass sie in der 6. klasse schon zweifelsfrei wussten, dass sie medizin studieren werden weil auf andere gedanken sind sie ja gar nicht gekommen und deswegen kennen sie spätestens seit der mittelstufe ätiologie, diagnose und therapie der Top 20 volkskrankheiten auswendig und teilen einem dies bei jeder (ich betone: JEDER) gelegenheit mit und können es natürlich überhaupt nicht verstehen dass es auch leute gibt, die neben dem studium auch andere interessen haben...gibts gerne auch in der version "ich hatte leider (obwohl ich seit der grundschule weiß, dass ich arzt werden will) ein 3,7-abitur und musste daher 5 jahre lang irgendwelche rettungssanitäterausbildungen machen und weiß daher jetzt ALLES übers 12-kanal-EKG und kanns absolut nicht nachvollziehen dass jemand das NICHT weiß"...nichts gegen rettungsassistenten an dieser stelle ;-)...
naja, ist ja alles nichts neues, bleibt nur zu hoffen dass der idiotenfilter physikum wirklich so gut wirkt wie erhofft...ich geh mal wieder niere lernen...
Physikum als Idiotenfilter ist leider ein ziemliches Märchen, und ich finde es mehr als erschreckend wenn ich mal wieder feststelle, dass im Prinzip jeder irgendwann Arzt wird mit seinen mindestens drei Wiederholungschancen für jegliche Art von Prüfung. In Grundschullehramt ist nach einer Wiederholung Schluss, aber um Arzt zu werden braucht man nur einen Studienplatz und einen langen Atem. Juhu!
Huhu
also sorry, Euer Klischeedenken ist aber auch keine Qualifikation für Eure spätere Tätigkeit.
Das Physikum ist nun wirklich das letzte Kriterium einen später guten Praktiker von einem schlechten zu unterschieden oder gar letztere zu eliminieren.
Man kann noch so ein guter Theoretiker sein und im Alltag dann massiv Probleme in anderen, nicht unwichtigeren Bereichen haben.
Außerdem stecken auch hinter 19 Jährigen postpubertären Wochenendheimfahrerinnen Menschen, die sich noch entwickeln - und das zu manchmal richtig netten, kompetenten Persönlichkeiten.
Glaubt meiner Lebenserfahrung Kinners, schubladendenken hat auch noch nie für Kompetenz gestanden !
LG
Cosma
Huhu
also sorry, Euer Klischeedenken ist aber auch keine Qualifikation für Eure spätere Tätigkeit.
Das Physikum ist nun wirklich das letzte Kriterium einen später guten Praktiker von einem schlechten zu unterschieden oder gar letztere zu eliminieren.
Man kann noch so ein guter Theoretiker sein und im Alltag dann massiv Probleme in anderen, nicht unwichtigeren Bereichen haben.
Außerdem stecken auch hinter 19 Jährigen postpubertären Wochenendheimfahrerinnen Menschen, die sich noch entwickeln - und das zu manchmal richtig netten, kompetenten Persönlichkeiten.
Glaubt meiner Lebenserfahrung Kinners, schubladendenken hat auch noch nie für Kompetenz gestanden !
LG
Cosma
*unterschreib* :-meinung
ich red ja auch nicht davon, dass die alle keine guten mediziner sein könnten. können sie bestimmt. ich will ja einfach nur, dass sie weg sind ;-)
icespeedskatingfan
14.05.2009, 17:31
ich red ja auch nicht davon, dass die alle keine guten mediziner sein könnten. können sie bestimmt. ich will ja einfach nur, dass sie weg sind ;-)
Bei soviel Intoleranz gegenüber anderen Menschen würde Dich jeder Psychotherapeut fragen, ob Du Dich selber hasst ; oder in 19-jährigen einser-Studentinnen unbewusst eigenes Versagen (schlechtes Abi, lange Wartezeit)vorgeführt bekommst. Das Problem von so viel "Doofen" umgeben zu sein liegt bekanntermaßen zwischen den eigenen Ohren.
Sei mal relaxter mit Deiner Umwelt, dann geht´s Dir auch besser.
Im Übrigen können ehemals schlechte Schüler gute Ärzte werden - aber die super-Studenten sind sie meistens nicht, also sei mal nicht so siegessicher das es DIE ANDEREN die sind, die durchfallen.
