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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 3 A23/B41 Kind mit Tollwutimpfung



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Robokopi
23.04.2009, 18:23
Aber es ist doch so:

Primärprävention: Ausbruch einer Erkrankung verhindern!
Sekundärprävention: Krankheit frühzeitig erkennen und behandeln!
Tertiärprävention: Nach eingetretener Erkrankung Folgeschäden verhindern!

Im vorliegenden Fall ist noch keine Krankheit eingetreten, sondern der Ausbruch soll verhindert werden.

Wer stimmt mir zu bzw. was sind eure Gegenargumente, liebes Medi-Learn-Team?

primär ist, die risikofaktoren zu eleminieren (impfung, meiden von alkohol).
sekundär ist, bei bestehendem risikofaktor die krankheit zu verhindern.
tertiär ist, ein rezidiv oder folgen einer bestehenden krankheit zu verhindern.

hier ist der risikofaktor eindeutig da, die krankheit aber nicht vorhanden. für mich klar sekundäre prävention.

Lodie
23.04.2009, 18:51
A23/B41

Es wird hier ja im Forum diskutiert ob es eine primär oder sekundär Prävention ist.
Schaut euch bitte mal die Frage 50 Examen 10/2007 an.Ist sehr ähnlich.
Auch ein Patient der Bereits den "Schaden" genommen hat und dann erst geimpft wird;dort ist die Lösung auch Primär Prävention!

Außerdem steht auch auf der Stiko Seite,dass eine Postexpositionprophylaxe der Tollwut zu den primären Maßnahmen der Prävention gehören.

Könnt Ihr euch bitte äußern warum ihr C als Lösung angegeben habt?

Unregistriert
23.04.2009, 19:40
[QUOTE=Unregistriert;769096]Pratchett: "Viele Ausrufezeichen sind ein sicheres Zeichen für einen kranken Geist!" ;-)

Warum auf dieser Ebene? Bist du vielleicht gefrustet, weil du die Frage falsch hast?! Wenn ja, dann lass es doch bitter nicht hier im Netz aus!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! hupps, schon wieder so viele Ausrufezeichen!!!

MEDI-LEARN
23.04.2009, 20:34
Hallo,

vielen Dank für die vielen konstruktiven Hinweise.

Wir haben hier auch sehr lange diskutiert und uns zunächst für C (sekundäre Prävention entschieden, da eine zumindest im Suchtbereich sehr gebräuchliche Standarddefinition von Gilchrist/Gillmore 1992 wie folgt lautet:
Primäre Prävention: allgemine Prophylaxe in unselektiertem Personenkreis
Sekundäre Prävention: Prophylaxe bei Risikogruppen
Tertiär: Rückfallprophylaxe bei manifest Kranken.
Wir haben das Mächden nach dem Biss in eine Tollwut-Risikogruppe eingestuft.

Aktive Impfung wird in der Literatur auch unstrittig zur primären Prävention gerechnet, das Mädchen wurde jedoch auch passiv geimpft. Diese passive Impfung wurde in der Literaur häufiger als sekundäre Prävention beschreiben.
Für uns ein weiterer Grund, zunächst "sekundäre Prävention" anzunehmen.

In der zitierten Altfrage (H07 Frage 50) wird eine "Tetanusauffrischungsimpfung" als PRIMÄRE Prävention beschrieben. Überlicherweise wird ja bei einer Tetanusimpfung sowohl aktiv als auch passiv geimpft, so dass wir diese Altfrage als Indiz werten, dass auch in der aktuellen Frage nach PRIMÄRER Prävention gefragt wird.

