Unregistriert
23.04.2009, 15:24
laut AWMF- Leitlinien:
5.2.4 Raloxifen
"Evidenz" für eine Senkung des Risikos für hüftgelenksnahe Frakturen liegen nicht vor. Die Daten aus den vorliegenden Studien zeigen, daß bei Frauen mit Frakturanamnese eine deutliche Senkung der Wirbelkörperfrakturrate erreicht wurde (A). Die Knochendichte wird positiv beeinflußt (A).
5.2.5 Weitere Behandlungsoptionen
Für Vitamin D -Analoga (Alfacalcidol, Calcitriol) liegt keine "Evidenz" für eine Senkung der Rate von hüftgelensknahen Frakturen vor. Die vorliegenden Studien zeigen inkonsistente Ergebnisse hinsichtlich der Wirbelkörperfrakturrate und Knochendichte (B). Ein überzeugender Nachweis der Effektivität einer Therapie mit Vitamin D-Analoga steht noch aus. Für die Behandlung mit Calcitonin liegen für ältere Frauen nur wenige Studien vor. Diese zeigen inkonsistente Ergebnisse hinsichtlich Frakturrate und Knochendichte. Zwar findet sich eine Senkung der Rate für hüftgelensknahen Frakturen bei niedriger und für Wirbelkörperfrakturen bei mittlerer Dosierung (B). Durchgehend wird ein Anstieg der Knochendichte berichtet (A). Doch die inkonsistente Dosis-Wirkung-Beziehung und die Studiencharakteristika machen eine endgültige Beurteilung schwierig. In den relevanten Primärarbeiten zur Behandlung mit Fluoriden wurde ein positiver Effekt auf die Knochendichte an der Wirbelsäule und am Schenkelhals nachgewiesen (A). Die Frakturstudien zeigen eine widersprüchliche Datenlage für alle Frakturstellen (B). Insgesamt können aufgrund der unterschiedlichen Patientenpopulationen, den unterschiedlichen Intervention und der sehr variablen Studiendauer keine eindeutigen Aussagen zur Fluorid-Behandlung für ältere Osteoporose-Patienten getroffen werden.
Zur Wirksamkeit anderer therapeutischer Möglichkeiten, die allerdings nicht für die Osteoporose-Behandlung zugelassen sind, liegen nur wenige Studien vor. So zeigen pharmakoepidemiologische Daten und eine RCT für Thiazid-Diuretika eine positive Beeinflussung des Frakturrisikos. Vor einer endgültigen Beurteilung sind allerdings noch weitere Studien abzuwarten. Für Statine ist die Datenlage inkonsistent. Für Tibolon und Ipriflavon liegen für diese Altersgruppe keine ausreichend aussagefähigen Studien vor. Weiter Therapieoptionen sind Parathormon, Strontium-Salze, u.a., für die allerdings die bis zum Redaktionsschluss der Leitlinie noch keine ausreichenden klinischen Daten publiziert waren. Zur Vertebroplastie sind einige kleinere Studien und Einzelfallbeobachtungen veröffentlicht worden. Aufgrund der vorliegenden "Evidenz" ist diese Therapie bisher als experimentell eingeschätzt.
Leider hat die Patientin eine tiefe Beinvenenthrombose in der Vorgeschichte...
Wenn man das als relative Kontraindikation sieht, ist die Frage vll. anfechtbar
5.2.4 Raloxifen
"Evidenz" für eine Senkung des Risikos für hüftgelenksnahe Frakturen liegen nicht vor. Die Daten aus den vorliegenden Studien zeigen, daß bei Frauen mit Frakturanamnese eine deutliche Senkung der Wirbelkörperfrakturrate erreicht wurde (A). Die Knochendichte wird positiv beeinflußt (A).
5.2.5 Weitere Behandlungsoptionen
Für Vitamin D -Analoga (Alfacalcidol, Calcitriol) liegt keine "Evidenz" für eine Senkung der Rate von hüftgelensknahen Frakturen vor. Die vorliegenden Studien zeigen inkonsistente Ergebnisse hinsichtlich der Wirbelkörperfrakturrate und Knochendichte (B). Ein überzeugender Nachweis der Effektivität einer Therapie mit Vitamin D-Analoga steht noch aus. Für die Behandlung mit Calcitonin liegen für ältere Frauen nur wenige Studien vor. Diese zeigen inkonsistente Ergebnisse hinsichtlich Frakturrate und Knochendichte. Zwar findet sich eine Senkung der Rate für hüftgelensknahen Frakturen bei niedriger und für Wirbelkörperfrakturen bei mittlerer Dosierung (B). Durchgehend wird ein Anstieg der Knochendichte berichtet (A). Doch die inkonsistente Dosis-Wirkung-Beziehung und die Studiencharakteristika machen eine endgültige Beurteilung schwierig. In den relevanten Primärarbeiten zur Behandlung mit Fluoriden wurde ein positiver Effekt auf die Knochendichte an der Wirbelsäule und am Schenkelhals nachgewiesen (A). Die Frakturstudien zeigen eine widersprüchliche Datenlage für alle Frakturstellen (B). Insgesamt können aufgrund der unterschiedlichen Patientenpopulationen, den unterschiedlichen Intervention und der sehr variablen Studiendauer keine eindeutigen Aussagen zur Fluorid-Behandlung für ältere Osteoporose-Patienten getroffen werden.
Zur Wirksamkeit anderer therapeutischer Möglichkeiten, die allerdings nicht für die Osteoporose-Behandlung zugelassen sind, liegen nur wenige Studien vor. So zeigen pharmakoepidemiologische Daten und eine RCT für Thiazid-Diuretika eine positive Beeinflussung des Frakturrisikos. Vor einer endgültigen Beurteilung sind allerdings noch weitere Studien abzuwarten. Für Statine ist die Datenlage inkonsistent. Für Tibolon und Ipriflavon liegen für diese Altersgruppe keine ausreichend aussagefähigen Studien vor. Weiter Therapieoptionen sind Parathormon, Strontium-Salze, u.a., für die allerdings die bis zum Redaktionsschluss der Leitlinie noch keine ausreichenden klinischen Daten publiziert waren. Zur Vertebroplastie sind einige kleinere Studien und Einzelfallbeobachtungen veröffentlicht worden. Aufgrund der vorliegenden "Evidenz" ist diese Therapie bisher als experimentell eingeschätzt.
Leider hat die Patientin eine tiefe Beinvenenthrombose in der Vorgeschichte...
Wenn man das als relative Kontraindikation sieht, ist die Frage vll. anfechtbar