Oje so viele bad vibrations hier!
@ledoell: steckt ja ne ganze menge abscheu in dir, versuch es mal mit etwas humor. Wenn man menschen näher kennen lernt sind fast alle irgendwie interessant. Ein bisschen mehr Menschenliebe könnte dir jedenfalls nicht schaden.
Und solche Kategorisierungen von wegen Zahnmediziner sind noch oberflächlicher und zum kotzen, disqualifizieren vor allem dich selbst als oberflächlich. Da fehlt dir wohl der Blick hinter die Kulissen.
Meine Meinung: Mediziner sind ein nettes Völkchen weil total bunt gemischt und vom Nerd bis zu Daddys kleinem Liebling :-love alles dabei ist. :-top
Bei soviel Intoleranz gegenüber anderen Menschen würde Dich jeder Psychotherapeut fragen, ob Du Dich selber hasst ; oder in 19-jährigen einser-Studentinnen unbewusst eigenes Versagen (schlechtes Abi, lange Wartezeit)vorgeführt bekommst. Das Problem von so viel "Doofen" umgeben zu sein liegt bekanntermaßen zwischen den eigenen Ohren.
Sei mal relaxter mit Deiner Umwelt, dann geht´s Dir auch besser.
Im Übrigen können ehemals schlechte Schüler gute Ärzte werden - aber die super-Studenten sind sie meistens nicht, also sei mal nicht so siegessicher das es DIE ANDEREN die sind, die durchfallen.
dass die keine guten ärzte sein/werden könnten hab ich doch nie behauptet, im gegenteil. sie gehen mir nur zu 99% auf den sack (und nicht nur mir, siehe DeKa), das ist alles. Warum ich mich deswegen angeblich selbst hassen soll, kann ich nicht nachvollziehen...meine abi-note hätten viele von denen wohl gerne, nur soviel dazu ;)
es geht aber überhaupt nicht und in keinster weise um ärztliche qualifikationen, abinoten oder angeblich angeknackste egos, sondern einzig und allein darum, dass mir (und einigen andern) der kindergartenclub, der einem tagtäglich vorgesetzt wird, auf die eier geht. das ist nicht wissenschaftlich objektivierbar und erhebt keinen anspruch auf allgemeine gültigkeit. es handelt sich wenn man so will einfach nur um die gute alte kulturtechnik des lästerns, allerdings nicht um grundloses lästern :-))
@ezryder: es geht auch nicht darum, wo die leute herkommen und ob sie bunt gemischt sind oder nicht, es geht darum wie sie sich tagtäglich verhalten (man könnte auch sagen "aufführen"). natürlich sagen verallgemeinerungen über personengruppen NICHTS über einzelne personen aus, hab ich auch nie behauptet. da ich aber die allermeisten z.B. zahnmediziner (um die es mir, nebenbei bemerkt, auch gar nicht geht) nicht persönlich kenne, kann ich nur den eindruck haben, den sie mir gruppendynamisch im uni-alltag vermitteln. und der ist nun einmal einigermaßen klischee-haft und nicht allzu gut. das mag bei anderen leuten anders sein, schön und gut. ich rede halt von meinem eindruck (und auch dieser eindruck wird von nicht wenigen leuten geteilt).
Es gibt im übrigen sicher gute "Theoretiker", die später furchtbare Ärzte werden. Aber die schlechten Theoretiker werden niemals gute. Wie einfühlsam und praktisch veranlagt sie auch sein mögen. Ich zumindest möchte mich niemals von einem guten "Praktiker" behandeln lassen, der von seinem Fach theoretisch keine Ahnung hat. Und da gibt das Physikum oft schon einen guten Richtungshinweis.
stud_tir
18.05.2009, 11:21
mein highlight war ein mädel, die kam 10 min zu spät, setzt sich vor mich (also in die erste reihe) neben ein anderes mädel und dann fangen die sofort an zu labern. 15 min. auch auf anfrage, ob sie mal leise sein könnten von den umsitzenden, und einmal des dozenten, wurde das nicht unterbrochen. dann waren sie damit scheinbar fertig. 4 min ruhe (wir haben hab auf die uhr gesehen!). ihr handy klingelte leise, hektisches kramen. was tut sie? sie geht ran! und telefoniert noch im flüsterton ein paar minuten um nach dem beendes des gesprächs noch 2-3 minuten zuzuhören und dann früher zu gehen. Hmm, ich war zwar nie ein Vorlesungsgänger ... aber: Kann man solche Leute nicht einfach kommentarlos raus schmeißen? Nichts gegen Mitteilungsdrang und soziale Interaktion - aber das doch bitte draußen, vor dem Hörsaal.