Viele Grüße

MEDI-LEARN

Lodie
23.04.2009, 20:44
:-top:-top:-top
:-dance:-dance

Unregistriert
23.04.2009, 21:10
Warum soll das primäre Prävention sein? Diese umfasst ja Maßnahmen zur Vermeidung von Krankheiten. Das Schild "Tollwutbezirk" ist primäre Prävention. Es wird ja auch nicht die gesamte Bevölkerung gegen Tollwut geimpft. Man kann davon ausgehen, dass das Tier Tollwut hat und dann muss man auch eine eingetretene Infektion annehmen. Die Schädigung ist dann gesetzt und die Impfung als sekundäre Prävention soll die Krankheit in einem frühen Stadium therapieren.

Unregistriert
23.04.2009, 22:25
Ich finde eine aktive Impfung vor Infektion wär primäre Prävention gewesen,
nach der Infektion (wie im Beispiel) impft man passiv um einen schlimmeren Krankheitverlauf zu verhindern, das ist dann sekundäre Prävention..

Unregistriert
24.04.2009, 07:24
also ich hab gestern noch mit einem arbeitsmediziner lange diskutiert aus dem institut,aber er hat mich überzeugt,dass es in diesem fall eine primäreprävention ist!

Unregistriert
24.04.2009, 07:37
Habe auch primÄre Prävention gewählt, weil ich die Frage, aus dem alten Examen kannte. Hätte auch gedacht sekundäre Prävention, aber weil die Frage, damals nicht rausgenommen worden ist, habe ich diesmal extra primäre angekreuzt und mich tierisch geärgert als ich dann sah, dass es nicht die primäre ist....

Joe the Moe
24.04.2009, 07:41
Habe auch primÄre Prävention gewählt, weil ich die Frage, aus dem alten Examen kannte. Hätte auch gedacht sekundäre Prävention, aber weil die Frage, damals nicht rausgenommen worden ist, habe ich diesmal extra primäre angekreuzt und mich tierisch geärgert als ich dann sah, dass es nicht die primäre ist....

Aber inzwischen sieht Medi-Learn das doch als primäre Prävention, was auch in meinen Augen richtig ist.

Unregistriert
24.04.2009, 10:28
also für mich ist die impfung eine postexpositionsprophylaxe... wenn man das jetzt mit anderen krankheiten vergleicht (zb hiv) dann kann es doch keine primärprävention sein wenn das mädchen nach einer exposition geimpft wird???? schließlich wurde sie ja nicht geimpft weil sie zum spielen in ein tollwutgefährdetes gebiet geht...

Unregistriert
24.04.2009, 10:46
Da stand PRÄKLINISCHE Postexpositionsprophylaxe, oder? Das Kind war doch schon in eine Ambulanz gekommen.

keineSCHEISSahnung
24.04.2009, 11:03
Ich hab Tertiärprävention angekreuzt, und meine dafür gute Argumente zu haben:

1) Primär wäre eine normale Impfung, bei einem Gesunden.

2) Sekundär wäre die Früherkennung (z.B. Screening) bei erfolgter Infektion.

3) Tertiär ist das Impfen hier, weil es sich nach Infektion (es handelt sich also um keine Maßnahme bei einem Gesunden) und nach (Früh)Erkennen der Infektion um eine Maßnahme zur VERMEIDUNG VON KOMPLIKATIONEN handelt: Infiziert ist das Kindchen, damit die Krankheit keinen letalen Verlauf nimmt, wird nun interveniert.

waikiki-beach-doctor
24.04.2009, 13:30
Unter Primärprävention werden alle Maßnahmen und Verhaltensweisen verstanden, die geeignet sind, eine Krankheit zu verhindern bzw. ihre Entstehung zu verlangsamen.

Die Sekundärprävention kommt zum Zuge, wenn eine Krankheit bereits Symptome verursacht . Sie soll eine Verschlimmerung oder ein Wiederauftreten verhindern und der Chronifizierung entgegentreten. Wenn es bereits zu Behinderungen gekommen ist, soll die sog.

Tertiärpävention das Ausmaß der Behinderung und den Umgang mit ihr günstig beeinflussen.

quelle: med. Dienst der KVen
http://www.mdk.de/885.htm

habs auch falsch