Ist ja okay, zwingt einen ja Niemand, sich die Vorlesung auch anzuhören ... aber wenn man schon drin sitzt, sollte man wenigstens die Klappe halten (oder wie ein Kommilitone in einer der hinteren Reihen mit Kopfhörern und Notebook Shrek schauen ;-) )
WackenDoc
18.05.2009, 11:38
oder wie ein Kommilitone in einer der hinteren Reihen mit Kopfhörern und Notebook Shrek schauen :-top
War die Vorlesung soo schlecht?
So weit dass die Komlilitonen ihre Zockernetzwerke in den Hörsälen aufbauen weil da so viele Plätze sind sind wir aber noch nicht?
Wir hatten allerdings auch dermaßen grottenschlechte Vorlesungen, dass man in der Zeit besser das Lehrbuch lesen konnte- mit dem Ergebnis, dass die Vorlesung dann plötzlich Pflicht war.
stud_tir
18.05.2009, 11:50
:-top
War die Vorlesung soo schlecht?Oh ja ..
So weit dass die Komlilitonen ihre Zockernetzwerke in den Hörsälen aufbauen weil da so viele Plätze sind sind wir aber noch nicht?Doch ;-)
Allerdings nicht online - wir haben zwar WLan im Hörsaalzentrum, aber nicht in allen Hörsäälen.
Wir hatten allerdings auch dermaßen grottenschlechte Vorlesungen, dass man in der Zeit besser das Lehrbuch lesen konnte- mit dem Ergebnis, dass die Vorlesung dann plötzlich Pflicht war.So gings bei uns mit einigen Übungsgruppen uÄ ...
:-top
So weit dass die Komlilitonen ihre Zockernetzwerke in den Hörsälen aufbauen weil da so viele Plätze sind sind wir aber noch nicht?
doch. aber wenn man zum ersten semester halt von mami und papi der ersten eigenen laptop geschenkt kriegt, muss man den natürlich auch rumzeigen, ne? ;-)
WackenDoc
18.05.2009, 12:20
Schon mal POL (problemorientiertes LErnen) als "reine Lehre"- also ohne Führung durch die Mentoren/Moderatoren mitgemacht? Die haben nur drauf geachtet dass der Ablauf eingehalten wird. Ansonsten haben Studenten über ihr nicht vorhandenes Wissen diskutiert. DAS war ne Zeitverschwendung
Gut- wir wurden wenigstens vom Pathotestat befreit.
Oder unser Rechtsmedizinprof der uns allen Ernstes beibringen wollte, bei einem Unfallopfer die HWS auf Frakturzeichen (also Knischen und abnorme Beweglichkeit) zu prüfen- und zwar nicht postmortem (hab extra nachgefragt weil ich gedacht hab ich hätt ihn falsch verstanden). Und unser Chirurgieprof hat sowas in seinem Buch und in der VOrlesung verbreitet. Zusammen mit der Meinung man solle doch präklinisch bei einem Polytrauma mit Herzstillstand einen präkordialen Schlag machen.
Ansonsten haben Studenten über ihr nicht vorhandenes Wissen diskutiert.
juhuu. das unverzichtbare grundelement des tagtäglichen mediziner-smalltalks :-kotz
sie: und, schon physio gelernt?
ich: ???...sind doch noch fast 3 wochen bis zur klausur...
sie: ja, aber ich dachte mal, ich fang schonmal an...ich versteh das irgendwie immer nicht...
ich: .....
WackenDoc
18.05.2009, 15:36
ledoell, du hast mich da falsch verstanden. Das war der Zweck der Veranstaltung.
Also wenn wir jetzt den und den Wert bestimmen würden was könnte da evtl. rauskommen- und steigt der Wert x in der Situation y wirklich an oder nicht.
Und das ganze ohne Lehrbücher, weil ja keiner wusste in welche Richtung sich das jeweils entwickelt. Und das gute wikipedia war damals auch noch nicht so weit.
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